Silicon Valley-China-Germany

Im Rahmen des #china40mooc „China Infusion – Was wir von China lernen können“ der vom 22.02.19 – 24.02.19 stattfindet, durfte ich Han Jin (Lucid) interviewen. Ihn zeichnet aus, dass er sich in der Startup-Szene von drei Kulturen (China / Silicon Valley / Deutschland) bewegt und diesbezüglich tolle Impulse für den MOOC im Februar mitgeben konnte.

Nachfolgend ist das Interview verlinkt und im Anschluss daran habe ich das Interview in einer Tabelle zusammengefasst.

Mitnehmen möchte ich vor allem seinen Aufruf, die Welt als ein globales System zu verstehen und sich in ihr zu bewegen lernen (mit den Vor-und Nachteilen eines jeden Landes).

Vielen lieben Dank für deine Zeit, Han Jin 🙂

Han Jin (/han ʤɪn/; geboren am 15. Oktober 1988) ist Mitbegründer, CEO und Produktarchitekt von Lucid VR Inc. (Lucid), ein Startup-Unternehmen mit Sitz in Santa Clara, Kalifornien.

Die Ergebnisse aus dem Interview werden in einer Tabelle dargestellt. Die einzelnen Inhalte haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn etwas nicht genannt ist, heißt es beispielsweise nicht, dass es das nicht gibt, sondern es war lediglich kein Thema in diesem Interview. Unter anderem liegt das auch daran, dass „Lucid“ (Startup) kein Büro in Deutschland eröffnet hat, sondern nur in China und dem Silicon Valley.

Fazit: Jedes Land hat seine Vor- und Nachteile, daher stellt sich Han Jin gar nicht die Frage, was Deutschland von China und dem Silicon Valley lernen kann. Es ist vielmehr unsere zukünftige Aufgabe, sich zu fragen, wie können die jeweiligen Vor- und Nachteile verschiedenster Länder genutzt werden, wenn man sich heute global bewegt (Welt als ein globales System verstehen und sich in ihr zu bewegen lernen).

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Erfahrungen in internationalen und virtuellen Projektteams ermöglichen

Die enge Verwebung von Globalisierung und Digitalisierung macht es notwendig in internationalen Projektteams zusammen zu arbeiten. Werden Projekte mit internationalen Teams in der aktuellen Zeit umgesetzt, stellen sie in erster Linie eine große Herausforderung dar. Herausforderung, an denen die Teams wachsen und dazu lernen können sind der Umgang mit den verschiedenen Zeitzonen in denen die Teams leben und arbeiten, unterschiedliche (Arbeits-)Kulturen, divergierende lokale und globale Interessen sowie die räumliche Entfernung. In dieser Zusammenarbeit erfahren sie die Unterschiede und Vorzüge anderskulturell bedingter Arbeitsweisen und der konsequenten Umsetzung davon auf Unternehmens- und Mitarbeiterebene kennen.

Immer mehr Hochschulen bieten daher in Kooperationen mit anderen Hochschulen internationale Erfahrungsräume an. In dem Modul, dass ich an der FernUniversität in Hagen betreue, wird ab diesem Semester ebenso ein solcher Erfahrungsraum ermöglicht. Zusammen werden Student*innen der  Open Universiteit (Niederlande), der University of Jyväskylä (Finnland) und der FernUniversität in Hagen in verschiedenen durchmischten Teams über 8 Wochen lang im Kurs zu „Instructional Design – Creating an educational media product“ ein gemeinsame virtuelle Lernumgebung entwickeln. Ich bin sehr neugierig, wie unsere Student*innen dieses Angebot aufgreifen werden.

Begrüßen würde ich, wenn zukünftig Kooperationen ähnlicher Art verstärkt aufgebaut werden könnten, die aber über das Hochschulsystem zusätzlich hinausgehen und damit noch viel diverser durchmischt sein werden. Die Herausforderungen steigen damit natürlich weiterhin an, aber auch die Chance andere Arbeitsweisen und Kulturen besser zu verstehen.

Um im Interesse aller in einem internationalen und/oder virtuellen Team zusammen zu arbeiten, können folgende Hinweise nützlich sein:

  1. Ein Kick-off-Meeting in Form eines „physischen“ Treffens mit allen Beteiligten kann für ein gegenseitiges Verständnis hilfreich sein. Für den weiteren Verlauf der Zusammenarbeit bieten sich Videokonferenzen an. Allerdings ist dieser Vorschlag nicht immer umsetzbar. Besonders interessant finde ich in diesen Zusammenhang die Idee eines Mitarbeiteraustausches. Über einen gewissen Zeitraum wird eine Art Hospitation unterstützt, um die Arbeitskultur des anderen Teams besser kennen zu lernen.
  2. Hilfreich ist ebenfalls, zu Beginn die gegenseitigen Erwartungen auszutauschen, bei allen Beteiligten Klarheit über die Projektziele herzustellen und regelmäßige Feedbackrunden abzuhalten.
  3. Es ist hilfreich, wenn die Teams anfangs die bevorzugten Kommunikationswege und auch Häufigkeit bzw. Turnus (zum Beispiel E-Mail oder ein bestimmtes Chat-Programm) gemeinsam festlegen.
  4. Trivial, jedoch äußerst wirksam: Die Verfügbarkeit aller Mitarbeiter*innen des Teams sollte allen im Team bekannt sein. Dazu gehört der Austausch der normalen Arbeitszeiten und der Feier-, Brücken- und Urlaubstage.
  5. Hilfreich sind zudem Mitarbeiter*innen, die in mehreren oder zwischen den Teams als „Brückenkopf“ unterwegs sind.

Bei dem Bild im Header handelt es sich um „Street Art“ von Amos Goldbaum „Content Creation Myth“, zu finden in San Francisco (Corner Clinton Park/Valencia).

WEITERFÜHRENDE LITERATUR ZU PROJEKTARBEIT IN INTERNATIONALEN TEAMS:
  • Zaninelli, S. (2004). Internationale Projektteams und globale roll-outs: Chancen und Herausforderungen weltweiter Zusammenarbeit über die Entfernung. interculture journal: Online-Zeitschrift für interkulturelle Studien, 3(8), 1-9. http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-454286
  • Bauer, P., Geib, F., Kogler, C. (2016): Internationale Online-Kooperation: Videowettbewerb EDIT. In. Wachtler, J., Ebner, M., Gröblinger, O., Kopp, M., Bratengeyer, E., Steinbacher, H.-P., Freisleben-Teutscher, C., Kapper, C.: Digitale Medien: Zusammenarbeit in der Bildung. Münster, New York: Waxmann, S. 117-126.

 

 

Dana: Warum bist du nach San Francisco ausgewandert?

,Während meines Urlaubs in San Francisco interessierte ich mich für die verschiedenen biografischen Hintergründe, warum in Deutschland Geborene nach San Francisco zeitweise oder sogar für immer auswandern. Dazu traf ich mich mit fünf verschiedenen Personen und fragte sie nach ihren Motivationen, Wünschen und Vorbereitungen bezüglich ihrer Auswanderungsvorhaben, nach den Erfahrungen im Umgang mit der Auswanderung über die Zeit, aber auch nach den aktuellen Vorhaben.

Ich bin über jede Begegnung sehr dankbar. Ich finde es großartig, dass ich in einige Leben ein bisschen „reinsehen“ durfte. Ebenso fand ich es beeindruckend, wie spontan im doch hektischen Leben San Franciscos, sich von jeder Begegnung die Zeit für ein Treffen genommen wurde. Vielen lieben Dank.

Der nachfolgende Bericht entspricht einer subjektiven Zusammenfassung der Begegnung. Die Namen wurden abgeändert, einige Details verallgemeinert und einige Stellen etwas verzerrt, um eine Wiedererkennung mit einer realen Person zu verhindern. Ziel des Berichts besteht lediglich darin, die vielfältigen Hintergründe einer Auswanderung für mich festzuhalten und meine Leser, die an dieser Gegend „Bay Area und Silicon Valley“ interessiert sind, ein wenig daran teilhaben zu lassen. Vielleicht entstehen auf diese Weise weiterführende Impulse.

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Next digitized profession: chef?

Erste Ideen spielen gerade damit, wie Digitalisierung im Restaurantbereich/Kochen aussehen könnten:

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1. In San Francisco gibt es ein Burgerrestaurant, wo der Burger durch digitalisierte Prozesse/Roboter gemacht wird: Bericht im SFEater

2. In Boston stellen digitalisierte Prozesse/Roboter „Bowls“ zusammen (und kochen)? Bericht in der Huffingtonpost

3. In San Franciso kocht ein Robotor Kaffee:

Natürlich spielt der Geschmack noch im mittleren Bereich und ich spürte in dem Café zweifelnde Fragen aufkommen. Schließlich wurde der Robotorarm durch zwei Mitarbeiterinnen ergänzt. Der Robotorarm holte den Kaffee und die Mitarbeiterinnen halfen den interessierten Kunden, sich mit der Bedienung zurecht zu finden und den „Erstkontakt“ zum Roboter herzustellen.
Vielleicht ist das ein interessanter Anfang 🙂

 

Fillmore Jazz Festival

Das Fillmore Jazz Festival ist das größte Free Jazz Festival an der Westküste der USA und zieht über 100.000 Besucher über das Independence Day Wochenende in der Fillmore Street in San Francisco zwischen Jackson und Eddy Street an.

Entlang der für den Autoverkehr gesperrten Fillmore Street reihen sich verschiedene Bühnen mit Künstlern. Dazwischen finden Kreative aus dem Kunsthandwerk, die eigene Produkte zum Verkauf anbieten und eine Vielzahl kulinarischer Angebote ihren Platz.

Sehr neugierig beobachte ich den Umgang mit Alkohol, der auf dem Festival in Form von Bier und Wein in den entsprechend abgetrennten Gebieten angeboten und auch nur darin getrunken werden darf. Verkehrspolizisten regeln den Übergang zwischen den einzelnen Blocks und achten penibel darauf, dass kein Alkohol beim Überqueren der Straße öffentlich sichtbar wird. Auch wenn ich mir ein größeres Angebot von kreativer Küche gewünscht hätte, entdecke ich doch spannende kulinarische Eigenheiten. So werde ich in einigen Straßenabschnitten vom Rauch der BBQ Smoker umhüllt, auf denen ich zu meiner Überraschung auch Austern vorfinde.

Auf jeden Fall war es einen Besuch wert. Die Sonne Kaliforniens, die Gelassen- und Offenheit der Menschen und die künstlerischen Impulse geben dem Erlebnis einen sehr eigenen chilligen Flair 😉

 

Pitchen beim Plug and Play (Sunnyvale)

Letzten Freitag, nur wenige Stunden nach meiner Ankunft in San Francisco, befand ich mich auf dem Weg Richtung Sunnyvale. Ich freue mich, denn so stelle ich mir ein bisschen das Leben eines „StartUp’lers“ vor. Gerade bin ich noch in Deutschland und lande nur wenige Stunden später in einer pulsierenden und verheißungsvollen Stadt, um dann mit wenig Stunden Schlaf das eigene Projekt voller Herzblut und Überzeugung vorzustellen und vielleicht Unterstützer dafür zu gewinnen. Es geht um die eigene Überzeugung, da wird Schlaf und Erholung in diesem Kontext überbewertet, so zumindest das gängige Klischee. Eigentlich ist alles aber viel unaufregender und normaler.

 

Außenansicht

Auf dem Weg hinaus aus der Stadt bekomme ich eine Ahnung davon, wie schnell San Francisco in den letzten Jahren gewachsen ist, während der Ausbau der Infrastruktur kaum hinter hergekommen ist. Die Straßen sind restlos überfüllt. Der Stau ist zum Alltag geworden, erklärt man mir. Ich bin auf dem Weg zum Plug and Play Tech Center, wo an jedem Freitag StartUps die Chance erhalten in einem vierminütigen Pitch vor eingeladenen Investoren ihre Idee vorzustellen. Das Ziel ist es in einen Austausch zu der eigenen Idee zu kommen, Anregungen und Erfahrungen aufzunehmen und in dem eigenen Produkt/Idee zu integrieren. Beim anschließenden Netzwerken beim Lunch können die Gespräche mit Interessierten vertieft und weitere Treffen besprochen werden. Ein Pitch in dieser Runde ist aber zugleich auch eine Möglichkeit den eigenen Auftritt zu üben.

 

Empfang: Plug and Play

An diesem Freitag habe ich verunsicherte Personen, die den Tag vorher aus Russland angekommen waren und ihren ersten Pitch gehalten hatten genauso erlebt, wie CEO’s, die bereits über einige Erfahrungen beim Pitchen vor amerikanisch geprägten Publikum verfügten und dementsprechend selbstsicher auftraten und auf den Punkt formulierten. Interessant fand ich meine Wahrnehmung in diesem Kontext, dass für mein Verständnis wenig Frauen anwesend waren. Ansonsten war das Interesse recht hoch, was ich erstaunlich finde, da diese Pitches jeden Freitag und damit recht oft stattfinden.

 

Auditorium

Das Plug and Play Tech Center verstehe ich als Plattform, die StartUps den Kontakt zu Netzwerken anbietet und die StartUps in der Realisierung ihrer Projekte unterstützt (startup accelerator). Neben den Events werden den Startups auch Coworkingplaces und intensive Betreuungsformen zur Verfügung gestellt. Berühmt ist das Plug and Play beispielsweise durch frühe Investitionen in Google, PayPal und Dropbox geworden.