Komm mit! Ich zeig dir meine Stadt! – Eichstätt (geosurfen)

Zum Ausklang des  TourismusCamps (#tce14) durfte ich an der Stadtführung von @Bauhuber teilnehmen. Interessierten zeigte er eine kleine Auswahl an Orten der Stadt Eichstätt. Dabei sind an einigen Stationen Hintergrundwissen als Einheimischer und die Perspektive des Tourismus  in seinen Erzählungen mit eingeflossen. Vielen Dank für diese Führung 🙂 Ich habe zugleich die Gelegenheit genutzt aus deiner Führung eine Tour auf unserem outdoor game „GeoSurfen“ anzulegen (einige Inhalte sind frei recherchiert und wurden während der Tour nicht gesagt) 😉

Normalerweise ist es so, dass die Inhalte der Stationen erst im Umkreis von 30 m der Station ausgelöst werden. Aus diesem Grunde habe ich den Inhalt in meinem Blog für alle Interessierten übertragen. Allerdings habe ich die Spiel- und Rätselelemente weggelassen. Wer diese zusätzlich erleben will, darf sich den Weg nach Eichstätt suchen und diese Tour spielen.

Feedback zur Tour ist natürlich gerne Willkommen.

Was ist GeoSurfen?

GeoSurfen ist die weltweit erste Plattform auf der virtuelle Elemente mit realen Erlebnissen innerhalb der Community erspielt und eigene Abenteuer über einen intuitiven Editor geteilt werden können.

Über die mobile Spieloberfläche (App) wird der Spieler auf abenteuerliche Fährten der Community geleitet. Vor Ort angekommen erfährt er Hintergrundinformationen zum Ort oder einen weiteren Teil des gerade zu spielenden Abenteuers. Um diese zu erhalten, muss sich der Spieler der Station bis auf 30 m nähern, da der Inhalt ansonsten nicht freigegeben wird.  Erst wenn die Herausforderungen erfolgreich bezwungen wurden, werden weitere Botschaften des Adventures offenbart und   Gegenstände zum Sammeln frei gegeben. Gestaltet sich die Herausforderung als Hürde, wandern die vom Spieler zu erspielenden Punkte an die Community. Der Spieler  hinterlässt somit Spuren auf der Karte, in Form von Surfies.

Die Abenteuer können on-, wie auch offline gespielt werden.

GeoSurfen.com ist die erste Plattform, die allen Usern das Erstellen und Teilen von Inhalten über einen intuitiven Editor ermöglicht. Inhalte können mobil- und webbasiert umgesetzt werden. Mit jedem gespielten Abenteuer erhält der Ideengeber des Abenteuers einen Anteil am erspielten Erfolg.

allgemeine Informationen zur Tour in Eichstätt:

IMG_20140119_160426In den frühen Sonntagmorgenstunden wirkt die Stadt noch verschlafen. Aus den einzelnen Gasthöfen und offenen Bäckereien strömt ein frischer Kaffeeduft in die backsteinbepflasterten Straßen. An den Häuserwänden trohnen majestätisch anmutende Figuren, die den morgendlichen Spaziergänger in der Stadt begrüßen.

Diese Tour führt dich von der Universität in die Innenstadt. Dabei erfährst du ein paar weltliche und geistliche Hintergründe zu Eichstätt, wie sie ein Bewohner seinen Freunden zeigen würde. Diese Tour entstand während des TourismusCamps7 (http://www.tourismuscamp.de/).

Station 1: Universität

UniversitätSchön, dass du den Weg hier her gefunden hast. An dieser Universität habe ich früher studiert. Sie hat aufgrund der Zusammenarbeit mit Ingolstadt den sehr schwer tragenden Namen: „Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt“. Ich habe mich besonders für die Verbindung des „Digitales Lernens“ mit dem Tourismus interessiert. Das Institut für „Digitales Lernen“ liegt in der Innenstadt, das Institut für Tourismus befindet sich hier.

So musste ich immer zwischen den Standorten hin- und herwechseln und kann dir deswegen ein wenig etwas von dieser schönen Stadt zeigen! Die Universität, die Verwaltung und der Tourismus bilden die drei großen Einnahmebereiche der Stadt, wobei der Tourismus eigentlich nur als halbe Einnahmequelle angesehen werden kann, da er noch sehr ausbaufähig ist. Leider legt die Stadt darauf weniger Wert! Dabei sitzt sie auf einem riesigen Fundus! Welcher das ist, das erfährst du später noch.

Eichstätt selbst liegt im ehemaligen Flussbett der Donau. Die Donau hatte dieses Flussbett verlassen und daraufhin konnten die ersten Häuser an beiden Berghängen entstehen. Von hier aus erblickst du ein rotes und prächtiges Gebäude, dieses ließ sich der Fürstbischof Franz Ludwig Schenk von Castell als repräsentativen Sommersitz bauen. Dieser Teil der Universität liegt direkt neben dem Hofgarten Eichstätt

2. Station: Hofgarten / Sommeresidenz

kircheDie Sommeresidenz befand sich zur Zeit des Baus weit außerhalb der Innenstadt Eichstätts und damit außerhalb des kirchlichen Einflussgebiets. In Eichstätt sind bis heute die kirchlichen und weltlichen Grenzen deutlich spür- und beobachtbar. Selbst an dieser Stelle hat der Stadtplaner versucht auf die Kirche zu verweisen. Stehst du genau auf der Station, kannst du von hier aus in der Verlängerung eines Fensters zur dahinter befindlichen Kirche, christliche Symbolik entdecken.

Mit dem Dreißigjährigen Krieg erfuhr Eichstätt einen Prozess der Säkularisierung. In diesem Prozess wurden viele Teile der Innenstadt fast völlig zerstört. Bis Ende des 18. Jahrhunderts erfolgte der barocke Wiederaufbau der Stadt, vor allem durch den Baumeister: Gabriel de Gabrielli. Dieser hat auch die Sommeresidenz entworfen. Eichstätt wurde ein Teil von Bayern.

Im Barockgarten kannst du ebenso geschichtliche Brüche entdecken, welche eine neue gesellschaftliche Epoche markiert. Aus dem feudalen Flaniergarten wurde ein Park für die Bürger der Stadt. Die ältersten Bäume des Hofgartens stammen wohl noch aus dieser Zeit.

3. Station: Verlauf der Stadtmauer

kirche-weltVon hier aus kannst du noch einen Teil der historischen Stadtmauer entdecken. Siehst du über der Tür den Schriftzug „Aula“? Links daneben befindet sich ein weißer Teil einer Mauer! Das ist ein Teil der ursprünglichen Stadtmauer! Außerhalb der Stadtmauer lebten die Armen und Sündigen. Daher findest du hier an diesem Ort auch zwei Sündenpfuhle.

4. Station: Bischofssitz

BischofsitzHier befindest du dich im Herzen, dem Bischofssitz von Eichstätt. Eichstätt ist ein jahrhundertealter Bischofssitz. Ihre geistlichen Herren waren es, die der Stadt ihren unverkennbaren Geist eingehaucht haben. Unter ihrer Herrschaft entstanden prachtvolle Klöster und reich ausgeschmückte Kirchen.

Neben mir steht die Schutzengelkirche, bei ihr handelt es sich um einen überregionalen kultur- und kunsthistorischer Sakralbau. In der Kirche selbst befindet sich anstatt eines festen Einbaus eines Volksaltars, einen mobilen Volksaltar. Ob das ein Ausdruck dessen ist, dass sich Eichstätt in den festen Schlingen der Kirche befand?

Siehst du in der Strasse in der Verlängerung der Schutzengelkirche den roten Kirchenbau? Wie ein Fremdkörper wirkt er hier vor Ort und wird von den Bewohnern auch schon immer als ein solcher wahrgenommen. Dabei handelt es sich als einzige evangelische Kirche, die im Nachhinein in die Stadt regelrecht eingepflanzt wurde.

5. Station: Residenzplatz: Ensemble mit Weltruhm

SäuleDer Eichstätter Residenzplatz gehört zu den schönsten Platzensembles Europas.  Der barocke Platz wurde überwiegend von dem Architekten Gabrieli geplant. Hier findest du repräsentative Amts- und Wohngebäude mit unterschiedlichen Dimensionierungen.

Der kirchliche Platz wird von der einheimischen Bevölkerung jedoch nur wenig angenommen. Oft ist er leer oder wird, wenn dann nur zu kirchlichen Veranstaltungen als ein Ort der Begegnung im öffentlichen Raum wahrgenommen.

6. Station: Dom: Westseite

dom-draußenVon hier aus kannst du den ehemaligen Stadtverlauf wieder sehr gut erkennen. Auf der anderen Seite der Brücke (Spitalbrücke) mussten die ärmeren Leute und Bauern wohnen. Im Hintergrund thront die Willibaldsburg mit dem Museum für Ur- und Frühgeschichte und dem Jura-Museum (u.a. ein fossiler Archaeopteryx).

Du stehst vor dem Westportal des Doms, gestaltet aus einer barocken Schaufassade. Die Errichtung dieser Fassade war auch eine Art Dankmonument für die Verschonung Eichstätts im Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714).

Rechts und links neben dem Eingang stehen Statuen. Einer von denen ist Paulus, der andere Petrus.

 7. Station: Dom: Haupteingang 

domBereits im achten Jahrhundert soll der Hl. Willibald hier eine erste Steinkirche errichtet haben. Ein in Stein gehauenes Abbild des heiligen Willibald von Eichstätt findest du im Dom. Der Dom gehört zu den bedeutendsten mittelalterlichen Baudenkmälern Bayerns.

In den beiden Türmen des Eichstätter Domes befinden sich insgesamt 18 Glocken. Damit zählt die Kathedralkirche zu den glockenreichsten Gotteshäusern Deutschlands. Allerdings erklingen nie alle Glocken zusammen, sondern verteilen sich auf drei separate Geläuteeinheiten sowie die separate Sterbeglocke.

Pssst … also ich finde den Dom für eine kleine Stadt wie Eichstätt ja überproportioniert. Ich verstehe die geschichtliche Bedeutung um die christliche Geschichte vor Ort, aber etwa 10 Kirchen in so einem kleinen Ort ergibt schon ein mächtiges Glockengeläut 😉

 8. Station: Wohnhaus: Gabrieli

handelHier fand neben dem ganzen kirchlichen Leben auch weltliches Leben statt. Erkennen kannst du es beispielsweise an den Kranbalken, die bei einigen Häusern oben aus den Dächern schauen. Damit wurden früher große Lasten in die Häuser gehoben.

In dieser Straße befindet sich aber auch das Wohnhaus des einflussreichen Baumeisters in Eichstätt: Gabrieli.

9. Station:

flussToll, dass ich dich bis hier hin begleiten durfte. Damit ist unsere kleine Stadtführung auch schon beendet. Ich wünsche dir noch viel Spaß in meiner Studentenstadt. Genieße doch in einem der vielen Lokale den heutigen Abend.

#Dank #Sponsoren

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Was ich von der Tourismusbranche und ihrem BarCamp #tce14 mitnehme:

Mein erstes BarCamp in diesem Jahr, das TourismusCamp7, führte mich nach Eichstätt. Dieses BarCamp hat mich sehr positiv überrascht und einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Bei dem TourismusCamp handelt es sich um ein BarCampformat, auf dem Wissenschaftler, Techniker, Touristiker, Social Media Spezialisten, Praxis aus Hotels und Destination (wusste gar nicht, dass diese Trennung derart starkt gemacht werden) und Studierende die Gelegenheit nutzen können, um in einer sehr angenehmen Atmosphäre, sich über aktuelle Trends und Entwicklungen, innovative Ansätze und Produkte austauschen zu können. Dieser Mix führt zu inhaltlichen Diskussionen, von der alle Beteiligten etwas mitnehmen, wie auch dem Gefühl der Beteiligten die Entwicklungen mitgestalten zu können. Das TourismusCamp wird von einem offenen und diskussionskritischen Geist getragen, der den Willen hat neue Erkenntnisse und Entwicklungen für sich in der Praxis nutzbar machen zu wollen.

(Florian Bauhuber  –  Tourismuszukunft // Ulrich Eckert – Holiday Insider // Prof. Dr. Hans Hopfinger – Lehrstuhl für Kulturgeographie )

Das TourismusCamp ist eher ein kleineres BarCamp und erschien daher auf mich auch eher als Familientreffen. Allerdings eine Familie, in der Neue sehr willkommen geheißen und aufgenommen werden. Dementsprechend eignet sich im Nachhinein gesehen auch Eichstätt als Austragungsort. Eichstätt ist eine kleine Stadt (auf mich wirkt sie an einigen Stellen sogar dörflich) in der man innerhalb von wenigen Minuten jeden Ort erreichen kann und auf den Straßen von den Einwohnen gegrüßt wird. Dennoch wirkt sie durch den Bistumssitz erhaben, stolz und filigran.

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Besonders beeindruckend auf dem TorismusCamp empfand ich die sehr positiven und konstruktiven Reaktionen auf Einwände, Kritik oder ähnliches. Ebenso beeindruckte mich die von sich aus angestoßenen Selbstreflexionen immer wieder. Viele BarCamper schreiben sich diese Haltung zwar auf die „eigene Fahne“, realisieren und damit einen Raum des Zutrauens und Miteinbringens schaffen jedoch nicht immer alle.

Vielen Dank für den Austausch mit euch 🙂 und die wunderbare Einführung in die Welt des TourismusCamps.

Im Nachfolgenden fasse ich ein paar Eindrücke zusammen, die ich aus dem BarCamp für mich mitnehmen möchte:

Schöne Anregungen:

  • Twitter-Café: Die Verköstigung der Teilgebenden auf dem #tce14 war Dank der Sponsoren hervorragend. Das Buffet bot mir ständig eine leckere Auswahl an Getränken und Snacks an. Die Idee des Twitter-Cafés hat mich nachhaltig begeistert. Für einen Tweet gab @bodenseepeter  bereitwillig sehr leckeren Espresso aus. Postete man für das #tce14 einen Tweet mit Bild erhielt man sogar einen leckeren Cappuccino. Diese Idee kann ich anderen BarCamps nur empfehlen.
  • Blogbeitrag „Die Espresso-Strategie des Barcampista2014-01-18 09.34.40

 

 Was nehme ich aus den einzelnen Sessions mit?

  • #Fotostries #storytelling

 

 

  •  #lbs #marketing
    • geosurfen: Outdoor Adventure (mobile game), welches ebenso location based marketing / service und White-Label Umsetzungen anbietet
    • Potenzielle Kunden können über Gamificaion direkt in das Geschäft / Ausstellung navigiert werden. Damit setzt man für die Zielgruppe Anreize zu Impulskäufen oder investiert in die Kundenbindung durch sogenannte Loyalitäts- und Bonusprogramme.
    • Ortsbezogene mobile Coupons können gegen Produkte und Preisnachlässe eingetauscht werden.
    • Ideen von dem Unstrut-Radweg: für verschiedene Radwege sammelt der Radler Sammelkarten, die dann mit einem Bonusprogramm verbunden werden

Weitere Sessions können hier nachgesehen werden:

weitere Tweets, die ich interessant fand:

  • @stefan_niemeyer „Mobile Optimierung verdoppelt Produktionskosten und senkt den Profit trotz Multi-Device Tracking“
  • @BenjaminKrauss „Barcamp ist Horizont-Erweiterung“
  • @ClaudiaGunkel „Meine Wortmeldung ist leider nicht gesehen worden, um diese Grafik zum Thema #Content & Kanäle vorzustellen #tce14“
  • @an_we „@carolinhinz Geniale Kombi. Von Winzerhof zu Winzerhof mit dem Rad quer durch #Rheinhessen z.B./cc @travellerblog“
  • @kwentin „#tce14 nicht menschlicher traffic: fast 62% vom web! Kostentreiber! #cpc“
  • @Sabine_MD „@ma_crossmedia aktuelle Session beim #Tourismuscamp Entwicklung mobile traffic – bestätigt die mobile first Strategie #tce14!
  • @StefanieDehler „Mobile ist ein Vergrößerungsglas für besehende usability Probleme #tce14“
  • @RobertLeiter „Build mobile first experiences #tce14“
  • @RobertLeiter “Smartphone vor Ort sehr wichtig, in der Urlaubsplanung nicht so stark #tce14”

#Dank #Sponsoren

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