Wieder ein wenig Regung und Streben (frei nach Goethe) …

Für einen Augenblick hatte ich meine Augen geschlossen und in diesem Moment änderte sich die Welt um mich herum.

Hatte ich die letzten Tage die fröhlichen Stimmen der Vögel wahrgenommen, die die wärmenden Strahlen des Jahres umgarnend begrüßten? Durcheinander, laut und überschwänglich stimmt jeder Vogel in meiner Umgebung seinen bezirzenden Klang an, als ob er vom Besuch des Sonnenstrahls angeberisch seinem Nachbarn mitteilen muss. Der Spatz verrät sein Versteck frech tschilpend, während die Amsel mit ihrem harmonischen Lied jeden Morgen von neuem die einzig wahre Sonne begrüßt.

Hatte ich die letzten Tage das Spiel von Licht und Schatten so stark wie in diesem Moment empfunden? Die Menschen gehen vor dem Cafe, indem ich sitze vorbei. Einige sind hektisch. Vielleicht leben sie so, wie auch ich in einer anderen Zeit. Rasend bin ich die letzten Tage und Wochen durch die Welt gegangen. Mein Blick war ständig auf einkommende Informationen gerichtet, die schnell verarbeitet werden mussten. Ein Schatten schiebt sich langsam zwischen mir und der Sonne. Er unterbricht den wärmenden Sonnenstrahl ungewöhnlich lange. Befinde ich mich in diesem Moment in seiner Zeit?

Hatte ich die letzten Tage den feinen Geruch jenseits elektronischer Geräte und Kaffee bemerkt? Bildlich stellt sich mein inneres Auge diese feine Duftspur vor, die sich zu mir vorkämpft, um mich für einen Moment in ihre Welt mitzunehmen. Mit einem überraschten, aber zufriedenem Schmunzeln folge ich ihr und finde mich in einem zarten und überwältigenden Duft zahlreicher Blütenmeere vor.

Schlagartig öffne ich meine Augen. Die Welt um mich hat sich verändert! Bis eben war ich mit großen Schritten vorangestürmt und übersah dabei die kleinen Hinweise des Lebens. Glücklich lächelnd nehme ich meinen Laptop zur Hand und bin gespannt, mit welchem Tempo die anderen an mir vorbeigezogen sind. Ich stürme hinterher, denn ich will, dass die Welt von morgen genauso wundervoll ist, wie die von heute.

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Eindrücke vom educamp2008

Am Wochenende fand in Ilmenau das educamp statt.

Link: sevenload.com

Vielen lieben Dank für die sehr intensive Zusammenkunft am Wochenende. Ich habe viele interessante und kreative Menschen kennen lernen dürfen und neue „Freunde“ gefunden 😉

Weitere Eindrücke sind folgendermaßen festgehalten:
Youtube unter dem Tag: educamp 2008;
Flickr – educamp2008
educamp Plattform Präsentationen

Blog:
Chrisp’s virtual comments
Über Partizipationskompetenz und Weblogs in der Lehre
Über Lernspiele und Personalmanager

Peter Kruse: Lernen und Arbeit im 21. Jh.

1. Einführung / Vorstellung der Person Peter Kruse
2. Verändrungsdynamik und Vernetzungsdichte
3. Das Unternehmen als soziales Gehirn: Vernetzung, Erregung, Bewertung
4. Was kommt vor dem Lernen?
5. Wie reagieren Menschen auf wachsende Komplexität?
6. Lernprozess in komplexen Systemen und großen Unternehmen
7. Meilensteine in der Kulturentwicklung
8. Web 2.0 zwischen Teilnetz und Titanenaufgabe
9. Netzwerke und Hierarchien
10. Führung 2.0 und limbische Systeme
und andere …

Im Vergleich zur Funktionsweise des Gehirns erklärt Peter Kruse die heutigen notwendigen Anforderungen und Aufgaben eines Einzelnen, der sich in eine Gruppe begibt, um mit ihr kooperativ Aufgaben zu lösen. Diese Anforderung in der heutigen Gesellschaft versteht er als bedeutend. Die Welt um uns ist so komplex geworden, dass ein Einzelner ihr nicht im erforderlichen Maß begegnen kann. Aus diesem Grunde brauchen wir nach der Aussage des Interviews eine kollektive Intelligenz.

Diskursive Prozesse der Aushandlung zwischen den einzelnen Individuen erzeugen eine gemeinschaftliche Welt (Kultur), die eine Eigendynamik inne hat. Peter Kruse nennt diesen Prozess als einen übersummativen Lernprozess, der mit kooperativen Lernen verglichen werden kann.

Einen Seitenhieb zu den Universitäten folgt, besonders den Sozialwissenschaften, denen er indirekt vorwirft, noch immer in alten Paradigmen zu lehren.

Ohne qualitative Bewertungsmechanismen hat ein Netzwerk keine Intelligenz. Statistische Bewertungen, die ein triviales Ergebnis aus vielen Leuten hervorhebt. Anders geht das noch gar nicht, weil die Bewertungen noch in den 70er Jahren Sozialwissenschaften steckt. Mit statistischen Mechanismen erlangt man jedoch keine qualitative Aussagekraft.

Unsere Aufgabe besteht aus diesem Grunde darin, die Semantik, die Sprache des Netzes zu verstehen. Dieser versucht man mit dem Schaffen von kleineren exklusiven Teilnetzen nahe zu kommen. Dann jedoch stehen wir wiederum vor einer großen Titanenaufgabe. Ein exklusives Netz, wo man sich die Leute aussucht, entspricht nicht den Vorstellungen des Webs.

* scope 08: Im Gespräch mit Peter Kruse
* zur Person von Peter Kruse

Grundlagen eines "Flow"-Erlebnisses in medialer Umgebung

Ein Vortrag von Felix von Cube (Führung und Fortbildung) Er hat den Vortrag mit den Fragen eingeleitet, unter welchen Bedingungen macht die Arbeit Spaß und unter welchen Bedingungen gibt es Lust an Leistung? In unsere Verhältnisse übersetzt: Wie können wir die Leute zum Kommunizieren (im Web) bewegen? Wie können die Bedingungen geschaffen werden, dass „man“ darin aufgeht?

1. Er ist der Meinung, dass dahinter ein Trieb steckt (benennt er Neugiertrieb bzw. Sicherheitstrieb). D.h., so seiner Meinung nach, der Mensch macht aus Unsicherheit (Unbekanntes) Sicherheit (Bekanntes).

2. Appetenzverhalten: Menschen (auch Tiere) suchen Reize aktiv, wenn sie vorliegen. Wir suchen Neues aktiv auf (mit Anstrengung verbunden), um unseren Sicherheitsbereich zu erweitern.

Das Flow-Erlebnis ist seiner Meinung nach die Verwandlung von Unsicherheit in Sicherheit. Dieser Gewinn an Sicherheit wird mit Lust belohnt. Wenn jemand hingegen auf Unsicherheit stößt, die er nicht bewältigen kann, dann bekommt er Angst. Flow ist mit Handlung verbunden.

In dem Vortrag ging es um Mitarbeitermotivation. Daran habe ich die ganze Zeit über nicht gedacht, erst die Einführung des „Flow“ hat mich auf diese Assoziation gelenkt.

Je weiter man im Flow-Kanal kommt, desto höher ist der Mensch motiviert und sucht nach weiteren Herausforderungen. Je weiter man im Flow-Kanal kommt, desto näher ist man an der Kreativität (kreieren neue Unsicherheiten, die sie wiederum in Sicherheit verwandeln wollen).

Weitere Triebe können dieses Flow-Erlebnis verstärken: Aggression (Das Streben nach Rang und Anerkennung innerhalb einer Sozietät, seiner Leistung.) und Bindung (Belohnung für gemeinsames Handeln, wie positive Kommunikation, Vertrauen, permanente Kommunikation, optionale Positionierung, Zuverlässigkeit, Gerechtigkeit in der Verteilung etc…).

Verlinkung:
Homepage von Felix von Cube
Leistung setzt Spaß an der Arbeit voraus
educamp 2008 – Entwiklung und Diskussion von Strategien für mediengestütztes Lernen

Verlinkung im eigenem Blog:
Führung und Bildung

Qype: Café Hundertwasser

Das Café Hundertwasser ist besonders beliebt bei jungen Menschen. Immer wenn ich dort vorbei gehe, vermeine ich Studenten und anderes junges Volk 😉 wahrzunehmen. Genau das finde ich an diesem Café aber auch so reizvoll. Meiner Meinung nach hat es eine jugendliche Dynamik inne, die gerne den Besucher ansteckt. Natürlich halten sich dort auch ältere Menschen auf. Ich lasse mich gerne von dieser jugendlichen Unbeschwertheit anstecken; den Kopf voller Ideen und Idealismus.
Während sich die Kerze immer mehr über die Jahre in den Holztisch einbrennt und das bunte, an Hundertwasser erinnernde Ambiente den Besucher umgibt, kann man zu preiswerten Angeboten nach Herzenslust schlemmen.
Das Café hat sich auf die jungen Menschen in Leipzig eingestellt.