Kollaborative Textarbeit klingt ganz toll, doch wie setzt man das um?

Bei der kollaborativen Textarbeit steht die gemeinsame, asynchrone Auseinandersetzung mit fachlichen Texten im Vordergrund. Ziel ist es, gemeinsam ein tieferes Verständnis über Inhalte des Textes zu gewinnen, als es durch die individuelle Auseinandersetzung möglich wäre.

Aktuell setzt die FernUni in Hagen in ausgesuchten Kursen in diesem Zusammenhang die Plattform „Nota Bene“ ein.

Nota Bene

Nota Bene

Nota Bene hat sich zum Ziel gesetzt eine kollaborative Kommunikation des Vorlesungsstoffs bzw. der Bildungsinhalte zu ermöglichen. Kollaboratives Arbeiten findet heterarchisch statt, was eine mehr oder weniger vollkommene Gleichberechtigung der Teilnehmer bedeutet.

Vor- und Nachteile von NB

Vor- und Nachteile von NB

Mit Nota Bene, einem webbasierten kollaborativem Annotationstool für PDF’s, ist dies auch virtuell umsetzbar. Ein durch die Lehrperson vorgegebener Text kann den Studierenden zur Auseinandersetzung zur Verfügung gestellt werden. Diese können dann zeit- und ortsunabhängig Kommentare, Fragen und Querverweise an beliebiger Stelle im Text einfügen, die für die ihre Kommilitonen ebenfalls sichtbar sind. So kann auch komplexes Material kollaborativ strukturiert und diskutiert werden.

Wenn Du ebenso Interesse hast Nota Bene einzusetzen, so stellt dir die FernUni in Hagen ihr kleines Tutorial zur Verfügung. Dieses kannst du als PDF (nb_tutorial_final-2) in deine Umgebung auf Nota Bene integrieren.

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Den Original Artikel findest du auf dem Social Software Blog des Lehrgebiets Mediendidaktik der FernUni in Hagen.

Pendelfundstücke: die Tomatentarte im Netzwerk aufgestöbert

Kennt ihr das auch? Hin- und wieder, oft auf verschlungenen digitalen Pfaden, stolpere ich im Netz über interessante Fundstücke und dann fängt das Staunen an! Wenn ich unterwegs bin, in der Bahn sitze oder auf sie warte und die Wartezeit damit überbrücken will, indem ich mich über neue Einträge abonnierter Blogs oder in anderen Newsstreams informiere, dann bleiben einige Einträge manchmal in Erinnerung.

Das Netz ist eine wahre Fundgrube an Ideen und ab und zu halte ich dann mal inne und versuche mich an einer der vermeintlichen Schätze.

Seit einiger Zeit lenken mich die verschlungenen digitalen Pfade immer mal wieder auf den Blog von „Schön und Fein„.

abgewandeltes Rezept der kleinen Tomatentarte, gefunden auf dem Blog von Schön & fein

abgewandeltes Rezept der kleinen Tomatentarte, gefunden auf dem Blog von Schön & fein

Gestern habe ich mir dann endlich ein Herz gefasst, mir das wirklich ansprechende Rezept der kleinen Tomatentarte ausgesucht und ausprobiert.

Als ich das Rezept auf dem Blog entdeckte, dachte ich:

WOW, das sieht ja lecker aus!

Ob ich das auch kochen könnte?

Wie kommt man nur auf die Idee, den Inhalt derart ansprechend zu präsentieren?

Ist das auch wirklich lecker?

Müsste man mal ausprobieren!

Heute will ich euch von dieser Erfahrung berichten. Leider muss ich Stefanie gestehen, dass ich mich nicht hundertprozentig an ihre Vorlage gehalten habe. Allerdings verstehe ich Rezepte seit jeher als Anregung, als Basic, die den eigenen Bedürfnissen und Vorlieben angepasst werden können. In diesem Fall kommt noch erschwerend hinzu, dass ich Tartes/Quiches „vergöttere“, zumal ein Franzose in mir die Liebe zu diesen Köstlichkeiten erweckte.

Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen einer Tarte und einer Quiche?

Bei der Umsetzung der Tomatentarte habe ich dem Boden geriebenen Parmesan beigefügt. Hier habe ich für mich festgestellt, dass herzhafte Tartes mit einem Boden, der leicht nach Parmesan schmeckt, meine Geschmacksnerven umtanzt. Wenn dann diese einfachere und fruchtige Tomaten-Ei-Lauchzwiebel-Parmesan-Crème fraîche Füllung dazu kommt, ist das einfach eine super leckere Kombi für warme Sommerabende.

Danke für die Anregung 🙂

regionale Social Media Projekte: @wirlebenac

Eine Menge wunderbarer Projekte existieren in unserer Welt. Eine Vielzahl davon bereichern die Region, andere sind überregional. Zuerst stelle ich euch in diesem Blogartikel eines der regionalen Social Media Projekte aus der Region Aachen vor, von dem ich begeistert bin, da es die Menschen der Region zu Interaktionen anregt. Anschließen werde ich eine kleine Überleitung zu allgemeineren Gedanken zu Lokal und Global in Bezug zum Internet.

regionales Social Media Projekt: @wirlebenac

WirlebenAC ist meiner Meinung nach eines dieser wundervollen regionalen Social Media Projekte, indem die Einwohner in und um Aachen einem gemeinsamen Projekt ihre eigene individuelle Färbung mitgeben. Danke für deine Ausdauer und Energie, Sabine, die du immer wieder in das Projekt reinsteckst und den Personen, von denen du rege unterstützt wirst.

Jede Woche twittert ein anderer aus Aachen bzw. der Umgebung unter dem Account „@wirlebenac“ ein bisschen aus seinem Alltag. Sie berichten von ihren Urlaubsvorbereitungen, von ihren Umzügen, von ihren Familienabenteuern, aus dem Studentenleben, von Kundenterminen und vielem mehr. Das Leben der Aachener ist vielfältig und spannend. Auf dem Blog heißt es:

Bei all‘ unseren Vorhaben in virtueller und echter Welt fasziniert uns die Vielfalt und die krasse Unterschiedlichkeit der Vögelchen hinter den zwitschernden Accounts. Diese Vielfalt zu bündeln und so die nicht ganz alltäglichen Facetten ihres Lebens in freier Wildbahn auszuleuchten, ist das Ziel dieses Projekts.

„Rotation Curation“ bedeutet, dass ein Account weitergereicht wird – hier nach genau einer Woche: an unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Vorstellungen, Meinungen, Erwartungen und Träumen. Ein bißchen ist das also wie das gute alte Schokoladenessen auf Euren Kindergeburtstagen – nur ohne Würfel und mit weniger Geschrei (hoffen wir)…

Zweimal habe ich jetzt selbst schon an diesem Projekt teilgenommen. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich das Twittern für den @wirlebenAC Account deutlich von meinem eigenem Twitteraccount @gophi unterscheidet.

Die Aachener lesen gerne mit und sind scheinbar sehr neugierig wer alles noch in der Nähe oder in dieser Stadt verweilte.

Durch meinen eigenen Twitteraccount habe ich mir in den letzten Jahren eine gewisse Gelassenheit im Umgang mit Twitter entwickelt. Wollte ich am Anfang noch jeden Tweet, der in meine Timeline gespült wurde, lesen, so denke ich mir heute: „Die richtigen Informationen werden mich zur richtigen Zeit schon finden.“ Diese Einstellung ermöglichte mir einen entspannten Umgang mit Twitter und meinen Followern und den für mich interessanten Accounts. Zur Entspannung trug auch das Einrichten von Listen/Kolumnen/Gruppen etc. mithilfe von Tweetdeck bei. Tweetdeck bringt ein wenig Ordnung in das Chaos der vielfältigen Tweets.

Screenshot als Beispiel für die Einrichtung eines Tweetdeck Accounts

Screenshot als Beispiel für die Einrichtung eines Tweetdeck Accounts

Als ich unter dem Account @wirlebenac jeweils zwei Wochen twitterte, fühlte ich ein wenig Stolz in mir aufsteigen, meinen Anteil zu einem regionalen Projekt beitragen zu können. Da ich in Aachen allerdings auch noch nicht so lange wohne, halfen mir diese zwei Wochen, mich ein bisschen mehr mit Aachen zu identifizieren.

Den Austausch empfand ich aufgrund der regionalen Nähe emotionaler als bei manch anderen Tweets. Es fällt mir schwer dieses Gefühl zu beschreiben.

allgemeine Gedanken

Als ich das Internet für mich zu Studienzeiten für mich entdeckte, lag der Reiz für mich vor allem darin, mit wenigen Klicks die ganze Welt virtuell bereisen zu können. So kann ich doch über das Internet mit meiner Gastfamilie in Mexiko viel leichter Kontakt halten. Tweets und Youtube-Videos informieren mich zudem zu aktuellen Stimmungslagen in diesem Land. Mein Gefühl für dieses Land, indem ich eine zeitlang lebte, konnte ich auf diese Weise ein wenig konservieren. Seit einigen Monaten arbeitet nun auch mein Freund in San Francisco. Auch hier hilft mir das Internet viel leichter und in unterschiedlicher Art und Weise den Kontakt zu ihm halten und sogar gemeinsame Zeit mit ihm zu erleben, indem wir gemeinsam auf Entdeckungsreisen gehen, immer verbunden über das Internet.

Danke an (cc) by Fabian Camenzind

Danke an (c) by Fabian Camenzind

Dennoch beobachte ich mit Interesse auch den anderen (entgegengesetzten?) Trend. Die Möglichkeit sich mit Menschen regional über die verschiedenen Kanäle des Internets zu vernetzen, sich auszutauschen, zu diskutieren oder um auch einfach nur Impulse von ihnen zu erhalten, wird gerne nachgekommen. Inhalte mit regionalen Content in Kombination mit fremden Personen sollen eine höhere Interaktionsrate aufweisen, nach einer Untersuchung von Buddy Media, die Facebookposts auf ihre Interaktionsrate hin untersucht haben (Studie: Facebook IQ). Während meiner Zeit unter @wirlebenac, kann ich diese Beobachtung bestätigen.

Abenteuer Leben: Japanese Tea Garden in San Francisco

click here to start the holobuilder show

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Mein Leben ist seit einigen Jahren scheinbar unvorhersehbar geworden. Konkrete Pläne werden regelmäßig überworfen und neu angepasst, da das Leben scheinbar gerne mit meinen Erwartungen spielt.

Anderen scheint es ähnlich zu gehen, so beobachte ich beispielsweise mit viel Neugier, Interesse und vielen guten Wünschen, Mostafa Akbari, CEO von bitstars, der vor drei Monaten tatsächlich den Sprung ins Silicon Valley gewagt und dort wohl noch weitere Monate verweilen wird. Gespannt beobachte ich diesen Weg und durfte ihn vor ein paar Wochen sogar in San Francisco besuchen. Auch mit dem Produkt von bitstars, dem holobuilder experimentiere ich immer wieder. Beeindruckend, wie schnell er sich innerhalb der letzten drei Monate weiter entwickelt hat. Ich habe fast den Eindruck, dass sich der schnelle und kreative Austausch, für den das Silicon Valley berühmt ist, Spuren im holobuilder hinterlassen hat.

Diesmal versuche ich den holobuilder für private Erinnerung einzusetzen. Auf der ersten Ebene findet ein Rundgang durch den Japanese Tea Garden in SF statt, so wie ihn jeder Besucher erleben kann. Auf einer zweiten Ebene auf die man durch Klicks auf 3D Objekte gelangt, wurden in der virtuellen Tour private Erinnerungen/Fotos hinterlegt. Vielleicht eignet sich der holobuilder mit dieser Art des Rundgangs im Tourismusbereich, um Orte mit persönlichen Geschichten zu verbinden?

Allerdings ist es noch etwas knifflig, die eigenen privaten Fotos (vielleicht auch Geschichten, Geräusche durch Audiofiles?) auf der zweiten Ebene im holobuilder zu integrieren. Erst durch einen Kunstgriff über eine Verlinkung in meinen öffentlichen Dropbox-Ordner gelang es mir die Fotos in den Rundgang zu integrieren.

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P.S. Wie macht man holobuilder eigentlich diese tollen Foto-3D Kugeln?