Fillmore Jazz Festival

Das Fillmore Jazz Festival ist das größte Free Jazz Festival an der Westküste der USA und zieht über 100.000 Besucher über das Independence Day Wochenende in der Fillmore Street in San Francisco zwischen Jackson und Eddy Street an.

Entlang der für den Autoverkehr gesperrten Fillmore Street reihen sich verschiedene Bühnen mit Künstlern. Dazwischen finden Kreative aus dem Kunsthandwerk, die eigene Produkte zum Verkauf anbieten und eine Vielzahl kulinarischer Angebote ihren Platz.

Sehr neugierig beobachte ich den Umgang mit Alkohol, der auf dem Festival in Form von Bier und Wein in den entsprechend abgetrennten Gebieten angeboten und auch nur darin getrunken werden darf. Verkehrspolizisten regeln den Übergang zwischen den einzelnen Blocks und achten penibel darauf, dass kein Alkohol beim Überqueren der Straße öffentlich sichtbar wird. Auch wenn ich mir ein größeres Angebot von kreativer Küche gewünscht hätte, entdecke ich doch spannende kulinarische Eigenheiten. So werde ich in einigen Straßenabschnitten vom Rauch der BBQ Smoker umhüllt, auf denen ich zu meiner Überraschung auch Austern vorfinde.

Auf jeden Fall war es einen Besuch wert. Die Sonne Kaliforniens, die Gelassen- und Offenheit der Menschen und die künstlerischen Impulse geben dem Erlebnis einen sehr eigenen chilligen Flair 😉

 

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Pitchen beim Plug and Play (Sunnyvale)

Letzten Freitag, nur wenige Stunden nach meiner Ankunft in San Francisco, befand ich mich auf dem Weg Richtung Sunnyvale. Ich freue mich, denn so stelle ich mir ein bisschen das Leben eines „StartUp’lers“ vor. Gerade bin ich noch in Deutschland und lande nur wenige Stunden später in einer pulsierenden und verheißungsvollen Stadt, um dann mit wenig Stunden Schlaf das eigene Projekt voller Herzblut und Überzeugung vorzustellen und vielleicht Unterstützer dafür zu gewinnen. Es geht um die eigene Überzeugung, da wird Schlaf und Erholung in diesem Kontext überbewertet, so zumindest das gängige Klischee. Eigentlich ist alles aber viel unaufregender und normaler.

 

Außenansicht

Auf dem Weg hinaus aus der Stadt bekomme ich eine Ahnung davon, wie schnell San Francisco in den letzten Jahren gewachsen ist, während der Ausbau der Infrastruktur kaum hinter hergekommen ist. Die Straßen sind restlos überfüllt. Der Stau ist zum Alltag geworden, erklärt man mir. Ich bin auf dem Weg zum Plug and Play Tech Center, wo an jedem Freitag StartUps die Chance erhalten in einem vierminütigen Pitch vor eingeladenen Investoren ihre Idee vorzustellen. Das Ziel ist es in einen Austausch zu der eigenen Idee zu kommen, Anregungen und Erfahrungen aufzunehmen und in dem eigenen Produkt/Idee zu integrieren. Beim anschließenden Netzwerken beim Lunch können die Gespräche mit Interessierten vertieft und weitere Treffen besprochen werden. Ein Pitch in dieser Runde ist aber zugleich auch eine Möglichkeit den eigenen Auftritt zu üben.

 

Empfang: Plug and Play

An diesem Freitag habe ich verunsicherte Personen, die den Tag vorher aus Russland angekommen waren und ihren ersten Pitch gehalten hatten genauso erlebt, wie CEO’s, die bereits über einige Erfahrungen beim Pitchen vor amerikanisch geprägten Publikum verfügten und dementsprechend selbstsicher auftraten und auf den Punkt formulierten. Interessant fand ich meine Wahrnehmung in diesem Kontext, dass für mein Verständnis wenig Frauen anwesend waren. Ansonsten war das Interesse recht hoch, was ich erstaunlich finde, da diese Pitches jeden Freitag und damit recht oft stattfinden.

 

Auditorium

Das Plug and Play Tech Center verstehe ich als Plattform, die StartUps den Kontakt zu Netzwerken anbietet und die StartUps in der Realisierung ihrer Projekte unterstützt (startup accelerator). Neben den Events werden den Startups auch Coworkingplaces und intensive Betreuungsformen zur Verfügung gestellt. Berühmt ist das Plug and Play beispielsweise durch frühe Investitionen in Google, PayPal und Dropbox geworden.