Ein Hauch Mexiko in Leipzig

Wer einmal in Mexiko war und von der Herzlichkeit dieses Landes verführt wurde, wird sich in diesem Restaurant (Gonzales) ein wenig wehmütig an die warmen Tage unter der leuchtenden Sonne und der ansteckenden Lebensfreude Mexikos zurückerinnern.
Mit warmen und unaufdringlichen Farben und dezentem Akzent mexikanisch anmutenden Ambientes empfängt das Restaurant seine Besucher.
Schnell und herzlich, aber jederzeit unaufdringlich vermittelt die Bedienung das Gefühl an diesem Ort „König“ zu sein. Kann man sich bei der Vielzahl der Speisen nicht entscheiden, so kommt die Bedienung auch noch ein sechstes Mal freundlich und unaufdringlich zum Tisch, um sich nach dem Fortschritt der Bestellung zu erkundigen.

Sie (eigentlich ein „Er“ ;)) kennt sich auch mit den Speisen aus. Gerne gibt er Ratschläge und Empfehlungen. Welcher Wein passt am besten zum gewählten Essen bzw. wie schmeckt er? Er scheint sich mit den Angeboten der Karte sehr vertraut gemacht zu haben und kennt sich auch in den regionalen Alltäglichkeiten Mexikos aus, um den Gast in diese Welt mit hinüber zunehmen.
Die Speisen kommen nah an das mexikanische Vorbild heran, was wohl nur an der Tatsache liegt, dass hierbei auf deutsche Nahrungsmittel zurückgegriffen werden muss.

Mit Hilfe von Service, Einrichtung und Atmosphäre kann der Besucher ein Gespür für mexikanischer Vielfalt und Lebensfreude entwickeln.

🙂 und mein dritter Beitrag zu Qype: nach dem Motto, „probiere und erfahre die „angeblich“ neuen Anwendungen an dir selbst ;), um mitreden zu können.“

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Ein Besuch in der Leipziger Pfeffermühle

Ein Hauch von Altstadtatmosphäre empfängt den Besucher, des bis weit vor den Toren Leipzigs hinaus bekannten Kabaretts der „Leipziger Pfeffermühle“. Über einen Kaufmannshaus mit bewirtschaftetem Innenhof erreicht man das Foyer des Kabaretts. Dabei weist ein Abbild des Handwerkes auf der Straßenseite den Suchenden auf das kostbare Kleinod Leipziger Kabarettkunst im hinteren Bereich des Gebäudes hin. Einfach und unaufdringlich fügt sich das Foyer in dieses alte ehrwürdige Gebäude ein, indem schon seit mehr als 50 Jahren politisches Kabarett aufgeführt wird. Ab und zu, wenn der Besucher etwas früher vorbeischlendert, um bspw. seine Eintrittskarten abzuholen, kann er einen der Künstler im Foyer antreffen. Wobei er gerne in ein Gespräch integriert und dort mit der Leidenschaft eines „Pfeffermühlen“ Kabarettisten überrascht wird.
Ein Vorteil des „über die Grenzen Leipzigs hinaus bekannten Kabaretts“ ist, dass der politische Humor zwar im Mittelpunkt der Aufführung steht, dieser aber immer wieder mit anderen allgemeineren Themen verknüpft wird. Wer die „Leipziger Pfeffermühle“ besucht muss, um seine Lachmuskeln mal wieder zu trainieren, somit nicht unbedingt etwas von Leipziger Politik verstehen. Aktuelle Themen der Zeit, wie Politikverdrossenheit oder praktische Lebenshilfe im politischen Alltag werden genauso gerne künstlerisch umgesetzt.

zu finden in Qype

Dol2Day bei YouTube

Eine schöne Art der Werbung für Dol2Day. Warum nicht auch die vielfältigsten Möglichkeiten des Webs für die Darstellung der eigenen Gemeischaft nutzen?

Auch wenn die Idee für diese Art des Videos nicht ganz neu ist ;), aber warum sollte man jedes mal das „Rad neu erfinden“?
Systemtheorethiker nach Luhmann würden diese Art der Werbung, wohl als Beispiel eines autopoietisches Merkmales eines Systems beschreiben.

„Wen soll’s sonst Treffen, wenn nicht die Kunden?“ (GDL-Sprecher auf Radio 1)

Vorbemerkung: Sinn eines Streiks ist es, Druck auf das Unternehmen auszuüben.

– Streiktag, Freitag 05.Oktober Ort: Bahnhof Frankfurt/Main –

8:30 Uhr
Von Weiten beobachte ich, wie Schell (Vorstand der GDL) ein Interview für RTL am Querbahnsteig 12 inszeniert. Mehrere Fernsehteams ARD, RTL, Hessischer Rundfunk und andere scharen sich um ihn, wie Tauben, denen eine handvoll Futterkrumen hingeworfen wurde.
Während sich Schell in der medialen Aufmerksamkeit sonnt, suchen sich einzelne Kamerateams mit Raubvogelblick besonders mürrische Fahrgäste aus den Massen heraus. Mit paparazziartigem Verhalten konfrontieren sie den potenziellen Fahrgast mit der Frage: „Wann kommt die Bahn?“
Populistisch verkauft Schell vor laufender Kamera die Streikziele der GDL. Der mediengewandte Bürger sieht es auf dem Bildschirm und schaltet auf den nächsten Kanal / klickt auf das nächste Fenster.
Nachdem das Schauspiel vorbei ist, verlässt er den Bahnhof mit dem Auto, das bereits auf dem Bahnhofsvorplatz auf ihn wartet. Hat Schell kein Vertrauen zu seinen eigenen Leuten? Hat er Angst, dass sie ihn auf dem Bahnhof warten lassen?

Drei Stunden sollte der Streik angekündigt andauern. Die Fahrgäste stellten sich darauf ein oder verbrachten ihre Zeit mit Warten … Hoffen … Bangen.
Die Bahn sorgte mit einem Notfahrplan vor, der von 5 Uhr bis 24 Uhr Gültigkeit hatte. Warum so lange, wenn der Streik doch nur für drei Stunden angekündigt war?
Somit fielen Züge nicht streikbedingt, zum Beispiel morgens gegen 6 Uhr oder abends 20 Uhr, aus. Von den durchschnittlich 30000 Zügen fuhren 10 %, zumeist ICE-Verkehr, während der Nahverkehr stark geschrumpft wurde.
Der Ausfall der Züge außerhalb der Streikzeit ist somit nicht auf höhere Gewalt, sondern auf den Notfallplan der Bahn zurückzuführen.
Die Bundesländer werden zur Kasse gebeten, die den Nahverkehr wegen höherer Gewalt (GDL-Streik) trotzdem bezahlen müssen.
Ein cleverer Schachzug, der der Bahn Millionen einbrachte.

Aber wer „arbeitet“ im Interesse der Kunden?

Die Bahn, die sich auf den Rücken der Fahrgäste optimiert oder die GDL, die meint: „Wen soll es sonst treffen, wenn nicht die Kunden?“
Aus beiden Perspektiven spricht Arroganz, die auf dem Rücken der einfachen Angestellten und der Fahrgäste ausgetragen, diese oftmals sogar als Spielball ihrer Arroganz unwissend und manipulativ gegen den Gegner ausgespielt werden.

Was bringt letztendlich der Streik der GDL, wenn die Bahn am Streik verdient?

Ein Beispiel dafür im Interesse der Kunden zusätzlich zu streiken, geistert langsam auf vereinzelten Seiten. Ein Streik der die Bahn trifft, wäre, dem Fahrgast die Fahrt ohne Fahrkarte zu ermöglichen. Erklären sich die Mitglieder der GDL öffentlich dazu keine Fahrkarten an bestimmten Tagen zu kontrollieren, trifft sie die Bahn wirklich und der Kunde ist einmal nicht nur das „gemeine Volk“, zu dessen Lasten Kämpfe ausgetragen werden müssen.

verschiedene Medienberichte:
Spiegel

Jugendmedientage in Leipzig

Die Stadt Leipzig wird mir immer sympathischer. Anfangs, weil ich eben ein absoluter Berlin-Liebhaber und Verklärer bin, fiel es mir schwer mich in Leipzig einzuleben. Zu klein, zu wenig Aktivitäten, zu wenig Auswahl, zu wenig Touristen … 😉 etc. Leipzig kann mit Berlin immer noch nicht mithalten, wenn man einen Vergleich anstreben würde. Doch davon bin ich mittlerweile abgekommen. Leipzig lebt und zwar auf eine ganz eigene Weise.

Die Jugendmedientage in Leipzig, die an diesem Wochenende stattfanden sind nur ein Beispiel, dass Leipzig als wissenschaftlicher und Medienstandort durchaus interessant ist und sein eigenes Profil dazu entwirft. An diesem Wochenende wurden tiefgehende Diskussionen über die Veränderungen von Privatheit und Öffentlichkeit diskutiert. Aktuelle Diskurse, die auch in den Leipziger Politik Alltag durchaus übergreifend integriert werden könnten. Ich befürchte nur, dass die Leipziger Politik selbst die Chance nicht erkannt hatte …