Was hat Wikipedia mit einer Stadt gemeinsam?

Pulsierend, atmend und schwitzend empfängt mich Berlin in der letzten Woche. Das Referenten-Treffen von Wikimedia lenkte meine Wege an diesen ersten sommerlich heißen Tagen in die flimmernde Hauptstadt – mitten hinein, nicht etwa an den abkühlenden Wannsee. Ein Seitenkanal der Spree befindet sich jedoch in der Nähe und lies die Hoffnung auf Abkühlung bestehen.

Wieder einmal wird bei meiner Ankunft in dieser bittersüßen Stadt Flexibilität und Querdenken gefordert. Eine gesperrte U-Bahn-Station durchbricht zaghaft entstandene Routinen vergangener Berlin Aufenthalte. Berlin ist eben anders und das ständig!

Genau der richtige Standort für Wikimedia, finde ich!

Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung freien Wissens e.V. unterstützt verschiedene Projekte, welche gemeinsames Wissen kollaborativ aufarbeiten. Um den Umgang mit freiem Wissen zu fördern, steuern Wikimedia-Referenten immer wieder verschiedene Andockmöglichkeiten an. Wikimedia Deutschland-Referenten sind in vielen unterschiedlichen Städten zu Hause. Ab und zu ergibt es sich, dass sich die vielfältigen Wege der Referenten überschneiden oder zusammengeführt werden. So wie an diesen heißen Tagen.

Gekennzeichnet sind dann auch diese Treffen beispielsweise von Humor, Fröhlichkeit, dem Suchen nach neuen Ansatzmöglichkeiten und dem Aufbrechen von Routinen.

Das größte Projekt der Wikimedia Foundation ist die Wikipedia – die freie Online-Enzlyklopädie.

Angeregt durch die Teilnehmer stelle ich mir Wikipedia immer wieder in den nächsten Stunden als metaphorische Stadt vor, die für jeden Besucher einen ganz eigenen Spielplatz anbietet. Auf welchen Spielplatz ich mich wohl gern bewege?

Die Stadt als Projektionsfläche / Metaebene zu benutzen auf die man immer wieder zurückgehen und von dort aus neu starten kann, ist ein spannendes und aufregendes Stilmittel. Die Landingpage bildet dabei den Hauptbahnhof ab, von der aus jeder seinen eigenen individuellen Weg in die Wikipedia finden kann, egal, ob er als Tourist an der Oberfläche vorbeischaut oder in den Tiefen der Kanalisation hinabsteigt und an der Verbesserung des kollaborativen Riesenprojektes arbeitet.
In Wikipedia tummeln sich Techniker, Community-Interessierte, Enzyklopädisten, Kritiker und viele andere Varianten, die sich auch manchmal überschneiden.

Weiterhin befassen wir uns mit inhaltlichen Fragen zur Wikipedia, wie auch organisatorischen Fragen zu einem exemplarischen Aufbau eines solchen Seminars, wie bspw.:

      • Welche Regeln liegen der Wikipedia?
      • Wie weit kann man den Artikeln vertrauen?
      • Wie kann ich meine Zuhörer abholen?
      • Wie kann ich die komplexen Strukturen einfach darstellen?
      • Was für technische Probleme können sich in einem Seminar ergeben, wenn mehrere an der Wikipedia gleichzeitig editieren?
      • Wie funktionieren Wikis?

Link: WIKIS in verständlichem Deutsch

Die Zeit ist an diesem Tag nur so an einem vorbei geflogen. Mit vielen abkühlenden Getränken, frischem Obst und Eis, lies sich sogar die sommerliche Hitze in ein wohltuendes mittägliches Sonnenbad mit anregender Diskussion in einem der typischen vielfältigen Straßenrestaurants Berlins umwandeln.

Fast jeder kann seinen Platz in dieser Stadt finden 😀

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video competition – ‚why open education matters‘

The competition was launched in March 2012  (by Creative Commons, U.S. Department of Education, and Open Society Foundations ) to solicit creative videos that clearly communicate the use and potential of free, high-quality Open Educational Resources — or “OER” — and describe the benefits and opportunities these materials create for teachers, students, and schools everywhere.

the winner is:

Congratulations to Blinktower, an extremely talented creative agency based in Cape Town, South Africa. The 1st prize wins 25.000 $.

 

 

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geosurfen auf den GeoGamesLE-2012, einem ganz besonderem Event

Euphorische Stimmen klingen von der Rückseite des Kleintransporters an unsere Ohren. Heute ist auch ein außergewöhnlicher Tag! Die GeoGames, ein Mega-Event von Geocachern für Geocachern, finden in Leipzig statt.

Enroute to Geogames 2012 from Die Leipziger on Vimeo.

Wir hingegen sitzen zusammengedrängt zu viert im engen und dunklen Raum des Busses, als ob wir vor der Welt, die uns außerhalb des Blechs erwartet, Schutz suchen müssen. Müssen wir ja auch! Unsere Augen wandern nach außen, es regnet nicht nur, das Wasser kommt uns entgegen, als ob es aus Eimern ausgeschüttet wird. Unsere Palmen werden von uns wohl die einzigen sein, die sich an dieser Erquickung laben.
Ein Geocacher lässt sich von solchen Wetterlaunen jedoch nicht die Stimmung verderben! Wie oft wurde er schon auf seiner Jagd nach Dosen von Regengüssen überrascht, von hartnäckigen Sonnenstrahlen bis zur Hautrötung umgarnt und vom Windböen geneckt, welche sein Gleichgewicht in der Nähe von Höhen und Tiefen besonders herausfordern.

 

Wir wagen uns raus! Das Surfbrett wird drapiert und darum herum unsere gesponserten Lipz-Schorlenden
Sonnenschirm, unsere Palmen und das von Vodafone ausgeliehene HTC. Die Sonne schiebt sich rechtzeitig zwischen den Wolken hervor und geosurfen erstrahlt in seinem ersten öffentlichen Auftritt.

 

 

 

Beeindruckt bin ich von der Organisation der GeoGames in Leipzig. Mit vielen ehrenamtlichen Helfern, die sich im Spätsommer 2011 zum ersten Mal in großer Runde trafen, wurde ein aufregendes Event umgesetzt, welches mit vielen Höhepunkten gekrönt war. Leipziger Gäste der Geocacher-Szene sparten nicht mit Lob:

[…] ich[, so schreibt steinmann33, […] kann nur sagen dieses Megaevent war klasse. Die Organisatoren waren bestens aufgestellt, klein und groß hatten ihren spaß.

Einige Inhalte wurden zwar im Vorhinein in ihrer Umsetzung  kontrovers diskutiert wurden (vgl. Dosenfischer Blogeintrag: „Auf dem Weg zu den GeoGames 2012″, 24.06.2012), dennoch auch diese Heterogenität ist typisch für die Geocacher-Szene und hält sie spannend.

Am Messesee ließen wir im Kreise Gleichgesinnter die Abende ausklingen. Den einen Abend begleitete uns das Dosenfischerkonzert, welches besonders beliebt sind bei den Geocachern.

In humorvollen und ironischen Texten greifen sie den Alltag eines Geocachers auf.

Weitere Songs können unter dem Link angehört werden.

Ein Bericht dazu ist auf den Webseiten des MDR zu finden.

Vielen Dank, für dieses tolle Wochenende 😀


Was ist geosurfen?

Pünktlich zu unserem ersten wirklich „öffentlichem“ Auftreten auf den GeoGames in Leipzig sind nun auch die Registrierungen auf unserer Webseite freigeschaltet – wer will der darf!

Ein tolles Souvenir gibts zum Spielstart in wenigen Wochen oben drauf!

GeoSurfen ist ein Community gestütztes GPS-Adventure Game und verbindet eine klassische Schnitzeljagd mit neuen, modernen Elementen. Über dein Smartphone kannst du durch andere Spieler angelegte Abenteuer (=Waves) spielen, auf deren Weg du Schätze suchen, Rätsel und Aufgaben lösen musst und dabei, je nachdem wie gut du bist, Punkte (=Surfies) erspielen kannst. Die erspielten Surfies werden dir im Laufe des Spiels noch von großer Nützlichkeit sein und man kann nie genug davon haben… 😉

…über unseren Wave-Generator kannst du eigene Abenteuer entwerfen und deiner Kreativität Raum geben! Zeige anderen Mitspielern deine Umgebung mit anderen Augen und Eindrücken, die sie nie vergessen werden! Es ist Enteneinfach!