Qype: Grassi Museum in Leipzig

LeipzigFreizeit & AusfluegeMuseum und Ausstellung

Die letzten Stunden der Ausstellung „Memento Mori“ habe ich genutzt, um diesen beeindruckendem Museum heute noch einen Besuch abzustatten.
Der Eintritt kostete wenig bis gar nichts, dennoch war ich darüber amüsiert etwas zahlen zu müssen. Der Grund meines Amüsements findet sich in einem Gerücht um Grassi, der zu seinen Lebzeiten die Leipziger Bürger unterstütze, indem er beispielsweise kostenlosen Zutritt zu solchen Orten ermöglicht haben sollte.

Die Mitarbeiter sind sehr freundlich, wirken kompetent (so weit wie möglich und notwendig) und sind nicht aufdringlich.
Das Gebäude selbst ist beeindruckend. Die Form des Gebäudes wirkt elegant und frei. Mitten in Leipzig trotzt der Bau der modernen Stadt unserer Zeit. So empfinde ich es jedes Mal irritierend und faszinierend zugleich, wenn ich dort vorbei gehe, dass das Museum mit seiner Vorwiese die Strasse zwingt sich zu spalten.
An schönen Sonnentagen ist ein Besuch des Johannisfriedhofs, der durch den Mittelhof des Museums zu erreichen ist, sehr zu empfehlen. Der historische Friedhof wird seit Beginn des 20. Jahrhunderts als museale Parkanlage genutzt, mit großzügigen Rasenflächen und Baumbeständen, sowie sehenswerten historischen Grabsteinen.

Die Ausstellung „Memento Mori“ habe ich hingegen als durchschnittlich empfunden. Sie erschien mir so, als ob man schnell recherchierte Informationen über kulturelle Unterschiede im Umgang mit den Toten zusammen in einem Raum ausgestellt hatte. Tiefgreifende Erkenntnisse bleiben dabei aus. Nur oberflächig werden dem Besucher die einzelnen Glaubensvorstellungen präsentiert bzw. aufgereiht.

Fazit: Wer Anregungen zum Nachdenken sucht kann sich von dort aus inspirieren lassen. Es sei jedoch Vorsicht geboten, da die Informationen sehr einseitig und kurzsichtig dargestellt wurden, ohne weitere Recherche von dort aus auf die geistige Reise der Reflexion zu gehen.

Mein Beitrag zu Grassi Museum – Ich bin gophi – auf Qype

Kleine, nicht ernst zu nehmende Anekdote:

Beteiligte: zwei Unternehmer, ein Medienwissenschaftler

Zielsetzung: Person „Unternehmer 1“ benötigt die Telefonnummer und Adresse, sowie sonstige Dinge von „Unternehmer 2“.

Handlungshergang:

1. Schritt: „Unternehmer 1“ ruft „Medienwissenschaftler“ an, mit der bitte „Unternehmer 2“ zu einem Rückruf zu „Unternehmer 1“ zu bewegen, zwecks der gewünschten und noch nicht vorliegenden Informationen.

„Medienwissenschaftler“ denkt sich, warum solche Erfindungen, wie Xing und anderen Netzwerken Leben eingehaucht wurde. „Medienwissenschaftler“ sagt dennoch freundlich zu, sich darum zu kümmern und behält seine Gedanken für sich.

2. Schritt: „Medienwissenschaftler“ kontaktiert „Unternehmer 2“ und teilt ihm die Wünsche von „Unternehmer 1“ mit. Er gibt ihm die Telefonnummer, wo „Unternehmer 2“ um einen Rückruf gebeten wurde heraus. Der „Medienwissenschaftler“ meint zu diesem Zeitpunkt seinen Auftrag erfolgreich erledigt zu haben. (Das Dumme, was beide zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, die Nummer ist falsch, da der „Medienwissenschaftler eine Zahl undeutlich am Telefon wahrgenommen hat.)

3. Schritt: „Unternehmer 2“ startet seinen Versuch, „Unternehmer 1“ anzurufen, kann ihn jedoch nicht unter der angegebenen Nummer erreichen. Eine freundliche weibliche Stimme am Telefon weist ihn daraufhin, dass diese Nummer nicht vergeben ist.

4. Schritt: „Unternehmer 2“ kontaktiert wieder den „Medienwissenschaftler“, der aufgrund seiner Ausbildung (Überspitzung!) ja weiß, dass Gespräche von fehlerhaften Interpretationen und Wahrnehmungsstörungen gekennzeichnet sind. „Medienwissenschaftler“ befragt das Internet, da die Firma von „Unternehmer 1“ garantiert eine Web-Präsenz betreibt, oder anderweitig im Web vertreten ist. Der „Medienwissenschaftler“ wird fündig, übermittelt die korrekte Telefonnummer und fragt sich ganz leise wieder, warum „Unternehmer 2“ nicht zu dieser Idee der Suche gelangt ist.

5. Schritt: Das Geschäft kommt zwischen „Unternehmer 1“ und „Unternehmer 2“ zustande. Beide profitieren von der Zusammenarbeit, während sich der „Medienwissenschaftler“ von der Freude, als Vermittler gedient zu haben, leben darf. 😉

Resultat:

Ja ja, das Web, das existiert ja auch erst seit gestern … 😉

Wieder einmal wurde bewiesen, dass Medien der Vermittlung von Informationen dienen und wer weiß das besser als der Mensch, der diese täglich methodisch untersucht ;).