Stellungsnahme der GMK zu Manfred Spitzers Buch „Digitale Demenz“

In den letzten Wochen wurde das Buch „Digitale Demenz. Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen.“ von Manfred Spitzer (München 2012) viel und heftig diskutiert.

Aufgrund dessen äußert sich der Bundesvorstand der GMK – Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur in einer Stellungsnahme auf www.gmk-net.de. Ebenso findet ihr dort eine Rezension von Prof. Dr. Bernward Hoffmann zu Spitzers Buch.

Zitat aus der Rezension:
In einigen Kapiteln schießt der Autor gegen (Medien-) PädagogInnen, obwohl er sie („uns“) eigentlich für seine Positionen gewinnen müsste, wenn es ihm denn tatsächlich um die Kinder geht. Nur sollte man dann nicht eine ganze Berufsgruppe diffamieren und behaupten, dass wir von der Medienindustrie leben und uns deshalb nicht kritisch äußern (vgl. S. 26); dann müsste man den Medizinern ebenso pauschal ihre gelegentliche Kooperation mit der Pharmaindustrie vorwerfen. […] MedienpädagogInnen versuchen in ihrer Praxis, Kinder und Jugendliche in ihren Lebenswelten ernst zu nehmen. Gegen das „Marktgeschrei von der digitalen Revolution im Klassenzimmer“ (S. 20) könnte man sich durchaus zusammentun. Aber der Folgesatz enthält dann eine fatale Verfälschung: „Es heißt, dass die neuen Medien heute eben zum Alltag gehören (Ja!) und wir die Kinder an sie gewöhnen müssen.“ Beim zweiten Halbsatz liegt natürlich für den Autor passend die Suchtassoziation nahe. Aber kein vernünftiger Medienpädagoge wird diesen Halbsatz unterschreiben. Es geht um eine kritisch konstruktive Auseinandersetzung mit Medien – und sicher nicht um einen irgendwie pädagogisch legitimierten Gewöhnungsprozess.
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Werbung in der Schule, nur jetzt in geordneter Form

Jeden Tag erreichen Schulen unterschiedliche und manchmal auch massenhaft Flyer!
Städtische Kultureinrichtungen entwickeln die ganze Zeit über spezielle und angepasste Angebote für Kinder und Jugendliche.

Einzelne Angebote gehen da oftmals unter oder landen dann gleich im Papierkorb bzw. auf einem Stapel des „Vergessens“. Aus diesem Grund hat sich das Kulturamt der Stadt Leipzig einen Ordner überlegt, der mit der Hoffnung geboren wurde, die doch teilweise interessanten Angebote vor dem Papierkorb zu retten.

An Schulen, Horten und Kindergärten wurde / wird in den kommenden Tagen ein Gesamtkatalog „kulturelle Bildung“ verteilt.
In diesem Katalog finden sich städtische Kultureinrichtungen in einer eigenen Kategorie wieder. Den Schulen, Horten und Kitas soll damit eine Möglichkeit geschaffen werden, die zugesandten Flyer in die entsprechende Einrichtung mit Anmerkungen zu heften. An einem prominenten und zugänglichen Ort in der Einrichtung könnte daraufhin ein Blick in diesen Ordner immer wieder angeregt werden.

Projektbeschreibung der Stadt Leipzig: http://www.leipzig.de/de/buerger/kultur/kinder/