Storytelling des Leuchtfeuers 4.0

Eine der ältesten Methoden in der Geschichte der Menschheit ist das „Geschichten erzählen“ – Storytelling. Wir Menschen brauchen Geschichten, um beispielsweise Kultur und Wissen aus der Vergangenheit in die Gegenwart transportieren zu können. Damit uns eine Geschichte emotional erreicht, muss man sie „erfühlen“ können, so Wieskamp (2016). Storytelling reicht von der kurzen Metapher über das Gleichnis und die Fabel hin bis zur Anekdote und Story. So eignet sich storytelling hervorragend um Visionen und gemeinsame Zielsetzungen „sichtbar“ zu machen. Zudem ist storytelling eine Erzählmethode mit der Wissen in Form von Metaphern weitergeben wird  (Milling 2017).

CC0 Public Domain

Auf das Element des storytellings (erklärt im Artikel von Nina Oberländer  „Wie aus entflammter Neugier ein Leuchtfeuer wird“ und „7 Werkzeuge für das Erkunden neuer Lernorte„) greift auch das Projekt „Regionale Bildung 4.0“ auf, indem gestern der MOOC mit dem Motto: „Leuchtfeuer 4.0: Arbeit 4.0 trifft Bildung 4.0“ dazu gestartet war (Artikel „Der MOOC Leuchtfeuer 4.0 ist gestartet“ (19.04.2017) von Christoph Schmitt).

Der Ausgangspunkt ist das „Basislager“, in dem wir uns alle tummeln. Das Basislager, so interpretiere ich es, befindet sich mit uns, den Teilnehmenden, den Gastgebenden, etc., in der Gegenwart. In der Ferne am Horizont, da wo sich das Neuland befindet, so bemerken die temporären Bewohner des Basislagers, brauen sich Veränderungen zusammen, die auch in absehbarer Zeit das Lager mit seinen Bewohnern erreichen werden. Auf was für Veränderungen müssen sich die Organisatoren und zukünftigen Bewohner einstellen? Wie ist das Basislager in Zukunft zu organisieren, damit die Bewohner von hieraus neugierig und gestärkt weiterhin zu ihren Expeditionen aufbrechen? Um das herauszufinden treten sie zu einer gemeinsamen Expedition ins „Neuland“ an.

Gemeinsam wollen sie erkunden, welche Veränderungen auf sie zukommen, um dann gemeinsam zu diskutieren, in welcher Art und Weise sich das Basislager verändern muss. Auf dem Weg ins Neuland beginnen schon die ersten Veränderungen. Werkzeuge und Ausrüstung (siehe Sketchnotes von Andrea Brücken) werden an die veränderten Bedürfnisse angepasst. Neue Werkzeuge (bspw. Instagramstories von Nicole Bauch) werden entworfen und auf ihre Wirkung getestet und vielleicht ins Repertoire aufgenommen oder wieder verworfen.

Auffällig ist, dass die Teilnehmenden der Expedition sehr wertschätzend, aufmerksam und empathisch miteinander umgehen. Sie trauen sich einander um Rat zu fragen. Sie sind mutig genug eigene (vermeintliche) Schwächen einzugestehen. Sie stellen offen und mit voller Zuversicht ihre eigenen Ideen in der Gruppe vor, um die Impulse der anderen mit aufzunehmen. Sie übernehmen selbstständig Verantwortung für einen Teil der Aufgaben in der Gruppe, um zum Gelingen des übergeordneten Ziels beizutragen zu können.

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Ein Sonntag im Juni: #12von12

Wie die Zeit verfliegt … Es ist schon wieder der 12. in einem Monat! Was das heißt? Wenn ich das Glück habe, dann komme ich am Ende diesen Tages auf 12 Bilder, die meinen heutigen Alltag charakterisieren, zumindest den Alltag an diesem einen Tag. Angefangen habe ich damit im Januar diesen Jahres (#12von12 im Januar 2016) und ich muss gestehen, dass es mir nicht gelungen ist jeden Monat am Abend des 12. 12 Bilder vorzeigen zu können. Aber diesmal im Juni 🙂

Der Sonntag beginnt still. Leise tröpfeln feine Regentropfen auf dem Schirm ihr eigenes Lied, das immer mal wieder sein Tempo wechselt. Ich lausche ihrem Rhythmus und genieße die frühen Morgenstunden an denen noch kaum ein Mensch auf der Straße ist und die Gedanken noch frisch sind. Humorvoll und bunt begegnet er mir in den nächsten Schritten und ich freue mich, dieses bunte und lebenslustige Arrangement entdecken zu dürfen.

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#1von12 / Juni 2016

Die Regentropfen spielen eine sanfte Melodie, als ich den Stadtteil von Aachen betrete, in dem sich wohl die größte Anhäufung von Thermalquellen befindet, für die schon einst die Römer nach Aachen gekommen waren. Heute findet sich hier eine große Dichte an Kurgästen wieder. Und an Tagen in den die Regentropfen die Luft nicht rein waschen, kann der Besucher an einigen Stellen schwefelstoffhaltige Luft einatmen. Heute empfängt mich die Abteikirche, während die Regentropfen meinen Einmarsch leise und stilvoll begleiten.

#2von12

#2von12 / Juni 2016

Sanft navigieren sie mir den Weg, vorbei an Plätzen, die sie mit ihrem eigenen Charme gestalten. Vorbei am öffentlichen Bücherschrank, indem sich die papiernenden Geschichten und Erzählungen tief in den hinteren Teil des Schrankes zurückziehen und die Regentropfen lachend an der Scheibe klopfen.

 

#3von12

#3von12 / Juni 2016

Vorbei am Brunnen, der das Element Wasser liebevoll thematisiert und die Regentropfen auf ihn zu tanzen anfangen.

#4von12

#4von12 / Juni 2016

Und vorbei an den kleinen Seitenwegen, die sie mit ihrer kristallenen Wasseroberfläche farbintensiver wirken lassen.

#5von12

#5von12 / Juni 2016

Bis zu einem kleinen Seitengarten, wo sie sich einem Mädel zärtlich flüsternd auf die Schulter setzen. Sie kommt mir bekannt vor, kann es sein, dass sie eine Schwester am Elisenbrunnen hat (siehe Blogartikel „Aachen – eine niederländisch-belgische Exklave“ (28.12.2015) auf dem rheinland-blogger)? Sie antworten nicht,  dennoch vermeine ich ein tänzelndes Geräusch auf meinem Schirm wahrzunehmen.

#6von12

#6von12 / Juni 2016

Nach einem gemeinsamen Frühstück im Ferbers, ich aß und sie spielten eine leichte Hintergrundmusik, werden wir übermütig, ja fast ausgelassen. Wir wollen mit der Technik von Foto-Apps experimentieren. Sie führen mich an einem Ort, der sich für 360 Grad Aufnahmen anbietet: unter uns liegt Burtscheid, neben mir steht Gregor von Kalabrien und dahinter befindet sich die Kirche St. Michael.

#12von12

#7von12 / Juni 2016

Doch dann, wollen sie, die Regentropfen im Zentrum des Interesses stehen! Dazu suchen wir uns eine schüchterne Mohnblume aus, die ihre schöne Farbgewaltigkeit unterschätzte.

#7von12

#8von12 / Juni 2016

weitere Models mit ihrem ganz eigenem Charme bieten sich ebenfalls an.

#9von12

#9von12 / Juni 2016

… und natürlich passend zu EM 😉

#8von12

#10von12 / Juni 2016

Am Nachmittag trennen sich dann unsere Wege. Ich ziehe mich zurück, in meine Welt und in meine Gedanken. Als würden sie diesen Rückzug spüren und ihn nicht akzeptieren wollen, wird ihre Melodie härter und fordernder. Sie klopfen ans Fenster, schieben dramatisch wirkende Wolken über die Jakobskirche und drohen zwischendurch die ganze Straße mit einem Sturzbach heimzusuchen.

#10von12

#11von12 / Juni 2016

Ich zog mich zurück in andere Gedankengefilde …

 

 

#12v12 im März steht im Zeichen des Frühlings und der CeBIT-Vorbereitungen

Es ist wieder der 12. im Monat und so sind wieder einige Menschen unterwegs, die ihren Tag mit 12 Fotos auf Instagram unter dem #12v12 dokumentieren. Ich bin diesmal auch wieder dabei 🙂

Die  Regeln von #12von12 (unter Twitter) sind schnell vermittelt und leicht zu verstehen: Jeder mit Blog darf mitmachen. Der Tag ist immer der 12. eines Monats und man dokumentiert ihn mit zwölf Bildern im Blog. Und kann dann seinen Link der Liste (März 2016) bei Draußen nur Kännchen hinzufügen. Die Teilnehmerzahl ist regelmäßig hoch.

Gehütet wird das Fotoprojekt von Caro Kännchen vom Blog Draußen nur Kännchen.

 

#12von12 im Januar 2016

#12von12 schon mal gehört? Seit einiger Zeit versuche ich bei dieser Aktion mitzumachen, doch bin ich selten auf 12 Bilder am Tag gekommen. 12 Bilder, die den eigenen Tag/Alltag charakterisieren, finde ich ziemlich herausfordernd :D.

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12 Fotos im Blog von Menschen „dahinter“, soweit die Idee. Ich mach mit, weil mir solche Social Media Dinger Freude machen und ich gerne hier und da mal ein wenig experimentiere.

 

#12von12        

Den Tag über begleitete mich folgendes Hörbuch:

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„Man kann sie tatsächlich schon schreiben, die Geschichte der digitalen Welt. Eine Ewigkeit scheint vergangen seit der Zeit, als privilegierte schlaue Köpfe feierlich die ersten wandschrankgroßen Rechner bedienten, als Begriffe wie Mouse-Pad, Floppy, Modem und Browser noch einem Code für Eingeweihte zu entstammen schienen. Von den Wurzeln der digitalen Revolution in Kellern und Garagen bis zur Omnipräsenz von Information, Unterhaltung, Austausch und Datenmüll im Internet und den sozialen Netzwerken reist Christian Stöcker durch die faszinierend-verstörende Welt der computerbasierten Kommunikation. Er stöbert in den Hinterzimmern der Anwendungen und Animationen und stellt deren Protagisten vor: Programmierer und Bastler, Hacker und Cracker. Sein Reisebericht ist kritisch und informativ, dabei für Nerds ebenso spannend zu lesen wie für diejenigen, die zu Recht oder zu Unrecht glauben, nicht mehr alles zu verstehen, was online passiert.“ (Quelle: bpb: Bundeszentrale für politische Bildung, Schriftenreihe)