Science Slam – Arbeit kann Spaß machen

An dem Mobile Learning Day 4.0 am 05. November 2015 nahmen rund 150 Interessierte aus Wissenschaft und Wirtschaft teil, darunter auch zwei meiner Kollegen teil: Markus Deimann und Cathrin Vogel.

Neben spannenden Vorträgen zu Mobile Learning in der Hochschule und in der Arbeitswelt waren es vor allem die beiden neuen Formate Failure Stories und Mobile Learning Slam, die den Mobile Learning Day besonders machten. Genau ins Schwarze trafen die kreativen und analogen Performances der Slammer, die mit einer Zeitreise ins „Dritte Reich der Gedanken“ (nach Frege), Lerntagebüchern und Schokoladen-Orten den Abschluss einer gelungenen Veranstaltung bildeten. Die Performance „Dritte Reich der Gedanken“ wurde von Mitarbeitern des Lehrgebiet Mediendidaktik umgesetzt.

… aber seht selbst 🙂

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Bildungswandeln, ein Social-Software Projekt an der FernUni

Welchen Hintergrund hat das Bildungswandeln?AR1

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Ziel des Bildungswandelns ist es (welches ich an der FernUni in Hagen umgesetzt habe), Ansätze des Social Learning, Mobile Learning und des AR/VR Lernens spielerisch miteinander zu verbinden. In diesem Projekt werden neuartige Lernanwendungen für die Präsenzveranstaltung „Bildungswissenschaft an einem Tag“ eingebunden und deren Potenzial erkundet. Der zentrale Aspekt liegt dabei auf Augmented Reality Umgebungen, wobei die Definitionsspanne nach Milgram (1994) sich auf einer sehr großen Skala bewegt.

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Was ist AR?

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Durch Augmented Reality ist es möglich unsere Realitätswahrnehmung zu verändern und durch virtuelle Inhalte zu erweitern. Es können alle menschlichen Sinne durch diese Technologie angesprochen werden, wobei unser Hauptaugenmerk beim Bildungswandel auf visuelle Augmented Reality liegt.

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Verbindung von neuen Technologien und Lernen?

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Das Lernen findet, gestützt durch einen didaktisch begründeten Technologieeinsatz, sowohl selbst gesteuert und individuell, als auch eingebettet im sozialen Kontext des Lernenden und in Lerngruppen statt.

Bei der Präsenzveranstaltung „Bildungswissenschaft an einem Tag“ am 25. April 2015 in Hagen konfrontiert Prof. Dr. Bastiaens die Studierenden mit einem neuen Stück FernUni-Realität. Die Teilnehmer/innen können einen „Bildungswandel“ und somit die FernUniversität in Hagen in zweierlei Hinsicht hautnah erleben.

Beim „Bildungswandel“ können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Campus sowohl aus der Augmented Reality Perspektive (Anreicherung der Realität durch virtuelle Informationen), wie auch aus der virtuellen Perspektive erkunden. Sie erhalten Informationen zu einzelnen Bildungsthemen und werden durch Aufgaben dazu angehalten sich mit diesen Inhalten auseinanderzusetzen.

An jeder Station können Punkte erworben werden, mit denen sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in einer abschliessenden Reflektion spielerisch vergleichen und sich über die Inhalte austauschen können, entweder vor Ort durch Gespräche oder virtuell in dem dafür eingerichteten Etherpad.

In diesem Jahr wurde der Bildungswandel mittels der in diesem Jahr neu erschienen Plattform „holobuilder“ umgesetzt. In dieser Plattform kann auf einer grafischen Oberfläche eine eigene AR bzw. VR Umgebung aufgebaut werden.

Die nachfolgend eingebettete Anwendung des Bildungswandels besteht aus acht Stationen. Jede Station ist mit vier Elementen versehen (Theorieerklärung, Anschauungsbeispiel, Aufgaben- und Navigationselement). Die Anwendung wird am besten in den Browsern Google Chrome und Firefox dargestellt.

(Bitte geben Sie der Seite Zeit zum Laden :), damit sie sich in ihrer vollen Pracht entfalten kann.)

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Screen: Bildungswandel 2015; zum Starten bitte auf das Bild klicken

In einer anschließenden Erhebung wollen wir herausfinden, welche Inhalte in welcher Form für den Lernenden in dieser digitalen Aufbereitung aufgegriffen werden.

Die Erkenntnisse, bzw. Teilergebnisse sollen in weitere Projekte, wie beispielsweise dem BMBF Antrag einfliessen.

Der „Bildungs-Wandel“ findet im Rahmen des Social Software Projekts statt, das vom Rektorat der FernUniversität gefördert wird. Das Projekt dient der Erforschung und Implementierung verschiedener didaktischer Modelle zum praktischen Einsatz innovativer Social Software in der Hochschul- und Fernlehre. Hierdurch sollen empirisch abgesicherte Empfehlungen für Lehrende und E-Learning-Entwickler zur Potentialausschöpfung zusammengestellt werden.

„Stolpersteine und Pfade der Vernichtung jüdischen Lebens in Duisburg“ – Spur aufnehmen mit GeoSurfen

Wave: Spurensuche

Wave: Spurensuche

Das Projekt soll die Geschichte der Duisburger Juden und deren Vertreibung und Ermordung an der Hand von Orten „sichtbar“ zu machen. Die Wave wurde im Geschichtsunterricht des Steinbart-Gymnasiums mit den Schülern der Klasse umgesetzt.

Umsetzung:

Es entstanden zwei Waves mit den gleichen Stationen, wovon die eine jedoch im Uhrzeigersinn und die andere gegen den Uhrzeigersinn abgelaufen werden kann. Die Idee dahinter war, einer Klasse mit vielen Schülern, bzw. einer großen Gruppe, die Möglichkeit zu geben diese Inhalte zu erspielen, ohne, dass es für einen Teil der Gruppe langweilig wird. Aus diesem Grund, können den Spielern auch verschiedene Aufgaben mitgegeben werden, die diese Tour noch einmal für die Spielenden abwechslungsreicher, interaktiver und intensiver gestaltet. Ebenso kann das Erspielen der Inhalte in Form eines Wettbewerbes zwischen den Gruppen erfolgen.

Die Umsetzung erfolgte durch die Schüler. Sie machten sich mit der zugrundeliegenden Technik vertraut, suchten die einzelnen Stationen auf und recherchierten im Internet und im Stadtarchiv. In Gruppen erfolgte die konkrete Umsetzung der Inhalte an den Stationen, die Rätselentwicklung, das storytelling und die mediale Aufbereitung der Inhalte.

Wave: Spurensuche

Mosaik (Stolperstein-Kartierung)

Mosaik (Stolperstein-Kartierung)

  • allgemeine Beschreibung: Wieder hören wir die Glocken der Kirche, die am Ende des Platzes steht. Es ist sechs Uhr morgens und ein neuer Tag beginnt. Unsere jüngste Lea hatte die Nacht mal wieder nicht schlafen können, weil sie Alpträume hatte. Vor einer Woche wurden unsere Nachbarn inhaftiert und von da an plagt sie sich mit schrecklichen Alpträumen. Immer wieder wacht sie schweißgebadet auf, mit der Angst, dass uns dasselbe (wie unseren Nachbarn) wiederfahren könne. Doch sie ist nicht die einzige, die schreckliche Angst hat.

Diese Tour besteht aus 12 Stationen. Sie vermittelt euch einen Eindruck über

Stolperstein: Manass Neumark

Stolperstein: Manass Neumark

unser Leben, unsere Ängste und unser Schicksal. In dieser Tour kann eine große Gruppe aufgeteilt werden. Dabei erkundet ein Team die Tour in umgekehrter Reihenfolge.

Ein Team startet bei der „Spurensuche“, das andere hingegen bei der „Spurensuche (Spiegelung)“. Es kann auch ein Wettbewerb daraus gestaltet werden (nach Zeit; Fotoaufgaben, ordnet die Aussagen an den Stationen den Familienmitgliedern Sonnenberg zu, etc…).

  • Zeitaufwand: etwa 2 h (Innenstadt)

Erinnerungsroute:

Erinnerungsroute

Erinnerungsroute

  1. Duisburger Hauptbahnhofs: Stolperstein-Kartierung am Ostausgang
  2. in der Nähe des Hauptbahnhofs: Mahnmal zu Erinnerung an die Deportation jüdischer Kinder aus Duisburg
  3. Stadttheater: Dort kam es im März 1933 (im Rahmen der sog. „Judenumzüge“) zur Demütigung des Vorstehers der ostjüdischen Gemeinde Mordechai Jakow Bereisch
  4. Fuldastr. 14: Stolperstein für Rabbiner Manass Neumark
  5. Fuldastr. 1: Standort eines Judenhauses
  6. Kapelle zum Gedenken an die ehemalige Synagoge der jüdischen Gemeinde Duisburg inderJunkernstrasse; auf dem Innenhof befindet sich noch ein Fundament-Rest der alten Synagoge

    Mahnmal: Erinnerung an die Deportation jüdischer Kinder

    Mahnmal: Erinnerung an die Deportation jüdischer Kinder

  7. Rabbiner Neumark Weg: Anne-Frank-Mahnmal
  8. Rabbiner Neumark Weg: „Jüdisches Mahnmal“ (Stadtmauer) zum „Gedenken an die Duisburger Synagoge und die Opfer der Verfolgung“
  9. Mahnmal „Gen OSTEN“: Steinblock im Garten der Erinnerung vor der Synagoge
  10. Salvatorkirche: Fenster zum Gedenken an die jüdische Gemeinde Duisburgs und ihrer Synagoge
  11. Universitätsstr. 29: Haus des Hersch Groß, Betsaal der Ostjüdischen Gemeinde
  12. Dellstr. 14: Stolpersteine der Familie Sonnenberg
nag nag

nag nag

Vielen Dank für die Erfahrung 🙂 Inhaltlich habe ich auch wieder jede Menge dazu gelernt. Es hat mir sehr viel Spaß mit euch gemacht, mit euch vergangene Zeiten aus Duisburg zu entdecken.

heute auf der Spielwiese „mobiles Lernen“: interaktive Touren über GeoSurfen

Im Rahmen des Edunautennetzwerks, haben sich  Guido und GeoSurfen (Jana) vor einigen Tagen über einige Aspekte des mobilen Lernens unterhalten und wie deren Umsetzung konkret über GeoSurfen gestaltet werden könnte.

Vielen Dank für das sehr sympathische Gespräch und für die Umsetzung des Interviews, Guido 🙂

MP3

  • 00:00 Begrüßung
  • 1:47 Vorstellung Jana
  • 07:53 Was ist mobiles Lernen?
  • 09:43 Museen und mobiles Lernen
  • 22:56 Didaktik der Kreativität
  • 27:2 mobiles Lernen auf Kindergeburtstagen
  • 29:03 Janas akademischer Backround
  • 30:25 Anatalien
  • 38:49 Die Anfänge von geosurfen
  • 50:19 Begriffsklärung
  • 56:29 Eine Tour erstellen
  • 01:03:40Spielmechanik
  • 01:09:59 Konkrete Beispiele
  • 01:35:12Abschied

Shownotes

Actionen

Danksagung

act!on auf der #rp12

Atmosphäre auf der #rp12:

Eine alte Industriehalle (genannt Station) sollte dieses Jahr die Gäste der re:publica begrüßen, mitten in Berlin in fußläufiger Nähe zum Technikmuseum, dem Kanal und dem Mendelssohn-Bartholdy Park gelegen.

Einen weiteren Bonus erwies uns das Wetter. Warme Sonnenstrahlen heizten den Hof der Station sommerlich auf. Zu den Gesprächen drängten die Besucher zu einem kühlen Bier und Bratwurst in den Hof.

Als Leipzigerin mit einer Affinität zum Geocachen, bin ich eine stille Bewunderin solcher Örtlichkeiten mit Geschichte, die zu einem kommunikativen und sozialen Austausch anregen. Erst vor ein paar Wochen durfte ich den Film „Geschichten hinter vergessenen Mauern“ von Enno Seifried in Leipzig in dem ehemaligen russischen Pavillon erleben.

Die Ankunft auf dem diesjährigen Gelände der re:publica zog somit von Anfang an, meine Faszination auf sich.

Bei der Station handelt es sich um einen ehemaligen Bahnhof, der 1875 für den Personalverkehr eingeweiht und 1887 aufgrund von Spannungen zwischen der Preußischen und Sächsischen Eisenbahnverwaltung  wieder eingestellt wurde.

Erst im Zuge der weiter voranschreitenden Industrialisierung in Deutschland wurde hier eine Kaiserliche Oberpostdirektion eröffnet. Nach den Angriffen im 2. Weltkrieg erreicht der Postbahnhof in Leipzig seine Blütezeit als Paketumschlagplatz.

act!on:

act!on, das Motto unter der die re:publia ausgerichtet wurde, sollte mein selbstgewählter Schwerpunkt werden, wie bspw. die Standbetreuung der @edunauten. Unter der Perspektive des Transmedia Manifestes – The Future of Storytelling versuchte ich mich durch die Hallen der re:publica zu bewegen.

Bei den Edunauten handelt es sich um ein „interdisziplinäres Netzwerk, die GPS gestützte Bildung konzipieren und sowohl in der Kinder- und Jugendarbeit, als auch in der Erwachsenenbildung durchführen. Das Ziel der Medien- und Sozialpädagogen, Informatiker und Erziehungswissenschaftler ist es, ganzheitliche Bildungsszenarien zu entwickeln, bei denen die Technik eingebettet ist und der Mensch und seine Umwelt im Mittelpunkt stehen. Dabei beraten die edunauten, vermitteln, schulen, verleihen Technik und entwickeln gerne auch für Sie GPS-Bildungsprogramme und führen diese durch.“

Netzwerk-Initiaoren der Edunauten ist unter anderem auch die Hamburger Firma geobound. Neben dem Schwerpunkt von Teambuildings und Trainings sowie Events im Rahmen von GPS- und iPad-basierten digitalen Schatzsuchen mit Firmen, bildet die Bildungsarbeit einen Schwerpunkt von GEO°BOUND. Ich hatte das Glück einen kleinen Einblick in die Konzeption und Erstellung einer iPad-basierten Tour durch Berlin beizuwohnen.

Die Möglichkeiten, welche die App bietet, fand ich beeindruckend. Die Erstellung einer solchen Tour wurde durch die App um ein wesentliches vereinfacht. Vor Ort konnte sich das Team nach passenden Stationen umsehen und diese zugleich in ihrer App festhalten. Allerdings wurden diese Stationen später noch einmal über einen Editor konkretisiert bzw. nachgearbeitet.

Beeindruckend fand ich, mit welcher Begeisterung und Neugierde die iPad-App bei den Besuchern der re:publica angekommen war.

Insgesamt wurden durch uns etwa 15 iChallenges auf der re:publica angeboten. Zurück kamen leuchtende Augen und begeisterte Berichte. Es sind diese Momente, die den eigenen Job zu etwas Besonderem gestalten! Über eine webbasierte und zugangsbeschränkte Auswertung konnten die einzelnen Teams ihre Tour noch einmal nachverfolgen. Der Weg ihres Laufs und die Art der Lösungen, mit denen sie unterschiedliche Punktzahlen an den einzelnen Stationen erreichen konnten, wurden aufgezeichnet. Dabei ging es bei den iChallenges auf der re:publica um einen Wettkampf verschiedener Teams. Die erworbenen Punkte richteten sich nach der Zeit und den Lösungen. War ein Team zuerst an einem gesuchten Ort erhielt es mehr Punkte, als das nachfolgende Team. Wurde eine Frage falsch beantwortet oder ein falscher Weg wurde eingeschlagen, konnten sogar Punkte abgezogen werden.

Durch die iChallenges wurden viele an location based learning – Interessierte auf die Edunauten aufmerksam und ich selbst erhielt eine Ahnung davon, dass das Netzwerk weit über die deutschen Grenzen hinausgehen könnte.

Natürlich ist die re:publica ein idealer Raum, um sich über parallele Entwicklungsansätze zu informieren und nach Kooperationen Ausschau zu halten, wie beispielsweise das Mobile Game Lab. Das Mobile Game Lab ist eine Gemeinschaft von Spielern, Forschern und Entwicklern Mobiler Spiele mit Sitz in Bremen. Cubodo  ist wohl eines der bekannteren Spiele, welches auf dem iPhone gespielt werden kann und von dem unter anderem schon auf dem Blog: „Master Thesis“, berichtet wurde. In diesem Spiel können virtuelle Pakete mit ihren unterschiedlichsten Inhalten (Fotos) geschaffen und transportiert werden.

Neugierig bin ich während der re:publica auch auf eyeQuest geworden. EyeQuest ist ein Location Based Service, der User in aller Welt durch die Kamera ihres Smartphones in Echtzeit miteinander verbindet. Unter dem Motto: „Was willst du sehen?“ entwickelte ein Startup eine App, die es den Benutzern ermöglicht, ortsunabhängige Anfragen nach Fotos und Videos zu stellen. Ein anderer Nutzer von eyeQuest, der sich in der Nähe des gewünschten Objektes befindet, teilt dann diese Fotos und Videos. Finanzieren soll sich das Ganze dann über ortsbasierte Werbung und kostenpflichtige Premium Accounts, die insbesondere Medienschaffenden noch weitere Möglichkeiten bieten wird.

Was ist eyeQuest?:

Interview mit den Gründern von Eyequest:

Besonders beeindruckt hat mich allerdings die App (die noch nicht im App-Store zu kaufen ist ;)) tripventure des Berliner Start-Ups sprylab (aktuell präsentieren sie sich auch nur auf facebook), eine mobile gaming engine für augmented adventure games. Diese App (AppleMarket) wurde erstmals für das iPhone, Wi-Fi und das iPad entwickelt. Der Clou an der App ist, dass virtuelle Personen über augmented reality Technik in die Geschichte integriert werden. Die nachgespielten Geschichten sollen im Levelmodus gestaltet sein. Ebenso soll das Spiel später um den Multiplayermodus und einen Communitygedanken erweitert werden.

Auch hier finde ich die Entwicklung eines webbasierten Editors spannend. Über diesen können Geschichten kreiert und später verkauft werden. Zudem soll über Lizenzsystem der Zugang zu dem Editor die bisherigen Kosten wieder einbringen. Allerdings bin ich an diesem Punkt skeptisch