Alltag im Oktober #12von12

Gestern war der Zwölfte eines Monats und ich wollte in diesem Monat wieder einmal an der mir sehr sympathisch erscheinenden Aktion #12von12 (Artikel „#12von12 im Januar 2016„) teilnehmen. Zwölf Bilder, die den Alltag des Zwölften des Monats wiedergeben.

Meine Faszinierung für diese Idee der Alltagsinszenierung empfand ich zu Anfang dieses Jahres allerdings noch intensiver. Im Verlauf der Monate wurde mit Snapchat (Artikel: „Mein erstes Date mit Snapchat“ im März) und Instagramstories und der für mich immer größer wahrnehmbaren täglichen Bilderflut alltäglicher Szenen in vielen sozialen Netzwerken meine Begeisterung etwas gedämpft.

Was zeichnet den Zwölften dann noch aus, wenn ich jeden Tag den Alltag anderer wahrnehme? Meine Antwort ist der Versuch, dass ich gerne mein Publikationsverhalten an Bildern sensibler wahrnehmen möchte. Vielleicht sollte ich versuchen den Kontrast zwischen Alltag, in Form der Aktion #12von12, und den besonderen Momenten „herauszukitzeln“.

Gestern, der 12.10.2016, war ein für mich einer dieser etwas besonderen Arbeitstage.

Die zur Arbeit dazugehörende Pendellei und das frühe Aufstehen gehören nicht unbedingt zu meinen Lieblingsdisziplinen, wobei ich mich an das frühe Aufstehen noch leichter gewöhnen kann. Gestern klingelte der Wecker wieder einmal weit vor 6:00 Uhr. Der Weg zum Zug läuft sich fast schon von allein, in einer Form Auomatismus. Normalerweise wird der Zug auf seiner Fahrt nach Düsseldorf sehr voll, doch da Ferienzeit- und somit Urlaubszeit ist bleiben ein paar Pätze frei, was den Zug jedoch nicht daran hindert seine alltägliche Verspätung wieder aufzunehmen. Den Anschluss am Hagener Hauptbahnhof werde ich zumindest verpassen.

Doch auf Arbeit entschädigte der Brunch und die vielen guten Gespräche mit den Kollegen die morgendlichen Anstrengungen. Meine Arbeit empfinde ich als sehr berreichernd, auch wenn ich mich heute auf den morgen beginnenden Urlaub freue. Ein paar Abrechnungen müssen noch getätigt werden, ein paar Infos noch geschrieben und eingestellt werden und dann ist da noch das Mitarbeitergespräch … und dann beginnt der Urlaub. Zuvor versuche das Seelenheil meiner Kollegen noch mit Bonbons von der Mosel zu kitzeln und zu versüßen.

 

Die zwölf Tage meines 12. Oktobers 2016:

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Jöran ruft an: WAS IST DAS FERNUNICAMP UND GIBT ES IRGENDEINEN ZUSAMMENHANG ZUM EDUCAMP?

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FOTO VON MARKUS DEIMAN PRIVAT UND JANA HOCHBERG CC BY 4.0

In ein paar Tagen wird das #FernUniCamp16 an der FernUniversität in Hagen stattfinden. Als Organisatoren wurden Markus und ich von Jöran in seiner kleinen PodCast-Reihe zu „Jöran ruft an“ dazu befragt:

  1. was sich hinter dem FernUniCamp verbirgt und
  2. in welchem Zusammenhang die Organisatoren oder auch das FernUniCamp zu den EduCamps stehen.

Jöran ruft an“ ist kurz, schnell und greift aktuelle Bildungsinhalte auf. Eingeleitet wird diese Folge von Jöran auf seinem Blog Jöran und Konsorten mit:

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Zwergenwelten in Köln entdecken – ein Apptest eines location based games

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KölnWarmer Sonnenschein wurde uns in den letzten Wochen nicht oft beschert. Letztes Wochenende war einer dieser bisher seltenen Momente in diesem Jahr. Wunderschönes Wetter um nach Köln zu fahren, um vor Ort die neu entdeckte App “Zwergenwelten” zu testen.

In einer der Facebookgruppen zum Thema Medienpädagogik bin ich auf diese App aufmerksam geworden.
Screenshot_2013-05-19-10-22-17Das Spiel ist ein mobiles Mixed Reality Spiel für Androidbetriebsysteme, welches Spaß mit Wissensvermittlung rund um das Thema Märchen verknüpft. Der Spieler kann zwischen verschiedenen Schwierigkeitsstufen wählen und läuft dann in einem Park von Station zu Station.Erst an der jeweiligen Station angekommen, wird die Aufgabe bzw. ein Spiel freigeschaltet. Wurde die Aufgabe richtig gelöst, erhält der Spieler Punkte.

 

 

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Am Ende wird der Spieler mit einem speziellen Foto belohnt.

 

 

 

Hintergrund:

Anlass der Spielentwicklung ist die seit 50 Jahren bestehende deutsch – französische Freundschaft (Élysée-Vertrag), welche am 11. April 2013 im Fraunhofer-Forum Berlin gefeiert wurde. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden die Ergebnisse deutsch – französischer Forschung aus dem Programm Inter Carnot Fraunhofer (PICF) präsentiert. Eine dieser Ergebnisse ist das ortsbasierte Spiel “Zwergenwelten”, das in Zusammenarbeit des Fraunhofer-Instituts für Angewande Informationstechnik FIT mit den “Museumsratten” entwickelt wurde.

Die “Zwergenwelten” verweisen auf eine Ausstellung in Hagen, in der Kinder die Welt der Zwergen entdecken können. Eine Mutter mit ihren zwei Kindern berichtet von ihrem Besuch dieser sehr kreativen und liebevoll umgesetzten Ausstellung auf ihrem Blog. Sie empfiehlt einen Besuch für Kinder im Alter bis zu 6-7 Jahren. Bis zum 27.Oktober 2013 ist die Ausstellung noch geöffnet. Diese klassische museale Entdeckung des Themas soll die App in den virtuellen Raum erweitern.

Auf der Website der Ausstellung wird über die App im Blog berichtet.

Im Nachfolgenden will ich über meine Erfahrungen mit der App berichten. Inhalte der App wurden von den Museumsratten zur Verfügung gestellt.

erster Eindruck:

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Am Anfang bin ich darüber verwundert, dass die App das Spielen an zwei Orten (Rheinpark in Köln und rund um das Wasserschloss Werdringen in Hagen) ermöglicht. Erst später bei einiger Recherche erfahre ich, dass dies deswegen zustande kommt, weil im Rheinpark die App für ihren eigentlichen Einsatz in Hagen getestet wurde.

Neugierig und gespannt installiere ich die App. Nachdem ersten Öffnen des Spiels stelle ich fest, dass ich leider nicht schummeln bzw. lunschen kann, da sich die Aufgaben tatsächlich erst vor Ort an den einzelnen Stationen öffnen lassen.

Also beschließe ich einen Ausflug nach Köln zu machen. Von Aachen aus ist es ja nicht so weit und der Rheinpark wurde mir schon des öfteren für einen Besuch empfohlen. Tatsächlich empfängt er mich an diesem Testtag in seinem schönsten frühlingshaftm Gewande.

Die Grafik des Spiels macht Lust auf darauf, die Zwergenwelten zu entdecken.

technische Grundlagen:

Screenshot_2013-05-19-10-36-06Der Spieler benötigt ein GPS-fähiges Smartphone bzw. anderes mobiles Endgerät, welches mit dem Betriebssystem Android ausgestattet ist.
Über WLAN kann das Spiel zu Hause heruntergeladen werden (dennoch empfehle ich eine Internetverbindung mit dem Handy), da ich das Problem hatte, dass mir der Startpunkt ohne Internet nicht angezeigt wurde. Das Zipfelmützchen (als Wegpunkt) war auf einmal weg und ich wusste nun nicht mehr, wohin ich laufen sollte. So kann es auch sein, dass das Spiel abstürzt und neu gestartet werden muss. In diesem Fall wurde die Karte nicht nachgeladen. Allerdings ermöglicht die App einen leichten Wechsel der Karte zwischen der Straßen und Satellitenansicht.

 

Zielgruppe:

Screenshot_2013-05-19-10-49-07Die Zielgruppe der App sind Kinder im Alter von 6 – 14 Jahren. Damit setzt die App bzw. die Museumsratten an die nachfolgende Altersgruppe an, für die die Ausstellung in Hagen konzipiert wurde.  Mit gutem Grund: Um eine App zu bedienen und die Anweisungen zu verstehen, bedarf es Voraussetzungen, wie technisches Verständnis, Übersetzung der Anweisungen in die reale Umgebung, Lesekompetenz. etc., die erst ab einem Alter von 6-8 Jahren bei Kindern erwartet werden können.
Wahrscheinlich eignet sich die App dennoch eher dazu, dass Familien Ausflüge mit ihren Kindern machen und die Touren zusammen entdeckt werden, wobei jeder verschiedene Aufgaben übernimmt.
Die Tour wird über eine zielgruppengerechte Geschichte, Rätsel und Spiele spannend gehalten.

inhaltlicher Zugang:

(Große) Kinder üben sich mit dem Spiel in ihrer Orientierung und ihrem Wissen über Märchen. Hierbei können Punkte erworben werden.

Screenshot_2013-05-19-11-03-03Leider sind die Wegpunkte (Zipfelmützen) bei den unterschiedlich schweren Touren immer gleich. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kindern das sehr schnell auffällt und dann nicht mehr mit dem Smartphone sich den Ort “erarbeiten”, sondern drauf losstürmen, um den Ort aufzusuchen. Der Spielspaß geht durch die fehlende Herausforderung für die Kinder verloren. Manchmal müssen Wege auch doppelt gelaufen werden, auch dies trübt den Spielspaß ein wenig. Ebenso sollte man sensible Orte, wie einen Kinderspielplatz sehr vorsichtig und sorgsam in ein solches Spiel einbauen. Allerdings und das fand ich wiederum toll, wurde ein Kinderspielplatz im Rheinpark in die Tour expilzit mit aufgenommen – hierbei kann es sich um eine willkommene Abwechslung für das Kind handeln, indem es die Chance nutzt erst einmal ein paar Minuten auf dem Spielplatz zu toben. Bekommt man Kinder besser vom Computerspiel zu Outdoor-Aktivitäten verleitet? 😉
Vorteil des Spieles „Zwergenwelten“, was auch die zwei verschiedenen Orte zeigen, ist, dass das Spiel nicht an den Ort geknüpft ist. Damit kann das Spiel relativ schnell an neue Orte übertragen werden. Der Nachteil, so empfinde ich, besteht allerdings darin, dass ich mich frage, warum ich denn überhaupt durch den Park laufen muss, wenn der nur wenig Sinn hat. Durch die Verbindung von vor Ort Informationen gibt der Ort des Spiels etwas Sinn. Allerdings bedarf diese Art der Spielgestaltung mehr Aufwand in der Erstellung und Pflege, da regelmäßig vor Ort überprüft werden muss, ob die Info noch da ist, oder ob bspw. eine Baustelle das Spielen zur Zeit unmöglich macht, gar das Spiel zerstört hat.

Die Fragen der Rätsel entsprechen der Schwierigkeitsstufe. Ein Beispiel für eine leichte Frage ist: “Wie viele Zwerge beschützen Schneewittchen?”. Zwei Antworten werden vorgegeben, aus denen der Spieler die richtige Antwort herausfinden kann.Screenshot_2013-05-19-11-47-56Screenshot_2013-05-19-10-35-51

Eine schwierige Frage is bspw. “Wer ist Huppet Huhhot?” Aus vier vorgegebenen Antwortmöglichkeiten, kann die Lösung herausgesucht werden. Bei der Wahl der richtigen Antwort wird der Spieler mit der Wiederholung der richtigen Antwort und Zusatzinformationen bestätigt. Bei der Wahl der falschen Antwort, wird die richtige Lösung angegeben.

Besonders anregend finde ich neben den Rätseln auch die Spiele.
-1. Spiel: Puzzle, je nach Schwierigkeitsgrad einfach bis schwer. Das Spiel wird über die App erklärt und es werden zusätzlich Tipps angegeben, um das Spiel erfolgreich zu  absolvieren.
– 2. Spiel: magisches Zeichen – fand ich für mich zu komplex, aber es ist eine sehr schöne Idee und manchmal versehen Kinder Anweisungen einfach besser als kompliziert denkende Erwachsende 😉
– 3. Spiel, “zaubernde Kugeln” Hierbei handelt es sich wohl um ein AR Spiel. Diese Idee finde ich daher besonders reizvoll. Aber, ich konnte das Spiel leider nicht testen, da mein Smartphone an dieser Stelle regelmäßig abstürzte. In diesem Zusammenhang fand ich aber wiederum gut, dass sich das Spiel den letzten Spielstand gemerkt hatte und man von dort aus weiterspielen konnte.

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Fazit:

Die ist App leicht bedienbar und selbsterklärend.
Die Geschichte, die Aufgaben und die Spiele sind zielgruppengerecht umgesetzt. Grafisch wird die Zielgruppe ebenso angesprochen.