Dana: Warum bist du nach San Francisco ausgewandert?

,Während meines Urlaubs in San Francisco interessierte ich mich für die verschiedenen biografischen Hintergründe, warum in Deutschland Geborene nach San Francisco zeitweise oder sogar für immer auswandern. Dazu traf ich mich mit fünf verschiedenen Personen und fragte sie nach ihren Motivationen, Wünschen und Vorbereitungen bezüglich ihrer Auswanderungsvorhaben, nach den Erfahrungen im Umgang mit der Auswanderung über die Zeit, aber auch nach den aktuellen Vorhaben.

Ich bin über jede Begegnung sehr dankbar. Ich finde es großartig, dass ich in einige Leben ein bisschen „reinsehen“ durfte. Ebenso fand ich es beeindruckend, wie spontan im doch hektischen Leben San Franciscos, sich von jeder Begegnung die Zeit für ein Treffen genommen wurde. Vielen lieben Dank.

Der nachfolgende Bericht entspricht einer subjektiven Zusammenfassung der Begegnung. Die Namen wurden abgeändert, einige Details verallgemeinert und einige Stellen etwas verzerrt, um eine Wiedererkennung mit einer realen Person zu verhindern. Ziel des Berichts besteht lediglich darin, die vielfältigen Hintergründe einer Auswanderung für mich festzuhalten und meine Leser, die an dieser Gegend „Bay Area und Silicon Valley“ interessiert sind, ein wenig daran teilhaben zu lassen. Vielleicht entstehen auf diese Weise weiterführende Impulse.

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Social Media und digitale Technologie im Einzelhandel? – Aquis Plaza in Aachen

Social Media und digitale Technologie im Einzelhandel? Einiges habe ich bereits darüber in meinen verschiedenen Newsreadern gelesen, selten habe ich das Gelesene jedoch selbst erlebt und jetzt eröffnet das Aquis Plaza fast vor meiner Haustür.

Zuerst war ich nur neugierig, warum sich so viele Menschen für ein Einkaufszentrum begeistern können, so habe ich in einzelnen Tweets von einer Wartezeit von etwa drei Stunden für den Kunden am Eröffnungstag gelesen. Diese Vorstellung passt nicht so ganz in meine Welt. Dann keimte still und leise ein Gedanke in den ersten Eröffnungsstunden vor sich hin: „Du bist jetzt Aachener, beteilige Dich am sozialen Geschehen!“.

Nach ein paar Tagen habe ich jedoch meine ganz eigene Lesart gefunden und so werde ich hier in diesem Artikel nur kurz den Wahnsinn aufzählen, den ich an neueröffneten Einkaufscentren nicht nachvollziehen kann: übersteigerte Düfte, Menschenmengen, die sich auf Rolltreppen und Gänge quetschen, zu laute Musik, Energie Drinks, die auch an Kinder ausgegeben werden (weil ja Eröffnungswoche ist), etc…

Ein Hinweisschild, dass im Aquis Plaza auf das WLAN für einen begrenzten Zeitraum kostenfrei zugegriffen werden kann, lenkte mein Neuronenfeuerwerk des Unverständnisses zu unbekannten Ausschlägen … zu einem Wahnsinn, der ab einer bestimmten Höhe vielleicht wieder konstruktiv wird. Wieso begrenzt man in einer Einkaufsmeile (Mall) den Internetzugang, das ist mir schleierhaft. Die Vorteile überwiegen bei weitem die Nachteile. Keine Mall (,die ich kenne) in Kalifornien und selbst der Flughafen Wien, der wegen seiner digitalen Freundlichkeit ausgezeichnet wurde, begrenzen den Internetzugang.

Anhand von den vier für mich interessantesten Kategorien: Beacons, mobile payment via Smartphone, Social Media und QR-Codes, begegne ich dem Aquis Plaza in diesem Artikel. Wenn euch noch eine Kategorie einfällt, dann könnt ihr sie gerne erfragen.

Beacons

Auf meinem ersten Rundgang durch das Aquis Plaza konnte ich den Einsatz von Beacons nirgendwo entdecken. Wahrscheinlich wurden Beacons im Konzept gar nicht mitaufgenommen.

Werden Geschäfte mit kleinen Sendern in Form von Beacons ausgestattet, so können passgenaue Informationen zum Kunden, je nach Ort und Zeit gesendet werden. Der Kunde kann somit über Aktionen, Angebote und nützliche Details informiert werden. Am Düsseldorfer Hauptbahnhof  wurden 72 Points Of Sale mit 140 Beacons ausgerüstet und mit insgesamt 170 Kampagnen bespielt. Da Beacons eher der jüngeren Technologieentwicklung zugeordnet werden können und somit viele Wünsche befeuern und wenig Erwartungen einhalten, kann ich mir vorstellen, dass sich das Aquiz Plaza dagegen entschieden hat (wenn sie sich überhaupt mit diesem Gedanken auseinander gesetzt haben).

mobile payment via Smartphone

Als Mobile Payment bezeichnet man die Möglichkeit bargeldlos per Smartphone zu bezahlen. Bisher konnte ich diese Bezahlmethode nur in einem einzigen Geschäft in der Innenstadt Aachens entdecken, welches eher unscheinbar auf der Pontstraße verweilt, das „Choco&co„. Kennt ihr noch weitere Läden in Aachen, in denen mit dem Smartphone bezahlt werden kann? Schade, dass das Auquis Plaza mit dieser digitalen Entwicklung nicht weiter experimentiert hat. 

Social Media

Im Aquis Plaza sind viele Social Media Anbindungen zu entdecken. Wobei ich hier eher den Eindruck habe, dass diese unter den Kriterien des Entertainments und der kostenlosen Werbung durch Kunden unterliegen.

Interessant finde ich, dass das Aquis Plaza den Communitygedanken, der über die Social Media Anbindungen ausgebaut werden soll, nach außen diskutiert. Ich habe die Vermutung, dass die Nutzung des Begriffs der „Community“ den Kunden eine Art Identifikation (Zugehörigkeit) suggerieren soll, es sich aber in Wirklichkeit eher um ein Netzwerk handelt.

Selfie Box

Selfie-Box

Interessant finde ich die Selfie Box mit der Aquis Plaza Besucher sich vor verschiedenen Hintergründen fotografieren können. Der/Die Besucher platzieren sich vor einem Green Screen und lassen sich in dem vorher ausgesuchten Motiv einbinden (Selbstportrait). Mit den entsprechenden Schnittstellen kann das Ergebnis dann zugleich in den verschiedenen Social Media Kanälen eingebunden werden. Spannend fand ich in meinen Beobachtungen, dass sich auch Menschen ab 45 Jahren aufwärts für diese Spielerei sehr begeistern konnten und sich auf eine längere Wartezeit vor der Selfie Box eingelassen haben.

Snipes

Social Media Anbindung bei snipes

Ebenso bieten einzelne Läden Social Media Anbindungen an. So habe ich bei Snipes eine Sneaker Cam  entdeckt, mit der über den Einsatz von QR-Codes das Foto des neuen Schuhs direkt auf das eigene Smartphone geladen werden kann bzw. zugleich auf den Social Media Kanälen von Snipes geteilt werden. Dazu müssen die Sneakers an einem genau definierten Ort platziert werden.

Aquis Plaza: Social Media Accounts:

QR-Code

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virtuell reality Anbindung

Navigation-QR-Code

Navigation über QR-Codes

Das Aquis Plaza setzt auf den Einsatz von QR-Codes.  Diese habe ich bei meinem kurzen Besuch entweder im Einsatz der Orientierung oder im Einsatz des Entertainments (Social Media Kanälen) entdeckt. Auf das Angebot von zusätzlichen Informationen über einen QR-Code wurde ich nur im „White Shirt“ (in Form eines 360°Erlebnisses) aufmerksam, was ich aber eher dem Geschäftskonzept von „White Shirt“ zuschreibe, als dem des Aquis Plazas.

In dem Moment, indem ich die Eingangstüren des Aquis Plaza durchschreite, werde ich von einer riesigen und leicht zu bedienenden digitalen Tafel begrüßt. In ihr finde ich eine Auflistung aller im Aquis Plaza eingezogenen Läden, welche zudem mit den verschiedenen Informationen versehen sind. Über das Scannen eines QR-Codes wird auf meinem Smartphone der Weg zum gesuchten Geschäft/Toilette/Restaurant etc. angezeigt.

erstes Fazit

Das Aquis Plaza scheint sich mit seinen ganzen Social Media Anbindungen eher an ein jüngeres Publikum, Entertainment und kostenlose Werbung zu orientieren. Das Aquis Plaza ist für mich aus diesem Grund ein interessanter Ort, dennoch habe ich den Eindruck, dass hier einiges an digitalen Potenzial noch auf das Aquis Plaza warten könnte.

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„Follow me!“ – Facebookmarketing

Follow me! (Link zum Blog)

Das Buch über erfolgreiches Social Media Marketing (Link zu Amazon) von Anne Grabs und Karim-Patrick Bannour war in den letzten Wochen, wenn ich mal wieder mit Bahn zwischen den verschiedenen Orten hin- und herpendelte, mein Begleiter. Es war ein erhabenes und schon lange nicht mehr gekannte Gefühl das dicke und schwere Buch in meiner Tasche zu spüren. „Follow me!“ kann zwar auch als Online-Buch erworben werden! Dabei schmilzt dann das Gewicht auf das minimalste ein, und zwar in Form des eh schon gewohnten und immer begleitenden Gewichts des Rechners., Smartphones, Pad, etc…., dann jedoch hätte ich das Buch nicht als Kontrast zu den ganzen laptopklappernden Menschen  geräuschvoll im Zug auf den Tisch werfen oder die Seiten umblättern können. Zudem mochte ich das Entsetzen in dem Gesichtern des Gegenübers, dass ich in einem Buch unterstrich und Anmerkungen an den Rand schrieb.

Voller Stolz hatte ich „Follow me!“ immerhin auf der re:publica (#rp12) von Anne erhalten 🙂 Danke nochmals.

Allgemeiner Eindruck von „Follow me!“

Mir gefällt an „Follow me!“die klare Strukturierung und der Anspruch der Autoren, den Leser mit einer einfachen und verständlichen Sprache abzuholen.

Die Autoren führen den Leser Schritt für Schritt über die historische Entwicklung der einzelnen Bereiche von Social Media behutsam in das jeweilige Thema ein. Für Leser, die die Entwicklung bereits kennen bzw. sogar an sich erlebt haben, ist diese Einführung nicht zu lang und eher als komprimierter historischer Abriss zu verstehen.

Ebenso ansprechend finde ich die gelungene Darstellung (textlich, wie auch bildlich) einzelner Social Media Funktionen, die in der Praxis oft nur komplex und verzahnt mit anderen Diensten anzutreffen bzw. in ihren Abgrenzungen schwer erkennbar sind. In diesem Zusammenhang werden von den Autoren wertneutral mögliche Auswirkungen bei dem Einsatz einzelner Dienste / Tools aufgeführt, die dem unerfahrenen Social Media Anwender bei seiner Entscheidung über den Einsatz einzelner Dienste weiterhelfen. Herausragend finde ich jedoch den Mut und die Ausdauer der Autoren rechtliche Aspekte und Hinweise in ihrem Buch mit aufzunehmen, wie auch auf einzelne hilfreiche Links innerhalb des Buches zu verweisen. Inhalte von Links werden in der Regel öfters überarbeitet, ebenso ist die Gesetzgebung dynamischer als der Inhalt eines Buches, so dass ich die Entscheidung beider Autoren auf Links und Gesetzgebung einzugehen zwar notwendig, aber mutig empfinde.

An dieser Stelle will ich einen kleinen detaillierten Einblick in das Facebook-Marketing ermöglichen, wie es in dem Buch zusammengefasst wird. In „Follow me!“ ist dieser Aspekt wesentlich detaillierter und umfangreicher beschrieben.

Facebook-Marketing:

Mein besonderes Interesse lag in der Neuauflage auf den Abschnitt über Facebook-Marketing, da Facebook seit seinem Auftritt im deutschsprachigen Bereich innerhalb kürzester Zeit eine unglaubliche Marktposition und Medienpräsenz erreicht hat. Mitte Mai hat das Unternehmen sogar den Weg an die Börse umgesetzt. Die Börsenblogger berichteten davon. Interessant ist facebook für mich, weil der Facebook-Nutzer überdurchschnittlich viel Zeit auf der Plattform verbringt. Hierbei handelt es sich um einen Raum, der seinen Usern viel Interaktivität und Dynamik ermöglicht.

Im Mobile-Marketing liegt bei Facebook noch viel Potenzial und wurde bisher noch wenig realisiert, dabei sind die Anwendungsmöglichkeiten sehr vielfältig. Neunetz.com berichtet beispielsweise vom unausgereizten Potenzial des Facebook-Phones.

Die Frage, welches sich das Marketing stellen muss, wenn ein Produkt / Dienstleistung etc. auf Facebook präsentiert werden soll, ist: „Wie schaffe ich es für die Zielgruppe interessant oder / und relevant zu sein und zu bleiben?“ Klickt ein User auf „Gefällt mir“, wird dieser User an das Unternehmen gebunden, aber auch seine Friends werden auf das Unternehmen aufmerksam.

Facebook-Seiten für Unternehmen sind offen für Suchmaschinen und nicht angemeldete User. Die Reichweite geht somit weit über die Facebook-Nutzer hinaus. Verstärkt wird die Suchmaschinenrelevanz der Seite noch dadurch, dass einige Suchmaschinen soziale Netzwerke in ihre Realtime Search aufgenommen haben.

  • Grundlagen:

Um eine Seite für ein Unternehmen anzulegen kann man entweder von einem Facebookprofil ausgehen oder ein Unternehmenskonto umsetzen. Bei dem Unternehmenskonto handelt es sich um eine abgespeckte Version eines Profils, welches an eine reale Person gebunden ist. Das persönliche Facebookprofil als Start für die Erstellung einer Unternehmensseite zu nehmen, darin verstehen die Autoren die bessere Wahl.  Ein Facebookprofil ist notwendig, um in Facebook aktiv zu werden und eigene Beiträge zu teilen, zu kommentieren, „Gefällt mir“ zu sagen, Gruppen zu gründen, etc… UND um erst einmal als Mensch und nicht gleich als Unternehmen aufzutreten. In Facebook-Gruppen sammeln sich User mit gemeinsamen Interesse. Hier kann man als Unternehmen seinen Kunden zuhören und etwas über deren Bedürfnisse und Motivationen erfahren. Sofern man als Unternehmen nicht zu werblich auftritt, können auch Fragen in den Gruppen seitens des Unternehmens gestellt werden.

Weiterhin weisen die Autoren daraufhin, dass ein Unternehmen „auf der Facebook-Seite […] seine Ziele definieren [sollte], die sie mit der Facebook-Seite erreichen wollen.“ (S.284) Ebenso sollte ein Unternehmen eigene bereits auf Facebook registrierte Mitarbeiter und Kollegen mit einbinden. Diese besitzen oft bereits schon Erfahrung im Umgang und Auftreten in Facebook, so dass die eigene Unternehmens-Seite von diesem Erfahrungswert profitieren kann und zudem ihren Mitarbeitern / Kollegen wahrnimmt und ihre Erfahrungen wertschätzt. Allerdings so verstehe ich und auch die Autoren nehmen die Position in ihrem Buch ein, sollte diese Mitarbeit immer auf Freiwilligkeit beruhen! In einem sogenannten Redaktionsteam können die einzelnen Mitarbeiter in einem eigenem Reiter vorgestellt werden. „Das wertet diese Person auf und nimmt sie in die Verantwortung.“ (S.284) In internen Unternehmenssitzungen sollten vorher die Regeln und die Inhalte miteinander besprochen werden. Auch Guidlines helfen beiden Seiten in der Kommunikation. Euroweb Blog hat ein mögliches Muster einer solchen Guideline zur Verfügung gestellt. PR-Blogger verweist ebenso auf diese Notwendigkeit. Das Blog von Michael Ehlers hat ein paar Social Media Richtlinien gesammelt. Besonders wertvoll finde ich Thomas Hutters Blog, in dem die rechtlichen und moralischen Hintergrundgedanken, wie bspw. über Social Media Richtlinien mit aufgenommen werden.  In dem Artikel „Formate von Social Media Guidelines“ und „Welche Konflikte können bei einer Nutzung eines Social Media Accounts von Firmen und Mitarbeitern entstehen?“ habe ich einzelne Aspekte schon einmal aufgearbeitet.

Wesentlichste Grundlage für ein erfolgreiches Social Media Marketing auf Facebook definieren beide Autoren in der Eigenschaft des Zuhörens. Dadurch erfährt das Unternehmen, wie die potenzielle Zielgruppe miteinander kommuniziert, was sie begeistert und was sie verstört.

  • Apps:

Ein weiterer Vorteil für Unternehmen ist die große Auswahl von Applikationen und Widgets, welche der eigenen Unternehmensseite zugefügt werden können. Allerdings warnen die Autoren Unternehmen davor, nur auf Applikationen zu setzen. Applikationen können zwar kurzzeitig die Interaktivität einer Facebook-Seite steigern, jedoch sollte Hauptaugenmerk auf die Qualität der Inhalte auf der Pinnwand liegen.

  • Fans:

Die Autoren greifen auch meine Erfahrung auf, dass die Fananzahlen allein kein Maßstab für den Social Media Erfolg bei Facebook eines Unternehmens eine Rolle spielen. Relevante Fans teilen den Inhalt der Facebook-Seite mit ihren Freunden. Um diesen Prozess zu unterstützen, sollten alle in Facebook aktiven Mitarbeiter / Kollegen Fans der Seite werden. Des Weiteren sollte die Facebook-Seite auch offline bekannt gemacht werden. Viele Kunden sind mittlerweile au Facebook vertreten. Wichtige Faktoren für die Weiterempfehlung einer Seite sind die laufend aktualisierten Inhalte und Neuigkeiten, eine lebendige Community und die persönliche Ansprache. (Quelle) Begegnen Unternehmen ihren Fans mit Werbung und Ignoranz ihrer Fragen wird die Seite schnell wieder verlassen. Eine Community erwartet Inhalte, die die Fans in irgendeiner Art und Weise anspricht, so beide Autoren. Mit der Mention-Funktion (Klammeraffen – @) innerhalb eines Pinnwandeintrages und direkt angehängten Namen, kann zu der entsprechenden Seite verlinkt und somit potenzielle neue Fans gefunden werden.

Online sollte die Facebook- Seite ebenso bekannt werden, in Form der E-Mail Signatur, Newsletter, Blogs, Websites etc… Vorteilhaft ist dann der Besitz einer sogenannten Vanity-URL, einer individuellen URL, wie wir es bspw. für https://www.facebook.com/geosurfenhttps://www.facebook.com/cache4kids und https://www.facebook.com/CityCache umgesetzt haben.

(mehr Hinweise in „Follow me!“) 😉

interessante Links:

– Marketing-Take-away: Zahlen: www.socialbakers.com

– Applikation Twitter: www.facebook.com/twitter

– Auswahl an Facebook-Apps: www.applosive.de 

– Social-Media-Guidelines: www.social-media-guidelines.com

– Vinity-URL: www.facebook.com/username

 

Welche Konflikte können bei einer Nutzung von Social Media Account von Firmen und Mitarbeitern entstehen?

Immer mehr Unternehmen verwenden Social Media Plattformen, um mit ihren Kunden, Kooperationspartnern und anderen in Kontakt zu bleiben. Unternehmen präsentieren sich beispielsweise auf Facebook und Twitter, indem Mitarbeiter über einen privaten Account kommunizieren.

Oft geschieht diese Kommunikation leider noch nicht in der gewünschten professionellen Form. Um diese Accounts zu pflegen, werden oft mehrere interessierte Mitarbeiter gewonnen, die für ihr Unternehmen die Schnittstelle nach „außen“ bilden. Was auf den ersten Blick in unseren Zeiten sehr normal wirkt, enthält jedoch sehr viel Zündstoff. Laut Computerbild handelt es sich um einen schmalen Grat, was der Mitarbeiter darf und nicht darf.
Stellt man sich mal vor, dass eines der „Gesichter des Unternehmens“ die Firma verlässt, können leicht mehrere hunderte Follower verloren gehen. Oft versuchen sich Unternehmen durch sogenannte Konkurrenzausschlussklauseln, die im Arbeitsvertrag unterzeichnet wurden, abzusichern. Das bedeutet: Der ehemalige Mitarbeiter darf eine bestimmte Zeit nicht in derselben Branche tätig sein, wenn er das Unternehmen wechselt.

Fundstück: Ein Mitarbeiter übergibt seine Kündigung mit musikalischer Begleitung und stellt das Video auf Youtube ein.

Wie kann ein Unternehmen damit umgehen?

Die wahrscheinlich simpelste Lösung bestände darin, dass diese Mitarbeiter eines Unternehmens, die über Social Media Accounts nach außen kommunizieren, keine privaten Accounts auf den jeweiligen Plattformen anlegen dürfen. Wie ich herausgefunden habe, handelt es sich hierbei jedoch um ein sittenwidriges Rechtsgeschäft, nach Paragraph 138 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).

Aus diesem Grunde versuchen Unternehmen Social-Media-Guidelines zu entwerfen, die meinen Beobachtungen nach aber überschaubare Halbwertzeiten aufweisen.

Des Weiteren kann ein Unternehmen einem motivierten Mitarbeiter kaum davon abhalten, über sein Unternehmen nach außen zu kommunizieren. Warum sollte er auch? PR von einem Mitarbeiter, der sich mit seinem Unternehmen identifiziert hat, ist sehr wertvoll.
Postet ein Mitarbeiter nun jedoch überwiegend über seine Arbeit und hat in seinem Profil auch noch seine Stellung in der Firma gelistet, entsteht bei den Lesern schnell der Eindruck, dass es sich bei diesem Social Media Account um einen offiziellen Account des Unternehmens handelt. In solchen Situationen wäre dann wohl das Gespräch mit dem Mitarbeiter zu suchen und ihn für diesen Sachverhalt zu sensibilisieren. Vielleicht kann dieser motivierte Mitarbeiter zusätzlich für die Pflege des offiziellen Social Media Accounts gewonnen werden, wo man dann in seinem Arbeitsvertrag zusätzlich festhalten kann, dass News über ein Unternehmen nur in dem offiziellen Social Media Account gepostet werden dürfen. Alles anderes könnte daraufhin als Vertragsbruch auslegen.

Um mögliche Konfliktsituationen zu vermeiden, sollten:

  1. Unternehmen über einen offiziellen Firmen-Account verfügen.
  2. in Gesprächen, Schulungen etc. Mitarbeiter eines Unternehmens für mögliche Konfliktsituationen im Umgang mit Social Media Accounts sensibilisieren.
  3. die Social Media Nutzung im Arbeitsvertrag festgeschrieben werden. Rechtlich ist diese Festschreibung jedoch nur für Angestellte, welche explizit für Social Media Aktivitäten eingestellt wurden, durchsetzbar. Allen anderen Angestellten darf die Organisation die Kommunikation nicht verbieten

In einer Blogsprechstunde informiert Carsten Ulbricht, Rechtsanwalt mit Social Media Spezialisierung beispielsweise auch, wem die Forenbeiträge in einem Forum gehören. Weiterhin informiert Carsten Ulbricht auf seinem Blog und Twitteraccount über weitere Herausforderungen der Unternehmen im Social Media Bereich.

Spielchen für Statistiker auf fanpages

In den letzten Tagen sind mir zwei Veränderungen auf Facebook aufgefallen. Dort, wo man früher auf fanpages die Anzahl der „Fans“ fand, können weitere statistische Spielereien gefunden werden.

  1. „… unterhalten sich darüber“
  2. „… waren hier“

In einem Screenshot habe ich beide zusätzlichen Felder hervorgehoben.

 

 

 

 

 

 

Statistikwert: „…. Unterhalten sich darüber“

Der Wert „… unterhalten sich darüber“ wird täglich aus den Interaktionen der letzten sieben Tage mit einer Seite berechnet (nicht nur auf der fanpage selbst). Kommentare, Beiträge, Likes, Checkins, Markierungen, geteilte Beiträge, Tagging, etc. werden bei dieser Bewertung berücksichtigt.

Dazu erklärt Facebook:

“Mit den neuen Statistiken für Seiten unterstreicht Facebook die Wichtigkeit von Seiten-Inhalten, die geteilt werden. (…) Facebook hat ein neues Statistik-Tool für Seiten eingeführt, mit dem alle Seiten auf Facebook (…) nun die Möglichkeit haben, wie nie zuvor den Wert von „sozialem Gefallen“ zu messen – und entsprechend zu agieren. Als Teil dieser Ankündigung wird der neue Indikator „Unterhalten sich darüber“ öffentlich sichtbar sein und auf jeder Seite unterhalb von „XX Personen gefällt das“ erscheinen.So wird angezeigt, wie viele Unterhaltungen sich um diese Marken- oder Unternehmensseite drehen.

(…) Zudem wird es Nutzern helfen, ein Gespür dafür zu entwickeln, wie relevant, engagiert und interessant eine Seite ist, wenn sie neue Seiten auf Facebook entdecken und sich mit ihnen verknüpfen.

Wenn Nutzern nun eine Seite gefällt, sie Statusmeldungen einer Marke kommentieren oder teilen, fließen all diese Aktivitäten in „Unterhalten sich darüber“ ein. Jede Aktivität, die als Geschichte in die Neuigkeiten der Freunde angezeigt werden kann, fließt in diese „Unterhaltungen“ mit ein. Dazu zählen also auch zum Beispiel Besuche, Markierungen, Fragen oder Veranstaltungen.

Ziel ist es, Marken zu zeigen, wie sie Menschen mehr Gelegenheiten anbieten können, sich über ihre Seite/Marke zu unterhalten. Wir glauben, dass dies der Schlüssel dazu ist, Markenbotschaften immer mehr Menschen nahe zu bringen.”

Ob es sich dabei tatsächlich um neue Zahlen handelt, bezweifele ich. Jeder Administrator einer fanpage konnte schon vorher die Statistiken, welche Interaktionen mit und auf der fanpage widergeben, einsehen. Nur jetzt sind diese Zahlen öffentlich. Allerdings finde ich diesen Schritt in die Öffentlichkeit begrüßenswert. Allzu ernst sollte man diese Zahlen jedoch nicht nehmen, sondern, wie all die anderen Informationen aus dem Web in seinen Zusammenhängen sehen, in denen sie eingebettet sind.

Meiner Meinung nach, sollten die neuen Statistikwerte als Spielerei verstanden werden, mit denen Gespräche und Interaktionen angeregt werden sollen. Ebenso fassen auch die Artikel zu diesem Thema auf dem Blog von Schwindt-PR und Internetwarriors (Sandra  Markert) ihre Erkenntnisse zusammen. Dennoch ist es für Seiten mit vielen Fans einfacher, für den neuen Wert eine höhere Zahl zu erreichen. Hier entsteht dann für neue Seiten oder Seiten mit wenigen Fans/Nutzern dasselbe Problem wie beim Edge Rank: Seiten die ohnehin schon gut laufen, werden vor kleineren Seiten bevorzugt…

“Diese Neuerung wird Marketing-Experten und Seiten-Administratoren dabei helfen zu verstehen, wie sie mit ihren Inhalten zu noch mehr Interaktion und zum Teilen aufrufen können und somit auch eine höhere Reichweite für ihre Botschaften auf Facebook erzielen.”

so Facebook.

Die Anzeige der Interaktionsrate bringt eine Reihe von Vorteilen für Fanpage-Betreiber und für Fans:

  • Es ist leicht erkennbar, wenn „Gefällt mir“ – Zahlen z.B. durch Gewinnspiele künstlich gepusht wurden und eine Seite in Wahrheit eher uninteressant ist
  • Interessante Seiten sind über das Verhältnis Fans: Interaktionsrate nun deutlich leichter zu identifizieren.
  • Für Fanpage Betreiber steht mit der Neuerung ein zusätzliches Statistiktool bereit, das hilft die eigenen Kampagnen besser zu optimieren. (Matthias Gläßner auf Seitenreport)

Ich habe einige fanpages aus dem deutschsprachigen Raum, bezüglich dieses neuen Interaktionswertes, miteinander verglichen. (Stand: 20.10.2011 – 10:00 Uhr) In dem Interaktionsquotienten wird nachfolgend nur der Statistikwert „… unterhalten sich darüber“ berücksichtigt.

fanpage

Fans

Unterhalten sich darüber

Interaktion

Waren hier

Radio 1 18.873 1.499 7,9 % 29
Dritte Generation Ostdeutschand 689 54 7,8 %
L-iz 3.210 68 2,1 %
bpb 8.759 198 2,3 % 7
LVZ-Online 3.026 666 2,2 %
Chaussee der Enthusiasten 1.891 27 1,4 %
Kreatives Leipzig 1.942 135 7 %
Medienpädagogik Praxis-Blog 1.341 158 11,8 %
FAZ.NET – Frankfurter Allgemeine Zeitung 28.564 1.251 4,4 % 86
ZDF heute 87.915 2.150 2,4 % 13
XtraX Undergroundfashion 6.702 408 6,1 %
Zoo Leipzig 15.073 819 5,4 % 7.574 (50,2 %)

Bei einem Vergleich der Zahlen fällt besonders das Medienpädagogik Praxis-Blog auf. Mit einer hohen Interaktionsrate von 11,8 % scheint die fanpage ihre Fans mit regelmäßigen Postings zu Interaktionen anzuregen. Die fanpage der Chaussee der Enthusiasten hingegen beherbergt hingegen viele „Karteileichen“, die sich nicht an den Interaktionen beteiligen. Wie die unterschiedlichen Interaktionsarten miteinander zu einer aussagekräftigen Zahl zu kombinieren, wäre spannend. Wenn man sich den Interaktionswert der fanpage des Zoos-Leipzig betrachtet, der ausschließlich aus der Zahl „… unterhalten sich darüber“ errechnet wurde und mit dem Interaktionswert „… waren hier“ vergleicht, wird deutlich, dass die „Statistikmaske“ abgewogen werden muss.

Auch wenn diese Statistikzahlen nicht überbewertet werden sollten, die Interaktionen könnten beispielsweise auf der eigenen angebotenen Website, als über Facebook, stattfinden, stellen die Zahlen Tendenzen dar, die etwas über die Qualität der fanpage andeuten können. Statistikzahlen sind spannend und interessant, laden sie einen doch zum interpretieren und jonglieren ein, wie es Christian Spannagel, immer mal wieder auf seinem Blog, wie beispielsweise in seinem Artikel „Geburtenzahlen in Schwetzingen“ heraushebt.

Statistikwert: „… waren hier“

Auf die Anzeige „… waren hier“ bin ich auf meiner Reise nach Karlsruhe (dazu folgender Blogartikel) aufmerksam geworden. Mein Anschlusszug nach Karlsruhe, sollte mit einer Verspätung  von 20 Minuten, in den Hauptbahnhof von Frankfurt / Main eintreffen. Nur wie sollte ich mir die Zeit bis dahin vertreiben? Sollte ich tatsächlich mein sicheres Fleckchen am Bahnsteig aufgeben, um noch einmal den Versuch nach einem Kaffee zu starten? Nur Minuten vorher, hatte mich der Verkäufer, nachdem ich ihm meinen Wunsch mitgeteilt hatte, übersehen.

Ich beschloss, mich ein wenig mehr mit meinem Handy auseinanderzusetzen. Auf Facebook wollte ich mich im Hauptbahnhof Frankfurt / Main markieren und bin dabei überraschend auf die Anzeige „… waren hier“ gestoßen. Verblüfft war ich auch darüber, dass mir das genaue Datum von Freunden und diesem Aufenthaltsort angezeigt wurde. (Ein Grund mehr in der Wahl seiner Freunde vorsichtig zu sein, sonst könnte das hier mit euch geschehen.)

Die Anzahl der Besucher der fanpage, die über ihr mobiles Smartphone angegeben haben, dass sie sich tatsächlich an diesem Ort befinden, wird angezeigt. Das funktioniert aber nur, wenn die Seite als Ort angegeben wurde.

Abschalten lassen sich sie beide Statistikwerte nicht.

 

Social Games auf Facebook sind für Kinder nicht geeignet!

Einblick in meine Erfahrungen mit Social Games:

Über einen längeren Zeitraum setze ich mich im Zusammenhang mit meinem Forschungsprojekt mit den webbasierten Spielewelten auseinander. Woher dieses Interesse kommt? Wahrscheinlich wurde es von den vielen Hypes rund um die Social Games auf Facebook ausgelöst. Die ersten Monate hatte ich noch sehr aktiv mitgespielt. Langsam lässt das Interesse jedoch mehr und mehr nach. Für mich allein ist es nicht mehr interessant, ob ich meine Felder rechtzeitig ernte oder ob der zu erwartende Gewinn auf den virtuellen Feldern langsam aber stetig verrottet. Vor allem fällt mir immer auf, wie viel Zeit ich in das virtuelle Bewirtschaften stecke, die ich in andere Aktivitäten viel sinnvoller einsetzen könnte. Dabei geht es mir nicht darum, von einer produktiven Tätigkeit zur nächsten zu hasten. Mir ist der Wert des aktiven Entspannens durchaus bewusst (Aristoteles bezeichnet die Muße „scholḗ“ nicht als Untätigkeit, sondern als Bedingung all‘ derjenigen Tätigkeiten, die nicht in der Hast gelingen können, weil sie der Sammlung und Besinnung bedürfen, und um ihrer selbst vollzogen werden). Verlasse ich jedoch das Spiel mit einer negativen Emotion, kann ich für mich behaupten, dass  dieses Spiel für mich nicht die anstrebenswerte Freizeitgestaltung ist. Farmville zu verlassen, habe ich dennoch nicht vor, da ich den Aspekt des gemeinsamen Bewirtschaftens (des partizipativen Spielanteils) zum aktuellen Zeitpunkt zu mindestens faszinierend finde.

Social Games, wie sie auf Facebook zu finden sind, gehören nicht in Kinderhand:

Letztendlich hat mich der Artikel „Tipps zum sicheren Umgang mit Farmville & Co.- Kooperation mit saferinternet.at“ auf klicksafe.de zum Schreiben diesen Artikels motiviert (saferinternet.at). Da auch ich mich mittlerweile mit der „Brille: webbasierte  Perspektiven für die Förderung von Bildung bei Kindern und Jugendlichen“ durch das Web bewege, habe ich mich in den letzten Wochen mit den verschiedenen Social Games auseinander gesetzt.

Trotz langwieriger Recherche, habe ich dennoch seit ein paar Wochen keinen Artikel über die Social Games, die sich auf Facebook befinden, geschrieben. Der Gedanke, Social Games auf Facebook mit Kindern zu verbinden, war für mich letztendlich nicht logisch. Facebook sollte für Kinder (vor allem webunerfahrenen Kindern) tabu sein. Warum sollte ich also einen Artikel schreiben, indem ich zwei Themen zusammenbringe, die sich nicht so einfach miteinander verbinden dürfen? Umso überraschter war ich, als ich heute Morgen den bereits erwähnten Artikel auf Klicksafe.de entdeckt hatte, in dem Kindern Tipps zum sicheren Umgang mit Social Games auf Facebook gegeben werden. Für mich gehören beide Themenbereiche immer noch nicht zusammen und ich bin einerseits enttäuscht, dass Klicksafe.de nicht auf diesen Umstand hinweist, andererseits habe ich dennoch die Notwendigkeit dieser Verhaltensorientierung erkannt. Kinder richten in der Regel ihr Surfverhalten nicht danach aus, was für diese Zielgruppe verhältnismäßig ist und was nicht.

1. Gefahr durch die Struktur von Social Games

Besonders aufgefallen ist mir, dass es sich bei den Social Games in der Regel um vordergründig kostenlose Spiele handelt. Schnell und fast unbemerkt wird dem Spieler dabei das Gefühl vermittelt, dass seine spielinternen Fortschritte zu langsam sind und er durch den Zukauf nur kommerziell erhältlicher Güter/Tiere etc. sein Spiel attraktiver gestalten kann und somit mehr in der Wahrnehmung seiner Freunde aufsteigt. Die Währung in diesen Spielen heißt ebenso wie in anderen Teilen des Social Webs: Aufmerksamkeit. Wer eine besonders große Spielfläche (bspw. in Form eines Grundstücks) oder seltene Tiere in seinem Zoo halten kann etc. ist sich der Aufmerksamkeit seiner Freunde sicher. Zudem sammeln Kinder gerne. Für die Spielehersteller handelt es sich um ein lukratives Geschäftsmodell mit kostenfreier Einstiegsoption.

Mit zunehmendem Alter lernen Kinder komplexe Emotionen. Die Entwicklung von selbst bezogenen und sozialen Emotionen setzen gewisse kognitive Entwicklungen und ein differenziertes Emotionsverständnis voraus (Wertfein, 2006). So sind Kinder ab etwa sieben Jahren stolz darauf, wenn sie gelobt werden. Ab etwa acht Jahren können Kinder bereits erste Vergleichsmaßstäbe, die das eigene Handeln und damit die Fähigkeit eigener Leistungen eigenständig einzuschätzen, entwickeln.  Erkennen Kinder, in welchen Situationen welche Gefühle in ihnen ausgelöst werden, entwickeln sie allmählich auch ein Verständnis für die Emotionen anderer. Beobachtet ein Kind Anerkennung durch andere Kinder, weil der eine Spieler ein seltenes (nur mit realem Geld zu kaufendes) Tier in eigenem virtuellem Zoo besitzt, so ist es bemüht dieselbe Aufmerksamkeit für sich heranzuziehen, um Anerkennung zu erfahren und Teil dieser Gruppe zu werden. Befinden sich Kinder in dieser Entwicklungsstufe ist die Gefahr groß, dass sie sich den kommerziellen Angeboten bedienen, die die Spielehersteller für die Spieler bereitstellen.

Begegnen könnte man dieser Gefahr durch strukturelle Veränderungen von Social Game–Formaten, allerdings mit dem Nachteil weniger Einnahmen durch den Spielehersteller. Im Sinne der Kinder ist es dennoch förderlich die quantitativen Merkmale durch qualitative zu ersetzen. Nicht die Masse der sogenannten Freunde bringt den einzelnen Spieler im Spiel voran, sondern die Qualität der Hilfe der Freunde bzw. Spielerverbänden. Beispielsweise können Spielerkooperationen besonders seltene Artefakte/Güter/Tiere für ihr Grundstück erhalten. Die kommerziellen Links müssten natürlich vollständig aus diesem Spiel verschwinden. Zudem müsste man sich Gedanken über den Spielfaktor „Zeit“ machen. Kinder sollten nicht durch äußere Anreize, bspw. der Notwendigkeit ein Feld abzuernten, zu ständigem Internetkonsum angeregt werden.

2. Gefahr durch fehlerhafte Inhaltsvermittlung von Social Games

Interessant ist ebenso, dass die Vermittlung von Inhalten wenig bzw. gar nicht stattfinden. In der nachfolgenden Grafik (Zoo Paradise) wird beispielsweise eine nicht artgerechte Tierhaltung veranschaulicht. Zebras mit Pinguinen zusammen zu halten bzw. Eisbären mit Raubkatzen in ein Gehege zu sperren, entspricht nicht einer artgerechten Haltung.

Auch Tierarten, die der Fantasie und den Märchen entspringen, entsprechen keiner realistischen Abbildung eines Zoos, wie beispielsweise Dinosaurier, feuerspeiende Drachen und Einhörner (gesehen bei Zoo World).

Um dieser Herausforderung zielgruppengerecht zu begegnen, könnten sich die Inhalte an die natürlichen Lebensverhältnisse der Abbildung orientieren. Wobei die dargestellten Inhalte zielgruppengerecht adressiert werden sollten. Was passiert beispielsweise, wenn man einen Löwen und eine Gazelle in ein gemeinsames Gehege sperrt?