Sree Sreenivasan: Interviewreihe (Hochschulen der Zukunft)

In den letzten Wochen und den nächsten Wochen, habe ich und werde ich sehr interessante Persönlichkeiten zum Thema, wie könnten Hochschulen zukünftig aufgestellt sein, interviewen. Erste Eindrücke der Interviews gehen in ihrer Vielfalt mit dem Verlauf der Zeit gerne verloren. Um diesem entgegen zu wirken, versuche ich diese über meinen persönlichen Blog zu bewahren.

Erinnerung: Abenteuer bei der Locationsuche

Eine gute halbe Stunde standen wir vor dem Lower East Side Tenement Museum in Manhattan/New York und versuchten einen Raum für das später anstehende Interview zu organisieren. Ganz spontan! Trotz aller Gastfreundlichkeit war dieser Ansatz dann

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Interview mit Sree Sreenivasan am 15.12.2017 / New York

doch zu spontan! Gerne hätte man uns unterstützt, zumal unser nächster Interviewpartner hier einen Mittagstermin mit der Geschäftsführung hatte. Jedoch war in diesem Museum jedes Büro; jede freie Räumlichkeit an diesem Morgen vergeben. Mehrere Schulklassen wurden erwartet. Laute und entdeckende Kinderstimmen waren dann im Museum nicht mehr zu überhören. Eine ruhige Ecke für unser Interview schien es in diesem Museum nicht mehr zu geben. Darüber war ich erstaunt und freute mich auf der anderen Seite. Erstaunt war ich, weil man in diesem Museum laut sein durfte. Ich beneidete ein wenig die kleinen Besucher. Ich hatte Museen in meiner Kindheit oft als Orte der Stille wahrgenommen.

 

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Sreenshot / Google Maps

Einen Tag vorher waren wir schon einmal vor Ort gewesen und hatten uns die Umgebung angesehen. Unser Interviewpartner hatte uns wenige Tage vorher gebeten nach einer geeigneten Location für das Interview Ausschau zu halten. Ich fand diese Bitte abenteuerlich und herausfordernd! Uns blieb aber keine andere Wahl! Einem von uns fiel auf, dass sich in der Nähe das Goethe Institut befand. Normalerweise unterstützte das Goethe Institut Anliegen der FernUni in Hagen, wenn da nicht die Kooperation nur wenige Wochen vorher aufgelöst worden wäre und wenn das Interview nicht an einem Morgen stattgefunden hätte!

 

So blieben uns nur noch die Kaffees. In Deutschland hatte ich mit diesen Orten gute Erfahrungen gemacht, hier in New York hatte ich den Eindruck, waren alle (guten) Kaffees eng, laut und immer sehr gut gefüllt! Glücklicherweise befand sich noch ein Hotel vor dem Museum. Die Lobby war ruhig und hätte sich für unser Interview eignen können. Ein kurzes Gespräch mit dem Geschäftsführer offenbarte jedoch, dass er keine Videoaufnahmen von diesem Ort wünschte, dennoch bot er uns an das Interview per Audio aufzunehmen. Immerhin, wir freuten uns doch irgendwie darüber.

Denn die winterliche New York Kälte fraß sich langsam durch meine Stiefel und den zwei Paar Socken hindurch.

Begegnung:

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Interview mit Sree Sreenivasan im „New York Street Style“ am 15.12.2017

Unser Interviewpartner, Sree Sreenivasan, erzählte uns bei seiner Ankunft, dass er sich ein wenig verfahren hatte. Ich war überrascht und schmunzelte, als er seine Geschichte erzählte. Lebte er doch schon viele Jahre in New York und auch er stieg in die falsche Subway ein und bemerkte es dank Kopfhörer und dem Blick auf dem Handy erst, als das Tageslicht für ihn gefühlt zu früh auf der Fahrt auftauchte (ähnliche Situationen kennen wohl einige ;)).  Auch hierbei handelt es sich um ein Aspekt der Digitalisierung und genau darum sollte unser Interview gehen. Wir wollen/wollten von Personen wissen, welche Erfahrung sie mit der Digitalisierung in der Hochschulbildung gemacht haben.

Wir berichteten ihm hingegen von unserem Abenteuer nach der Suche einer ruhigen Location. Erstaunlich gelassen nahm er die Umstände an und meinte, dass er eine kurze Zusammenfassung im „New York Street Style“ auf der Straße einsprechen konnte. Ich fand den Begriff „New York Street Style“ auf der Stelle sympathisch. Für mich bedeutete er in diesem Moment Flexibilität, Spontanität und Unkompliziertheit.

zur Person:

Sree Sreenivasan arbeitet heute freiberuflich als Digital & social strategist in der ganzen Welt.

Er verfügt über Erfahrungen als Chief Digital Officer (CDO) beim New York Governement, dem Metropolitan Museum of Art und der Columbia University. Zudem lehrte er an der Columbia University Graduate School of Journalism.

Er ist auf vielen Social Media Kanälen sehr präsent und es war spannend für mich, ihm bereits vor dem Interview zu folgen und von ihm zu lernen.

aus dem Interview nehme ich mit:

Sree Sreenivasan stellt eindringlich und deutlich heraus, dass Hochschulen ihrer Zielgruppe zuhören müssen, indem, was diese benötigen. Er prangert an, dass die Studierenden Inhalte lernen, die sie nur selten bis nie gebrauchen können. Oft befinden sich diese auf einer hohen abstrakten und theoretischen Ebene, welche aber nur ein Bruchteil von Studierenden jemals einsetzen wird.

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Selfie mit Sree Sreenivasan am 15.12.2017 / New York

Er fordert, dass Hochschulen bzw. Ausbildungsinstitutionen dazu auf, die bestgeeignesten Personen in das Lehrkonzept zu integrieren. Als Befürworter von blended learning Konzepten wäre dies für ihn bspw. folgendermaßen möglich. Die besten Personen können durch online Elemente von jedem Ort aus ihre Inhalte transportieren und in einer kleineren Runde vor Ort kann sich der Lernende mit den Inhalten konkret mit einer kleineren Anzahl von Interessierten auseinandersetzen. Sree Sreenivasan bezeichnete dies als magischen Moment, in dem etwas eigenes und vorher nicht Geplantes ausgelöst werden kann. Interessant fand ich seinen Vergleich mit einem Gemälde, das man sich über Internet und/oder in einem Museum mit anderen Besuchern ansehen kann. Den Austausch mit anderen vor Ort bezeichnete er als einen Moment, in dem „magic happen“.

 

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Charles Fadel: Interviewreihe (Hochschulen der Zukunft)

In den letzten Wochen und den nächsten Wochen, habe ich und werde ich sehr interessante Persönlichkeiten zum Thema, wie könnten Hochschulen zukünftig aufgestellt sein, interviewen. Erste Eindrücke der Interviews gehen in ihrer Vielfalt mit dem Verlauf der Zeit gerne verloren. Um diesem entgegen zu wirken, versuche ich diese über meinen persönlichen Blog zu bewahren.

Schnee lag auf den Straßen in Boston, als wir uns an diesem Morgen nach Harvard aufmachten. Ich war neugierig auf diese altehrwürdige Universität und wollte wissen, wie es sich anfühlt meine Füße auf dieses sagenumwobende berühmte Gelände zu setzen.

Der Regen setzte mit unserer Ankunft auf den Campus ein und ich musste mir eingestehen, dass mich der „Spirit“ zwischen und in den Häusern viel mehr interessierte, als der Campus selbst. Dieser war aber aufgrund des Regens und meines Beobachterstatus nicht mal in ein bis drei Stunden zu erfahren.

Aufmerksam war ich durch Jöran auf Charles Fadel geworden, als er im September 2017 das Buch „Vier Dimensionen der Bildung“ in Hamburg vorstellte (Blogartikel). Anfangs war ich etwas skeptisch. Mein erster Verdacht war, dass Charles Fadel vielleicht zu nah an der Schule und zu weit weg von den Universitäten war. Ein wenig Recherche zeigte, dass er für unsere Fragestellung nach den Hochschulen der Zukunft, die ich mit meinem Kollegen an der FernUniversität in Hagen verfolge, sehr interessant war. Er bietet für Studierende selbst Kurse an und leitet das Center for Curriculum Redesign. Die Kontaktaufnahme gestaltete sich zu meiner Überraschung sehr unkompliziert und innerhalb eines Tages hatten wir einen Termin und einen Ort für ein gemeinsames Treffen ausgemacht.

Interview mit Charles Fadel

Interview mit Charles Fadel, 12.12.2017 in der Gutman Library Harvard Graduate School of Education

Der Treffpunkt war ein wenig abseits des Hauptcampus von Harvard und die Gutman Library sah von Außen gar nicht so beeindruckend und einladend aus. Allerdings offenbarte sie von Innen einen einladenden und kreativen Coworking Space.

Unkompliziert suchten wir einen Raum, der unseren Ansprüchen nach einer Video- und Tonaufnahme halbwegs gerecht werden konnte. Zukünftig sollten wir uns aber vielleicht lieber informieren, ob man einen Raum mieten kann. Offene und kreative Räume stellten sich auf unserer Interviewreise nicht selten als schwierige Räume für Video- und Tonaufnahmen heraus. Auffällig war für mich, dass wir viele Interviews trotz interessanter Kulisse oft vor einer weißen Wand führen mussten. Eine transportabler Greenscreen wäre vielleicht in Zukunft eine Alternative?

Folgende drei Aspekte sind für Charles Fadel in der zukünftigen Bildung (unser Fokus lag auf den Universitäten) wichtig:

  1. Aspekt: motivation factor
    • Die Motivation muss aus den Mitarbeitenden (Forschenden/Lehrenden/etc.) selbst herauskommen. Insbesondere Forschende sollten über ein starkes Eigeninteresse verfügen, sich über Projekte weltweit mit anderen Forschenden/peer groups zu vernetzen und mit- und voneinander zu lernen.
    • Universitäten sind nicht dazu angehalten zwanghaft alle ihre eigenen Mitarbeitenden mitzunehmen. Die Weiterentwicklung der eigenen Mitarbeitenden erfolgt im jeweils unterschiedlichen individuellen Tempo.  Hierbei handelt es sich um eine Frage der persönlichen Initiative. Selbst in Harvard ist man unterschiedlich weit in der Umsetzung der Digitalisierung.  Charles Fadel rät mit den Early Adopter (20%) anzufangen zusammen zu arbeiten, der Rest kommt von selbst nach.
  2. Aspekt: connecting factor
    • Es ist vorteilhaft, wenn Universitäten Ressourcen miteinander teilen. Charles Fadel versteht dies jedoch nicht unbedingt als notwendig, dennoch sieht er klare Vorteile darin, gemeinsam Ressourcen zu nutzen. Des Weiteren berücksichtige ich bei dieser Aussage, dass er an einer der Universitäten lehrt, die wahrscheinlich über weitrechende Mittel verfügt und sich daher in einer sehr exklusiven Lage befindet. Dennoch fördert die Harvard University zusammen mit dem MIT (beide sitzen in Boston) Studierende in gemeinsam finanzierten/organisierten Programmen.
    • Charles Fadel bedauert, dass viele Fakultäten in ihren „eigenen Silos verbleiben“. Studierende und die Universitätsadministration sind aufgefordert diese Silos aufzubrechen. Studierende sollten diesen Aufbruch viel mehr einfordern und die Administration diesen Aufbruch viel mehr unterstützen.
  3. Aspekt: „holy gray aspect“ of technology for education
    • In einer Dekade der Algorithmen erwartet man in der Bildung eine unendliche hohe Anzahl an Möglichkeiten, wie unsere Lernweisen durch intelligente Algorithmen verbessert werden können. So existieren bspw. Ansätze eines intelligenten Tutors. Aktuell wird die Frage wie wir zukünftig lernen, begleitet von der Frage, was wir zukünftig lernen sollten. Studierende benötigen “What we need to test for is Transfer – the ability to use something we have learned in a completely different context. This has always been the goal of an Education, but now algorithms will allow us to focus on that goal even more, by ‘flipping the curriculum’.” (The Global Search for Education: Knowledge in the Age of AI, 3.12.2017) In der Konsequenz, was wie gelernt werden muss, sollten sich die Fakultäten danach orientieren, was die Studierenden benötigen!
    • Bildung sollte von jedem Interessierten eingefordert werden können. Die Digitalisierung hilft dabei, diesen Prozess und den Zugang so einfach, wie möglich zu gestalten. Aus der Perspektive der USA wird der Zugang zu preiswerter Bildung noch einmal notwendiger, als in Deutschland. Allein die Studiengebühren sind im Vergleich zu Deutschland recht hoch (Quelle: Education in USA) Anhand eines Beispiels veranschaulicht Charles Fadel einen einfachen Zugang mit der Unterstützung digitaler Elemente: Die Installation einer Kamera und eines Mikrofons im Klassenraum unterstützt den preiswerten Zugang, da diese Anschaffungen nicht mit hohen Kosten verbunden sind. Ist beispielsweise der Weg zum Klassenraum durch Schnee und Eis zu gefährlich, könnte man sich von zu Hause dazu schalten. Aber auch insbesondere Studierende, die entweder nicht vor Ort wohnen oder über die finanziellen Mittel für ein Studium vor Ort verfügen, können somit auf Bildungsinhalte zugreifen. Fadel verweist damit indirekt auf das von edX entwickelte Kurskonzept des MIT’s des MicroMasters, über das ein Teil der Lehre zu einem geringeren Preis von der Ferne aus absolviert werden kann. Insgesamt können über das blended learning Konzept des MicroMasters die Studiengebühren gesenkt werden und man verwendet die Wartezeit bis man einen Platz für das Studium am MIT erhält sinnvoll, da der MicroMaster über edX als reguläre Studienleistung anerkannt wird.

Die drei Askepkte sind nicht immer eindeutig zu trennen und bedingen sich in einigen Erscheinungen. Zudem versteht Charles Fadel, dass die Digitalisierung keine Fragen der Kosten ist. Sondern versteht darunter eher eine Frage der Öffnung bzw. Skalierung! Auf unseren Weg, auf dem sich die Hochschulen in Deutschland in ihrem Digitalisierungsprozess befinden, gibt er uns mit: Ignoriert Barrieren! Macht einfach und reagiert erst auf Probleme , wenn sie eingetreten sind.

 

Fernstudium im digitalen Zeitalter – ein Bildungsformat im Wandel! Wie könnte sich dieser Wandel gestalten?

Viele Merkmale, die Kennzeichnen von Netzwerken sind, sind keine Folge der Digitalisierung. Jedoch beschleunigt die digitale Technologie einige Merkmale von Netzwerken. (Janowitz 2015, Stalder 2017, Weber 2012, Castells 2002) Teilweise empfinde ich es schwer Digitalisierung und Netzwerke unabhängig voneinander zu betrachten. Dennoch sollte auf den Entwicklungsstrang verwiesen werden, um die Unabhängigkeit und Beeinflussung zwischen diesen beiden Clustern besser verstehen zu können.

Auf beide Begrifflichkeiten, Netzwerk und Digitalisierung, wird in diesem Blogbeitrag eingegangen und konkret auf das FernUniCamp bezogen

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Poster vorgestellt auf DGWF: Jahrestagung der AG-F 2017 in Berlin 06/2017

 

Unter dem Begriff des #vernetzten Individualismus kann eine personalisierte Vergemeinschaftung verstanden werden. Für personalisierte Verbindungen wurde der Begriff #consociality gewählt. Über Erlebnisse, Interessen, Neigungen, bzw. allgemeine Merkmale teilen verschiedene Individuen Merkmale miteinander. Die Möglichkeit, sich darüber zu verbinden oder auch verbunden zu werden ergeben ganz neue Perspektiven. Die forcierten Vernetzungsoptionen erlaubt dem Einzelne komplexere Identitäten auszubilden, die abhängig von Leidenschaft, Überzeugungen, Lebensstile, berufliche Interessen sind. Vernetzte Individuen pflegen partielle Mitgliedschaften in vielen

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Vernetzung von Studierenden und Mitarbeitenden der FernUniversität in konkreten Projekten

Netzwerken oder sozialen Gruppen und sind weniger auf eine ständige Mitgliedschaft in einer etablierten Gruppe angewiesen. In vielen Lebensbereichen und sozialen Umgebungen verschwimmen die Grenzen untereinander. Damit einher gehen neue Erwartungen und Realitäten in Bezug auf Transparenz, Verfügbarkeit und Privatsphäre der Menschen.  Der Diversitätscharakter wird durch den vernetzten Individualismus ausgeprägter und betont.

„Moving among relationships and mileus, networked individuals can fashion their own complex identities depending on their passions, beliefs, lifestyles, professional associations, work interests, hobbies, or any number of other personal characteristics (Rainie & Wellmann, S. 15)“

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„space of flow“ – Kurz-Video Produktion für Instagram (Fotocommunity)

In den digitalen Medien wird beispielsweise das social tagging, einer freien Verschlagwortung mit „consocial“ verbunden. Die bei diesem Prozess erstellten Sammlungen von Schlagwörtern werden Folksonomien genannt. Eine solche Verschlagwortung entfaltet sich auf Twitter unter einem #hashtag.

Der vernetzte Individualismus ermöglicht es einzelnen Individuen eine größere Öffentlichkeit zu erreichen. Durch Technologien wird der vernetzte Individualismus forciert und verbindet die Personen direkt miteinander, anstatt, wie bisher über Institutionen oder anderen statisch angelegten Orten (Wellmann 2002). Zudem erhöhen digitale Technologie die Zugangsmöglichkeiten und die Wahlmöglichkeit ganz

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360° Umgebung des Veranstaltungsortes (holobuilder.com)

unterschiedlich ausgeprägter Netzwerke für den Einzelnen. Hierbei handelt es sich um Orte, zu Begegnungen und zum Austausch motivieren, sogenannte  #spaces of flow. Das Internet spielt dabei eine bedeutende Rolle. Vernetzte Individuen werden durch das Internet ermächtigt, ihre Vision und Stimme dem erweiterten Publikum vorzustellen und sie zu einem Teil ihrer sozialen Welt einzuladen. Die Linien zwischen Kommunikation, Information und Handlung verschwimmen dabei zunehmend, da vernetzte Personen das Internet, Mobiltelefone und soziale Netzwerke nutzen, um sofort Informationen zu erhalten und darauf zu reagieren. Weniger formal ausgeprägte Interaktionen, Peer-to-Peer Beziehungen und die Involvierung in konkrete Projekte (#Lernen an konkreten Projekten) unterstützen den Prozess des vernetzten Individualismus und ermöglichen auf diese Weise einen #kollaborativen und dezentralen Austausch. #Experimentell werden dafür immer mal wieder neue #Dienste und Plattformen, bzw. neue Technologien eingesetzt, wie bspw. die Einbindung von 360° Umgebungen zum FernUniCamp 2016, um den Veranstaltungsort bzgl. der Orientierung vorzustellen. Bewährte Konzepte, wie zum Beispiel der Blog zum FernUniCamp setzen sich über die Zeit in Form von #Educational User Experience durch.

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Mitbestimmung durch Sessiongestaltung

In einer vom vernetzten Individualismus geprägten Gesellschaft, die mit weniger Hierarchie verbunden ist, und mehr Information und lockerer Beziehungen die Netzwerke prägen, gibt es größere Unsicherheit als je zuvor (Lee Rainie und Barry Wellman, 2012). Vernetzter Individualismus bedeutet ein mehr an offenen sozialen Systemen und weniger geschlossene soziale Systeme. Teilnehmende vor Ort konnten über die Inhalte der Sessions mitbestimmen und Teilnehmende von Außen konnten diese Inhalte mitdiskutieren, womit eine #offene und partizipative Gestaltung unterstützt wurde. Unter Berücksichtigung von mobilen Formaten oder Impulsen aus dem Netzwerk bewegen sich die Teilnehmenden vorwiegend #spontan und allgegenwärtig.