Etherpads für Gruppenarbeitsphasen

Christian Spannagel bloggt über seine Erfahrungen im Umgang mit Etherpads als Strukturierungswerkzeug in der Lehre und welche weiteren Vorteile damit einhergehen können.

Lesenswert!! (deswegen teile ich ihn ja auch ;))

cspannagel, dunkelmunkel & friends

Fazit: Etherpads sind ein unglaublich nützliches Werkzeug für die Strukturierung von Gruppenarbeiten in einem Seminar. Man spart damit Zeit für bei den Phasenwechseln – und gewonnene Zeit kann wiederum für inhaltliche Aktivitäten verwendet werden.

Nach Gruppenarbeitsphasen in Lehrveranstaltungen entsteht immer wieder die Schwierigkeit, die Gruppenergebnisse im Plenum effizient zu besprechen. Dabei kann viel Zeit verloren gehen, etwa wenn eine Gruppe ihre Ergebnisse an die Tafel schreibt oder wenn USB-Sticks zum Dozentenrechner getragen werden, um ein digitales Ergebnis zu präsentieren. Außerdem bekommen die Teilnehmer*innen oftmals nicht alle Gruppenergebnisse zu sehen, sondern nur einige wenige – für die Präsentation aller Ergebnisse ist kaum Zeit.

Neben der Möglichkeit, Digitalfotos zu erstellen, sind Etherpads ein tolles Werkzeug, um Gruppenarbeitsphasen effektiver zu gestalten, insbesondere dann, wenn die Gruppenergebnisse Texte oder Textfragmente sind, und wenn die Gruppen unterschiedliche Inhalte bearbeiten und am Ende der Arbeitsphase alles zusammengetragen werden soll.

Beispiel: In meinem Informatikdidaktikseminar sollen sich…

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Ein Sonntag im Juni: #12von12

Wie die Zeit verfliegt … Es ist schon wieder der 12. in einem Monat! Was das heißt? Wenn ich das Glück habe, dann komme ich am Ende diesen Tages auf 12 Bilder, die meinen heutigen Alltag charakterisieren, zumindest den Alltag an diesem einen Tag. Angefangen habe ich damit im Januar diesen Jahres (#12von12 im Januar 2016) und ich muss gestehen, dass es mir nicht gelungen ist jeden Monat am Abend des 12. 12 Bilder vorzeigen zu können. Aber diesmal im Juni 🙂

Der Sonntag beginnt still. Leise tröpfeln feine Regentropfen auf dem Schirm ihr eigenes Lied, das immer mal wieder sein Tempo wechselt. Ich lausche ihrem Rhythmus und genieße die frühen Morgenstunden an denen noch kaum ein Mensch auf der Straße ist und die Gedanken noch frisch sind. Humorvoll und bunt begegnet er mir in den nächsten Schritten und ich freue mich, dieses bunte und lebenslustige Arrangement entdecken zu dürfen.

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#1von12 / Juni 2016

Die Regentropfen spielen eine sanfte Melodie, als ich den Stadtteil von Aachen betrete, in dem sich wohl die größte Anhäufung von Thermalquellen befindet, für die schon einst die Römer nach Aachen gekommen waren. Heute findet sich hier eine große Dichte an Kurgästen wieder. Und an Tagen in den die Regentropfen die Luft nicht rein waschen, kann der Besucher an einigen Stellen schwefelstoffhaltige Luft einatmen. Heute empfängt mich die Abteikirche, während die Regentropfen meinen Einmarsch leise und stilvoll begleiten.

#2von12

#2von12 / Juni 2016

Sanft navigieren sie mir den Weg, vorbei an Plätzen, die sie mit ihrem eigenen Charme gestalten. Vorbei am öffentlichen Bücherschrank, indem sich die papiernenden Geschichten und Erzählungen tief in den hinteren Teil des Schrankes zurückziehen und die Regentropfen lachend an der Scheibe klopfen.

 

#3von12

#3von12 / Juni 2016

Vorbei am Brunnen, der das Element Wasser liebevoll thematisiert und die Regentropfen auf ihn zu tanzen anfangen.

#4von12

#4von12 / Juni 2016

Und vorbei an den kleinen Seitenwegen, die sie mit ihrer kristallenen Wasseroberfläche farbintensiver wirken lassen.

#5von12

#5von12 / Juni 2016

Bis zu einem kleinen Seitengarten, wo sie sich einem Mädel zärtlich flüsternd auf die Schulter setzen. Sie kommt mir bekannt vor, kann es sein, dass sie eine Schwester am Elisenbrunnen hat (siehe Blogartikel „Aachen – eine niederländisch-belgische Exklave“ (28.12.2015) auf dem rheinland-blogger)? Sie antworten nicht,  dennoch vermeine ich ein tänzelndes Geräusch auf meinem Schirm wahrzunehmen.

#6von12

#6von12 / Juni 2016

Nach einem gemeinsamen Frühstück im Ferbers, ich aß und sie spielten eine leichte Hintergrundmusik, werden wir übermütig, ja fast ausgelassen. Wir wollen mit der Technik von Foto-Apps experimentieren. Sie führen mich an einem Ort, der sich für 360 Grad Aufnahmen anbietet: unter uns liegt Burtscheid, neben mir steht Gregor von Kalabrien und dahinter befindet sich die Kirche St. Michael.

#12von12

#7von12 / Juni 2016

Doch dann, wollen sie, die Regentropfen im Zentrum des Interesses stehen! Dazu suchen wir uns eine schüchterne Mohnblume aus, die ihre schöne Farbgewaltigkeit unterschätzte.

#7von12

#8von12 / Juni 2016

weitere Models mit ihrem ganz eigenem Charme bieten sich ebenfalls an.

#9von12

#9von12 / Juni 2016

… und natürlich passend zu EM 😉

#8von12

#10von12 / Juni 2016

Am Nachmittag trennen sich dann unsere Wege. Ich ziehe mich zurück, in meine Welt und in meine Gedanken. Als würden sie diesen Rückzug spüren und ihn nicht akzeptieren wollen, wird ihre Melodie härter und fordernder. Sie klopfen ans Fenster, schieben dramatisch wirkende Wolken über die Jakobskirche und drohen zwischendurch die ganze Straße mit einem Sturzbach heimzusuchen.

#10von12

#11von12 / Juni 2016

Ich zog mich zurück in andere Gedankengefilde …

 

 

Social Media und digitale Technologie im Einzelhandel? – Aquis Plaza in Aachen

Social Media und digitale Technologie im Einzelhandel? Einiges habe ich bereits darüber in meinen verschiedenen Newsreadern gelesen, selten habe ich das Gelesene jedoch selbst erlebt und jetzt eröffnet das Aquis Plaza fast vor meiner Haustür.

Zuerst war ich nur neugierig, warum sich so viele Menschen für ein Einkaufszentrum begeistern können, so habe ich in einzelnen Tweets von einer Wartezeit von etwa drei Stunden für den Kunden am Eröffnungstag gelesen. Diese Vorstellung passt nicht so ganz in meine Welt. Dann keimte still und leise ein Gedanke in den ersten Eröffnungsstunden vor sich hin: „Du bist jetzt Aachener, beteilige Dich am sozialen Geschehen!“.

Nach ein paar Tagen habe ich jedoch meine ganz eigene Lesart gefunden und so werde ich hier in diesem Artikel nur kurz den Wahnsinn aufzählen, den ich an neueröffneten Einkaufscentren nicht nachvollziehen kann: übersteigerte Düfte, Menschenmengen, die sich auf Rolltreppen und Gänge quetschen, zu laute Musik, Energie Drinks, die auch an Kinder ausgegeben werden (weil ja Eröffnungswoche ist), etc…

Ein Hinweisschild, dass im Aquis Plaza auf das WLAN für einen begrenzten Zeitraum kostenfrei zugegriffen werden kann, lenkte mein Neuronenfeuerwerk des Unverständnisses zu unbekannten Ausschlägen … zu einem Wahnsinn, der ab einer bestimmten Höhe vielleicht wieder konstruktiv wird. Wieso begrenzt man in einer Einkaufsmeile (Mall) den Internetzugang, das ist mir schleierhaft. Die Vorteile überwiegen bei weitem die Nachteile. Keine Mall (,die ich kenne) in Kalifornien und selbst der Flughafen Wien, der wegen seiner digitalen Freundlichkeit ausgezeichnet wurde, begrenzen den Internetzugang.

Anhand von den vier für mich interessantesten Kategorien: Beacons, mobile payment via Smartphone, Social Media und QR-Codes, begegne ich dem Aquis Plaza in diesem Artikel. Wenn euch noch eine Kategorie einfällt, dann könnt ihr sie gerne erfragen.

Beacons

Auf meinem ersten Rundgang durch das Aquis Plaza konnte ich den Einsatz von Beacons nirgendwo entdecken. Wahrscheinlich wurden Beacons im Konzept gar nicht mitaufgenommen.

Werden Geschäfte mit kleinen Sendern in Form von Beacons ausgestattet, so können passgenaue Informationen zum Kunden, je nach Ort und Zeit gesendet werden. Der Kunde kann somit über Aktionen, Angebote und nützliche Details informiert werden. Am Düsseldorfer Hauptbahnhof  wurden 72 Points Of Sale mit 140 Beacons ausgerüstet und mit insgesamt 170 Kampagnen bespielt. Da Beacons eher der jüngeren Technologieentwicklung zugeordnet werden können und somit viele Wünsche befeuern und wenig Erwartungen einhalten, kann ich mir vorstellen, dass sich das Aquiz Plaza dagegen entschieden hat (wenn sie sich überhaupt mit diesem Gedanken auseinander gesetzt haben).

mobile payment via Smartphone

Als Mobile Payment bezeichnet man die Möglichkeit bargeldlos per Smartphone zu bezahlen. Bisher konnte ich diese Bezahlmethode nur in einem einzigen Geschäft in der Innenstadt Aachens entdecken, welches eher unscheinbar auf der Pontstraße verweilt, das „Choco&co„. Kennt ihr noch weitere Läden in Aachen, in denen mit dem Smartphone bezahlt werden kann? Schade, dass das Auquis Plaza mit dieser digitalen Entwicklung nicht weiter experimentiert hat. 

Social Media

Im Aquis Plaza sind viele Social Media Anbindungen zu entdecken. Wobei ich hier eher den Eindruck habe, dass diese unter den Kriterien des Entertainments und der kostenlosen Werbung durch Kunden unterliegen.

Interessant finde ich, dass das Aquis Plaza den Communitygedanken, der über die Social Media Anbindungen ausgebaut werden soll, nach außen diskutiert. Ich habe die Vermutung, dass die Nutzung des Begriffs der „Community“ den Kunden eine Art Identifikation (Zugehörigkeit) suggerieren soll, es sich aber in Wirklichkeit eher um ein Netzwerk handelt.

Selfie Box

Selfie-Box

Interessant finde ich die Selfie Box mit der Aquis Plaza Besucher sich vor verschiedenen Hintergründen fotografieren können. Der/Die Besucher platzieren sich vor einem Green Screen und lassen sich in dem vorher ausgesuchten Motiv einbinden (Selbstportrait). Mit den entsprechenden Schnittstellen kann das Ergebnis dann zugleich in den verschiedenen Social Media Kanälen eingebunden werden. Spannend fand ich in meinen Beobachtungen, dass sich auch Menschen ab 45 Jahren aufwärts für diese Spielerei sehr begeistern konnten und sich auf eine längere Wartezeit vor der Selfie Box eingelassen haben.

Snipes

Social Media Anbindung bei snipes

Ebenso bieten einzelne Läden Social Media Anbindungen an. So habe ich bei Snipes eine Sneaker Cam  entdeckt, mit der über den Einsatz von QR-Codes das Foto des neuen Schuhs direkt auf das eigene Smartphone geladen werden kann bzw. zugleich auf den Social Media Kanälen von Snipes geteilt werden. Dazu müssen die Sneakers an einem genau definierten Ort platziert werden.

Aquis Plaza: Social Media Accounts:

QR-Code

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virtuell reality Anbindung

Navigation-QR-Code

Navigation über QR-Codes

Das Aquis Plaza setzt auf den Einsatz von QR-Codes.  Diese habe ich bei meinem kurzen Besuch entweder im Einsatz der Orientierung oder im Einsatz des Entertainments (Social Media Kanälen) entdeckt. Auf das Angebot von zusätzlichen Informationen über einen QR-Code wurde ich nur im „White Shirt“ (in Form eines 360°Erlebnisses) aufmerksam, was ich aber eher dem Geschäftskonzept von „White Shirt“ zuschreibe, als dem des Aquis Plazas.

In dem Moment, indem ich die Eingangstüren des Aquis Plaza durchschreite, werde ich von einer riesigen und leicht zu bedienenden digitalen Tafel begrüßt. In ihr finde ich eine Auflistung aller im Aquis Plaza eingezogenen Läden, welche zudem mit den verschiedenen Informationen versehen sind. Über das Scannen eines QR-Codes wird auf meinem Smartphone der Weg zum gesuchten Geschäft/Toilette/Restaurant etc. angezeigt.

erstes Fazit

Das Aquis Plaza scheint sich mit seinen ganzen Social Media Anbindungen eher an ein jüngeres Publikum, Entertainment und kostenlose Werbung zu orientieren. Das Aquis Plaza ist für mich aus diesem Grund ein interessanter Ort, dennoch habe ich den Eindruck, dass hier einiges an digitalen Potenzial noch auf das Aquis Plaza warten könnte.

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