Gute Apps für Kinder

Mit Spannung warte ich auf den Beginn des Online-Kurses „Gute Apps für Kinder“.

In 3,5 Wochen sollen Bewertungen für Kinder-Apps entwicklelt werden. Zunächst werden Kriterien diskutiert, anhand derer aus professioneller pädagogischer Perspektive die Qualität von Apps bewerten werden können. Anschließend sichten und bewerten wir konkrete Apps entlang der Kriterien und erstellen daraus eine Sammlung von App-Empfehlungen für Eltern (nur Eltern?). Wir wollen bei der Bewertung der Apps insbesondere die Stimmen von Kindern und Eltern einbinden und Apps gemeinsam mit Kindern besprechen. Am Ende steht die Vorstellung der Sammlung von App-Rezensionen gegenüber interessierten Dritten und Organisationen, die die Ergebnisse weiter verwenden können.

Details: http://medialiteracylab.de/

Diesen Beitrag finde ich wichtig, da sich momentan noch keine Kriterien für Apps für Kinder etabliert haben und sich jeder in diesem Feld nach eigenem Gewissen bewegt, auch ich 😉 (siehe Blogbeitrag zu der App „Zwergenwelten“ und auch geosurfen)

Quasi nebenbei experimentiere ich über diesen Online Kurs (MOOC??) mit einer neuen Lernform. In einem gemeinsamen Prozess mit Fremden und Bekannten wollen wir aktiv (über das Web mit verschiedenen Arbeitsintensitäten (wie sich jeder einbringen kann) mit verschiedenen Medienformaten (Google-Hangout, Twitter, Google-Community, Wiki etc.) das Ziel des Kurses in 3,5 Wochen erreichen.

http://youtu.be/pF8yJOG_ti8

Veranstaltet wird der Online-Kurs vom Media Literacy Lab an der AG Medienpädagogik der Universität Mainz. Organisiert wird alles über das soziale Netzwerk Google plus. Wer daran interessiert ist, kann sich gern noch anmelden, teilnehmen oder diesen Kurs still über den Hashtag #mlab13 verfolgen. 

Wie ist der Kurs aufgebaut?

Phase 0: Am Anfang steht eine kurze Einführung ins Thema. Dazu gehört ein Überblick über den Forschungsstand in der Wissenschaft und die heutige Praxis.
Phase 1: Es werden Kriterien gesichtet und diskutiert, nach denen Apps für Kinder kategorisiert und bewertet werden können. Dafür stehen uns  Coaches zur Seite – Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Phase 2: Jetzt wird es praktisch. Wir erstellen zusammen eine Sammlung von Apps, die für Kinder mehr oder weniger gut geeignet sind. Im zweiten Schritt nehmen Arbeitsgruppen dann je eine App genau unter die Lupe und bewerten sie anhand des Kriterienkatalogs.
Phase 3: Neben diesen pädagogisch-professionellen Bewertungen sollen auch die Experten aus der Praxis zu Wort kommen – Kinder und Eltern. Wir laden alle Kursteilnehmenden ein, mit einem Kind über eine App zu sprechen und das Ergebnis z. B. als Audiodatei (Podcast) mit dem Kurs und mit der Welt zu teilen.
Phase 4: Am Ende steht die Vorstellung der Sammlung von App-Rezensionen gegenüber interessierten Dritten und Organisationen, die die Ergebnisse weiter verwenden können.

Lob / Kriktik

Sehr gut finde ich jetzt schon die Organisation der Veranstaltung. Rechtzeitig kann man sich auf die einzelnen Aufgaben vorbereiten und wird gleichzeitig daraufhin gewiesen, welches Arbeitspensum wohl abverlangt werden wird. Dabei werden verschiedene Kollaborationsmöglichkeiten angeboten. Nicht jeder hat schließlich rund um die Uhr Zeit 😉  Super!!

Allerdings bin ich mir auch noch nicht sicher, inwieweit der Chat, welche Rolle spielen wird. Ist der Kurs gänzlich frei zu gestalten finde ich diesen Schritt sehr mutig. Meiner Erfahrung nach kann nicht jeder damit umgehen. Ich bin gespannt!! und freue mich !!! 😉

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act!on auf der #rp12

Atmosphäre auf der #rp12:

Eine alte Industriehalle (genannt Station) sollte dieses Jahr die Gäste der re:publica begrüßen, mitten in Berlin in fußläufiger Nähe zum Technikmuseum, dem Kanal und dem Mendelssohn-Bartholdy Park gelegen.

Einen weiteren Bonus erwies uns das Wetter. Warme Sonnenstrahlen heizten den Hof der Station sommerlich auf. Zu den Gesprächen drängten die Besucher zu einem kühlen Bier und Bratwurst in den Hof.

Als Leipzigerin mit einer Affinität zum Geocachen, bin ich eine stille Bewunderin solcher Örtlichkeiten mit Geschichte, die zu einem kommunikativen und sozialen Austausch anregen. Erst vor ein paar Wochen durfte ich den Film „Geschichten hinter vergessenen Mauern“ von Enno Seifried in Leipzig in dem ehemaligen russischen Pavillon erleben.

Die Ankunft auf dem diesjährigen Gelände der re:publica zog somit von Anfang an, meine Faszination auf sich.

Bei der Station handelt es sich um einen ehemaligen Bahnhof, der 1875 für den Personalverkehr eingeweiht und 1887 aufgrund von Spannungen zwischen der Preußischen und Sächsischen Eisenbahnverwaltung  wieder eingestellt wurde.

Erst im Zuge der weiter voranschreitenden Industrialisierung in Deutschland wurde hier eine Kaiserliche Oberpostdirektion eröffnet. Nach den Angriffen im 2. Weltkrieg erreicht der Postbahnhof in Leipzig seine Blütezeit als Paketumschlagplatz.

act!on:

act!on, das Motto unter der die re:publia ausgerichtet wurde, sollte mein selbstgewählter Schwerpunkt werden, wie bspw. die Standbetreuung der @edunauten. Unter der Perspektive des Transmedia Manifestes – The Future of Storytelling versuchte ich mich durch die Hallen der re:publica zu bewegen.

Bei den Edunauten handelt es sich um ein „interdisziplinäres Netzwerk, die GPS gestützte Bildung konzipieren und sowohl in der Kinder- und Jugendarbeit, als auch in der Erwachsenenbildung durchführen. Das Ziel der Medien- und Sozialpädagogen, Informatiker und Erziehungswissenschaftler ist es, ganzheitliche Bildungsszenarien zu entwickeln, bei denen die Technik eingebettet ist und der Mensch und seine Umwelt im Mittelpunkt stehen. Dabei beraten die edunauten, vermitteln, schulen, verleihen Technik und entwickeln gerne auch für Sie GPS-Bildungsprogramme und führen diese durch.“

Netzwerk-Initiaoren der Edunauten ist unter anderem auch die Hamburger Firma geobound. Neben dem Schwerpunkt von Teambuildings und Trainings sowie Events im Rahmen von GPS- und iPad-basierten digitalen Schatzsuchen mit Firmen, bildet die Bildungsarbeit einen Schwerpunkt von GEO°BOUND. Ich hatte das Glück einen kleinen Einblick in die Konzeption und Erstellung einer iPad-basierten Tour durch Berlin beizuwohnen.

Die Möglichkeiten, welche die App bietet, fand ich beeindruckend. Die Erstellung einer solchen Tour wurde durch die App um ein wesentliches vereinfacht. Vor Ort konnte sich das Team nach passenden Stationen umsehen und diese zugleich in ihrer App festhalten. Allerdings wurden diese Stationen später noch einmal über einen Editor konkretisiert bzw. nachgearbeitet.

Beeindruckend fand ich, mit welcher Begeisterung und Neugierde die iPad-App bei den Besuchern der re:publica angekommen war.

Insgesamt wurden durch uns etwa 15 iChallenges auf der re:publica angeboten. Zurück kamen leuchtende Augen und begeisterte Berichte. Es sind diese Momente, die den eigenen Job zu etwas Besonderem gestalten! Über eine webbasierte und zugangsbeschränkte Auswertung konnten die einzelnen Teams ihre Tour noch einmal nachverfolgen. Der Weg ihres Laufs und die Art der Lösungen, mit denen sie unterschiedliche Punktzahlen an den einzelnen Stationen erreichen konnten, wurden aufgezeichnet. Dabei ging es bei den iChallenges auf der re:publica um einen Wettkampf verschiedener Teams. Die erworbenen Punkte richteten sich nach der Zeit und den Lösungen. War ein Team zuerst an einem gesuchten Ort erhielt es mehr Punkte, als das nachfolgende Team. Wurde eine Frage falsch beantwortet oder ein falscher Weg wurde eingeschlagen, konnten sogar Punkte abgezogen werden.

Durch die iChallenges wurden viele an location based learning – Interessierte auf die Edunauten aufmerksam und ich selbst erhielt eine Ahnung davon, dass das Netzwerk weit über die deutschen Grenzen hinausgehen könnte.

Natürlich ist die re:publica ein idealer Raum, um sich über parallele Entwicklungsansätze zu informieren und nach Kooperationen Ausschau zu halten, wie beispielsweise das Mobile Game Lab. Das Mobile Game Lab ist eine Gemeinschaft von Spielern, Forschern und Entwicklern Mobiler Spiele mit Sitz in Bremen. Cubodo  ist wohl eines der bekannteren Spiele, welches auf dem iPhone gespielt werden kann und von dem unter anderem schon auf dem Blog: „Master Thesis“, berichtet wurde. In diesem Spiel können virtuelle Pakete mit ihren unterschiedlichsten Inhalten (Fotos) geschaffen und transportiert werden.

Neugierig bin ich während der re:publica auch auf eyeQuest geworden. EyeQuest ist ein Location Based Service, der User in aller Welt durch die Kamera ihres Smartphones in Echtzeit miteinander verbindet. Unter dem Motto: „Was willst du sehen?“ entwickelte ein Startup eine App, die es den Benutzern ermöglicht, ortsunabhängige Anfragen nach Fotos und Videos zu stellen. Ein anderer Nutzer von eyeQuest, der sich in der Nähe des gewünschten Objektes befindet, teilt dann diese Fotos und Videos. Finanzieren soll sich das Ganze dann über ortsbasierte Werbung und kostenpflichtige Premium Accounts, die insbesondere Medienschaffenden noch weitere Möglichkeiten bieten wird.

Was ist eyeQuest?:

Interview mit den Gründern von Eyequest:

Besonders beeindruckt hat mich allerdings die App (die noch nicht im App-Store zu kaufen ist ;)) tripventure des Berliner Start-Ups sprylab (aktuell präsentieren sie sich auch nur auf facebook), eine mobile gaming engine für augmented adventure games. Diese App (AppleMarket) wurde erstmals für das iPhone, Wi-Fi und das iPad entwickelt. Der Clou an der App ist, dass virtuelle Personen über augmented reality Technik in die Geschichte integriert werden. Die nachgespielten Geschichten sollen im Levelmodus gestaltet sein. Ebenso soll das Spiel später um den Multiplayermodus und einen Communitygedanken erweitert werden.

Auch hier finde ich die Entwicklung eines webbasierten Editors spannend. Über diesen können Geschichten kreiert und später verkauft werden. Zudem soll über Lizenzsystem der Zugang zu dem Editor die bisherigen Kosten wieder einbringen. Allerdings bin ich an diesem Punkt skeptisch