Andy: Warum bist du nach Santa Cruz ausgewandert?

Während meines Urlaubs in San Francisco interessierte ich mich für die verschiedenen biografischen Hintergründe, warum in Deutschland Geborene nach San Francisco bzw. Umgebung zeitweise oder sogar für immer auswandern. Dazu traf ich mich mit fünf verschiedenen Personen und fragte sie nach ihren Motivationen, Wünschen und Vorbereitungen bezüglich ihrer Auswanderungsvorhaben, nach den Erfahrungen im Umgang mit der Auswanderung über die Zeit, aber auch nach den aktuellen Vorhaben.

Ich bin über jede Begegnung sehr dankbar. Ich finde es großartig, dass ich in einige Leben ein bisschen „reinsehen“ durfte. Ebenso fand ich es beeindruckend, wie spontan im doch hektischen Leben San Franciscos, sich von jeder Begegnung die Zeit für ein Treffen genommen wurde. Vielen lieben Dank.

Der nachfolgende Bericht entspricht einer subjektiven Zusammenfassung der Begegnung. Die Namen wurden abgeändert, einige Details verallgemeinert und einige Stellen etwas verzerrt, um eine Wiedererkennung mit einer realen Person zu verhindern. Ziel des Berichts besteht lediglich darin, die vielfältigen Hintergründe einer Auswanderung für mich festzuhalten und meine Leser, die an dieser Gegend „Bay Area und Silicon Valley“ interessiert sind, ein wenig daran teilhaben zu lassen. Vielleicht entstehen auf diese Weise weiterführende Impulse.


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Santa Cruz Wharf

In Santa Cruz traf ich auf Andy, der mich zu einem Spaziergang im Wilder Ranch State Park einlud. Nach einem kurzen Besuch auf einem Famersmarket mit mexikanischen Essen, spazierten wir durch ein Naturschutzgebiet. Die Warnschilder im Park informierten mich darüber, dass Berglöwen in dieser Gegend beheimatet sind. Nach einem kurzen Schock, fragte ich Andy, was denn zu tun sei, wenn ich einen antreffen würde. Er entgegnete mir, dass er in seinen rund 20 Jahren, die er jetzt schon in Kalifornien lebte, noch nie einem Berglöwen begegnet sei. Diese wittern einen oft schon lange im Voraus und da es sich um sehr scheue Tiere handelt, gehen diese einem lieber aus dem Weg. Allerdings sollten keine Hunde in dieser Gegend ausgeführt werden, das ist auch der Grund, warum er seinen heute zu Hause gelassen hatte.

Ich bin beeindruckt, dass er schon seit 20 Jahren in Kalifornien lebt. In Deutschland war es ihm vor etwa 20 Jahren als einer der Ersten gelungen sein Startup zu verkaufen. Danach zog es ihn nach Kalifornien, wo er seit dem Unternehmen berät und Startups betreut.

Erstaunt hörte ich ihm zu, dass er seinen Doktor in Mathematik gemacht hatte. In dem Gespräch nahm ich anders war. Er suchte nach Denkwegen außerhalb der vorgeschriebenen Denkwege und Methoden und stellte dazu auch schon mal provozierende Thesen in den Raum mit denen er mich zum Mitdenken aufforderte. Diesen Ansatz empfand ich als sehr inspirierend und herausfordernd, da er mich zum schnellen Mitdenken aufforderte.

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Santa Cruz Beach Boardwalk

Mittlerweile besitzt er ein Haus in Santa Cruz. Mehrmals die Woche fährt er nach San Francisco, Palo Alto und andere Städte in der Bay Area. Obwohl er alleine lebt, wohnen bei ihm immer Leute mit im Haus. Ich habe den Eindruck, dass er insbesondere Bekannte bei sich wohnen lässt, die für einen kurzen Zeitraum auf Unterstützung angewiesen sind, entweder in Form einer Freundin mit ihrer Tochter, die kurzfristig eine Unterkunft suchten oder in Form eines Freundes, der von seiner Frau aus dem Haus geworfen wurde, etc.

Ob es ihn irgendwann zurück nach Deutschland ziehen wird, dass kann und will er zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen. Ein- bis zweimal im Jahr fliegt er zurück, um dort Familie und Freunde zu treffen. Als ich ihn nach seinen Zukunftsplänen bzgl. seines Wohnsitzes frage, antwortete er nur, dass er noch nie so lange sesshaft gewesen war, wie jetzt und er schon sehr gerne noch ein weiteres Abenteuer angehen möchte.

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Ivy: Warum bist du nach San Francisco ausgewandert?

Während meines Urlaubs in San Francisco interessierte ich mich für die verschiedenen biografischen Hintergründe, warum in Deutschland Geborene nach San Francisco bzw. Umgebung zeitweise oder sogar für immer auswandern. Dazu traf ich mich mit fünf verschiedenen Personen und fragte sie nach ihren Motivationen, Wünschen und Vorbereitungen bezüglich ihrer Auswanderungsvorhaben, nach den Erfahrungen im Umgang mit der Auswanderung über die Zeit, aber auch nach den aktuellen Vorhaben.

Ich bin über jede Begegnung sehr dankbar. Ich finde es großartig, dass ich in einige Leben ein bisschen „reinsehen“ durfte. Ebenso fand ich es beeindruckend, wie spontan im doch hektischen Leben San Franciscos, sich von jeder Begegnung die Zeit für ein Treffen genommen wurde. Vielen lieben Dank.

Der nachfolgende Bericht entspricht einer subjektiven Zusammenfassung der Begegnung. Die Namen wurden abgeändert, einige Details verallgemeinert und einige Stellen etwas verzerrt, um eine Wiedererkennung mit einer realen Person zu verhindern. Ziel des Berichts besteht lediglich darin, die vielfältigen Hintergründe einer Auswanderung für mich festzuhalten und meine Leser, die an dieser Gegend „Bay Area und Silicon Valley“ interessiert sind, ein wenig daran teilhaben zu lassen. Vielleicht entstehen auf diese Weise weiterführende Impulse.


Über den UCSF-Camus wandernd, hielt ich nach einer jungen Frau Ausschau. Im Nachhinein hatte ich mir gewünscht, dass ich etwas eher losgegangen wäre, um den eindrucksvollen neu gebauten Campus länger zu bestaunen. Die Gebäude erschienen mir modern und offen gestaltet und nur wenige Meter neben dem Campus entdeckte ich einen „Urban Garden“ und einen Platz mit Foodtrucks, den ich ich mit einem kalifornischen sonnigen Lebensgefühl assoziere.

 

Dann entdeckte ich Ivy. Über den Campus schlendernd erzählte sie mir, dass sie vor etwa zwei Jahren nach San Francisco gekommen war. Nach dem Abschluss ihres PHD’s wollte sie die Chance ergreifen in einem Team unter einem Nobelpreisträger zu arbeiten und zu lernen. Auf einer Konferenz hatte sie ihn kennengelernt und sich mit ihm über eine mögliche Zusammenarbeit ausgetauscht.

Von der Zusammenarbeit in diesem Team berichtete sie voller Begeisterung. In Deutschland hatte sie eine solche Zusammenarbeit und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten noch nicht kennen gelernt. Die Begegnungen und der Gedankenaustausch seien auf „Augenhöhe“ und sind von einem wertschätzenden und kooperativen Umgang geprägt. In den letzten Monaten hatte sie konzentriert an ihren Projekten gearbeitet und sich mit einigen ihrer Kollegen angefreundet. Fragte sie sich noch mit dem Antritt ihrer Stelle  am UCSF, wann die Menschen in San Francisco arbeiteten, da sie diese ständig im Fitness Studio, auf Meetups, auf Networking Veranstaltungen, im Café, etc. sah, erkannte sie recht schnell, dass diese eigentlich rund um die Uhr arbeiteten. Sie bezeichnete ihre Beobachtung als „work life blending“, also der Bemühung so entspannt, wie möglich zu erscheinen, während sie eigentlich die ganze Zeit arbeiteten. In der Pause wird schnell ins Fitness Studio gegangen, im Café selbst wird gearbeitet, etc…

Doch als wissenschaftlicher Mitarbeiter verdient sie nicht genug, um sich ein Leben in San Francisco dauerhaft finanzieren zu können, auch wenn ihr Institut an dem sie arbeitet, zu den weltweit führenden gehört. Dennoch werden die Mitarbeiter nach staatlichen Vorgaben bezahlt und da wird es schon im nächsten Jahr schwierig für sie, wenn sie zum Einen aus dem vergünstigten Wohnheim ausziehen muss und zum anderen eine Steuererleichterung seitens des Staates Kalifornien für sie wegfallen wird.

Sie wird ihre Zeit in San Francisco vermissen. Doch von Beginn an war ihr klar, dass sie nur temporär, für wenige Jahre nach San Francisco auswandern wird. Mit ihrer Rückkehr wird sie sich neue Herausforderungen suchen, wobei sie sich sehr gerne in der Wissenschaftskommunikation sehen würde.  Auch, dass die Bay Area als Erdbeben gefährdet gilt und das nächste große Erdbeben mit 100%iger Wahrscheinlichkeit kommen wird, beunruhigt sie.

Anna: Warum bist du nach Berkeley ausgewandert?

Während meines Urlaubs in San Francisco interessierte ich mich für die verschiedenen biografischen Hintergründe, warum in Deutschland Geborene nach San Francisco bzw. Umgebung zeitweise oder sogar für immer auswandern. Dazu traf ich mich mit fünf verschiedenen Personen und fragte sie nach ihren Motivationen, Wünschen und Vorbereitungen bezüglich ihrer Auswanderungsvorhaben, nach den Erfahrungen im Umgang mit der Auswanderung über die Zeit, aber auch nach den aktuellen Vorhaben.

Ich bin über jede Begegnung sehr dankbar. Ich finde es großartig, dass ich in einige Leben ein bisschen „reinsehen“ durfte. Ebenso fand ich es beeindruckend, wie spontan im doch hektischen Leben San Franciscos, sich von jeder Begegnung die Zeit für ein Treffen genommen wurde. Vielen lieben Dank.

Der nachfolgende Bericht entspricht einer subjektiven Zusammenfassung der Begegnung. Die Namen wurden abgeändert, einige Details verallgemeinert und einige Stellen etwas verzerrt, um eine Wiedererkennung mit einer realen Person zu verhindern. Ziel des Berichts besteht lediglich darin, die vielfältigen Hintergründe einer Auswanderung für mich festzuhalten und meine Leser, die an dieser Gegend „Bay Area und Silicon Valley“ interessiert sind, ein wenig daran teilhaben zu lassen. Vielleicht entstehen auf diese Weise weiterführende Impulse.


An einem späten Nachmittag traf ich Anna in einem zur Berkeley University nah gelegenem Café. Ich war sehr neugierig auf sie, da sie schon seit mehr als 20 Jahren in dieser Region lebt. Wie sich ihre Erzählungen wohl von den der anderen unterscheiden werden?

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Ursprünglich bestand ihr Plan darin für 2 Jahre an der Stanford University Erfahrungen zu sammeln. Mit einem Doktor in den Naturwissenschaften hatte sie eine interessante Stelle erhalten. Nach den zwei Jahren sollte es jedoch wieder zurück nach Deutschland gehen. Es kam anders, ihr Mann, ebenfalls Naturwissenschaftler, nahm eine Stelle in Berkeley an und so wechselte auch sie hinüber von Stanford nach Berkeley. Zusammen bekamen sie ein Kind und kauften ein Haus. Sie verbringen ihre Urlaube in den National Parks und engagieren sich deutlich sichtbar in der Nachbarschaft.

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Aus ihren Erzählungen konnte ich sehr viele regionale und amerikanische Sichtweisen heraushören und mit jedem weiteren Wort wurde deutlicher, dass sie in mir das Gefühl auslöste, dass sie in der amerikanischen Gesellschaft angekommen war. Sie berichtete mir von einem Teil ihrer Arbeit, bei dem sie für unterschiedliche Gruppen naturwissenschaftliche Inhalte aufbereitet, bei dem kurze und allgemein verständlich formulierte Sätze im Vordergrund stehen, ganz im Gegenteil zur deutschen Ausdrucksweise, die sich sehr gerne langer und verschachtelter Sätze bedient.

Probleme hier in der Gegend, Freunde oder Bekannte zu finden, hatte sie nicht. Spätestens jedoch, als ihr Kind in die Preschool kam, intensivierten sich Kontakte und Neue entstanden. Um keine unnötigen Kosten in der Kinderbetreuung zu verursachen, weil man vielleicht mal länger auf Arbeit bleiben musste, man im Stau stand, etc. organisierte sie sich mit den Familien der anderen zu betreuenden Kinder und so entstanden schnell Kontakte, die teilweise noch heute anhalten. Mit dem Besuch des Kindes der Schule engagierte sie sich zunehmend mehr im Vorstand der Schule, organisierte für das eigene Kind und die Freunde des Kindes Fahrten zu Spielwettbewerben etc.

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Auffällig war in ihrer Erzählung der hohe Stellenwert der Naturwissenschaften und ich bin mir nicht sicher, ob dieser verallgemeinernd auf die Bildung in Kalifornien übertragen werden kann. So scheinen von der Wahl und Quantität der besuchten naturwissenschaftlichen Fächer während der Schulzeit, zukünftige Entscheidungen abhängig zu sein. Zumindest ist es das für das eigene Kind von Anna, da es in Deutschland studieren will und der Schulabschluss in Deutschland nur mit einer gewissen Anzahl naturwissenschaftlicher Fächer anerkannt werden wird. Ich bin mir nicht sicher, ob ich diesen Aspekt in seiner Tiefe verstanden habe. Wir sprachen im Laufe des Nachmittags viel über Bildung und ich war erstaunt, dass sie die deutsche Bildung als qualitativ höher interpretierte. Allerdings differenzierten wir in diesem Gespräch das universitäre Bildungssystem vom schulischen Bildungssystem. Die schulische Ausbildung schätzte sie in Deutschland definitiv als höherwertig ein.

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Des Weiteren überraschte sie mich, mit ihrer freiwilligen Ausbildung als Notfallhelferin (vielleicht mit Rettungssanitäterin vergleichbar?). Mit dieser zusätzlichen Ausbildung bringt sie sich noch einmal zusätzlich in ihre Gemeinschaft ein. Sie lenkte meine Aufmerksamkeit darauf, dass sich jeder Bewohner der Bay Area bewusst sein sollte, dass es sich um ein stark gefährdetes Erdbebengebiet handelt. Für sie ist es keine Frage, dass ein großes Erdbeben bevorsteht. Sie fragt sich, wann es passieren wird. Um in diesem Falle den Menschen auf ihrer Arbeit und in ihrer Gemeinschaft zu helfen war sie Notfallhelferin geworden. Die Gemeinschaft finanzierte die Sanitätsrucksäcke mit allen Equipment, die für sie jederzeit griffbereit auf ihrem Arbeitsplatz, in ihrem Haus und in ihrem Auto für einen Einsatz bereit stehen. Zudem hatte sie einen Schlüssel von der Gemeinschaft erhalten, mit dem sie im Falle eines Notfalles, Zugriff auf einen Container hat, der lebensnotwendige Grundversorgungen für eine Vielzahl an Personen bereithält. Auch notwendige private Vorkehrungen traf sie, wie beispielsweise ein paar Schuhe mit fester Sohle am Fußende des Bettes zu platzieren, falls ein Erdbeben sie in der Nacht überraschen sollte.

Ina: Warum bist du nach Oakland ausgewandert?

Während meines Urlaubs in San Francisco interessierte ich mich für die verschiedenen biografischen Hintergründe, warum in Deutschland Geborene nach San Francisco bzw. Umgebung zeitweise oder sogar für immer auswandern. Dazu traf ich mich mit fünf verschiedenen Personen und fragte sie nach ihren Motivationen, Wünschen und Vorbereitungen bezüglich ihrer Auswanderungsvorhaben, nach den Erfahrungen im Umgang mit der Auswanderung über die Zeit, aber auch nach den aktuellen Vorhaben.

Ich bin über jede Begegnung sehr dankbar. Ich finde es großartig, dass ich in einige Leben ein bisschen „reinsehen“ durfte. Ebenso fand ich es beeindruckend, wie spontan im doch hektischen Leben San Franciscos, sich von jeder Begegnung die Zeit für ein Treffen genommen wurde. Vielen lieben Dank.

Der nachfolgende Bericht entspricht einer subjektiven Zusammenfassung der Begegnung. Die Namen wurden abgeändert, einige Details verallgemeinert und einige Stellen etwas verzerrt, um eine Wiedererkennung mit einer realen Person zu verhindern. Ziel des Berichts besteht lediglich darin, die vielfältigen Hintergründe einer Auswanderung für mich festzuhalten und meine Leser, die an dieser Gegend „Bayarea und Silicon Valley“ interessiert sind, ein wenig daran teilhaben zu lassen. Vielleicht entstehen auf diese Weise weiterführende Impulse.


Gegen Abend fuhr ich raus, nach Oakland. Dort traf ich mich mit einer 28jährigen Frau, die erst vor sechs Wochen nach San Francisco eingewandert war. Ich war sehr neugierig, auf das, was sie mir erzählen würde. Im Gespräch erfuhr ich, dass sie bereits viele ihrer Urlaube in den USA und speziell in Kalifornien verbracht hatte. Sie hatte bereits mehrere Bundestaaten kennengelernt und findet, dass Kalifornien zu den relaxesten Gegenden in den USA gehört. Die Leute sind sehr offen und kommunikationsbereit in dieser Gegend und es fällt ihr leicht Anschluss zu finden. Dazu benutzt sie überwiegend Facebook, hier findet sie Meetups und andere Unternehmungen, denen sie sich anschließen kann.

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Weiterhin berichtete sie, dass ihre Familie von ihren Auswanderungsplänen nicht sonderlich begeistert waren. Allerdings reagierte ihre Familie schon nicht glücklich darüber, als sie in nur 45 km Entfernung zum Wohnort der Familie ein Studium aufnahm. Später, nach ihrem Abschluss des Studiums, zog es sie erst nach Stuttgart und dann weiter nach

Frankfurt/Main. Mit dem Argument, dass ihre Großeltern bald sterben könnten und sie diese dann nicht mehr ausreichend sehen könnte, versuchte die Familie sie in Deutschland zurück zuhalten. Sie selbst ließ sich von diesem Argument nicht abhalten, da sie befürchtet mit dieser Basis nie auswandern zu können, zudem bestehe auch kein entsprechender Anlass. Der Kontakt zur Familie wird über wöchentliche Telefonate (Facetime)  aufrecht erhalten und zudem hat sie in Oakland eine Unterkunft bei einem Paar gefunden, welches entfernt ein Teil der Familie ist.

Über ihren Arbeitgeber in Frankfurt war sie auf eine interne Stelle in der Nähe von San Francisco aufmerksam geworden. Sie arbeitet in einem amerikanischen Unternehmen, welches einen Ableger in Frankfurt und die Hauptbasis in Kalifornien hat. Mit der Versetzung nach Kalifornien veränderte sich somit nur ihr Team und ein kleiner Teil ihrer Aufgaben. Ihr Arbeitgeber ermöglichte ihr sogar letztes Jahr einen zweimonatigen Test-Aufenthalt in der Hauptbasis. Danach half ihr der Arbeitgeber bei der Beschaffung des Visums und er hätte ihr, wenn es notwendig gewesen wäre, vier Wochen bei der Suche nach einer Unterkunft in der Gegend unterstützt.

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Überhaupt bin ich bei ihren Schilderungen ihres Arbeitsgebers sehr neugierig geworden. Ich bin beeindruckt, welche Unterstützungen seinerseits für die eigenen Mitarbeiter*innen angeboten werden. Er beteiligt sich mit einem Viertel an der Monatskarte für ein Fitnesscenter, mit drei Viertel an der Monatskarte für den öffentlichen Verkehr, er zahlt einen Beitrag in eine Art betriebliche Rentenversicherung ein und er finanziert eine Krankenversicherung. Nur die Art der Krankenversicherung mit den unterschiedlichen Beteiligungsarten des Versicherten, bleibt ihr zur Auswahl.

In den nächsten Tagen wird sie ihren amerikanischen Führerschein nachholen, der in Kalifornien (USA?) besonders preiswert sei. Da in den USA vieles über den Führerschein abgewickelt wird, sei dies zudem sehr praktisch.

Aktuell weiß sie noch nicht, wie lange ihre Zeit in Kalifornien sein wird. Sie kann sich vorstellen für immer in die Bay Area auszuwandern, doch dazu will sie noch keine genauen Aussagen machen. Sie will die nächsten Monate abwarten und schauen, welche Erfahrungen sie hier sammelt. Dennoch weiß sie bereits jetzt, wenn in zwei Jahren ihr Arbeitsvisum verlängert werden muss wird sie zugleich eine Greencard beantragen und sei es auch nur, um den Prozess ständig neuer Visaanträge damit zukünftig abzukürzen.

Dana: Warum bist du nach San Francisco ausgewandert?

,Während meines Urlaubs in San Francisco interessierte ich mich für die verschiedenen biografischen Hintergründe, warum in Deutschland Geborene nach San Francisco zeitweise oder sogar für immer auswandern. Dazu traf ich mich mit fünf verschiedenen Personen und fragte sie nach ihren Motivationen, Wünschen und Vorbereitungen bezüglich ihrer Auswanderungsvorhaben, nach den Erfahrungen im Umgang mit der Auswanderung über die Zeit, aber auch nach den aktuellen Vorhaben.

Ich bin über jede Begegnung sehr dankbar. Ich finde es großartig, dass ich in einige Leben ein bisschen „reinsehen“ durfte. Ebenso fand ich es beeindruckend, wie spontan im doch hektischen Leben San Franciscos, sich von jeder Begegnung die Zeit für ein Treffen genommen wurde. Vielen lieben Dank.

Der nachfolgende Bericht entspricht einer subjektiven Zusammenfassung der Begegnung. Die Namen wurden abgeändert, einige Details verallgemeinert und einige Stellen etwas verzerrt, um eine Wiedererkennung mit einer realen Person zu verhindern. Ziel des Berichts besteht lediglich darin, die vielfältigen Hintergründe einer Auswanderung für mich festzuhalten und meine Leser, die an dieser Gegend „Bay Area und Silicon Valley“ interessiert sind, ein wenig daran teilhaben zu lassen. Vielleicht entstehen auf diese Weise weiterführende Impulse.

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Johannes Heinlein: Aufruf zur Gestaltung von vielfältigen und durchlässigen Kooperationen in der Bildung!

„Die Zukunft der Hochschulen besteht darin, stärker auf die gesellschaftlichen Bedürfnisse einzugehen.“ (Johannes Heinlein)

Am 22.03.2018 habe ich die Veranstaltung „Die Zukunft im Blick? – Hochschulen in Zeiten der Digitalisierung“ in Berlin mitorganisiert. Fünf Impulsreferenten hatte die FernUniversität in Hagen eingeladen, die innerhalb von wenigen Minuten kurz, prägnant und vielleicht etwas provokativ zum Thema hinleiten sollten. Der erste Impulsreferent war Johannes Heinlein (Vizepresident für strategische Partnerschaften und Mitglied des Vorstandes edX).

Seinen Impulsvortrag gestaltet er um die Kernaussage „Hochschulen müssen sich verändern, die Lehre muss sich verändern, das Lernen muss sich verändern – und heute ist dies wichtiger als je in den letzten 70 plus Jahren war.“ Damit verbindet er den Begriff der Freiheit, die nach Popper (1991) sehr ungemütlich werden und Menschen überfordern kann. Diese Form der Freiheit geht einher mit Vielfältigkeit und Innovationen. So bezeichnet er offene Hochschulsysteme als vorteilig, da sie sich ständig selbst reflektieren und in einem ständigen Austausch mit anderen Systemen stehen. „Sie erlauben das Ausprobieren.“

Im Vortrag eröffnet Johannes Heinlein anhand konkreter Ansätze, wie sich Hochschullehre ändern kann bzw. muss. Am Beispiel des MIT (Massachusetts Institute of Technology) zeigt er Umsetzungen eines flexiblen Studiums, welches wiederum Auswirkungen auf Präsenzlehre, Zertifikate etc. haben. Im Vortrag geht er sogar soweit, dass insbesondere in den USA Micro Credentials anerkannter sind als Master- oder Bachelorabschlüsse.

Sein Aufruf nach Zusammenarbeit und die unterschiedlichen Menschen in Bildungsprozesse und -wandel zu integrieren, verlangt nach Hochschulöffnungen und Deutschland befindet sich da in einer sehr guten „Situation“, wenn da nicht die Angst vor der Freiheit wäre.

Der ganze Vortrag ist im Video: „Hochschulen der Zukunft“: Vortrag Johannes Heinlein (Vizepresident für strategische Partnerschaften und Mitglied des Vorstandes edX; Twitter: @edXOnline) zu finden: