Was ist dein wichtigstes Anliegen im Transformationsprozess von Hochschulen?

Ziel dieses Blogartikels ist es den explorativen Prozess in unserem Forschungsprojekt zu unterstützen: „Hochschulen der Zukunft – Anforderungen der Digitalisierung an Hochschulen, hochschulstrategische Prozesse und Hochschulpolitik  (HdZ)“ über die von uns definierten Expertinnen und Expertenmeinungen hinaus zu öffnen. Dazu verfolgen wir zwei Ansätze, den der analogen und der digitalen Mitgestaltung, die ich euch im Folgenden vorstellen will.

analoge Mitgestaltung

Zum einem wurden zum mobile learning day an der FernUni in Hagen die Anwesenden gebeten (Bericht einer Teilnehmerin: Silke Westpfahl), die an drei  Pinnwänden aufgeführten verschiedene Aspekte, des Digitalisierungsprozesses an Hochschulen „Widerstände“ , „Transformation“, „Lernformen und Lernorte“ mit ihren Themen zu verbinden. Die Bandbreite an Aspekten des Digitalisierungsprozesses sehr mannigfaltig sind und der Raum in dem die Pinnwänden nur begrenzt war, wurden drei differenzierte Aspekte ausgesucht, mit denen eine große Teilnehmerzahl am mobile learning day erreicht werden sollte. Zudem versuchten wir die Aspekte der Digitalisierung so allgemein, wie möglich zu halten, um die verschiedenen möglichen Impulse der Teilnehmenden aufnehmen zu können, ohne diese vorher in eine bestimmte Richtung zu lenken. Dennoch war uns bewusst, dass ein leeres Blatt mit einem Schlagwort eine Hürde zur Beteiligung sein kann, weswegen einzelne kontroverse Statements aus den bereits geführten Interviews zu einer Beteiligung motivieren könnten. Das Brainstorming wurde als Methode der kreativen Ideenfindung und des Abrufen von Vorwissen gewählt. Mit dieser Art des Brainstormings wird oberflächig eine Tendenz der Interessen der Teilnehmenden wahrgenommen, da auf diese Weise keine Erklärungen oder Hintergründe mitaufgenommen werden können (Wolcott, 1994). Eine Vertiefung der unterschiedlichen aufgeführten Themen versuchen wir nach dem Brainstorming einerseits in den Interviews zu realisieren, dennoch versuchen wir auch den Prozess wieder zu öffnen.

Die Ergebnisse werden am Ende des Blogartikels aufgeführt.

digitale Mitgestaltung

Zum anderen haben wir für Interessierte, die sich über den mobile learning day hinaus an diesem explorativen Prozess beteiligen wollen, ein Padlet umgesetzt. Ein Padlet ist eine digitale Pinnwand, die mit Notizen, Bildern, Videos, Posts, Links, Fotos, etc. individuell oder gemeinschaftlich mittels Drag-and-Drop oder Doppelklick gestaltet werden kann. An diesem Padlet kann jeder auch ohne Anmeldung zu diesem Tool teilnehmen. Die Padlets sind unter folgenden Links zu finden:

  1. Padlet: „Lernformen/Lernorte
  2. Padlet: „Transformation
  3. Padlet: „Widerstände

Ich lade euch gerne zu diesem Brainstorming ein.

In der von Jane Hart (2017) geführten Liste der Top 100 Tools for Education, die auf dem Voting von „learning professionals“ aus 64 Ländern basiert, rangiert Padlet 2017 auf Platz 36. Dies unterstreicht die Beliebtheit des kostenfreien, unkomplizierten Tools und seiner kreativen Einsatzmöglichkeiten.

Ergebnis der analogen Mitgestaltung

Auffällig ist die Beteiligung an den Aspekten. Der Aspekt „Widerstand“ hat mit 23 Beteiligungen das Interesse der Teilnehmenden weitaus mehr getroffen als die Aspekte „Transfer“ mit 18 Beiträgen und den Aspekt „Lernformen/Lernorte“ mit 13 Beiträgen. Wiederholungen von thematischen Beiträgen wurden von den Teilnehmenden versucht zu umgehen, indem sie sich vorher einen Teil der bereits erstellten Beiträge duchlassen und offen artikulierten, dass der Beitrag ja schon an der Pinnwand stehe.

Die Ergebnisse werden in der nachfolgenden Übersicht lediglich dargestellt.

erste Pinnwand:

Lernformen / Lernorte

zweite Pinnwand:

Transfer

dritte Pinnwand:

Widerstände

–       Hochschulen als Anlaufstationen

–       integrierte Lernergebnisse

–       fließende Übergänge in den Alltag

–       keine On/Offline Differenzierung

–       intuitiver technischer Support durch KI

–       Öffnung für Kooperationen (vgl. Weiterbildungssektor)

–       Von Tim O’Reilly Verlag lernen

–       Lernform: kooperativ und gemeinsam

–       Lernort: Mix von Ort/ Zeit (flexibel)

–       Studenten ernst nehmen (Menschenbild)

–       Flexible Anwendung von Zertifikaten

–       Flexible Lernorte / Lernzeiten

–       inhaltliche Aufarbeitung (visuelle Darstellung (UX)

–       Bildung vs. Berufsbezogenheit

–       neue strategische Partnerschaften

–       Studierendenbildung Aufrecht erhalten

–       Was kommt nach dem Abschluss?

–       Lebenslanges Mentoring – Unis haben einen Startvorteil

–       Vermehr Kooperationen mit der Wirtschaft

–       Das Curriculum wird sich grundsätzlich ändern

–       Durchlässige Prozesse

–       Baukastensystem auch fachübergreifend

–       Inhaltliche intuitive visuelle Darstellung der Aufgabe / Angebote

–       Sehr gut gemachter Dauer-MOOC und barcamps

–       Öffnung für Kooperationen

–       Wer macht Weiterbildungsqualifikationen?

–       Die Kooperationsfähigkeit wird sich ändern müssen: mit anderen Hochschulen, mit anderen Unternehmen

–       Kombination / Stärkung von bottom up und top down Struktur

–       Strategie häufig unklar

–       Sie (die Uni) wird ein Unternehmen oder die Kurve bekommen

–       Sie (die Uni)wird konventionelle Strukturen aufgeben müssen; Privatisierung zulassen

 

–       Festhalten am Bewährten

–       Überlastung (cognitive overload)

–       Vorhandene Bürokratie

–       Kompetenzen in digitalen didaktischen-math. Bereich sind selten

–       Change-Prozess

–       Unterschiedliche Kompetenzen der Teilnehmenden

–       Keine Unterstützung bei übergreifenden Themen (nicht mein Thema)

–       Schlechte technische Qualität bei Ausstattung

–       Zeitliche Überlastung des Lehrpersonals

–       Technische Infrastruktur / finanzielle Mittel

–       Noch hoher Klärungsbedarf bzgl. rechtlicher Rahmen (u.a. Datenschutz)

–       Haltung & Menschenbild

–       (In)kompetenzen auf Seiten der Lehrenden

–       Unwilligkeit, mangelnde Affinität zu Medien

–       In den Köpfen der Menschen in Bezug auf „richtiges“ Lernen

–       Dozenten müssen liebgewonnene Methodenkonzepte verlassen

–       Rechtl. Rahmen: Anerkennung von E-Learning Zeiten

–       Lehre wie in der Schule

–       Effektivität ist nicht gleich Qualität (Lehre / Struktur)

–       Nicht alles erheben, was möglich ist (Wirtschaft), sondern sinnvoll

–       Medieneinsatz eher oberflächig

–       Wertschätzung von nicht standartkonformen Lernwegen

–       Umgang mit hoher Selbstverantwortung (ist nicht selbstverständlich)

 

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Heraus aus der eigenen Blase?

Aktuell arbeite ich an dem Projekt: „Hochschulen der Zukunft – Anforderungen der Digitalisierung an Hochschulen, hochschulstrategische Prozesse und Hochschulpolitik  (HdZ)„.

In dem Projekt wollen wir, mein Kollege Rüdiger Wild und ich, verschiedene mit der Digitalisierung verbundene Entwicklungen aufgreifen und weiter diskutieren. Wir setzen unsere Fragestellungen bei den Hochschulen an, um entsprechende Folgen von Digitalisierungsprozessen für die Hochschule der Zukunft zu erkunden. Um herauszufinden was von Hochschulen zukünftig erwartet wird und wie der Transformationsprozess von statten gehen kann, suchen wir den kommunikativen Austausch mit Experten und Expertinnen.

Die ersten Gespräche mit den Expertinnen und Experten, sowie Interessierten haben in mir einen Reflektionsprozess, bezüglich unserer Ausgangsbedingungen, ausgelöst, der noch nicht abgeschlossen ist.

Von diesen ersten Gedanken möchte ich in diesem Blogartikel berichten. Gerne seid ihr eingeladen, weitere Gedanken und Impulse mit in diesen Gedankenprozess einzubringen. 

So ist mir durchaus bewusst, dass allein in dieser Ausgangsdefinition „Hochschulen der Zukunft – Anforderungen der Digitalisierung an Hochschulen, hochschulstrategische Prozesse und Hochschulpolitik  (HdZ)“ mehrere diskussionswürdige Ansätze enthalten sind. Gerne greife ich für meinen Blogbeitrag vier Ansätze auf, die ich aktuell als die für mich wichtigsten identifiziere:

  1. Ich frage aus der Perspektive der Selbsterhaltung der Hochschule!

Das heißt, ich bin daran interessiert, dass es Hochschulen auch zukünftig, in welcher Form auch immer, geben wird. Ob das der zukünftige Fall ist, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. In der Orientierung an Castells Netzwerkgesellschaft, könnte geschlussfolgert werden, dass die Hochschule, wenn sie für die Gesellschaft nicht mehr von Bedeutung ist, umgangen wird (Castells 2002).

Stellen wir uns vor, dass in der Zukunft Hochschulen nicht mehr von Bedeutung wären, müsste ich unter dieser Annahme in dem Projekt nicht von einem anderen Ansatz ausgehen?

  1. Ich wähle die Institution der Hochschule mit ihren kulturellen Codes als Akteur aus.

Nach Castells (2003) könnte eine Hochschule als Netzwerk definiert werden, welches verschiedene Knoten, die ein gemeinsames, partikuläres und funktionales Interesse haben, verbindet. In einem gegenseitigen Austausch legt das Netzwerk fest, wer dazugehört und wie sich die Strukturen des Netzwerkes ausgestalten (Bommes und Tacke 2006). Voraussetzung, dass eine Hochschule in die Definition eines Netzwerks nach Castells fällt, ist, dass mehrere Knoten miteinander verbunden werden. Dabei versteht Castells Netzwerke als ein Gegenmodell zu hierarchisch organisierten Organisationen. Aktuell sind Hochschulen hierarchisch strukturiert. In Netzwerken gewinnt die individuelle Wahl Vorrang vor traditionellen Pfaden (Castells 2001a). „Unsere Gesellschaften sind immer mehr um den bipolaren Gegensatz zwischen dem Netz und dem Ich herum strukturiert“ (Castells 2003).

Müsste ich, wenn Netzwerke im Zentrum des zukünftigen Interesses stehen, meine Betrachtungen bei einzelnen Projekten, die sich innerhalb und außerhalb der Institution Hochschule befinden, starten?

  1. In der Fragestellung wird nachgegangen, wie Hochschulen einzelne Digitalisierungsaspekte aufgreifen und umsetzen können! Die Digitalisierung wirkt dementsprechend in die Richtung der Hochschulen!

Mit der Wirkrichtung einher geht, dass Hochschulen auf Digitalisierung reagieren und weniger agieren. Im extremen Fall folgt der technologische Instrumentalismus in der Bildung. So könnten Bildungsbereiche bspw. lediglich digital aufrüsten und das Möglichste mit Learning Analytics erfassen. Ein Netzwerk, dessen Netzwerkknoten sich im ständigen gegenseitigen Austausch der kulturellen Codes befinden, müsste mit seinen Beiträgen zur weiteren Ausprägung/Entwicklung des Netzwerks beitragen.

Wäre die Umdrehung der Wirkrichtung von Digitalisierung daher nicht folgerichtiger? Wie kann sich Hochschule am Diskurs über Digitalisierungsprozesse in der Gesellschaft beteiligen?

  1. Um der Frage, welchen Einfluss die Digitalisierung auf die Hochschulen hat (Ausgangsfrage) wurden Experten und Expertinnen für ein Interview angefragt.

Dabei stellt sich zugleich die Frage, wer als Experte und Expertin definiert werden kann? Wir identifizierten mehrere Bereiche, mit denen sich ein Experte und eine Expertin unserer Meinung nach auseinandergesetzt, bzw. diese erfahren haben muss. Dazu zählen Erfahrungen in:

  • hierarchischen Organisationen, wie auch Netzwerkorganisationen,
  • in der Zusammenarbeit mit Hochschulen oder aus der Hochschule selbst kommend,
  • öffentliche und über einen längeren Zeitraum andauernde Kommunikationsbeiträge im Digitalisierungsprozessen und
  • internationalen Kontexten.

Da Digitalisierungsprozesse nicht an den Ländergrenzen enden und in einigen Projekten hochschulübergreifend und international zusammengearbeitet wird. Haben wir uns dazu entschlossen, dass etwa die Hälfte der Experten und Expertinnen aus dem internationalen Kontext stammen muss. Ein wichtiger Aspekt lag dabei auf den USA, da von dort aus wesentliche und beeinflussende Entwicklungen ausgingen (etwa 30% der internationalen Experten und Expertinnen).

Wir haben auch darauf geachtet, dass die Zugehörigkeit der Expertinnen und Experten zur Hochschule stark variiert. Konkret ausgedrückt, öffnet sich eine Spanne zwischen zwei Extremen, den Hochschulmitarbeitenden auf der einen Seite und der Expertin bzw. den Experten in der Wirtschaft/Ehrenamt auf der anderen Seite, die über einzelne Projekte in Kontakt mit der Hochschule gelangen.

Meistens ergaben sich aus den von uns vorab formulierten Kriterien Expertinnen und Experten, die im traditionellen Hierarchiesystem von Organisationen weit aufgestiegen sind oder die sich bewusst gegen traditionelle Karrieren entschieden haben. Dadurch eröffnete sich mir ein Konflikt. Die interviewten Experten und Expertinnen verwiesen immer wieder darauf, dass mit der Digitalisierung die Möglichkeit entstanden ist, dass sich jeder an Kommunikationsprozessen beteiligen kann. Durch die Definition des Experten bzw. Expertinnenbegriffs wird der Kreis der Beteiligung von Vornherein eingeschränkt.

Ist die Einschränkung der Interviews auf die von uns definierten Expertinnen und Experten in Bezug zu dem Thema Digitalisierungsprozesse nicht entgegengesetzt? Wie kann die Organisation und Struktur des Forschungsprojektes, welche Digitalisierungsprozesse in ihrer Struktur nicht aufgreift, inhaltliche Digitalisierungscharakteristiken erfassen?

An diesen Punkten möchte ich gerne weiter denken und diese versuchen an der einen oder anderen Stelle durch praktische Umsetzung auszuprobieren. So kann ich mir vorstellen den Prozess des Austausches über Digitalisierungsprozesse im Kontext der Hochschule zu öffnen. In einem ersten Ansatz versuche ich die nächsten Tagen den explorativen Prozess zu öffnen, mit dem die wichtigsten Aspekte und Kategorien gefunden werden können.

360° Aufnahmen in der Bildung

Seit einiger Zeit bin ich von den 360° Grad Aufnahmen fasziniert. Was sich genau hinter dieser Faszination verbirgt, habe ich allerdings noch nicht verstanden. Vielleicht liegt aber auch genau darin mein Interesse für das Thema, an dem Gefühl das Potenzial, die Reichweite oder die Tiefe dieses Themas noch nicht ganz erfasst zu haben.

Was ist das: 360° Aufnahmen?

 Bilder in der Welt

Ein Bild, ein Foto, ein Ausschnitt aus der Welt verstehe ich gut (wenn auch das Abgebildete manchmal nicht). Der Erschaffer dieses Ausschnittes hat eine bestimmte Intention, ein Gefühl, einen Sinn, die Absicht unsere Aufmerksamkeit bewusst auf einen Kern zu lenken.

Da ich über einen sozial- und erziehungswissenschaftlichen Hintergrund verfüge, interessiert mich auf welche Weise Bilder Wirklichkeit präsentieren und konstruieren. Bilder verstehe ich als handlungsleitend. Besonders deutlich kann jeder an sich diesen Ansatz spüren, wenn man sich nach seinen inneren Bildern fragt. „Wie stellst Du Dir Deine Zukunft vor? Was willst Du erreichen?“ Bei diesen Fragen, so geht es mir jedenfalls, entstehen Bilder in meinem Kopf, die mich leiten und motivieren. Was ist nur, wenn dazu keine Bilder vor dem inneren Auge entstehen? Habe ich dann keine Ziele? Oder befinde ich mich im Moment dieser Frage in einem Zustand der Umbruches oder der Unsicherheit? Soziale Situationen und Szenarien werden in Form innerer Bilder gelernt.

Des Weiteren entstehen Bilder nicht einfach, sie werden absichtsvoll gemacht – und der Blick und die Intention des Bildproduzenten geht in sie ein. Abgebildete Details werden nur selten dem Zufall überlassen und der Produzent kontrolliert einen großen Teil der Abbildung (oder er entschließt sich absichtsvoll dazu, diese Kontrolle aufzugeben).

Bsp.: Fotografie einer Unterwasserwelt

Unterwasseraufnahme

Rundgänge in der Welt

360° Bilder verändern diese Lenkung (scheinbar oder vergrößern den Spielraum).  360° Bilder spielen mit dem Raum und sind als Bild fast unsichtbar. Ich erlebe eher den Raum, als das Bild an sich. Aus diesem Grund rede ich auch eher von „Umgebungen“. Oder ist es dasselbe?

360° Bilder werden wahrscheinlich, wie ihre Verwandten ebenso absichtsvoll umgesetzt. Dennoch glaube ich, dass sich an dieser Stelle der Prozess der Umsetzung verändert.

Screenshot aus einer 360° Umgebung:

Screenshot aus einer 360° Umgebung

App:

360° Umgebungen lassen sich mit entsprechenden Apps aufnehmen. Ich verwende sehr gerne abwechselnd die Panprama 360 App  und die in der Google Kamera enthaltende Panaroma-Funktion namens Photo Sphere.

Mit Photo Sphere lassen sich Kugelpanoramen aufnehmen, betrachten und veröffentlichen. Der Anwender macht eine Reihe von Aufnahmen, während er sich mit dem Smartphone oder Tablet um die eigene Achse dreht und das Gerät auch nach oben und unten hält, um Stück für Stück seine gesamte Umgebung abzulichten. Dabei zeigt das Interface an, welche Bereiche noch fehlen, damit der Nutzer diese leicht abfotografieren kann. Eingeblendete Hilfspunkte helfen, den überlappenden Bereich zu finden, den die App zwischen den einzelnen Aufnahmen benötigt, um die Anschlüsse zu berechnen.

Mit dem Touchscreen kann der Anwender in der erzeugten Fotoblase herum navigieren, sie von allen Winkeln aus von innen betrachten, online stellen und auch mit dem Aufnahmestandort zusammen auf Google Maps veröffentlichen. Hinweise auf Photo Sphere können auch online weitergegeben werden. Dazu stehen in der App Sharing-Funktionen für E-Mail, Google Plus, Twitter und Facebook zur Verfügung.

Es empfiehlt sich für gute Aufnahmen etwas mehr Zeit einzuplanen. Eine besondere Herausforderung finde ich, sind Abbildungen von Menschen, bzw. Aktionen, da diese über den gesamten Zeitraum einer Aufnahme (die mehrere Minuten dauern kann) nicht still halten und damit die Aufnahme verfremden.

Beispiel einer Umgebung, aufgenommen mit der App „Photo Sphere“:

Screenshot aus einer 360° Aufnahme mit App

In: https://www.holobuilder.com/app/index.html#player/6225813934440448

Kamera:

Eine 360° Kamera bietet gegenüber der App, den Vorteil mit einem einzigen Klick in Sekundenbruchteilen die gesamte Szene aufzunehmen. Bei der Ricoh Theta erfassen die beiden Kameras auf der Vorder- und Rückseite das Bild mit jeweils 180 Grad Blickwinkel, die interne Software fügt die beiden Bilder zusammen. Mein Tipp: Ich versuche die Kamera auf einem Stativ in den Raum zustellen und die Kamera drahtlos per WLAN und Smartphone auszulösen. Andernfalls habe ich stets meinen Daumen mit im Bild. Mit den entsprechenden Apps, über die diese Kamera zusätzlich bedient werden kann, kannst ich zugleich die Qualität der Aufnahme überprüfen und einstellen.

Der etwa Kugelschreiber-lange und etwas mehr als 90 Gramm leichte Kasten zeichnet ausschließlich 360-Grad-Panoramen auf – und zwar vollsphärisch. Dadurch erscheinen Aufnahmen kugelförmig, bei denen der Betrachter in jede beliebige Richtung schauen kann.

Größtes Manko der Theta ist die Bildqualität. Selbst Aufnahmen bei Tageslicht erscheinen verrauscht, unscharf und detailarm.

Beispiel einer Umgebung, aufgenommen mit einer Ricoh Theta:

Screenshot aus einer 360° Aufnahme mit der Ricoh Theta

 

 

In: https://www.holobuilder.com/app/index.html#player/6225813934440448

Plattform:

Bilder können auf den verschiedenen Plattformen und mit den verschiedenen Programmen nachbearbeitet und erweitert werden. Für 360° Umgebungen wird dies dann schon schwieriger. Gute Erfahrungen habe ich mit dem HoloBuilder gesammelt. Hier kann ich 360° Umgebungen nachbearbeiten und sogar 3D Content und andere interaktive Elemente in die 360° Umgebung integrieren. So lassen sich relativ simpel augmented und virtuelle Umgebungen kreieren.

Eine weitere schöne Anwendung der Plattform ist, dass ich meine entworfenen 360° Umgebungen über eine App auf mein Smartphone laden kann.

Mit der Möglichkeit, sich die 360° Umgebung über eine Google Cardboard anzusehen oder dem Play-Modus des HoloBuilders, in der sich die 360° Umgebung an der eigenen Blickrichtung ausrichtet, unterstützt das Gefühl in die dargestellte Umgebung einzutauschen.

wissenschaftl. Ansatz:

In der Bildinterpretation haben sich mehrere methodische Herangehensweisen der Auswertung von Bildmaterial entwickelt:

  1. biographie- und bildungstheoretische Absicht am Modell Panofskys (Marotzki/Stoetzer 2006, 15ff.)
  2. dokumentarische Methode der Bildinterpretation, die Überlegungen von Panofsky und Imdahl kombiniert und sich auf die dokumentarische Methode des Soziologen Mannheim Bezug nimmt (Bohnsack 2006)
  3. strukturalen Medienbildung: Dieser Ansatz orientiert sich ebenso an Panofskys vierstufiges Bildinterpretationsverfahren (Jörissen/Marotzki 2009).

Der Ansatz der bildungstheorethisch-strukturalen Bildinterpretation, entwickelt von Marotzki und Jörissen (2009), scheint mir für meine Interessen geeignet zu sein. Hierbei steht die Frage nach dem Bildungspotenzial medialer Bilderwelten im Vordergrund. Gelingt es uns im Umgang mit digitalen Bildern, aus diesem Umgang heraus Wissen- und Orientierung in unserer modernen Gesellschaft zu finden (Fromme/Jörissen 2010)?

Jörissen und Marotzki formulieren vier grundlegende Dimensionen lebensweltlicher Orientierung, die sie an Kants Fragen ausrichten (vgl. Jörissen/Marotzki 2009: 31f.):

  1. Was kann ich wissen?
  2. Was soll ich tun?
  3. Was darf ich hoffen?
  4. Was ist der Mensch?

Im Jahre 1939 veröffentlicht der Kunsthistoriker Erwin Panofsky seine Abhandlung „Studien der Ikonologie“.  Es enthält vier Stufen der Bildauslegung (Panofsky, 1980):

 

  • 1. Beschreibung der Objekte (prä-ikonographische Beschreibung)

 

  • rein beschreibende Identifikation der unmittelbar sichtbaren Bildgegenstände (-objekte)
  • Benennung von Phänomenen, Gegenständen, Personen, Ereignissen
  • strikte reflexive Kontrolle der kulturellen Bedeutungsgehalte
  • 2. Ordnung der Objekte (ikonolographische Analyse)
    a. Erzeugung von Bedeutungshypothesen

    • Entschlüsselung der konventionellen Bedeutung von Bildgegenständen (erfolgt kulturvariant)
    • Herstellen von Zusammenhang und Ordnung der Dinge und Personen
    • Bestimmung des ikonographischen Themas (oft die Bildunterschrift)
    • Zuführung von historischen und kulturellen Wahrnehmungs- und Thematisierungsweisen zur Reflexion
    • Herausarbeitung der kulturellen Rahmung mit raum-zeitlicher Situierung des Bildes
      b. Konstruktion von Sinnzusammenhängen
    • narrative Generierung des Sinnzusammenhanges
    • Entstehung der Bildstory mittels Herstellen kultureller Bedeutungen und sinnhafter Zusammenhänge

 

  • 3. Inszenierung der Objekte (planimetrische Komposition)

 

  • Deutung des Bildsinns als innerbildlich, Ausklammerung allen außerbildlich Illustrierenden mittels folgender Analyseaspekte:
    • Setting (Landschaft, Räume, Hintergründe etc.)
    • Farbe und Licht
    • Staging (Einstellungsgrößen, Perspektive und Komposition)

 

  • 4. bildungstheoretische Analyse der Selbst- und Weltreferenzen

 

  • Herausarbeitung des gesellschaftlichen Gehalts
  • Entschlüsselung der Selbst- und Weltreferenz mit den zugrunde liegenden Koordinaten
  • Entschlüsselung der Art und Weise der Artikulation von Gesellschaftlichem und Kulturellem im Bild im Sinne einer Zeitdiagnose aus Sicht eines Einzelnen

Quellen:

  • Marotzki, Winfried / Stoetzer, Katja In: Marotzki, Winfried; Niesyto, Horst (Hrsg.): Bildinterpretation und Bildverstehen. Methodische Ansätze aus sozialwissenschaftlicher, kunst- und medienpädagogischer Perspektive. VS Verlag Sozialwissenschaft. S. 15-44.
  • Bohnsack, Ralf (2006): Qualitative Evaluation und Handlungspraxis – Grundlagen dokumentarischer Evaluationsforschung. In: Flick, Uwe (Hrsg.) Qualitative Evaluationsforschung. Konzepte, Methoden, Umsetzungen. Reinbek: Rowohlt, S. 135-155.
  • Jörissen, Benjamin / Marotzki, Winfried (2009): Medienbildung – Eine Einführung,  Bad Heilbrunn, UTB Verlag (Klinkhardt)
  • Fromme, J & Jörissen, B. (2010). Medienbildung und Medienkompetenz: Berührungspunkte und Differenzen zweier nicht ineinander überführbarer Konzepte. In:merz 54 (2010) 5, S. 46-54.
  • Studies in Iconology. Humanistic Themes in the Art of the Renaissance. Oxford University Press, New York 1939. (erweiterte Neuausgabe Harper Torch, New York u.a. 1962. Ins Deutsche übersetzt von Dieter Schwarz: Studien zur Ikonologie. Humanistische Themen in der Kunst der Renaissance. Dumont, Köln 1980

Bildungswandeln, ein Social-Software Projekt an der FernUni

Welchen Hintergrund hat das Bildungswandeln?AR1

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Ziel des Bildungswandelns ist es (welches ich an der FernUni in Hagen umgesetzt habe), Ansätze des Social Learning, Mobile Learning und des AR/VR Lernens spielerisch miteinander zu verbinden. In diesem Projekt werden neuartige Lernanwendungen für die Präsenzveranstaltung „Bildungswissenschaft an einem Tag“ eingebunden und deren Potenzial erkundet. Der zentrale Aspekt liegt dabei auf Augmented Reality Umgebungen, wobei die Definitionsspanne nach Milgram (1994) sich auf einer sehr großen Skala bewegt.

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Was ist AR?

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Durch Augmented Reality ist es möglich unsere Realitätswahrnehmung zu verändern und durch virtuelle Inhalte zu erweitern. Es können alle menschlichen Sinne durch diese Technologie angesprochen werden, wobei unser Hauptaugenmerk beim Bildungswandel auf visuelle Augmented Reality liegt.

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Verbindung von neuen Technologien und Lernen?

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Das Lernen findet, gestützt durch einen didaktisch begründeten Technologieeinsatz, sowohl selbst gesteuert und individuell, als auch eingebettet im sozialen Kontext des Lernenden und in Lerngruppen statt.

Bei der Präsenzveranstaltung „Bildungswissenschaft an einem Tag“ am 25. April 2015 in Hagen konfrontiert Prof. Dr. Bastiaens die Studierenden mit einem neuen Stück FernUni-Realität. Die Teilnehmer/innen können einen „Bildungswandel“ und somit die FernUniversität in Hagen in zweierlei Hinsicht hautnah erleben.

Beim „Bildungswandel“ können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Campus sowohl aus der Augmented Reality Perspektive (Anreicherung der Realität durch virtuelle Informationen), wie auch aus der virtuellen Perspektive erkunden. Sie erhalten Informationen zu einzelnen Bildungsthemen und werden durch Aufgaben dazu angehalten sich mit diesen Inhalten auseinanderzusetzen.

An jeder Station können Punkte erworben werden, mit denen sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in einer abschliessenden Reflektion spielerisch vergleichen und sich über die Inhalte austauschen können, entweder vor Ort durch Gespräche oder virtuell in dem dafür eingerichteten Etherpad.

In diesem Jahr wurde der Bildungswandel mittels der in diesem Jahr neu erschienen Plattform „holobuilder“ umgesetzt. In dieser Plattform kann auf einer grafischen Oberfläche eine eigene AR bzw. VR Umgebung aufgebaut werden.

Die nachfolgend eingebettete Anwendung des Bildungswandels besteht aus acht Stationen. Jede Station ist mit vier Elementen versehen (Theorieerklärung, Anschauungsbeispiel, Aufgaben- und Navigationselement). Die Anwendung wird am besten in den Browsern Google Chrome und Firefox dargestellt.

(Bitte geben Sie der Seite Zeit zum Laden :), damit sie sich in ihrer vollen Pracht entfalten kann.)

Screenshot 2015-04-30 16.32.48

Screen: Bildungswandel 2015; zum Starten bitte auf das Bild klicken

In einer anschließenden Erhebung wollen wir herausfinden, welche Inhalte in welcher Form für den Lernenden in dieser digitalen Aufbereitung aufgegriffen werden.

Die Erkenntnisse, bzw. Teilergebnisse sollen in weitere Projekte, wie beispielsweise dem BMBF Antrag einfliessen.

Der „Bildungs-Wandel“ findet im Rahmen des Social Software Projekts statt, das vom Rektorat der FernUniversität gefördert wird. Das Projekt dient der Erforschung und Implementierung verschiedener didaktischer Modelle zum praktischen Einsatz innovativer Social Software in der Hochschul- und Fernlehre. Hierdurch sollen empirisch abgesicherte Empfehlungen für Lehrende und E-Learning-Entwickler zur Potentialausschöpfung zusammengestellt werden.

Gute Apps für Kinder

Mit Spannung warte ich auf den Beginn des Online-Kurses „Gute Apps für Kinder“.

In 3,5 Wochen sollen Bewertungen für Kinder-Apps entwicklelt werden. Zunächst werden Kriterien diskutiert, anhand derer aus professioneller pädagogischer Perspektive die Qualität von Apps bewerten werden können. Anschließend sichten und bewerten wir konkrete Apps entlang der Kriterien und erstellen daraus eine Sammlung von App-Empfehlungen für Eltern (nur Eltern?). Wir wollen bei der Bewertung der Apps insbesondere die Stimmen von Kindern und Eltern einbinden und Apps gemeinsam mit Kindern besprechen. Am Ende steht die Vorstellung der Sammlung von App-Rezensionen gegenüber interessierten Dritten und Organisationen, die die Ergebnisse weiter verwenden können.

Details: http://medialiteracylab.de/

Diesen Beitrag finde ich wichtig, da sich momentan noch keine Kriterien für Apps für Kinder etabliert haben und sich jeder in diesem Feld nach eigenem Gewissen bewegt, auch ich 😉 (siehe Blogbeitrag zu der App „Zwergenwelten“ und auch geosurfen)

Quasi nebenbei experimentiere ich über diesen Online Kurs (MOOC??) mit einer neuen Lernform. In einem gemeinsamen Prozess mit Fremden und Bekannten wollen wir aktiv (über das Web mit verschiedenen Arbeitsintensitäten (wie sich jeder einbringen kann) mit verschiedenen Medienformaten (Google-Hangout, Twitter, Google-Community, Wiki etc.) das Ziel des Kurses in 3,5 Wochen erreichen.

http://youtu.be/pF8yJOG_ti8

Veranstaltet wird der Online-Kurs vom Media Literacy Lab an der AG Medienpädagogik der Universität Mainz. Organisiert wird alles über das soziale Netzwerk Google plus. Wer daran interessiert ist, kann sich gern noch anmelden, teilnehmen oder diesen Kurs still über den Hashtag #mlab13 verfolgen. 

Wie ist der Kurs aufgebaut?

Phase 0: Am Anfang steht eine kurze Einführung ins Thema. Dazu gehört ein Überblick über den Forschungsstand in der Wissenschaft und die heutige Praxis.
Phase 1: Es werden Kriterien gesichtet und diskutiert, nach denen Apps für Kinder kategorisiert und bewertet werden können. Dafür stehen uns  Coaches zur Seite – Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Phase 2: Jetzt wird es praktisch. Wir erstellen zusammen eine Sammlung von Apps, die für Kinder mehr oder weniger gut geeignet sind. Im zweiten Schritt nehmen Arbeitsgruppen dann je eine App genau unter die Lupe und bewerten sie anhand des Kriterienkatalogs.
Phase 3: Neben diesen pädagogisch-professionellen Bewertungen sollen auch die Experten aus der Praxis zu Wort kommen – Kinder und Eltern. Wir laden alle Kursteilnehmenden ein, mit einem Kind über eine App zu sprechen und das Ergebnis z. B. als Audiodatei (Podcast) mit dem Kurs und mit der Welt zu teilen.
Phase 4: Am Ende steht die Vorstellung der Sammlung von App-Rezensionen gegenüber interessierten Dritten und Organisationen, die die Ergebnisse weiter verwenden können.

Lob / Kriktik

Sehr gut finde ich jetzt schon die Organisation der Veranstaltung. Rechtzeitig kann man sich auf die einzelnen Aufgaben vorbereiten und wird gleichzeitig daraufhin gewiesen, welches Arbeitspensum wohl abverlangt werden wird. Dabei werden verschiedene Kollaborationsmöglichkeiten angeboten. Nicht jeder hat schließlich rund um die Uhr Zeit 😉  Super!!

Allerdings bin ich mir auch noch nicht sicher, inwieweit der Chat, welche Rolle spielen wird. Ist der Kurs gänzlich frei zu gestalten finde ich diesen Schritt sehr mutig. Meiner Erfahrung nach kann nicht jeder damit umgehen. Ich bin gespannt!! und freue mich !!! 😉

Stellungsnahme der GMK zu Manfred Spitzers Buch „Digitale Demenz“

In den letzten Wochen wurde das Buch „Digitale Demenz. Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen.“ von Manfred Spitzer (München 2012) viel und heftig diskutiert.

Aufgrund dessen äußert sich der Bundesvorstand der GMK – Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur in einer Stellungsnahme auf www.gmk-net.de. Ebenso findet ihr dort eine Rezension von Prof. Dr. Bernward Hoffmann zu Spitzers Buch.

Zitat aus der Rezension:
In einigen Kapiteln schießt der Autor gegen (Medien-) PädagogInnen, obwohl er sie („uns“) eigentlich für seine Positionen gewinnen müsste, wenn es ihm denn tatsächlich um die Kinder geht. Nur sollte man dann nicht eine ganze Berufsgruppe diffamieren und behaupten, dass wir von der Medienindustrie leben und uns deshalb nicht kritisch äußern (vgl. S. 26); dann müsste man den Medizinern ebenso pauschal ihre gelegentliche Kooperation mit der Pharmaindustrie vorwerfen. […] MedienpädagogInnen versuchen in ihrer Praxis, Kinder und Jugendliche in ihren Lebenswelten ernst zu nehmen. Gegen das „Marktgeschrei von der digitalen Revolution im Klassenzimmer“ (S. 20) könnte man sich durchaus zusammentun. Aber der Folgesatz enthält dann eine fatale Verfälschung: „Es heißt, dass die neuen Medien heute eben zum Alltag gehören (Ja!) und wir die Kinder an sie gewöhnen müssen.“ Beim zweiten Halbsatz liegt natürlich für den Autor passend die Suchtassoziation nahe. Aber kein vernünftiger Medienpädagoge wird diesen Halbsatz unterschreiben. Es geht um eine kritisch konstruktive Auseinandersetzung mit Medien – und sicher nicht um einen irgendwie pädagogisch legitimierten Gewöhnungsprozess.