PfadLerner: Anreiz zum Austausch und Vertiefung der Studieninhalte

Auf der Veranstaltung der FernUniversität in HagenDigitalisierung in der Lehre“ am 16.02.2017 wurde PfadLerner als ein Beispiel für digitale Lehre vorgestellt.

PfadLerner entstand im Rahmen des vom Rektorat geförderten Social Software Projektes an der Fernuniversität in Hagen.

Unsere Ausgangsüberlegungen zu Beginn des Projektes waren und werden nachfolgend kurz weiter vorgestellt:

  1. Wie können wir unsere Studierenden in der Kommunikation untereinander unterstützen?
  2. Wie können wir unsere Studierenden motivieren, sich mit den Inhalten ihres Studiums vertiefend auseinander zu setzen?

mixed reality

Beide Ausgangsüberlegungen wurden mit dem medialen Ansatz „mixed reality“ verbunden.

Der Begriff „mixed reality“ hat sich seit Juli 2016 mit dem Erscheinen von Pokémon Go! allgemein verständlicher durchgesetzt. Die Popularität von Pokémon Go! wurde in den verschiedensten Medienberichten aufgenommen, weitergetragen und in diesem Zusammenhang verbreitete sich ebenso die unscharf abgetrennte Begrifflichkeitswolke um „mixed reality“, „augmented reality“, „virtual reality“, etc., die alle auf die Kombination virtueller Elemente mit realen Elementen verweisen.

PfadLerner greift diese Kombination von virtuellen Dingen mit realen Objekten, in diesem Fall Orten auf. Diese spezielle Verbindung von virtuellen Elementen mit realen Orten wird auch als location based Anwendung bezeichnet.

PfadLerner verbindet mehrere Stationen zu einem Lehrpfad, den die Spielenden abgehen können.

Für mixed reality Szenarien ist besonders die Zielgruppe aufgeschlossen, die selbstverständlich mit Digitalisierung im Alltag umgeht (Schnetzer, 2012). Zudem ist mixed reality  auf ein breites Publikum anwendbar (Montola, 2009: „can be compelling for young players as well as adults (p.12)).

PfadLerner schafft Anreize für einen Austausch

Darüber, dass die Studierenden (entweder zu mehreren oder allein) an verschiedene Orte geführt werden, sollen sie Anregungen zum fachlichen, wie auch überfachlichen Austausch erhalten.

  • Zu einem fachlichen Austausch können Studierende beispielsweise über das Thema eines Pfades, welches über mehrere Stationen aufgeteilt werden kann, angeregt werden. Jeder Pfad kann ein eigenes Thema aufgreifen. Im nachfolgenden Beispielbild wird im Pfad das Thema „wissenschaftliches Arbeiten“ vorgestellt. An einer der Stationen des Pfades werden die Spielenden zu einer aktiven Handlung aufgefordert, mit der ein fachliches Verständnis unterstüzt werden kann. Durch den Austausch der unterschiedlichen Lösungsansätze der Spielenden, setzen sich die Studierenden vertiefend mit der dargestellten Thematik auseinander.
  • Auf dem Weg zwischen den Stationen tauschten sich die Studierenden bei unseren ersten Einsatztests zu ihren Herausforderungen eines FernStudiums oder andere alltägliche Dinge aus.

PfadLerner schafft Anreize für inhaltliche Vertiefung der Studienthemen

Über die Spielfunktion von PfadLerner kann oft nur ein oberflächiger Eindruck zu Themen vermittelt werden. Um den Spielenden nicht mit Informationen am mobilen Endgerät zu überladen und damit die Spiellust zu verderben, sollten die Texte möglichst kurz und knapp gehalten werden.

Allerdings sind die Pfadkreiierenden erst zu einer sinnvollen Zusammenfassung und Verallgemeinerung des zu bearbeitenden Themas in der Lage, wenn sie sich mit dem Thema umfassend auseinander gesetzt haben.

Durch eine mögliche Einbindung von interaktiven und multimedialen Schnittstellen (YouTube, QR-Codes, etc.) wird das gewählte Thema zugleich in andere mediale Umgebungen transferiert bzw. ergänzt. In diesem Zusammenhang erwerben die Studierenden zugleich mediale und digitale Kompetenzen.

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass PfadLerner verschiedene Lernansätze unterstützt:

  1. Lernen durch Lehren: PfadLerner unterstützt Studierende dabei, ihre eigenen Lernphase und Inhalte zu konstruieren.
  2. Lernen durch Schnittstellen: Pfade können interaktiv und multimedial umgesetzt werden. Eine Kombination von verschiedenen Medienformaten und Kommunikationsschnittstellen ermöglicht es Studierenden , die Inhalte abwechslungsreich und zielgruppengerecht aufzubereiten.
  3. Lernen durch Kollaboration und Partizipation: Feedbackmöglichkeiten und Bewertungen ermöglichen den Anwendern die Inhalte der Pfade weiter zu entwickeln und zu diskutieren.
  4. Lernen durch Erfahrung: Die erarbeiteten Pfade verbinden theoretische Inhalte, wie bspw. aus den Studienbriefen der FernUni in Hagen, mit der Praxis, durch das Hinführen zu beispielhaften anschaulichen Szenarien.
  5. Lernen in Communities: Lernorte werden durch angelegte Pfade für Studierende/Mitarbeitende der FernUniversität in Hagen sichtbar und ermöglichen Räume der Begegnung und des Austauschs.
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Google wird von Pokémons überannt! #pokémonchallenge – collect them all!

Aprilscherz oder kreatives Marketing?

Google startet seinen Aprilscherz-Marathon mal dieses Jahr mit einem großen Knall. Ab sofort könnt ihr Pokémon Master werden! Alles was ihr dazu braucht: Die Google Maps App.

Google-Nutzer können ab sofort mit Google Maps auf die Jagd nach Pokémon-Figuren gehen. Unter dem Suchfeld erscheint ein Start-Button, danach wird man sofort zum Pokémon-Labor katapultiert, dass sich komischerweise in direkter Umgebung des CERN-Forschungsinstituts in der Schweiz befindet. Auf der Karte sieht man dann verschiedene Pokémon, die man direkt fangen kann. Jedes gefangene Pokémon wird in den Pokédex aufgenommen. 150 Stück der niedlichen Monster gibt es zu sammeln, so viele wie in der Original-Version des Spiels. Über den gesamten virtuellen Erdball sind die Pokémons verteilt.

Screenshot_2014-03-31-22-14-04

Das Promotion-Video zeigt eine Augmented Realtiy-Funktion, die sich über Maps allerdings nicht nutzen lässt. Es handelt sich daher wohl um einen der ersten April-Scherze von Google für dieses Jahr.

Vielleicht hat Google aber auch nur einen ungünstigen Startzeitpunkt gewählt und man kann tatsächlich bis zum 2. April Pokémon-Master auf Google Maps werden.

Aber vielleicht handelt es sich ja um keinen Aprilscherz? Überall auf der Welt werden am 1. April (die Challenge läuft nur bis zum 2. April) die Nutzer versuchen die 150 Pokemons, die sich auf der Karte verstecken, zu finden und diese einzusacken. Wer alle Pokemon gefunden hat, diese tauchen sporadisch auf der Karte auf, hat seine Bewerbung für den Job – der am 1. September 2014 beginnt – so gut wie sicher.

So könnt ihr die Pokémon fangenScreenshot_2014-03-31-22-11-27

Öffnet Google-Maps und drückt auf das „Suchen“ Feld. Tippt nun auf „Starten“ und ihr landet beim ersten Pokémon. Einfach antippen und anschließend unten rechts auf den Pokéball tippen, dann habt ihr euer erstes Mini-Monster gefangen.

Probiert die Challenge einmal aus, ihr habt den ganzen morgigen 1. April Zeit um teilzunehmen – und eventuell könnt ihr ja den begehrten Job des Pokemon Master bei Google ergattern :-)

 

Originalpost auf geosurfenblog.com

Komm mit! Ich zeig dir meine Stadt! – Eichstätt (geosurfen)

Zum Ausklang des  TourismusCamps (#tce14) durfte ich an der Stadtführung von @Bauhuber teilnehmen. Interessierten zeigte er eine kleine Auswahl an Orten der Stadt Eichstätt. Dabei sind an einigen Stationen Hintergrundwissen als Einheimischer und die Perspektive des Tourismus  in seinen Erzählungen mit eingeflossen. Vielen Dank für diese Führung 🙂 Ich habe zugleich die Gelegenheit genutzt aus deiner Führung eine Tour auf unserem outdoor game „GeoSurfen“ anzulegen (einige Inhalte sind frei recherchiert und wurden während der Tour nicht gesagt) 😉

Normalerweise ist es so, dass die Inhalte der Stationen erst im Umkreis von 30 m der Station ausgelöst werden. Aus diesem Grunde habe ich den Inhalt in meinem Blog für alle Interessierten übertragen. Allerdings habe ich die Spiel- und Rätselelemente weggelassen. Wer diese zusätzlich erleben will, darf sich den Weg nach Eichstätt suchen und diese Tour spielen.

Feedback zur Tour ist natürlich gerne Willkommen.

Was ist GeoSurfen?

GeoSurfen ist die weltweit erste Plattform auf der virtuelle Elemente mit realen Erlebnissen innerhalb der Community erspielt und eigene Abenteuer über einen intuitiven Editor geteilt werden können.

Über die mobile Spieloberfläche (App) wird der Spieler auf abenteuerliche Fährten der Community geleitet. Vor Ort angekommen erfährt er Hintergrundinformationen zum Ort oder einen weiteren Teil des gerade zu spielenden Abenteuers. Um diese zu erhalten, muss sich der Spieler der Station bis auf 30 m nähern, da der Inhalt ansonsten nicht freigegeben wird.  Erst wenn die Herausforderungen erfolgreich bezwungen wurden, werden weitere Botschaften des Adventures offenbart und   Gegenstände zum Sammeln frei gegeben. Gestaltet sich die Herausforderung als Hürde, wandern die vom Spieler zu erspielenden Punkte an die Community. Der Spieler  hinterlässt somit Spuren auf der Karte, in Form von Surfies.

Die Abenteuer können on-, wie auch offline gespielt werden.

GeoSurfen.com ist die erste Plattform, die allen Usern das Erstellen und Teilen von Inhalten über einen intuitiven Editor ermöglicht. Inhalte können mobil- und webbasiert umgesetzt werden. Mit jedem gespielten Abenteuer erhält der Ideengeber des Abenteuers einen Anteil am erspielten Erfolg.

allgemeine Informationen zur Tour in Eichstätt:

IMG_20140119_160426In den frühen Sonntagmorgenstunden wirkt die Stadt noch verschlafen. Aus den einzelnen Gasthöfen und offenen Bäckereien strömt ein frischer Kaffeeduft in die backsteinbepflasterten Straßen. An den Häuserwänden trohnen majestätisch anmutende Figuren, die den morgendlichen Spaziergänger in der Stadt begrüßen.

Diese Tour führt dich von der Universität in die Innenstadt. Dabei erfährst du ein paar weltliche und geistliche Hintergründe zu Eichstätt, wie sie ein Bewohner seinen Freunden zeigen würde. Diese Tour entstand während des TourismusCamps7 (http://www.tourismuscamp.de/).

Station 1: Universität

UniversitätSchön, dass du den Weg hier her gefunden hast. An dieser Universität habe ich früher studiert. Sie hat aufgrund der Zusammenarbeit mit Ingolstadt den sehr schwer tragenden Namen: „Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt“. Ich habe mich besonders für die Verbindung des „Digitales Lernens“ mit dem Tourismus interessiert. Das Institut für „Digitales Lernen“ liegt in der Innenstadt, das Institut für Tourismus befindet sich hier.

So musste ich immer zwischen den Standorten hin- und herwechseln und kann dir deswegen ein wenig etwas von dieser schönen Stadt zeigen! Die Universität, die Verwaltung und der Tourismus bilden die drei großen Einnahmebereiche der Stadt, wobei der Tourismus eigentlich nur als halbe Einnahmequelle angesehen werden kann, da er noch sehr ausbaufähig ist. Leider legt die Stadt darauf weniger Wert! Dabei sitzt sie auf einem riesigen Fundus! Welcher das ist, das erfährst du später noch.

Eichstätt selbst liegt im ehemaligen Flussbett der Donau. Die Donau hatte dieses Flussbett verlassen und daraufhin konnten die ersten Häuser an beiden Berghängen entstehen. Von hier aus erblickst du ein rotes und prächtiges Gebäude, dieses ließ sich der Fürstbischof Franz Ludwig Schenk von Castell als repräsentativen Sommersitz bauen. Dieser Teil der Universität liegt direkt neben dem Hofgarten Eichstätt

2. Station: Hofgarten / Sommeresidenz

kircheDie Sommeresidenz befand sich zur Zeit des Baus weit außerhalb der Innenstadt Eichstätts und damit außerhalb des kirchlichen Einflussgebiets. In Eichstätt sind bis heute die kirchlichen und weltlichen Grenzen deutlich spür- und beobachtbar. Selbst an dieser Stelle hat der Stadtplaner versucht auf die Kirche zu verweisen. Stehst du genau auf der Station, kannst du von hier aus in der Verlängerung eines Fensters zur dahinter befindlichen Kirche, christliche Symbolik entdecken.

Mit dem Dreißigjährigen Krieg erfuhr Eichstätt einen Prozess der Säkularisierung. In diesem Prozess wurden viele Teile der Innenstadt fast völlig zerstört. Bis Ende des 18. Jahrhunderts erfolgte der barocke Wiederaufbau der Stadt, vor allem durch den Baumeister: Gabriel de Gabrielli. Dieser hat auch die Sommeresidenz entworfen. Eichstätt wurde ein Teil von Bayern.

Im Barockgarten kannst du ebenso geschichtliche Brüche entdecken, welche eine neue gesellschaftliche Epoche markiert. Aus dem feudalen Flaniergarten wurde ein Park für die Bürger der Stadt. Die ältersten Bäume des Hofgartens stammen wohl noch aus dieser Zeit.

3. Station: Verlauf der Stadtmauer

kirche-weltVon hier aus kannst du noch einen Teil der historischen Stadtmauer entdecken. Siehst du über der Tür den Schriftzug „Aula“? Links daneben befindet sich ein weißer Teil einer Mauer! Das ist ein Teil der ursprünglichen Stadtmauer! Außerhalb der Stadtmauer lebten die Armen und Sündigen. Daher findest du hier an diesem Ort auch zwei Sündenpfuhle.

4. Station: Bischofssitz

BischofsitzHier befindest du dich im Herzen, dem Bischofssitz von Eichstätt. Eichstätt ist ein jahrhundertealter Bischofssitz. Ihre geistlichen Herren waren es, die der Stadt ihren unverkennbaren Geist eingehaucht haben. Unter ihrer Herrschaft entstanden prachtvolle Klöster und reich ausgeschmückte Kirchen.

Neben mir steht die Schutzengelkirche, bei ihr handelt es sich um einen überregionalen kultur- und kunsthistorischer Sakralbau. In der Kirche selbst befindet sich anstatt eines festen Einbaus eines Volksaltars, einen mobilen Volksaltar. Ob das ein Ausdruck dessen ist, dass sich Eichstätt in den festen Schlingen der Kirche befand?

Siehst du in der Strasse in der Verlängerung der Schutzengelkirche den roten Kirchenbau? Wie ein Fremdkörper wirkt er hier vor Ort und wird von den Bewohnern auch schon immer als ein solcher wahrgenommen. Dabei handelt es sich als einzige evangelische Kirche, die im Nachhinein in die Stadt regelrecht eingepflanzt wurde.

5. Station: Residenzplatz: Ensemble mit Weltruhm

SäuleDer Eichstätter Residenzplatz gehört zu den schönsten Platzensembles Europas.  Der barocke Platz wurde überwiegend von dem Architekten Gabrieli geplant. Hier findest du repräsentative Amts- und Wohngebäude mit unterschiedlichen Dimensionierungen.

Der kirchliche Platz wird von der einheimischen Bevölkerung jedoch nur wenig angenommen. Oft ist er leer oder wird, wenn dann nur zu kirchlichen Veranstaltungen als ein Ort der Begegnung im öffentlichen Raum wahrgenommen.

6. Station: Dom: Westseite

dom-draußenVon hier aus kannst du den ehemaligen Stadtverlauf wieder sehr gut erkennen. Auf der anderen Seite der Brücke (Spitalbrücke) mussten die ärmeren Leute und Bauern wohnen. Im Hintergrund thront die Willibaldsburg mit dem Museum für Ur- und Frühgeschichte und dem Jura-Museum (u.a. ein fossiler Archaeopteryx).

Du stehst vor dem Westportal des Doms, gestaltet aus einer barocken Schaufassade. Die Errichtung dieser Fassade war auch eine Art Dankmonument für die Verschonung Eichstätts im Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714).

Rechts und links neben dem Eingang stehen Statuen. Einer von denen ist Paulus, der andere Petrus.

 7. Station: Dom: Haupteingang 

domBereits im achten Jahrhundert soll der Hl. Willibald hier eine erste Steinkirche errichtet haben. Ein in Stein gehauenes Abbild des heiligen Willibald von Eichstätt findest du im Dom. Der Dom gehört zu den bedeutendsten mittelalterlichen Baudenkmälern Bayerns.

In den beiden Türmen des Eichstätter Domes befinden sich insgesamt 18 Glocken. Damit zählt die Kathedralkirche zu den glockenreichsten Gotteshäusern Deutschlands. Allerdings erklingen nie alle Glocken zusammen, sondern verteilen sich auf drei separate Geläuteeinheiten sowie die separate Sterbeglocke.

Pssst … also ich finde den Dom für eine kleine Stadt wie Eichstätt ja überproportioniert. Ich verstehe die geschichtliche Bedeutung um die christliche Geschichte vor Ort, aber etwa 10 Kirchen in so einem kleinen Ort ergibt schon ein mächtiges Glockengeläut 😉

 8. Station: Wohnhaus: Gabrieli

handelHier fand neben dem ganzen kirchlichen Leben auch weltliches Leben statt. Erkennen kannst du es beispielsweise an den Kranbalken, die bei einigen Häusern oben aus den Dächern schauen. Damit wurden früher große Lasten in die Häuser gehoben.

In dieser Straße befindet sich aber auch das Wohnhaus des einflussreichen Baumeisters in Eichstätt: Gabrieli.

9. Station:

flussToll, dass ich dich bis hier hin begleiten durfte. Damit ist unsere kleine Stadtführung auch schon beendet. Ich wünsche dir noch viel Spaß in meiner Studentenstadt. Genieße doch in einem der vielen Lokale den heutigen Abend.

#Dank #Sponsoren

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Welche Kriterien können eine virtuelle Tour für den Spieler interessant gestalten?

In diesem Artikel halte ich die für mich wichtigen Kriterien für die Umsetzung einer mobilen Tour fest. Egal, ob es sich dabei um eine klassische Geocaching-Tour (Die Dosenfischer) oder eine virtuelle Tour handelt, die mit aufwendigen weiteren digitalen Informationen aufbereitet wurde und über eine App gespielt werden kann. Eine solche App-Tour sind bspw. die Berufsrouten in Leipzig (Daniel Seitzmediale Pfade; Danilo DietschQ3 Quarter für Medien, Bildung, Abenteuer) oder auch geosurfen, in der Spieler ihre eigenen Touren erstellen können.

Eine kleine Geschichte führt in die Möglichkeiten und Kriterien von mobilen Touren ein. Danach werden in dem Absatz “mobile learning” kurz Potenziale dieses spielerischen Lernens vorgestellt, um dann im letzten Absatz die Kriterien, welche ich aus meinen Erfahrungen und Beobachtungen entwickelt habe, vorzustellen.

Szenario

Durch die nächtlichen Straßen der Innenstadt streift eine Gruppe Jugendlicher. Eine ältere Frau, die gerade am Fenster steht, wird neugierig. Lachend und überschwänglich kamen die Jugendlichen ihrem Haus immer näher, so dass sich die ältere Frau tief in ihre schweren Gardienen zurück zog. Mit einem Mal blieben sie in der Nähe des abgedunkelten Fensters stehen. Ein leichtes Schaudern lief ihren Rücken hinab, als sie einen der jungen Männer sagen hörte, dass ihre Gruppe von hier aus beobachtet wurde. Eine tiefe und blechernde Stimme forderte die jungen Männer auf nach dieser Person zu suchen.

“Hier” die Stimme war nun direkt vor ihrem Fenster. Die anderen jungen Männer wurden durch den Ausruf herbeigelockt. “Na die traut sich was”, hört sie einen anderen sagen. “Und was sollen wir nun mit ihr anfangen?” Der älteren Dame verschlug es die Sprache, bis sie mit einem Mal den Klang eines ihr sehr vertrauten Klavierstückes vor dem Fenster vernahm. Ihre Neugier siegte über die Angst und sie sah zum Fenster hinaus. Dort erkannte sie, wie einer der jungen Männer auf seinem Smartphone Klaviertasten bediente und das Stück von Clara Schumann in Ansätzen nachspielte. Ein trauriges Kopfschütteln konnte sie durch die Gruppe gehen sehen. Sie schöpfte Mut und öffnete das Fenster und die jungen Männer sahen erschrocken zu ihr auf, bis einer von ihnen wohl die Worte wiederfand. Er bat die ältere Dame um Rat, indem er ihr die Noten vorspielte und sie nach dem Namen dieses Klavierstückes befragte. Als er ihre Antwort in das Smartphone eingegeben hatte, leuchteten seine Augen auf und bedankte sich freudestrahlend bei ihr, allerdings müssten sie nun weiter ziehen.

Sie sah der Gruppe Jugendlicher lächelnd nach und wollte gerade das Fenster wieder schließen, als sie die Büste Clara Schumanns direkt neben ihrem Fenster erblickte. Sie wusste, dass unter der Büste ein paar Noten abgebildet waren. Nun musste sie über ihre eigene Fantasie lachen und griff dabei nach ihrem Schlüssel, um ihr Büro in diesem Museum für heute zu verschließen.

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mobile learning

“Ziel ist es, alltägliches Erleben und Bildung miteinander zu verweben. Wenn die Bezüge zum Gelernten im Alltag fehlen, entspricht dies zwar dem alten pädagogischen Paradigma, auf Vorrat zu lernen, jedoch nicht den im Alltag zu bewältigenden Problemstellungen. Ein Problem muss gelöst werden, wenn es vor einem liegt. Ein wesentliches Charakteristikum unseres Lebens ist, dass sich ad hoc Schwierigkeiten ergeben, die überwunden werden müssen.” schreibt Guido Brombach in seinem Artikel “Vom Geo- zum Educaching

Im Alltag stehen wir vor der täglichen Herausforderung neue Situationen / Sachverhalte einzuschätzen, um darauf reagieren zu können. Zudem hat sich das Smartphone in unserem Alltag als treuer Begleiter bewährt, um mit seiner Hilfe schnell einen Überblick oder Orientierung zu gewinnen. Die digitalen Inhalte unterschiedlichster Plattformen sind über das Smartphone fast rund um die Uhr zugänglich. Als embedded learning, also Informationen im Kontext zu erschließen, wird dieser Prozess bezeichnet, weil Orientierung ein Bestandteil des Lebens ist.

Aus diesem Grund, finde ich sind mobile Games ein idealer Ansatz diesen Lernprozess spielerisch zu unterstützen. Über mobile games werden Orte unaufdringlich zum Lerngegenstand, indem sie beispielsweise verwobene (historische, reale, fiktive etc.) Geschichten erzählen. Digitale Daten in Form von Bildern, Quellen, Audio- und Video Dateien begleiten diesen Lernprozess auf attraktive Weise.

Kriterien für eine mobile Tour:

Für jede Tour, die entworfen werden soll, bestimmen die Zielgruppe (Wer soll diese Tour spielen?) und das Ziel (Inhalt der Tour) über die Konzeption einer Tour. Das Konzept für die Tour wird dementsprechend bei der Weiterentwicklung auf folgende Kriterien abgestimmt:

(Erzählung) Soll meine Tour storytelling enthalten?

  • Eine grobe Storylinie kann im Rohentwurf der Tour erstellt werden. Die einzelnen Stationen ermöglichen dieser Storylinie einen sehr individuellen und an die Örtlichkeit angepassten Inhalt wiederzugeben. (vgl. Geschichten hinter vergessenen Mauern aus der Dokumentarfilmreihe von Enno Seifried)
  • Benötige ich einen Avatar, der den Spieler begleitet, in die Geschichte einführt, zu Orten führt, Höhepunkte , Auflösungen anbietet oder etc.?  (vgl. Artikel zu: 5 Tipps zum visuellen storytelling, PR-Blogger, Pia Kleine Wieskamp, 21.Mai 2013)
  • Nicht jede Tour bedarf jedoch einer Geschichte um die Stationen. Der Inhalt einiger Touren lässt sich manchmal klarer vermitteln, wenn direkt und klar zu den Stationen geführt wird..

(Weg) Was sind die Hauptstationen meiner Tour?

  • Wie gestaltet sich der Weg zwischen den Stationen und wie ist er zu bewältigen? Sind die Wege zwischen den Stationen zu lang, beginnt der Spieler sich zu langweilen. Weiterhin sollte der Ersteller einer Tour berücksichtigen,welche Wege sein Spieler gehen kann, um die Station zu erreichen, bzw. welche Hindernisse er zu überwinden hat. Befindet sich zwischen zwei Stationen ein Fluss, eine riesige Baustelle, eine heruntergekommene Gegend, kann es gut sein, dass der Spieler diese Tour aus Frust abbricht.
  • weg1
  • Des Weiteren beobachte ich auch immer wieder, dass Spieler ungern denselben Weg noch einmal gehen. Ergibt sich aus dem Spiel heraus keine sinnvolle Begründung, wird der Spieler an dieser stelle der Tour etwa (gefühlt) die Hälfte seiner Spielfreude verlieren.
  • weg
  • Stationen auf Fähigkeiten (Wegstrecke, Orte der Stationen) abstimmen. Sind die Wege beispielsweise zwischen zwei aufeinander folgenden Stationen zu lang, könnte man überlegen eine Art Überbrückungststation anzulegen.

(Vielfältigkeit) Wie kann ich Abwechslung in meine Tour bringen?

  • Durch das Einfügen weiterer medialer Inhalte, wie bspw. Bebilderungen oder andere Medieninhalte (Film / Audiobeitrag ), der den Inhalt an der jeweiligen Station nochmals wiedergibt, werden die Stationen abwechslungsreich und lockern das Spiel auf.  (Achtung auf Urberrechte etc.)
  • Ebenso kann eine Tour auch durch unterschiedliche Rätsel / Spiele abwechslungsreich gestaltet werden. Beobachtet habe ich auch immer wieder, dass der Ort, wo gerade hingeführt wurde, tatsächliche eine Rolle im Inhalt / Rätsel / Spiel einnehmen sollte. Aufgaben, die der Spieler leicht im Web recherchieren kann, werden bei dem Spieler nicht den Spielspaß entfalten lassen.

 (Form) Wie kann der Inhalt zusätzlich zur Vielfältigkeit ansprechend aufbereitet werden?

  • Textlänge beachten, da zu viel Text oft nicht gelesen und dann übersprungen wird.

Rückblick zu der Session: “LBS Potenziale am POS”

Rückblick zu der Session (auf dem CommunityCamp 2013 in Berlin): “LBS Potenziale am POS

Angeboten wurde die Session von Nastasja Heuer und Christian Schwinden, zu der sich sich zahlreiche Interessierte eingefunden hatten. Beide Session-Ideengeber haben versucht die barcamp Regeln in dieser Session zu integrieren und nicht so sehr vor den Interessierten einen Vortrag zu halten, sondern mit den Anwesenden in einen regen Austausch zu gelangen. Durch gezielte Fragen zu gegenwärtigen und zukünftigen Services von LBS versuchten sie die Zuhörer zu Teilgebern zu transformieren. Ideal finde ich eine Session auf einem barcamp, wenn die Frontaktivität bei wenigen Prozenten liegt. Karl Heinz Pape erklärt in seinem Blogbeitrag zum CommunityCamp, dass diese Frontaktivität bei etwa 10 % liegen sollte.

Nastasja und Christian arbeiten beide an der Integration und Potenzialentdeckung- bzw. -verwirklichung von Location Based Services (kurz: LBS genannt) bei Rossmann. Rossmann war zugleich einer der zahlreichen Sponsoren auf dem CommunityCamp.

rossmann

Was für LBS Plattformen waren den Anwesenden bekannt?

  • Gowalla (wurde 2011 von Facebook übernommen, wobei mit der Übernahme die Marktführung angestrebt wurde, letztendlich aber gescheitert ist (Social Media Marketing Blog))
  • Latitude (Funktion: Freunde zu in Echtzeit zu orten – wurde im August 2013 eingestellt (Cashys Blog))
  • Yelp (vor Kurzem noch Qype, welches dann mit Yelp zu einem Dienst unter dem Dach von Google verband (netzwertig.com))
  • Dailyplaces (hat Insolvenz angemeldet (netzwertig.com))
  • Fousquare (Marktführer! Schon oft wurde der Einbruch für Foursquare vorausgesagt, gerade in Bezug zur Einstellung von Gowalla und Latitude, doch entgegen aller Prognosen behauptet sich Foursquare weiterhin am Markt. Mit seinen Badges und Punktesystemen, die der User bei Check Ins erhält, bindet der Dienst seine User durch Gamification Elemente)
  • Google (über Google Maps kann der User gleichzeitig nach Orten suchen und erfährt die Bewertungen anderer Besucher zu diesen Orten. Während der Session höre ich immer wieder, dass es sich bei Google um ein unterschätztes LBS handelt.)
  • Golocal (Bewertungsplattform und Partner von Das Örtliche, Das Telefonbuch und Gelbe Seiten)
  • Tripadvisor (Bewertungsplattform auf der individuelle Reiseberichte und Bewertungen zu Hotels abgegeben werden können)

Welche Marketingpotenziale bieten LBS Plattformen?

Christian bezeichne in seinem Blogbeitrag zur Session digitales Marketing am Point of Sale als ein spannendes Feld, das bislang aber weder durch entsprechende Technik, noch durch angelerntes Userverhalten zufriedenstellend gelöst ist. Gerade deswegen sieht er im ortsbasierten Marketing eine goldene Zukunft. Dabei bezeichnet er Foursquare als eine Plattform mit dem größten Potenzial aus der Unternehmensperspektive. Entscheidend im effektiven Marketing ist die  technologische Entwicklung und Öffnung verschiedener Dienste und die Smartphonenutzung durch die User. Aktuell besitzen laut der aktuellen Studie des BVDM und der TNS Infratest 62 % aller Einwohner Deutschlands ein Smartphone. Die Tendenz ist steigend, wenn man sich die Smartphoneverbreitung und -akzeptanz bei Jugendlichen anschaut.lbs

Allerdings steht die Nutzung von Foursquare mit seinen Rabatt-Aktionen und Hinweismöglichkeiten auf Aktionen im Vordergrund. Dennoch ist Foursquare noch nicht im Mainstream angekommen.

Christians Fazit war: LBS werden immer als Satellit neben den großen Netzwerken existieren.

Die heutige Nutzung von LBS basiert auf drei verschiedenen Nutzungsmotivationen:

  1. Service
  2. Entertainment
  3. Informationen

Kann LBS ein soziales Netzwerk sein?

In der Session wird diese Frage lebhaft diskutiert. Konsens findet die Gruppe darüber, dass LBS sich allein von ihrer Veranlagung nicht als soziale Netzwerke eignen. Mostafa Akbari hat sich über Twitter an der Diskussion aus Aachen beteiligt und wies darauf hin, dass Foursquare eher eine lokale Suchmaschine sei. Im Laufe der Zeit hat Foursquare allerdings sein Produkt basierend auf dem Verhalten der Nutzer verändert und mit sozialen und kommunikativen Elementen erweitert.

Welche Rolle kommt LBS in der Tourismusbranche zu?

Empfehlungen im Internet haben in den vergangenen Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Klassische Sehenswürdigkeiten verlieren im Netz ihre Strahlkraft. Bewertungsportale verändern den Tourismus, da sich hier viele Hobbykritiker mit ihren eigenen Erfahrungen und Insidertipps austauschen. Somit verändern sich touristische Attraktionspunkte und Orte abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten rücken für netzaffine Besucher immer mehr in das Blickfeld.

Fazit:

  1. Qype Gründer Stephan Uhrenbacher warnt vor der so genannten Mainstream-Falle. Auf den so genannten Bewertungsportalen wollen alle zusammen individuell sein und würden gerade deswegen einen digitalen Einheitsbrei schaffen. Hierbei handelt es sich um das Grundproblem von Bewertungsportalen.
  2. Für eine positive Entwicklung von LBS Services in Deutschland bedarf es kostenfreie W-LAN-Netze, welche vor allem für Besucher aus dem Ausland wichtig sind.

EduCamp 2014 in Berlin, was will ich mitbringen?

Am Wochenende öffnet das EduCamp wieder seine Türe.

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Diesmal wird dem EduCamp ein spannendes Format in Form eines LernLabs voran gestellt. Einen ganzen Tag will die Heinrich von Stephan Gemeinschaftsschule  nicht nur über mobiles Lernen sprechen, sondern auch mobiles Lernen in Form von webbasierten kollaborativen Plattformen und Tablets praktisch anwenden.

Die Integration einer ganzen Schule mit ihren Lehrern und Schülern, wobei auch Lehrer von außerhalb willkommen sind, finde ich großartig. Gleichzeitig bin ich darauf gespannt, welche Ergebnisse und Vorstellungen von diesem Tag mitgenommen und ins EduCamp hinein getragen werden.

Zum EduCamp selbst, möchte ich verschiedene Themen anbieten:

  • Oft rutscht man ja am früheren Nachmittag in eine kleine Phase der Müdigkeit / Erschlappung an diesen Tagen hinein. Gerne möchte ich diese Zeit für ein wenig Bewegung an der „frischen Luft“ nutzen. Dazu nutze ich ein mobile game „geosurfen„, mit dem in einer digitalen Tour (virtuelle Schnitzeljagd oder Rallye) Inhalte, wie bspw. Unterrichtseinheiten, spielerisch (verschiedene Gamification-Elemente) vermittelt werden können. Anschließend möchte ich mit euch über diese und auch weitere Anwendungsmöglichkeiten diskutieren.
  • Als zweite Session am sogenannten Qualitätssonntag, wie er in barcamp-Kreisen gern genannt wird (Bsp.: barcamp cologne 2009), will ich der Frage nachgehen, wie das Storytelling in einer virtuellen Tour (Rallye / educaching / virtuelle Schnitzeljagd) angepasst werden sollte, um begeistern zu können. Wie sollte der Aufbau sein? / Welche Elemente können integriert werden? etc…

Ich freu mich auf viele bekannte und neue Gesichter in Berlin.