Eine Münze des Dankes ist auf Reisen (Juni 2014-Bericht)

geschrieben auf geosurfenblog:

coin-tag-der-kinderhospizarbeit1Angefangen hat alles spontan: Ein Blitz, ein Gedanke, Unterstützung, Motivation und dann folgt das TUN!

Heute früh [26.05.2014] habe ich noch im Halbschlaf mit dem Schnabel unter den Flügeln im Rücken vergraben daran gedacht:

Ach wäre es doch schön ein kleines Danke zu all‘ den Helfern da draußen hin zutragen. Sie mit diesem Dank bei ihrer Suche nach verlorenen Schätzen in morastigen Tümpeln zu überraschen! Diese Menschen zu finden, die ihren kleinen Abbildungen (Kindern) mit lebensverkürzenden Erkrankungen helfen, ihr Leben zu vereinfachen, zu verschönern oder auch nur ein Lächeln in ihr Gesicht zu zaubern, um dann Danke zu sagen!

Mit der Motivation von Margarete Rosen wurde aus der Idee Realität. Schließlich konnte ich in meiner Schatzkiste an einem geheimen Teich noch einen weiteren Coin (neben denen, die den Gewinnen der Kinderhospizaktion überreicht wurden) finden, den ich mit einer Mission in die Welt der Menschen hinaus sandte. Auch diesmal hilft Sungura, das Maskottchen des Kinderhospiz Aachen fleißig mit.

Der Geocoin hat das Gesicht Sunguras erhalten und ist seit heute Nachmittag unterwegs mit folgender Mission: tag der Kinderhospizarbeit

Mit dem Coin wollen wir einen Dank an alle Helfer um die Welt senden, die den Kindern mit lebensverkürzenden Erkrankungen das Leben vereinfachen bzw. verschönern. Es ist nicht selbstverständlich Kindern zu helfen, wenn wir diese Krankheiten für uns selbst nicht nachvollziehen können. Danke 🙂 Dieser Coin ist an alle Helfer gerichtet und soll euch in allen Winkeln aufspüren.

STARTPUNKT:

Einen idealen Startpunkt habe ich dafür auch gefunden. Natürlich liegt dieser in Aachen 😉 Der Cache nennt sich (Ba)rock me Amadeus und ist unter folgenden Code gelistet: GC4NROJ. Dieser Cache führt Euch an einen interessanten Ort in Aachen: Der Klang-Tast-Skulptur von Franz Buchholz.

Mit diesem einzigartigen Gebilde kann man unterschiedliche Töne erzeugen, indem man die Außenkanten der Skulptur mit der einen Hand anfasst und gleichzeitig mit der anderen die schrägen Seitenfelder berührt. 

Die Skulptur ist täglich bespielbar von 10-13 Uhr und von 15-20 Uhr und befindet sich in der Nähe des Zentrums für Kinder- und Jugendkultur. Ein besser Startpunkt des Danks kann doch gar nicht gefunden werden.klangskulptur

HINTERGRUND:

Der bundesweite „Tag der Kinderhospizarbeit“ macht jeweils am 10. Februar (erstmalig im Jahre 2006) auf die Situation lebensverkürzend erkrankter Kinder und deren Familien aufmerksam. Als Zeichen der Verbundenheit rufen wir die Menschen dazu auf, die grünen Bänder der Solidarität z. B. an Fenstern, Autoantennen oder Bäumen zu befestigen. Das gemeinsame Band soll die betroffenen Familien mit Freunden und Unterstützern symbolisch verbinden.

Mittlerweile sind ein paar Tage vergangen: 

Seit dem 26.05.2014 ist unsere kleine Dankesmünze unterwegs (Blogbeitrag dazu). Sie soll Menschen treffen, die sich in der Kinderhospizarbeit engagieren und ihnen für ihre Anstrengungen danken. Vielleicht wird der eine oder andere mit dieser Aktion vielleicht auch angeregt, die kleinen wunderbaren alltäglichen Dinge stärker wahrzunehmen?

Unsere Münze ist am 26.05.2014 in Aachen in dem wundervollen Cache „(Ba)rock me Amadeus“ in der Innenstadt gestartet. Von einem leidenschaftlichen Cacher mit an die 2.500 Funden (deutschlandweit) wurde er am 27.05.2014 aufgesammelt, um dann nur wenige Tage später, am 02.06.2014 in Dresden wieder abgelegt zu werden.

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Coin: Kinderhospiz Aachen (10. Juni / 2014)

In dem neuen zu Hause „Sphärische Klänge“ fühlte sich unser Coin sicher gleich heimisch. Auch dieser Cache war an eine musikalische Einbindung gekoppelt.

Dort lag er bis zum 13.06.2014, um dann von einem weiteren Cacher (mit 121 Funden) auf eine kleine Stadrundfahrt durch Dresden eingeladen zu werden. Danke, dass du unserem Coin ein wenig von Dresden gezeigt hast 🙂

Screenshot 2014-06-15 12.47.29

Coin: Kinderhospiz Aachen (12. Juni / 2014)

Fazit vom 26.05.-12.06.2014:

  • 334,2 Milen zurückgelgt
  • 2 Cacher getroffen
  • 7 Caches gefunden
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Welche Kriterien können eine virtuelle Tour für den Spieler interessant gestalten?

In diesem Artikel halte ich die für mich wichtigen Kriterien für die Umsetzung einer mobilen Tour fest. Egal, ob es sich dabei um eine klassische Geocaching-Tour (Die Dosenfischer) oder eine virtuelle Tour handelt, die mit aufwendigen weiteren digitalen Informationen aufbereitet wurde und über eine App gespielt werden kann. Eine solche App-Tour sind bspw. die Berufsrouten in Leipzig (Daniel Seitzmediale Pfade; Danilo DietschQ3 Quarter für Medien, Bildung, Abenteuer) oder auch geosurfen, in der Spieler ihre eigenen Touren erstellen können.

Eine kleine Geschichte führt in die Möglichkeiten und Kriterien von mobilen Touren ein. Danach werden in dem Absatz “mobile learning” kurz Potenziale dieses spielerischen Lernens vorgestellt, um dann im letzten Absatz die Kriterien, welche ich aus meinen Erfahrungen und Beobachtungen entwickelt habe, vorzustellen.

Szenario

Durch die nächtlichen Straßen der Innenstadt streift eine Gruppe Jugendlicher. Eine ältere Frau, die gerade am Fenster steht, wird neugierig. Lachend und überschwänglich kamen die Jugendlichen ihrem Haus immer näher, so dass sich die ältere Frau tief in ihre schweren Gardienen zurück zog. Mit einem Mal blieben sie in der Nähe des abgedunkelten Fensters stehen. Ein leichtes Schaudern lief ihren Rücken hinab, als sie einen der jungen Männer sagen hörte, dass ihre Gruppe von hier aus beobachtet wurde. Eine tiefe und blechernde Stimme forderte die jungen Männer auf nach dieser Person zu suchen.

“Hier” die Stimme war nun direkt vor ihrem Fenster. Die anderen jungen Männer wurden durch den Ausruf herbeigelockt. “Na die traut sich was”, hört sie einen anderen sagen. “Und was sollen wir nun mit ihr anfangen?” Der älteren Dame verschlug es die Sprache, bis sie mit einem Mal den Klang eines ihr sehr vertrauten Klavierstückes vor dem Fenster vernahm. Ihre Neugier siegte über die Angst und sie sah zum Fenster hinaus. Dort erkannte sie, wie einer der jungen Männer auf seinem Smartphone Klaviertasten bediente und das Stück von Clara Schumann in Ansätzen nachspielte. Ein trauriges Kopfschütteln konnte sie durch die Gruppe gehen sehen. Sie schöpfte Mut und öffnete das Fenster und die jungen Männer sahen erschrocken zu ihr auf, bis einer von ihnen wohl die Worte wiederfand. Er bat die ältere Dame um Rat, indem er ihr die Noten vorspielte und sie nach dem Namen dieses Klavierstückes befragte. Als er ihre Antwort in das Smartphone eingegeben hatte, leuchteten seine Augen auf und bedankte sich freudestrahlend bei ihr, allerdings müssten sie nun weiter ziehen.

Sie sah der Gruppe Jugendlicher lächelnd nach und wollte gerade das Fenster wieder schließen, als sie die Büste Clara Schumanns direkt neben ihrem Fenster erblickte. Sie wusste, dass unter der Büste ein paar Noten abgebildet waren. Nun musste sie über ihre eigene Fantasie lachen und griff dabei nach ihrem Schlüssel, um ihr Büro in diesem Museum für heute zu verschließen.

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mobile learning

“Ziel ist es, alltägliches Erleben und Bildung miteinander zu verweben. Wenn die Bezüge zum Gelernten im Alltag fehlen, entspricht dies zwar dem alten pädagogischen Paradigma, auf Vorrat zu lernen, jedoch nicht den im Alltag zu bewältigenden Problemstellungen. Ein Problem muss gelöst werden, wenn es vor einem liegt. Ein wesentliches Charakteristikum unseres Lebens ist, dass sich ad hoc Schwierigkeiten ergeben, die überwunden werden müssen.” schreibt Guido Brombach in seinem Artikel “Vom Geo- zum Educaching

Im Alltag stehen wir vor der täglichen Herausforderung neue Situationen / Sachverhalte einzuschätzen, um darauf reagieren zu können. Zudem hat sich das Smartphone in unserem Alltag als treuer Begleiter bewährt, um mit seiner Hilfe schnell einen Überblick oder Orientierung zu gewinnen. Die digitalen Inhalte unterschiedlichster Plattformen sind über das Smartphone fast rund um die Uhr zugänglich. Als embedded learning, also Informationen im Kontext zu erschließen, wird dieser Prozess bezeichnet, weil Orientierung ein Bestandteil des Lebens ist.

Aus diesem Grund, finde ich sind mobile Games ein idealer Ansatz diesen Lernprozess spielerisch zu unterstützen. Über mobile games werden Orte unaufdringlich zum Lerngegenstand, indem sie beispielsweise verwobene (historische, reale, fiktive etc.) Geschichten erzählen. Digitale Daten in Form von Bildern, Quellen, Audio- und Video Dateien begleiten diesen Lernprozess auf attraktive Weise.

Kriterien für eine mobile Tour:

Für jede Tour, die entworfen werden soll, bestimmen die Zielgruppe (Wer soll diese Tour spielen?) und das Ziel (Inhalt der Tour) über die Konzeption einer Tour. Das Konzept für die Tour wird dementsprechend bei der Weiterentwicklung auf folgende Kriterien abgestimmt:

(Erzählung) Soll meine Tour storytelling enthalten?

  • Eine grobe Storylinie kann im Rohentwurf der Tour erstellt werden. Die einzelnen Stationen ermöglichen dieser Storylinie einen sehr individuellen und an die Örtlichkeit angepassten Inhalt wiederzugeben. (vgl. Geschichten hinter vergessenen Mauern aus der Dokumentarfilmreihe von Enno Seifried)
  • Benötige ich einen Avatar, der den Spieler begleitet, in die Geschichte einführt, zu Orten führt, Höhepunkte , Auflösungen anbietet oder etc.?  (vgl. Artikel zu: 5 Tipps zum visuellen storytelling, PR-Blogger, Pia Kleine Wieskamp, 21.Mai 2013)
  • Nicht jede Tour bedarf jedoch einer Geschichte um die Stationen. Der Inhalt einiger Touren lässt sich manchmal klarer vermitteln, wenn direkt und klar zu den Stationen geführt wird..

(Weg) Was sind die Hauptstationen meiner Tour?

  • Wie gestaltet sich der Weg zwischen den Stationen und wie ist er zu bewältigen? Sind die Wege zwischen den Stationen zu lang, beginnt der Spieler sich zu langweilen. Weiterhin sollte der Ersteller einer Tour berücksichtigen,welche Wege sein Spieler gehen kann, um die Station zu erreichen, bzw. welche Hindernisse er zu überwinden hat. Befindet sich zwischen zwei Stationen ein Fluss, eine riesige Baustelle, eine heruntergekommene Gegend, kann es gut sein, dass der Spieler diese Tour aus Frust abbricht.
  • weg1
  • Des Weiteren beobachte ich auch immer wieder, dass Spieler ungern denselben Weg noch einmal gehen. Ergibt sich aus dem Spiel heraus keine sinnvolle Begründung, wird der Spieler an dieser stelle der Tour etwa (gefühlt) die Hälfte seiner Spielfreude verlieren.
  • weg
  • Stationen auf Fähigkeiten (Wegstrecke, Orte der Stationen) abstimmen. Sind die Wege beispielsweise zwischen zwei aufeinander folgenden Stationen zu lang, könnte man überlegen eine Art Überbrückungststation anzulegen.

(Vielfältigkeit) Wie kann ich Abwechslung in meine Tour bringen?

  • Durch das Einfügen weiterer medialer Inhalte, wie bspw. Bebilderungen oder andere Medieninhalte (Film / Audiobeitrag ), der den Inhalt an der jeweiligen Station nochmals wiedergibt, werden die Stationen abwechslungsreich und lockern das Spiel auf.  (Achtung auf Urberrechte etc.)
  • Ebenso kann eine Tour auch durch unterschiedliche Rätsel / Spiele abwechslungsreich gestaltet werden. Beobachtet habe ich auch immer wieder, dass der Ort, wo gerade hingeführt wurde, tatsächliche eine Rolle im Inhalt / Rätsel / Spiel einnehmen sollte. Aufgaben, die der Spieler leicht im Web recherchieren kann, werden bei dem Spieler nicht den Spielspaß entfalten lassen.

 (Form) Wie kann der Inhalt zusätzlich zur Vielfältigkeit ansprechend aufbereitet werden?

  • Textlänge beachten, da zu viel Text oft nicht gelesen und dann übersprungen wird.

Geocaching: Betrug an mir selbst

cache

Es ist letztendlich jedem selbst überlassen, wie er sein Hobby ausüben will, dennoch finde ich es ein wenig schade …. sich einen Punkt bzw. eine Trophäe über ebay zu ersteigern. Es passt einfach nicht zur Idee dieses Hobbys, auch wenn ich selbst virtuelle Güter sehr spannend finde.

Grundsätzlich besteht für mich der Reiz beim Geocachen darin, einen kleinen oder auch mal größeren, weniger kreativeren bis sehr kreativen Behälter im realen Raum zu finden. Stolz über diesen Fund, trage ich mich daraufhin in das Logbuch ein, um den Owner (der, der den Cache gelegt hat) eine kurze Nachricht zu hinterlassen.

Über das Web logge ich diesen Fund noch einmal, damit er bei mir im Profil geführt wird. Natürlich finde ich die Statistik, die sich damit quasi nebenbei ergibt, interessant und eifere der einen oder anderen Trophäe schon mal hinter her. Sich den Fund allerdings von jemand Fremden durch Kauf loggen zu lassen …. überschreitet meine Grenze zur Statistikliebhaberei. Damit betrüge ich mich nur selbst.

mal wieder geocachen

Die letzten beiden Tage habe ich, um mal wieder etwas zu entspannen, mich meinem alten Hobby geocaching hingegeben.

Ziel war die Mecklenburgische Seenplatte, insbesondere Neustrelitz und Warnemünde.

Schon vor meiner Reise hier her, lauschte ich den aufregenden Abenteuern befreundeter Geocacher der Umgebung. Insbesondere ein Cache ließ ihre Herzen immer wieder hoch schlagen: Die Mäusejagd (GC2GJY9) der Wampenschleifer hat mittlerweile beeindruckende 741 Favoritenpunkten. Dazu ist auch ein Video auf Youtube zu finden:

Auch wenn wir diesen Cache nicht in diesen zwei Tagen angegangen waren (Grund: fehlende Ausrüstung), wurde ich doch wieder einmal mit spannenden und mitreißenden Geschichten der Mäusejagd empfangen, so dass es einem schon fast Leid tat, nicht die richtige Ausrüstung dabei zu haben.

mausDer kleine Mäusecache (Me-Mi-Mä-Mi-Mu / GC49EY2) durfte dann aber doch mitgenommen werden. Und auch der war, wenn vielleicht nicht ganz so aufregend sehr toll und mit viel Liebe gestaltet.

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Weiter ging es dann nach Neustrelitz, wo einige sehr schöne Dosen auf uns warteten und einige, die man so kennt 😉

Besonders gefreut habe ich mich auch über die Urban- Experimente (Cache-Reihe), wo eine Gruppe im Neustrelitzer Raum gezielt versucht in belebten Gegenden unauffällige Caches zu verstecken. Allerdings muss ich zugeben, dass nicht alle so geglückt sind! Bei einigen fand die Wahl des Verstecks sehr grenzwertig.

Der nächste Tag stand unter einer ähnlichen Herausforderung. Warnemünde wird zu diesem Zeitpunkt (vielleicht auch immer) vom Tourismus überrollt. Hier unbemerkt eine Dose zu verstecken, gleicht einer großen Herausforderung. So fand ich es witzig, dass die Einwohner oft sehr gut um die Verstecke Bescheid wusste. Leicht konnte man mit etwas Freundlichkeit mit ihnen ins Plaudern kommen. Ich war überrascht, wie gut die Einwohner informiert waren, einige wussten genau, wie viele an einem Tag vor Ort waren, wann das Logbuch ausgewechselt wurde bis hin zur leichten Versteckwanderung der Dose.

Ganz nebenbei habe ich für geosurfen ein paar Daten gesammelt. In der Gegend um Warnemünde / Neustrelitz / Waren wird es also demnächst ein paar Waves geben 🙂

geosurfen auf den GeoGamesLE-2012, einem ganz besonderem Event

Euphorische Stimmen klingen von der Rückseite des Kleintransporters an unsere Ohren. Heute ist auch ein außergewöhnlicher Tag! Die GeoGames, ein Mega-Event von Geocachern für Geocachern, finden in Leipzig statt.

Enroute to Geogames 2012 from Die Leipziger on Vimeo.

Wir hingegen sitzen zusammengedrängt zu viert im engen und dunklen Raum des Busses, als ob wir vor der Welt, die uns außerhalb des Blechs erwartet, Schutz suchen müssen. Müssen wir ja auch! Unsere Augen wandern nach außen, es regnet nicht nur, das Wasser kommt uns entgegen, als ob es aus Eimern ausgeschüttet wird. Unsere Palmen werden von uns wohl die einzigen sein, die sich an dieser Erquickung laben.
Ein Geocacher lässt sich von solchen Wetterlaunen jedoch nicht die Stimmung verderben! Wie oft wurde er schon auf seiner Jagd nach Dosen von Regengüssen überrascht, von hartnäckigen Sonnenstrahlen bis zur Hautrötung umgarnt und vom Windböen geneckt, welche sein Gleichgewicht in der Nähe von Höhen und Tiefen besonders herausfordern.

 

Wir wagen uns raus! Das Surfbrett wird drapiert und darum herum unsere gesponserten Lipz-Schorlenden
Sonnenschirm, unsere Palmen und das von Vodafone ausgeliehene HTC. Die Sonne schiebt sich rechtzeitig zwischen den Wolken hervor und geosurfen erstrahlt in seinem ersten öffentlichen Auftritt.

 

 

 

Beeindruckt bin ich von der Organisation der GeoGames in Leipzig. Mit vielen ehrenamtlichen Helfern, die sich im Spätsommer 2011 zum ersten Mal in großer Runde trafen, wurde ein aufregendes Event umgesetzt, welches mit vielen Höhepunkten gekrönt war. Leipziger Gäste der Geocacher-Szene sparten nicht mit Lob:

[…] ich[, so schreibt steinmann33, […] kann nur sagen dieses Megaevent war klasse. Die Organisatoren waren bestens aufgestellt, klein und groß hatten ihren spaß.

Einige Inhalte wurden zwar im Vorhinein in ihrer Umsetzung  kontrovers diskutiert wurden (vgl. Dosenfischer Blogeintrag: „Auf dem Weg zu den GeoGames 2012″, 24.06.2012), dennoch auch diese Heterogenität ist typisch für die Geocacher-Szene und hält sie spannend.

Am Messesee ließen wir im Kreise Gleichgesinnter die Abende ausklingen. Den einen Abend begleitete uns das Dosenfischerkonzert, welches besonders beliebt sind bei den Geocachern.

In humorvollen und ironischen Texten greifen sie den Alltag eines Geocachers auf.

Weitere Songs können unter dem Link angehört werden.

Ein Bericht dazu ist auf den Webseiten des MDR zu finden.

Vielen Dank, für dieses tolle Wochenende 😀


Was ist geosurfen?

Pünktlich zu unserem ersten wirklich „öffentlichem“ Auftreten auf den GeoGames in Leipzig sind nun auch die Registrierungen auf unserer Webseite freigeschaltet – wer will der darf!

Ein tolles Souvenir gibts zum Spielstart in wenigen Wochen oben drauf!

GeoSurfen ist ein Community gestütztes GPS-Adventure Game und verbindet eine klassische Schnitzeljagd mit neuen, modernen Elementen. Über dein Smartphone kannst du durch andere Spieler angelegte Abenteuer (=Waves) spielen, auf deren Weg du Schätze suchen, Rätsel und Aufgaben lösen musst und dabei, je nachdem wie gut du bist, Punkte (=Surfies) erspielen kannst. Die erspielten Surfies werden dir im Laufe des Spiels noch von großer Nützlichkeit sein und man kann nie genug davon haben… 😉

…über unseren Wave-Generator kannst du eigene Abenteuer entwerfen und deiner Kreativität Raum geben! Zeige anderen Mitspielern deine Umgebung mit anderen Augen und Eindrücken, die sie nie vergessen werden! Es ist Enteneinfach!

act!on auf der #rp12

Atmosphäre auf der #rp12:

Eine alte Industriehalle (genannt Station) sollte dieses Jahr die Gäste der re:publica begrüßen, mitten in Berlin in fußläufiger Nähe zum Technikmuseum, dem Kanal und dem Mendelssohn-Bartholdy Park gelegen.

Einen weiteren Bonus erwies uns das Wetter. Warme Sonnenstrahlen heizten den Hof der Station sommerlich auf. Zu den Gesprächen drängten die Besucher zu einem kühlen Bier und Bratwurst in den Hof.

Als Leipzigerin mit einer Affinität zum Geocachen, bin ich eine stille Bewunderin solcher Örtlichkeiten mit Geschichte, die zu einem kommunikativen und sozialen Austausch anregen. Erst vor ein paar Wochen durfte ich den Film „Geschichten hinter vergessenen Mauern“ von Enno Seifried in Leipzig in dem ehemaligen russischen Pavillon erleben.

Die Ankunft auf dem diesjährigen Gelände der re:publica zog somit von Anfang an, meine Faszination auf sich.

Bei der Station handelt es sich um einen ehemaligen Bahnhof, der 1875 für den Personalverkehr eingeweiht und 1887 aufgrund von Spannungen zwischen der Preußischen und Sächsischen Eisenbahnverwaltung  wieder eingestellt wurde.

Erst im Zuge der weiter voranschreitenden Industrialisierung in Deutschland wurde hier eine Kaiserliche Oberpostdirektion eröffnet. Nach den Angriffen im 2. Weltkrieg erreicht der Postbahnhof in Leipzig seine Blütezeit als Paketumschlagplatz.

act!on:

act!on, das Motto unter der die re:publia ausgerichtet wurde, sollte mein selbstgewählter Schwerpunkt werden, wie bspw. die Standbetreuung der @edunauten. Unter der Perspektive des Transmedia Manifestes – The Future of Storytelling versuchte ich mich durch die Hallen der re:publica zu bewegen.

Bei den Edunauten handelt es sich um ein „interdisziplinäres Netzwerk, die GPS gestützte Bildung konzipieren und sowohl in der Kinder- und Jugendarbeit, als auch in der Erwachsenenbildung durchführen. Das Ziel der Medien- und Sozialpädagogen, Informatiker und Erziehungswissenschaftler ist es, ganzheitliche Bildungsszenarien zu entwickeln, bei denen die Technik eingebettet ist und der Mensch und seine Umwelt im Mittelpunkt stehen. Dabei beraten die edunauten, vermitteln, schulen, verleihen Technik und entwickeln gerne auch für Sie GPS-Bildungsprogramme und führen diese durch.“

Netzwerk-Initiaoren der Edunauten ist unter anderem auch die Hamburger Firma geobound. Neben dem Schwerpunkt von Teambuildings und Trainings sowie Events im Rahmen von GPS- und iPad-basierten digitalen Schatzsuchen mit Firmen, bildet die Bildungsarbeit einen Schwerpunkt von GEO°BOUND. Ich hatte das Glück einen kleinen Einblick in die Konzeption und Erstellung einer iPad-basierten Tour durch Berlin beizuwohnen.

Die Möglichkeiten, welche die App bietet, fand ich beeindruckend. Die Erstellung einer solchen Tour wurde durch die App um ein wesentliches vereinfacht. Vor Ort konnte sich das Team nach passenden Stationen umsehen und diese zugleich in ihrer App festhalten. Allerdings wurden diese Stationen später noch einmal über einen Editor konkretisiert bzw. nachgearbeitet.

Beeindruckend fand ich, mit welcher Begeisterung und Neugierde die iPad-App bei den Besuchern der re:publica angekommen war.

Insgesamt wurden durch uns etwa 15 iChallenges auf der re:publica angeboten. Zurück kamen leuchtende Augen und begeisterte Berichte. Es sind diese Momente, die den eigenen Job zu etwas Besonderem gestalten! Über eine webbasierte und zugangsbeschränkte Auswertung konnten die einzelnen Teams ihre Tour noch einmal nachverfolgen. Der Weg ihres Laufs und die Art der Lösungen, mit denen sie unterschiedliche Punktzahlen an den einzelnen Stationen erreichen konnten, wurden aufgezeichnet. Dabei ging es bei den iChallenges auf der re:publica um einen Wettkampf verschiedener Teams. Die erworbenen Punkte richteten sich nach der Zeit und den Lösungen. War ein Team zuerst an einem gesuchten Ort erhielt es mehr Punkte, als das nachfolgende Team. Wurde eine Frage falsch beantwortet oder ein falscher Weg wurde eingeschlagen, konnten sogar Punkte abgezogen werden.

Durch die iChallenges wurden viele an location based learning – Interessierte auf die Edunauten aufmerksam und ich selbst erhielt eine Ahnung davon, dass das Netzwerk weit über die deutschen Grenzen hinausgehen könnte.

Natürlich ist die re:publica ein idealer Raum, um sich über parallele Entwicklungsansätze zu informieren und nach Kooperationen Ausschau zu halten, wie beispielsweise das Mobile Game Lab. Das Mobile Game Lab ist eine Gemeinschaft von Spielern, Forschern und Entwicklern Mobiler Spiele mit Sitz in Bremen. Cubodo  ist wohl eines der bekannteren Spiele, welches auf dem iPhone gespielt werden kann und von dem unter anderem schon auf dem Blog: „Master Thesis“, berichtet wurde. In diesem Spiel können virtuelle Pakete mit ihren unterschiedlichsten Inhalten (Fotos) geschaffen und transportiert werden.

Neugierig bin ich während der re:publica auch auf eyeQuest geworden. EyeQuest ist ein Location Based Service, der User in aller Welt durch die Kamera ihres Smartphones in Echtzeit miteinander verbindet. Unter dem Motto: „Was willst du sehen?“ entwickelte ein Startup eine App, die es den Benutzern ermöglicht, ortsunabhängige Anfragen nach Fotos und Videos zu stellen. Ein anderer Nutzer von eyeQuest, der sich in der Nähe des gewünschten Objektes befindet, teilt dann diese Fotos und Videos. Finanzieren soll sich das Ganze dann über ortsbasierte Werbung und kostenpflichtige Premium Accounts, die insbesondere Medienschaffenden noch weitere Möglichkeiten bieten wird.

Was ist eyeQuest?:

Interview mit den Gründern von Eyequest:

Besonders beeindruckt hat mich allerdings die App (die noch nicht im App-Store zu kaufen ist ;)) tripventure des Berliner Start-Ups sprylab (aktuell präsentieren sie sich auch nur auf facebook), eine mobile gaming engine für augmented adventure games. Diese App (AppleMarket) wurde erstmals für das iPhone, Wi-Fi und das iPad entwickelt. Der Clou an der App ist, dass virtuelle Personen über augmented reality Technik in die Geschichte integriert werden. Die nachgespielten Geschichten sollen im Levelmodus gestaltet sein. Ebenso soll das Spiel später um den Multiplayermodus und einen Communitygedanken erweitert werden.

Auch hier finde ich die Entwicklung eines webbasierten Editors spannend. Über diesen können Geschichten kreiert und später verkauft werden. Zudem soll über Lizenzsystem der Zugang zu dem Editor die bisherigen Kosten wieder einbringen. Allerdings bin ich an diesem Punkt skeptisch