12 Fokusse in 12 Monaten: #12in12

clover-69947_1280Der Artikel „Gute Vorsätze als Gamification des eigenen Lebens“ von Dörte Giebel (auf Twitter: @dieGoerelebt) Auf Minima Muse hat mich seit einigen Tagen nicht mehr losgelassen. Immer wieder schwirren meine Gedanken zu ihm zurück und mein innerer Spieltrieb verlangt doch zumindest aus Neugier diese Idee, einen Monat lang eine bestimmte Verhaltensweise oder Aufgabe in den Fokus zu stellen, auszuprobieren.

Generell gehe ich mit Neujahrsvorsätzen eher verhalten um und verfolge da eher die Auffassung, wenn einem etwas wirklich wichtig ist, fasst man einen Vorsatz zu jeder Zeit oder beginnt mit der Verhaltensänderung in dem Moment, wo man das alte Muster nicht mehr ertragen kann.
Dennoch entspricht dieser spielerische Ansatz viel eher meinem Charakter. Zugegebenermaßen existieren auch einige Wünsche in meinem Leben, zudem, was ich gerne ändern, bzw. womit ich achtsamer umgehen will. Allerdings handelt es sich dabei um mehrere Dinge, so dass eine Umsetzung mit einem mal eher zum Scheitern verurteilt wäre. „Sich zu viel auf einmal vorzunehmen, ist ohnehin unklug. Schließlich geht es darum, mit alten Gewohnheiten zu brechen. Die sind anfangs wie Spinnweben und später wie Drahtseile, sagt ein spanisches Sprichwort. Sie abzulegen geht nicht von heute auf morgen. Die Kunst ist, ein großes Ziel, eine Strategie möglichst konkret zu entwerfen, in Etappen zu zerlegen“, heißt es im Blog von Jochen Mai, der Karrierebibel. Des Weiteren brauchen Verhaltensänderungen mindestens 66 Tage, wie es ebenfalls in diesem Artikel „Vorsätze einhalten: Tricks für Neujahrsvorsätze“ heißt. Ist es in diesem Zusammenhang tragbar, jeden Monat mit einer Challenge zu belegen, die eine Verhaltensänderung betrifft?

Im weiteren Verlauf dieses Artikels will ich den Begriff der Verhaltensänderung gerne abmildern. Dieser Begriff erscheint mir als zu stark, da es sich in diesem Falle wohl eher um Gewohnheiten handelt.

Für mich habe ich beschlossen, die kommenden 12 Monate abwechselnd mit einer Challange und mit der Arbeit an den Gewohnheiten zu belegen. D.h. in den Monaten, in denen ich alte Gewohnheiten überschreiben will, soll der Fokus explizit auf diese Überschreibung und somit bewusste Umsetzung neu zu etablierender Gewohnheiten gelegt werden. Das heißt aber nicht, dass ich in anderen Monaten diese Challenges vernachlässige, aber ich bin dann wohl gnädiger mit mir, wenn ich sie nicht immer umsetze😉 Beziehungsweise braucht die Etablierung der Gewohnheit in den anderen Monaten nicht im angestrebten Umfang zu erfolgen, was zeitlich auch einfach auch gar nicht machbar wäre.

Toll finde ich an diesem spielerischen Ansatz, dass sich bereits eine kleine international besetzte Gemeinschaft zusammengefunden hat, die sich gegenseitig von ihren Inhalten und Erfolgen der monatlichen Challenges erzählen. Auf Twitter kann man dieser Gemeinschaft unter #12in12 lauschen.

Meine Ideen ;):

Januar: Steuer- und Zahlungsangelegenheiten überprüfen und ggf. verändern (wenn ich mit der lästigsten Aufgabe zu Beginn des Jahres anfange, habe im weiteren Verlauf des Jahres emotionale Ruhe und erhalte vl. eher eventuelle kleine Belohnungen, wie Steuerrückzahlungen.)

Februar: So viel englisch sprechen, lesen, englischsprachige Serien/Filme sehen bzw. auffrischen wie möglich, mind. 1 h am Tag. (ein paar Reisen in englischsprachige Gebiete stehen dieses Jahr wohl an)

März: Wohnung und Keller entrümpeln.

April: 5 h Sport und 3 h „ungeplanter“ Spaziergang auf eine Woche verteilen. Spätestens im Juli benötige ich einen Körper, in dem ich mich rundherum wohl fühle und ein bisschen mehr Bewegung an der frischen Luft, wo man in der Zeit nicht arbeitet, sondern sich einfach mal treiben lässt und die Umgebung bewundert, vermisse ich eh schon immer. Mehr wird wohl aufgrund meiner Arbeit leider nicht möglich sein.

Mai: Fotoalbum mit einschränkender Menge an Fotos und liebevoller Gestaltung für das Jahr anlegen.

Juni: Jeden Tag etwa 1h etwas fachfremdes oder Belletristik lesen. (Über Weihnachten ist mir aufgefallen, wie schwer es mir fällt Literatur zu lesen. Ich habe mich an der „Atemschaukel“ von Herta Müller versucht. Ihr kreativer Umgang mit der Sprache hat mich überfordert und erschien mir befremdlich. Früher hatte ich solche Sprachspielereien geliebt. Ich nehme an, dass sich mein Fokus, aufgrund der rational aufgebauten Fachliteratur, die ich immerzu lese, verengt hat.)

Juli: von Dörte übernommen, da ich diese Challenge wunderschön finde: „Diesen Monat widme ich der Dankbarkeit für mein Leben und werde dafür täglich Ausdrucksformen finden.“

August: Jeden Tag mindestens 1 1/2 Liter trinken.

September: Mindestens 10 h / Woche an meiner Dissertation schreiben.

Oktober: Den Körper entgiften (bspw. mit fasten) und danach den Rest des Monats (vegetarisch) bewusst ernähren.

November: Den Körper jeden Tag bewusst pflegen. Schon länger wird mir gesagt, dass meine Haut zu trocken sei und da will ich mal was tun😉

Dezember: Mich auf Weihnachten einstimmen und die verschiedenen Feiertage und Geburtstage vorbereiten.

Dezember: Mich auf Weihnachten einstimmen und die verschiedenen Feiertage und Geburtstage vorbereiten.

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