Geschichten einer Reisenden

Auf Bahnreisen erlebt man so einiges …20140308_130141

zahlreiche Tweets, Statusmeldungen auf Facebook und anderen Social Media Kanälen berichten dem Interessierten von den vielfältigen manchmal lustigen, manchmal spannenden und manchmal frustrierenden Ereignissen. Die ganze Palette menschlicher Emotionen lässt sich bei Reisenden wiederfinden.

An dieser Stelle frage ich mich doch tatsächlich, wie viel Rationalität begleitet so einen Reisenden?

Bin ich auch eine Reisende?

So langsam muss ich mir wohl auch eingestehen, dass ich ebenso zur Gruppe der Reisenden zähle und das nicht erst seit ein paar Wochen, sondern seit ich denken kann.

Liegt der Anfahrtsweg zur Arbeit / Termin / etc. unter einer halben Stunde oder besteht gar nur aus wenigen Minuten, verfalle ich zwar nicht gerade in Panik, aber eine unbestimmte Unruhe spüre ich in mir aufziehen. Alle paar Minuten beobachte ich, wie mein Blick, wie selbstverständlich zur Uhr wandert und eine leise Stimme im Hinterkopf sich flüsternd fragt: „Müsste ich nicht schon längst unterwegs sein?“

… und dann ist es wieder soweit, dann sitze ich im Zug und die nächsten Abenteuer stürmen auf mich ein.

Den Erfahrungen anderer lauschen

Ich lausche (ab und zu mal) bei den Mitfahrern, da ich die Vielfalt des Lebens so unwahrscheinlich faszinierend finde und dann beobachte ich manchmal noch obskure Dinge. Auf so engem Raum, kann man seine Sinnesorgane ja nicht einfach ausschalten😉

Diese Woche hat mich beispielsweise das Gespräch eines jungen türkischstämmigen Mannes mit seinem Freund beeindruckt. Er berichtete von seiner Exfreundin, wie toll, freundlich, humorvoll und gutaussehend sie sei. Erst dachte ich, von den konditionierten Mustern her gewohnt, dass er diese Frau gerne wieder zurück wollte. Aber da hatte ich mich gründlich geirrt. Ihm war es zu anstrengend, auf die anderen Männer ständig zu achten, dass sie seiner Freundin nicht zu nahe kamen. Daher lautete sein Fazit: Seine nächste Freundin sollte nicht so gutaussehend sein!

Jetzt, wo ich von diesem Gespräch berichte, merke ich wieder, dass mich das Gespräch beeindruckt, aber auch irgendwo ein Schmunzeln auf mein Gesicht zaubert. So viele Gedanken tanzen in meinem Kopf bei dieser Erinnerung.

Angefangen von ….

  • beeindruckend und verwundert, aber auch nachvollziehbar, wie er die Situation analysiert und seine eigenen Schlussfolgerungen daraus gezogen hat, über
  • ein starker und vertrauensvoller Charakter braucht um seine Freundin nicht ständig aufpassend herumtänzeln, zu
  • begnügt man sich mit zweiter Wahl, weil man dem Druck nicht stand hält oder ist das dann einfach nicht passend? Warum nutzt man diese Chance nicht, um sich persönlich weiter zu entwickeln?

Ich versuche mich ab und zu in das Weltrauschen der vielen Reiseberichte und Erzählungen von Bahnfahrten auf diversen Blogs, Twitter, etc. einzubringen. Zum einem sollen diese Erinnerungen bewahrt und gesammelt werden, zum anderen habe ich das Bedürfnis mein Blog mit wir weiter zuentwickeln.

P.S. Und dann, wenn ich am Zielort aussteige, freue ich mich über die mich empfangende Stille und sich ausbreitende Ruhe, um die vielen Eindrücke des Erlebten hinter mich lassen zu können. Denn nur ein paar Ecken weiter warten die Abenteuer der Stadt / des Ortes auf mich.😀

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