act!on auf der #rp12

Atmosphäre auf der #rp12:

Eine alte Industriehalle (genannt Station) sollte dieses Jahr die Gäste der re:publica begrüßen, mitten in Berlin in fußläufiger Nähe zum Technikmuseum, dem Kanal und dem Mendelssohn-Bartholdy Park gelegen.

Einen weiteren Bonus erwies uns das Wetter. Warme Sonnenstrahlen heizten den Hof der Station sommerlich auf. Zu den Gesprächen drängten die Besucher zu einem kühlen Bier und Bratwurst in den Hof.

Als Leipzigerin mit einer Affinität zum Geocachen, bin ich eine stille Bewunderin solcher Örtlichkeiten mit Geschichte, die zu einem kommunikativen und sozialen Austausch anregen. Erst vor ein paar Wochen durfte ich den Film „Geschichten hinter vergessenen Mauern“ von Enno Seifried in Leipzig in dem ehemaligen russischen Pavillon erleben.

Die Ankunft auf dem diesjährigen Gelände der re:publica zog somit von Anfang an, meine Faszination auf sich.

Bei der Station handelt es sich um einen ehemaligen Bahnhof, der 1875 für den Personalverkehr eingeweiht und 1887 aufgrund von Spannungen zwischen der Preußischen und Sächsischen Eisenbahnverwaltung  wieder eingestellt wurde.

Erst im Zuge der weiter voranschreitenden Industrialisierung in Deutschland wurde hier eine Kaiserliche Oberpostdirektion eröffnet. Nach den Angriffen im 2. Weltkrieg erreicht der Postbahnhof in Leipzig seine Blütezeit als Paketumschlagplatz.

act!on:

act!on, das Motto unter der die re:publia ausgerichtet wurde, sollte mein selbstgewählter Schwerpunkt werden, wie bspw. die Standbetreuung der @edunauten. Unter der Perspektive des Transmedia Manifestes – The Future of Storytelling versuchte ich mich durch die Hallen der re:publica zu bewegen.

Bei den Edunauten handelt es sich um ein „interdisziplinäres Netzwerk, die GPS gestützte Bildung konzipieren und sowohl in der Kinder- und Jugendarbeit, als auch in der Erwachsenenbildung durchführen. Das Ziel der Medien- und Sozialpädagogen, Informatiker und Erziehungswissenschaftler ist es, ganzheitliche Bildungsszenarien zu entwickeln, bei denen die Technik eingebettet ist und der Mensch und seine Umwelt im Mittelpunkt stehen. Dabei beraten die edunauten, vermitteln, schulen, verleihen Technik und entwickeln gerne auch für Sie GPS-Bildungsprogramme und führen diese durch.“

Netzwerk-Initiaoren der Edunauten ist unter anderem auch die Hamburger Firma geobound. Neben dem Schwerpunkt von Teambuildings und Trainings sowie Events im Rahmen von GPS- und iPad-basierten digitalen Schatzsuchen mit Firmen, bildet die Bildungsarbeit einen Schwerpunkt von GEO°BOUND. Ich hatte das Glück einen kleinen Einblick in die Konzeption und Erstellung einer iPad-basierten Tour durch Berlin beizuwohnen.

Die Möglichkeiten, welche die App bietet, fand ich beeindruckend. Die Erstellung einer solchen Tour wurde durch die App um ein wesentliches vereinfacht. Vor Ort konnte sich das Team nach passenden Stationen umsehen und diese zugleich in ihrer App festhalten. Allerdings wurden diese Stationen später noch einmal über einen Editor konkretisiert bzw. nachgearbeitet.

Beeindruckend fand ich, mit welcher Begeisterung und Neugierde die iPad-App bei den Besuchern der re:publica angekommen war.

Insgesamt wurden durch uns etwa 15 iChallenges auf der re:publica angeboten. Zurück kamen leuchtende Augen und begeisterte Berichte. Es sind diese Momente, die den eigenen Job zu etwas Besonderem gestalten! Über eine webbasierte und zugangsbeschränkte Auswertung konnten die einzelnen Teams ihre Tour noch einmal nachverfolgen. Der Weg ihres Laufs und die Art der Lösungen, mit denen sie unterschiedliche Punktzahlen an den einzelnen Stationen erreichen konnten, wurden aufgezeichnet. Dabei ging es bei den iChallenges auf der re:publica um einen Wettkampf verschiedener Teams. Die erworbenen Punkte richteten sich nach der Zeit und den Lösungen. War ein Team zuerst an einem gesuchten Ort erhielt es mehr Punkte, als das nachfolgende Team. Wurde eine Frage falsch beantwortet oder ein falscher Weg wurde eingeschlagen, konnten sogar Punkte abgezogen werden.

Durch die iChallenges wurden viele an location based learning – Interessierte auf die Edunauten aufmerksam und ich selbst erhielt eine Ahnung davon, dass das Netzwerk weit über die deutschen Grenzen hinausgehen könnte.

Natürlich ist die re:publica ein idealer Raum, um sich über parallele Entwicklungsansätze zu informieren und nach Kooperationen Ausschau zu halten, wie beispielsweise das Mobile Game Lab. Das Mobile Game Lab ist eine Gemeinschaft von Spielern, Forschern und Entwicklern Mobiler Spiele mit Sitz in Bremen. Cubodo  ist wohl eines der bekannteren Spiele, welches auf dem iPhone gespielt werden kann und von dem unter anderem schon auf dem Blog: „Master Thesis“, berichtet wurde. In diesem Spiel können virtuelle Pakete mit ihren unterschiedlichsten Inhalten (Fotos) geschaffen und transportiert werden.

Neugierig bin ich während der re:publica auch auf eyeQuest geworden. EyeQuest ist ein Location Based Service, der User in aller Welt durch die Kamera ihres Smartphones in Echtzeit miteinander verbindet. Unter dem Motto: „Was willst du sehen?“ entwickelte ein Startup eine App, die es den Benutzern ermöglicht, ortsunabhängige Anfragen nach Fotos und Videos zu stellen. Ein anderer Nutzer von eyeQuest, der sich in der Nähe des gewünschten Objektes befindet, teilt dann diese Fotos und Videos. Finanzieren soll sich das Ganze dann über ortsbasierte Werbung und kostenpflichtige Premium Accounts, die insbesondere Medienschaffenden noch weitere Möglichkeiten bieten wird.

Was ist eyeQuest?:

Interview mit den Gründern von Eyequest:

Besonders beeindruckt hat mich allerdings die App (die noch nicht im App-Store zu kaufen ist ;)) tripventure des Berliner Start-Ups sprylab (aktuell präsentieren sie sich auch nur auf facebook), eine mobile gaming engine für augmented adventure games. Diese App (AppleMarket) wurde erstmals für das iPhone, Wi-Fi und das iPad entwickelt. Der Clou an der App ist, dass virtuelle Personen über augmented reality Technik in die Geschichte integriert werden. Die nachgespielten Geschichten sollen im Levelmodus gestaltet sein. Ebenso soll das Spiel später um den Multiplayermodus und einen Communitygedanken erweitert werden.

Auch hier finde ich die Entwicklung eines webbasierten Editors spannend. Über diesen können Geschichten kreiert und später verkauft werden. Zudem soll über Lizenzsystem der Zugang zu dem Editor die bisherigen Kosten wieder einbringen. Allerdings bin ich an diesem Punkt skeptisch

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