Dead Drops – geheime Briefkästen im öffentlichen Raum laden zum filesharing ein

Eine weitere Spielvariante des Geocachings hat sich in den letzten Monaten entwickelt, genannt wird diese Entwicklung „Dead Drops“. „Dead Drops“ sind tote Briefkästen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie nur dem Absender und dem Empfänger bekannt sind.  An leicht zugänglichen, aber unauffälligen Orten im öffentlichen Raum könnt ihr kleine  USB Sticks finden, die in Wände, Gebäude oder Kantsteine eingebaut sind. Findet ihr so einen USB-Stick, könnt ihr euren Laptop daran anschließen und Offline Peer-to-Peer Filesharing betreiben.

Ursprung:

Das Besondere daran ist die Idee eines anonymen peer to peer filesharing- Netzwerks, die 2010 aus einem Projekt der Eyebeam Art in New York vom Medienlünstler Aram Bartholl (Wikipedia)  entstanden sein soll. Die auf dem Stick befindlichen Musik-, Video- oder Bilddateien werden jedem zur Verfügung gestellt. Die Idee, die dahinter steht wird im eigenen Dead-Drop Manifest deutlich:

„Befreie deine Daten für die Allgemeinheit in Zement! Installiere noch Heute deinen eigenen Dead Drop! Befreie deine Daten aus der Cloud, jetzt!!“ (Quelle)

Kritische Gedanken:

Schön finde ich daran den Gedanken des öffentlichen Raums.

„Ein ‘Dead Drop’ muss öffentlich zugänglich sein. Ein ‘Dead Drop’ in geschlossenen Gebäuden oder auf Privatgrundstücken mit eingeschränktem oder zeitlich begrenztem Zutritt ist kein ‘Dead Drop’.“

An diesem Punkt unterscheidet kann sich ein „Dead Drop“ von einem „GeoCache“ unterscheiden. Ist ein „Dead Drop“ für jeden jederzeit und leicht zugänglich, so müssen für bestimmte Caches Fähigkeiten und Fertigkeiten mitgebracht werden, über die nicht jeder verfügt. Weswegen ich einen Cache eher spielerisch verstehe. Ein „Dead Drop“ regt den Diskurs über unser gesellschaftliches Verständnis von Öffentlichkeit an.

Allerdings bin ich vorerst noch ein wenig skeptisch, da ich mich des Gefühls nicht erwehren kann, dass sich vielleicht auf dem „Dead Drop“ Dateien befinden können, die meinem Computer schaden. An dieser Selle hilft wohl ein kompetener Umgang mit dem Laptop😉.

Wo könnt ihr „Dead Drops“ finden?

Auf einer eigens dafür angelegten Karte werden die Orte für „Dead Drops“ gesammelt:

In Leipzig befinden sich zwei „Dead Drops“

1.    Rossplatz 8; 51.33610 N 12.38050 E

2.    Rennbahnsteg; 51.32770 N 12.35920 E

 

Dead Drops ‚How to‘ – NYC from aram bartholl on Vimeo.

4 thoughts on “Dead Drops – geheime Briefkästen im öffentlichen Raum laden zum filesharing ein

  1. Pingback: Feuerwehr News

  2. naja, wirklich „anonym“ ist das ja nicht, wenn man quasi selbst mit seinem Labtop vor Ort ist um (meist wohl illegale) daten zu ziehen… Oo

    btw: toller header🙂

  3. Ich glaube anonym wird hier damit interpretiert, dass sich Adressat und Absender nicht kennen. Technisch sieht das allerdings anders aus, stimmt.

    btw: ja nicht wahr? Die Schrift auf der Fahne „RB Leipzig“ ist auch recht gut zu lesen😉

  4. die einzigste Möglichkeit sich in Zukunft noch i.i.W. digital auszutauschen, wenn das Netz und sämtliche Satelliten mal down sind..nichts passiert ohne GRuND

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