Erschienen: „Web-Monitoring“

Mit dem Sammelband „Web-Monitoring“ erscheint ein erster Überblick zur Analyse und Auswertung von Social Media.

Während das Buch nach und nach seine heutige Form annahm, hat ein Blog die Entstehung des Buches begleitet.

Die Buchbeschreibung:

Die Beobachtung des Internets, insbesondere des »Social Webs«, wird für Unternehmen, Verbände und Institutionen immer wichtiger, ist aber gleichzeitig schwierig und erfordert spezifisches Know-how. Kaum jemand weiß, wie sich Erfolge im Internet manifestieren und messen lassen. Zu intransparent ist oft das neue Medium, zu verworren die Meinungsbildung in der unübersehbaren Zahl von Mikro-Öffentlichkeiten. Die Unkontrollierbarkeit der Ausbreitung von Meinungen ist von den »Marktteilnehmern« gefürchtet, doch bislang kaum systematisch untersucht worden. Selten wird eine professionelle Software verwendet und selbst dann stellt sich noch die Frage nach der Auswertung der unüberschaubaren Datenmenge. Hier setzt das Web-Monitoring an, das sämtliche Kommunikationsprozesse im Internet wissenschaftlich analysiert und den Beteiligten ein Instrument für die Planung, Realisierung und Bewertung ihrer Internetaktivitäten zur Verfügung stellt. Im vorliegenden Sammelband beleuchten Wissenschaftler, IT-Spezialisten und Manager dieses spannende Feld und geben ihre Erkenntnisse und Erfahrungen weiter. Sie gehen auf die Zielsetzung des Meb-Monitorings ein, stellen verschiedene Methoden vor und liefern Tools und Kennzahlen, mit denen sich die Ergebnisse analysieren und bewerten lassen. Einige Best-Practice-Beispiele für gelungenes Web-Monitoring runden den Band ab.

Auch ich durfte dem Sammelband einen Artikel über manuelles Web-Monitoring beifügen, 🙂 der sich mit folgender Fragestellung auseinandersetzt:

Als theoretische Grundlage, des methodischen und experimentellen Zugangs der Frage von Wissens- und Handlungsgenerierung im partizipativ gestalteten Web, kann der Ansatz der strukturalen Medienbildung hinzugezogen werden. Mediale Räume avancieren zunehmend zu Orten sozialer Begegnung. Dabei determinieren strukturale Aspekte die kommunizierten Inhalte. Signifikant für diese Untersuchung ist demzufolge die Fragestellung von plattformübergreifender Wissensgenerierung im Web. Nur marginal ist das Forschungsfeld in vergangenen Studien plattformübergreifend erhoben worden. Zu einzelnen webspezifischen Forschungsgebieten wurden schon zahlreiche Arbeiten verfasst. Diesen Forschungen gemeinsam ist, die vom Beobachter vorgenommene Begrenzung des sozialen Phänomens auf die jeweilige Webapplikation. Eine korrelative Wirkung verschiedener Kommunikationsplattformen ist bisher wenig berücksichtigt worden. Die im Web entstandenen Handlungsräume erweisen sich jedoch als plattformübergreifend. Der Zugang zur Erhebung notwendiger Daten erfolgt somit explorativ-experimentell mittels eines manuellen Webmonitorings.

Ein Ansatz, um sich dem Forschungsfeld anzunähern, kann aus der ego-zentrierten Netzwerkanalyse abgeleitet werden. Mittels dieser Netzwerkanalyse werden Schnittstellen, die auf andere Plattformen verweisen, festgehalten. In Form von Verknüpfungen treten diese in Erscheinung. Ausgangspunkt der Netzwerkanalyse bildet dabei nicht das Ego, sondern das einzelne Thema. Deshalb wird die ego-zentrierte Netzwerkanalyse in objectum-zentriertes Netzwerk umbenannt, da das Ego nicht den Mittelpunkt der Beobachtung bildet. Die indirekte Zusammenarbeit der Individuen rückt dabei in den Hintergrund der Untersuchung.

Ziel ist die Herausbildung unterschiedlicher Cluster von Kollaborationsmöglichkeiten in denen einzelne Attribute auf spezielle Eigenschaften des jeweiligen Clusters verweisen sollen. Die erhobenen Daten akzentuieren zum einen den „Wissensweg“ des Themas, also welche Einwirkungen das Thema modulieren und zum anderen zeigt es die Personen auf, die an dem Thema aktiv partizipieren.

Die Auswertung der Daten geben jedoch keine Daten über den Inhalt und den Grund der Struktur wieder. Um diese in Erfahrung zu bringen, muss die Netzwerkanalyse mit weiteren Methoden kombiniert werden. Um die Frage nach der virtuellen Wissensgenerierung annähernd beantworten zu können ist es zweckmäßig die Frage mit einer Triangulation zu verbinden, auf die nur kurz eingegangen werden soll.

Verweise:

  • Artilel von Sandra Schaffert und Mark Markus „Web-Monitoring mit freien Quellen und Werkzeugen für Unternehmen“

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