Micro – Learning

Auffällig auf BarCamps ist die immer wieder anzutreffende Twitterwall. Der Einsatz von Twitter befindet sich noch im experimentellen Status. Oftmals schimmert diese Twitterwand hinter dem Referenten, der mit krampfhaften Bewegungen ab und zu einen Blick auf diese Wand zu werfen versucht, um ein paar Rückkoppelungen zu seinem aktuellen Auftritt vor Ort zu erhaschen. Der Umgang mit einer Twitterwall an öffentlichen Orten erscheint noch krampfhaft und ungeübt. Nur wenige haben bereits erfolgreiche Konzepte entworfen, Twitter in größeren Gruppen einzubinden.
Ein Vorteil, der sich aus dem Einsatz von Twitter ergeben kann, ist dass Andere nicht vor Ort Anwesende, die aber den Mitschnitt verfolgen können, sich mit ihren eigenen Gedanken in die aktuelle Auseinandersetzung einbringen. Die Twitterwall, eingesetzt auf Podiumsdiskussionen oder anderen Vorträgen, bzw. Konferenzformaten, versucht die Trennungslinie zwischen den Zuhörern und den Rednern, den Anwesenden und den nicht vor Ort Anwesenden zu durchbrechen. Der Content ist zugegebenermaßen gering und auf wenige Zeichen begrenzt. Daher können nur Impulse versendet werden und haben die Chance hier und da anzudocken. Vielleicht wäre eine Idee, einen speziellen Moderator für die Twitterwand einzusetzen, der in der Lage ist, Impulse aufzugreifen und vor Ort einzubringen. Der Sprecher muss sich dann nicht einer zusätzlichen Anforderung von Verrenkungen stellen, sondern kann den Austausch vor Ort fokussieren. Diese Idee haben wir zusammen auf dem educamp 2009 in Ilmenau besprochen.

Andere mögliche Einsatzgebiete von Twitter in größeren Gruppen kann im Bildungsbereich sein. Ralf Appelt greift hier und da in dem Blog „Love it or Change it“ verschiedene Ansätze von einem eventuellen sinnvollen Einsatz im Bildungsbereich auf. Allerdings verweist er auch auf die noch vorherrschende Ratlosigkeit im Einsatz von Twitter. Besonders stellt er die Aspekte, Vernetzung: „Den Aspekt der Vernetzung halte ich ebenfalls für interessant.“ und der Präsenz: „Interessant finde ich auf jeden Fall das Phänomen, dass sie und andere Wissenschaftler, Lehrer, Studenten über diese Kanäle auch über die Inhalte ihrer Arbeit berichten.“, hervor.

Weiterführende Links:

  • Blog: Love it or Change it: Microblogging im Bildungsbereich, Ralf Appelt, 09.02.2009
  • Slideshare: Using microblogging in education. Case study: Cirip.ro von Carmen Holotescu Politehnica University of Timisoara Director Timsoft Gabriela Grosseck West University of Timisoara Romania 6th Conference on eLearning Applications, Cairo January, 10-12, 2009

One thought on “Micro – Learning

  1. Pingback: “Edupunk - Befreit das Bildungssystem!” « gophi’s Versuch einer Methexis

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