Immer wieder hallen die Begriffe “altes Paradigma” und “neues Paradigma” durch die Flure. Getragen werden diese Gespräche von zutraulichem Gelächter, Neugierde auf unbekannte Gesichter und allgemeiner Aufgeschloßenheit. Suchend und wissbegierig versucht man gegenseitig die Perspektive des anderen zu verstehen. Hier und da finden Berührungen in den Gesprächen statt und urplötzlich öffnet sich ein gemeinsamer Austragungsort in bisher als einsam angenommenen Arenen.
Die Räume wirken wenig offen. Das Mauerwerk der Universität Ilmenau schützt die sich austauschende Menge vor dem Wetter. Grau, nieselig und mit vereinzelten Nebelbänken versetzt, hat Ilmenau seine EduCamper in diesem Jahr empfangen. Fleißige Helfer haben jedoch die Eingrenzung der Räume mit der Infrastruktur des Webs durchbrochen. Eine Twitterwall und zahlreiche andere Kommunikations- und Vernetzungsdienste holen die virtuell anwesenden Personen hinein ins EduCamp und lässt sie teilhaben. Ein reger Interaktionsaustausch muss für die nächsten EduCamps allerdings noch eingeübt werden. Auch die EduCamper vor Ort lernen jederzeit in der Vielzahl der Möglichkeiten die qualitativ besten für sich herauszufiltern.
Aus den Flurdialogen, dem Begegnunszentrum des EduCamps zweigen kleine Verästellungen in angrenzende Räume hinaus. Aus einem der Räume lockt der Klang eines Didgeridoos. Ein australisches Instrument führt in das präsentierte Benin-Projekt ein. Selbst hier werden Grenzen durchbrochen. Alexander Rausch berichtet von seinen Erfahrungen auf dem afrikanischen Kontinent, obwohl er erst am Tag zuvor wieder in Deutschland gelandet war. Motivation und Begeisterung sind aus seinen Worten zu vernehmen. Dieser Enthusiasmus hat ihn die zusätzlichen Anstregungen auf sich nehmen lassen, mit dem er auch die Zuhörer zu eigenen Projekten anregen möchte. ‚Webenin’ hat das Ziel eine Internetleitung in die besuchte Stadt zu legen und den Zugang für ein Jahr zu bezahlen, damit die Bewohnern vor Ort ein Werkzeug verwenden können, mit dem sie sich innerhalb und außerhalb des Landes vernetzen und somit gegenseitig unterstützen können. Vertrauen in die eigene Person, egal ob in Benin oder vor Ort muss aufgebaut werden, damit die nächsten eigenen Schritte gestaltet werden können.
Das nächste EduCamp findet am 6. und 7. November in Graz statt. Wir sind wieder dabei und hoffentlich auch ihr!
In den nächsten Tagen versuch ich Inhalte und nicht nur Atmosphäre zu veröffentlichen.
Weiterführende Links:
- Educamp
- blip tv (Michael Wald) Interview von Lutz Berger mit Alexander Rausch
- Elearning2null
- Aufzeichnungen können hier gefunden werden:
- Sammlung von Feedback in der EduCamp Wiki:
- Maschendraht (Community) – Podcastaufzeichnung
- Cobocards präsentierte in einer ersten Session: Von der Idee bis zur Umsetzung einer E-Learning Webapplikation – Probleme + Lösungen; und in einer zweiten Session: Voraussetzungen für Kollaboration: Online und Offline
- Melanie Gotschalk führt das Potenzial des EduCamps mit einer Frage nach den Prozessen und Energien auf ihrem Blog weiter fort.
- Melanies Zusammenfassung des EduCamps
- EduCamp 2009 medienbewusst.de
interne Links:
- Einführung in das EduCamp 2009 mit der Podiumsdiskussion „Information Overload„
- Session: Micro-Learning
- Learning networks – online und offline



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