“Follow me!” – Facebookmarketing

25 Mai

Follow me! (Link zum Blog)

Das Buch über erfolgreiches Social Media Marketing (Link zu Amazon) von Anne Grabs und Karim-Patrick Bannour war in den letzten Wochen, wenn ich mal wieder mit Bahn zwischen den verschiedenen Orten hin- und herpendelte, mein Begleiter. Es war ein erhabenes und schon lange nicht mehr gekannte Gefühl das dicke und schwere Buch in meiner Tasche zu spüren. “Follow me!” kann zwar auch als Online-Buch erworben werden! Dabei schmilzt dann das Gewicht auf das minimalste ein, und zwar in Form des eh schon gewohnten und immer begleitenden Gewichts des Rechners., Smartphones, Pad, etc…., dann jedoch hätte ich das Buch nicht als Kontrast zu den ganzen laptopklappernden Menschen  geräuschvoll im Zug auf den Tisch werfen oder die Seiten umblättern können. Zudem mochte ich das Entsetzen in dem Gesichtern des Gegenübers, dass ich in einem Buch unterstrich und Anmerkungen an den Rand schrieb.

Voller Stolz hatte ich “Follow me!” immerhin auf der re:publica (#rp12) von Anne erhalten :) Danke nochmals.

Allgemeiner Eindruck von “Follow me!”

Mir gefällt an “Follow me!”die klare Strukturierung und der Anspruch der Autoren, den Leser mit einer einfachen und verständlichen Sprache abzuholen.

Die Autoren führen den Leser Schritt für Schritt über die historische Entwicklung der einzelnen Bereiche von Social Media behutsam in das jeweilige Thema ein. Für Leser, die die Entwicklung bereits kennen bzw. sogar an sich erlebt haben, ist diese Einführung nicht zu lang und eher als komprimierter historischer Abriss zu verstehen.

Ebenso ansprechend finde ich die gelungene Darstellung (textlich, wie auch bildlich) einzelner Social Media Funktionen, die in der Praxis oft nur komplex und verzahnt mit anderen Diensten anzutreffen bzw. in ihren Abgrenzungen schwer erkennbar sind. In diesem Zusammenhang werden von den Autoren wertneutral mögliche Auswirkungen bei dem Einsatz einzelner Dienste / Tools aufgeführt, die dem unerfahrenen Social Media Anwender bei seiner Entscheidung über den Einsatz einzelner Dienste weiterhelfen. Herausragend finde ich jedoch den Mut und die Ausdauer der Autoren rechtliche Aspekte und Hinweise in ihrem Buch mit aufzunehmen, wie auch auf einzelne hilfreiche Links innerhalb des Buches zu verweisen. Inhalte von Links werden in der Regel öfters überarbeitet, ebenso ist die Gesetzgebung dynamischer als der Inhalt eines Buches, so dass ich die Entscheidung beider Autoren auf Links und Gesetzgebung einzugehen zwar notwendig, aber mutig empfinde.

An dieser Stelle will ich einen kleinen detaillierten Einblick in das Facebook-Marketing ermöglichen, wie es in dem Buch zusammengefasst wird. In “Follow me!” ist dieser Aspekt wesentlich detaillierter und umfangreicher beschrieben.

Facebook-Marketing:

Mein besonderes Interesse lag in der Neuauflage auf den Abschnitt über Facebook-Marketing, da Facebook seit seinem Auftritt im deutschsprachigen Bereich innerhalb kürzester Zeit eine unglaubliche Marktposition und Medienpräsenz erreicht hat. Mitte Mai hat das Unternehmen sogar den Weg an die Börse umgesetzt. Die Börsenblogger berichteten davon. Interessant ist facebook für mich, weil der Facebook-Nutzer überdurchschnittlich viel Zeit auf der Plattform verbringt. Hierbei handelt es sich um einen Raum, der seinen Usern viel Interaktivität und Dynamik ermöglicht.

Im Mobile-Marketing liegt bei Facebook noch viel Potenzial und wurde bisher noch wenig realisiert, dabei sind die Anwendungsmöglichkeiten sehr vielfältig. Neunetz.com berichtet beispielsweise vom unausgereizten Potenzial des Facebook-Phones.

Die Frage, welches sich das Marketing stellen muss, wenn ein Produkt / Dienstleistung etc. auf Facebook präsentiert werden soll, ist: “Wie schaffe ich es für die Zielgruppe interessant oder / und relevant zu sein und zu bleiben?” Klickt ein User auf “Gefällt mir”, wird dieser User an das Unternehmen gebunden, aber auch seine Friends werden auf das Unternehmen aufmerksam.

Facebook-Seiten für Unternehmen sind offen für Suchmaschinen und nicht angemeldete User. Die Reichweite geht somit weit über die Facebook-Nutzer hinaus. Verstärkt wird die Suchmaschinenrelevanz der Seite noch dadurch, dass einige Suchmaschinen soziale Netzwerke in ihre Realtime Search aufgenommen haben.

  • Grundlagen:

Um eine Seite für ein Unternehmen anzulegen kann man entweder von einem Facebookprofil ausgehen oder ein Unternehmenskonto umsetzen. Bei dem Unternehmenskonto handelt es sich um eine abgespeckte Version eines Profils, welches an eine reale Person gebunden ist. Das persönliche Facebookprofil als Start für die Erstellung einer Unternehmensseite zu nehmen, darin verstehen die Autoren die bessere Wahl.  Ein Facebookprofil ist notwendig, um in Facebook aktiv zu werden und eigene Beiträge zu teilen, zu kommentieren, “Gefällt mir” zu sagen, Gruppen zu gründen, etc… UND um erst einmal als Mensch und nicht gleich als Unternehmen aufzutreten. In Facebook-Gruppen sammeln sich User mit gemeinsamen Interesse. Hier kann man als Unternehmen seinen Kunden zuhören und etwas über deren Bedürfnisse und Motivationen erfahren. Sofern man als Unternehmen nicht zu werblich auftritt, können auch Fragen in den Gruppen seitens des Unternehmens gestellt werden.

Weiterhin weisen die Autoren daraufhin, dass ein Unternehmen “auf der Facebook-Seite [...] seine Ziele definieren [sollte], die sie mit der Facebook-Seite erreichen wollen.” (S.284) Ebenso sollte ein Unternehmen eigene bereits auf Facebook registrierte Mitarbeiter und Kollegen mit einbinden. Diese besitzen oft bereits schon Erfahrung im Umgang und Auftreten in Facebook, so dass die eigene Unternehmens-Seite von diesem Erfahrungswert profitieren kann und zudem ihren Mitarbeitern / Kollegen wahrnimmt und ihre Erfahrungen wertschätzt. Allerdings so verstehe ich und auch die Autoren nehmen die Position in ihrem Buch ein, sollte diese Mitarbeit immer auf Freiwilligkeit beruhen! In einem sogenannten Redaktionsteam können die einzelnen Mitarbeiter in einem eigenem Reiter vorgestellt werden. “Das wertet diese Person auf und nimmt sie in die Verantwortung.” (S.284) In internen Unternehmenssitzungen sollten vorher die Regeln und die Inhalte miteinander besprochen werden. Auch Guidlines helfen beiden Seiten in der Kommunikation. Euroweb Blog hat ein mögliches Muster einer solchen Guideline zur Verfügung gestellt. PR-Blogger verweist ebenso auf diese Notwendigkeit. Das Blog von Michael Ehlers hat ein paar Social Media Richtlinien gesammelt. Besonders wertvoll finde ich Thomas Hutters Blog, in dem die rechtlichen und moralischen Hintergrundgedanken, wie bspw. über Social Media Richtlinien mit aufgenommen werden.  In dem Artikel “Formate von Social Media Guidelines” und “Welche Konflikte können bei einer Nutzung eines Social Media Accounts von Firmen und Mitarbeitern entstehen?” habe ich einzelne Aspekte schon einmal aufgearbeitet.

Wesentlichste Grundlage für ein erfolgreiches Social Media Marketing auf Facebook definieren beide Autoren in der Eigenschaft des Zuhörens. Dadurch erfährt das Unternehmen, wie die potenzielle Zielgruppe miteinander kommuniziert, was sie begeistert und was sie verstört.

  • Apps:

Ein weiterer Vorteil für Unternehmen ist die große Auswahl von Applikationen und Widgets, welche der eigenen Unternehmensseite zugefügt werden können. Allerdings warnen die Autoren Unternehmen davor, nur auf Applikationen zu setzen. Applikationen können zwar kurzzeitig die Interaktivität einer Facebook-Seite steigern, jedoch sollte Hauptaugenmerk auf die Qualität der Inhalte auf der Pinnwand liegen.

  • Fans:

Die Autoren greifen auch meine Erfahrung auf, dass die Fananzahlen allein kein Maßstab für den Social Media Erfolg bei Facebook eines Unternehmens eine Rolle spielen. Relevante Fans teilen den Inhalt der Facebook-Seite mit ihren Freunden. Um diesen Prozess zu unterstützen, sollten alle in Facebook aktiven Mitarbeiter / Kollegen Fans der Seite werden. Des Weiteren sollte die Facebook-Seite auch offline bekannt gemacht werden. Viele Kunden sind mittlerweile au Facebook vertreten. Wichtige Faktoren für die Weiterempfehlung einer Seite sind die laufend aktualisierten Inhalte und Neuigkeiten, eine lebendige Community und die persönliche Ansprache. (Quelle) Begegnen Unternehmen ihren Fans mit Werbung und Ignoranz ihrer Fragen wird die Seite schnell wieder verlassen. Eine Community erwartet Inhalte, die die Fans in irgendeiner Art und Weise anspricht, so beide Autoren. Mit der Mention-Funktion (Klammeraffen – @) innerhalb eines Pinnwandeintrages und direkt angehängten Namen, kann zu der entsprechenden Seite verlinkt und somit potenzielle neue Fans gefunden werden.

Online sollte die Facebook- Seite ebenso bekannt werden, in Form der E-Mail Signatur, Newsletter, Blogs, Websites etc… Vorteilhaft ist dann der Besitz einer sogenannten Vanity-URL, einer individuellen URL, wie wir es bspw. für https://www.facebook.com/geosurfenhttps://www.facebook.com/cache4kids und https://www.facebook.com/CityCache umgesetzt haben.

(mehr Hinweise in “Follow me!”) ;)

interessante Links:

- Marketing-Take-away: Zahlen: www.socialbakers.com

- Applikation Twitter: www.facebook.com/twitter

- Auswahl an Facebook-Apps: www.applosive.de 

- Social-Media-Guidelines: www.social-media-guidelines.com

- Vinity-URL: www.facebook.com/username

 

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act!on auf der #rp12

7 Mai

Atmosphäre auf der #rp12:

Eine alte Industriehalle (genannt Station) sollte dieses Jahr die Gäste der re:publica begrüßen, mitten in Berlin in fußläufiger Nähe zum Technikmuseum, dem Kanal und dem Mendelssohn-Bartholdy Park gelegen.

Einen weiteren Bonus erwies uns das Wetter. Warme Sonnenstrahlen heizten den Hof der Station sommerlich auf. Zu den Gesprächen drängten die Besucher zu einem kühlen Bier und Bratwurst in den Hof.

Als Leipzigerin mit einer Affinität zum Geocachen, bin ich eine stille Bewunderin solcher Örtlichkeiten mit Geschichte, die zu einem kommunikativen und sozialen Austausch anregen. Erst vor ein paar Wochen durfte ich den Film „Geschichten hinter vergessenen Mauern“ von Enno Seifried in Leipzig in dem ehemaligen russischen Pavillon erleben.

Die Ankunft auf dem diesjährigen Gelände der re:publica zog somit von Anfang an, meine Faszination auf sich.

Bei der Station handelt es sich um einen ehemaligen Bahnhof, der 1875 für den Personalverkehr eingeweiht und 1887 aufgrund von Spannungen zwischen der Preußischen und Sächsischen Eisenbahnverwaltung  wieder eingestellt wurde.

Erst im Zuge der weiter voranschreitenden Industrialisierung in Deutschland wurde hier eine Kaiserliche Oberpostdirektion eröffnet. Nach den Angriffen im 2. Weltkrieg erreicht der Postbahnhof in Leipzig seine Blütezeit als Paketumschlagplatz.

act!on:

act!on, das Motto unter der die re:publia ausgerichtet wurde, sollte mein selbstgewählter Schwerpunkt werden, wie bspw. die Standbetreuung der @edunauten. Unter der Perspektive des Transmedia Manifestes – The Future of Storytelling versuchte ich mich durch die Hallen der re:publica zu bewegen.

Bei den Edunauten handelt es sich um ein „interdisziplinäres Netzwerk, die GPS gestützte Bildung konzipieren und sowohl in der Kinder- und Jugendarbeit, als auch in der Erwachsenenbildung durchführen. Das Ziel der Medien- und Sozialpädagogen, Informatiker und Erziehungswissenschaftler ist es, ganzheitliche Bildungsszenarien zu entwickeln, bei denen die Technik eingebettet ist und der Mensch und seine Umwelt im Mittelpunkt stehen. Dabei beraten die edunauten, vermitteln, schulen, verleihen Technik und entwickeln gerne auch für Sie GPS-Bildungsprogramme und führen diese durch.“

Netzwerk-Initiaoren der Edunauten ist unter anderem auch die Hamburger Firma geobound. Neben dem Schwerpunkt von Teambuildings und Trainings sowie Events im Rahmen von GPS- und iPad-basierten digitalen Schatzsuchen mit Firmen, bildet die Bildungsarbeit einen Schwerpunkt von GEO°BOUND. Ich hatte das Glück einen kleinen Einblick in die Konzeption und Erstellung einer iPad-basierten Tour durch Berlin beizuwohnen.

Die Möglichkeiten, welche die App bietet, fand ich beeindruckend. Die Erstellung einer solchen Tour wurde durch die App um ein wesentliches vereinfacht. Vor Ort konnte sich das Team nach passenden Stationen umsehen und diese zugleich in ihrer App festhalten. Allerdings wurden diese Stationen später noch einmal über einen Editor konkretisiert bzw. nachgearbeitet.

Beeindruckend fand ich, mit welcher Begeisterung und Neugierde die iPad-App bei den Besuchern der re:publica angekommen war.

Insgesamt wurden durch uns etwa 15 iChallenges auf der re:publica angeboten. Zurück kamen leuchtende Augen und begeisterte Berichte. Es sind diese Momente, die den eigenen Job zu etwas Besonderem gestalten! Über eine webbasierte und zugangsbeschränkte Auswertung konnten die einzelnen Teams ihre Tour noch einmal nachverfolgen. Der Weg ihres Laufs und die Art der Lösungen, mit denen sie unterschiedliche Punktzahlen an den einzelnen Stationen erreichen konnten, wurden aufgezeichnet. Dabei ging es bei den iChallenges auf der re:publica um einen Wettkampf verschiedener Teams. Die erworbenen Punkte richteten sich nach der Zeit und den Lösungen. War ein Team zuerst an einem gesuchten Ort erhielt es mehr Punkte, als das nachfolgende Team. Wurde eine Frage falsch beantwortet oder ein falscher Weg wurde eingeschlagen, konnten sogar Punkte abgezogen werden.

Durch die iChallenges wurden viele an location based learning – Interessierte auf die Edunauten aufmerksam und ich selbst erhielt eine Ahnung davon, dass das Netzwerk weit über die deutschen Grenzen hinausgehen könnte.

Natürlich ist die re:publica ein idealer Raum, um sich über parallele Entwicklungsansätze zu informieren und nach Kooperationen Ausschau zu halten, wie beispielsweise das Mobile Game Lab. Das Mobile Game Lab ist eine Gemeinschaft von Spielern, Forschern und Entwicklern Mobiler Spiele mit Sitz in Bremen. Cubodo  ist wohl eines der bekannteren Spiele, welches auf dem iPhone gespielt werden kann und von dem unter anderem schon auf dem Blog: „Master Thesis“, berichtet wurde. In diesem Spiel können virtuelle Pakete mit ihren unterschiedlichsten Inhalten (Fotos) geschaffen und transportiert werden.

Neugierig bin ich während der re:publica auch auf eyeQuest geworden. EyeQuest ist ein Location Based Service, der User in aller Welt durch die Kamera ihres Smartphones in Echtzeit miteinander verbindet. Unter dem Motto: „Was willst du sehen?“ entwickelte ein Startup eine App, die es den Benutzern ermöglicht, ortsunabhängige Anfragen nach Fotos und Videos zu stellen. Ein anderer Nutzer von eyeQuest, der sich in der Nähe des gewünschten Objektes befindet, teilt dann diese Fotos und Videos. Finanzieren soll sich das Ganze dann über ortsbasierte Werbung und kostenpflichtige Premium Accounts, die insbesondere Medienschaffenden noch weitere Möglichkeiten bieten wird.

Was ist eyeQuest?:

Interview mit den Gründern von Eyequest:

Besonders beeindruckt hat mich allerdings die App (die noch nicht im App-Store zu kaufen ist ;) ) tripventure des Berliner Start-Ups sprylab (aktuell präsentieren sie sich auch nur auf facebook), eine mobile gaming engine für augmented adventure games. Diese App (AppleMarket) wurde erstmals für das iPhone, Wi-Fi und das iPad entwickelt. Der Clou an der App ist, dass virtuelle Personen über augmented reality Technik in die Geschichte integriert werden. Die nachgespielten Geschichten sollen im Levelmodus gestaltet sein. Ebenso soll das Spiel später um den Multiplayermodus und einen Communitygedanken erweitert werden.

Auch hier finde ich die Entwicklung eines webbasierten Editors spannend. Über diesen können Geschichten kreiert und später verkauft werden. Zudem soll über Lizenzsystem der Zugang zu dem Editor die bisherigen Kosten wieder einbringen. Allerdings bin ich an diesem Punkt skeptisch

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der leise und ständige Hintergrund(themen)begleiter des Geocachens

29 Mar DSC_0051

Am 28.03.2012 war ich im Rahmen einer Kooperation aus *betourt und dem Mentoriat für Medienbildung zum 175. Tourismusfrühstück eingeladen. Dieses Jubiläumsfrühstück stand unter dem Motto:  ”Geocaching, Bouncen, Crossgolf, Videotour…”; Leipzig auf ungewöhnlichen Wegen kennen zu lernen.

Meine Aufgabe bestand darin, Geocaching zu erklären, deren Historie kurz darzustellen und wie einzelne Elemente des Geocachens in Touristenführungen oder auch anderen Formaten integriert, bzw. ausgebaut werden können – bis hin zum educaching.

Interessiert und mit dem Gefühl nicht zu wissen, was dort auf mich zukommen würde, nahm ich diese Einladung gerne an. Ich war neugierig! Was würde vor Ort geschehen? Welche Dynamik würde in diesem Kreis ausgelöst werden?

Interessant, irgendwo schade, aber auch verständlich finde ich immer wieder Reaktionen aus den unteschiedlichen Fronten. Auf der einen Seite sitzt die Front, ich bennene sie in diesem Artikel als “traditionelle Touristenführer” und ihr gegenüber die “tradiotionellen Geocacher”. Beiden Fronten gemeinsam ist meiner Meinung nach, leider die Emotion der Angst, den vermeintlich gewonnenen  ”Boden unter ihren Füßen” zu verlieren. Leider vermitteln sie damit experimentierfreudigen Menschen, die gern sehen, welche Möglichkeiten sich durch Erweiterungen, Zulassen, Schwerpunktverlagerungen etc… ergeben, das sie sich gegen die Community stellen oder diese gar verraten.

Aus diese Grund war ich sehr dankbar an all die Zusprüche, die mir nach dem Vortrag persönlich entgegengebracht wurden.Vielen lieben Dank :D

In dem Leipziger Geocaching-Forum habe ich folgenden Kommentar dazu hinterlassen:

“Ein liebes Hallo in die Runde,

durch mich wurde gestern das Thema Geocaching beim Tourismusfrühstück vertreten. Dabei ging es in erster Linie darum Leipziger Touristenführen, Geocachen zu erklären. In der Vorstellung gab es genügend Gegenwehr für den möglichen Einsatz von Geocaching als Touriführung, was wohl aber daran lag, dass es eben eine nicht in bisherigen Sinne verständliche Möglichkeit ist, Leipzig zu entdecken. Die Angst vor neuen Entwicklungen (auch wenn es gar nicht so neu ist) ist eben immer allgegenwärtig. (Link zur Präsentation) Auch das sensible Thema “Lost Places” wurde gestern angesprochen und versucht den Geocachern illegales Verhalten zu unterstellen. (Link)

Ich selbst sehe in einigen Geocaching – Elementen (Führung über Koordinaten) die wunderbare Möglichkeit, Inhalte (Geschichte, Bildung etc.) ansprechend zu vermitteln. Aus meiner Sicht handelt es sich mehr um educaching (ein gemeinsames Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung und des DGB Bildungswerks). Auch das habe ich gestern deutlich gemacht. Hier steckt viel mehr dahinter, als einfaches geocachen.
Bei CityCache / betourt (nennen wir es doch beim Namen) werden Interaktionen mit der Leipziger Bevölkerung, Verkleidungsaktionen, Zusatzbetreuungen etc. integriert. Hier soll ein Netzwerk von Leipzigern entstehen, die sich in der Tourismusbranche gegenseitig unterstützen, aber dafür bedarf es einiges an Materialaufwand …

Es existiert mittlerweile auch ein von mir unterstütztes Netzwerk , die “Edunauten“. Die hier im Vordergrund stehende Idee, educaches auf einer Plattform zu sammeln / bündeln, ist absolut notwendig. Lehrer, Erzieher an Schulen, Heimen etc… brauchen hier dringend Unterstützung ansprechende EduCaCaches zu finden und diese ohne großen Aufwand in den Unterricht zu integrieren. Ein solches Projekt versucht bspw. auch die Leipziger Notenspur umzusetzen.

Liebe Grüße Jana”

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unterwegs in Deutschland mit einem Bildungsauftrag im Gepäck

14 Mar

In den letzten drei Monaten habe ich im Rahmen der “Medienqualifizierung für Erzieherinnen und Erzieher” organisiert über Bits 21, mehr in Hotels übernachtet, als in meinem Heimatort. Leider läuft diese Förderung in den nächsten Tagen aus, so dass ich an dieser Stelle kurz innehalten und zurückblicken möchte.

Dass diese Weiterbildung für ErzieherInnen unbedingt notwendig ist, wird deutlich, wenn wir unserer aktuelle Mediensozialisation  betrachten. Unsere Kinder wachsen mit Medienhelden, wie Benjamin Blümchen, Sponge Bob, Harry Potter etc. auf. Im Alltag werden sie schon gezielt und ungezielt mit Werbung konfrontiert und auch sie gehen schon einem gewissen Medienkonsum (TV / Radio / Telefon / Iphone des Vaters ;) etc.) nach.

Ich bewundere jede/n ErzieherIn, der / die erkannt haben, dass wenigstens das Thema Medien nicht mehr für Kinder im Kindergarten / Hort und Grundschule umgangen werden kann. Meine Aufgabe empfand ich in diesen Kursen darin, diesen interessierten ErzieherInnen ihre Scheu vor der praktischen Einbindung medialer Projekte in ihrem Arbeitsalltag zu nehmen und bei ihnen Spaß und die Freude am Experimentieren wieder zu beleben bzw. zu entdecken. Medienarbeit kann schon ganz simpel mit Fotoapparaten umgesetzt  werden. Fotoralleys und Fotostories bedürfen gar keiner umfangreichen technischen Voraussetzung und macht den Kindern, wie auch den ErzieherInnen Spaß.Natürlich wurde in diesen Kursen das theoretische Hintergrundwissen mit angesprochen.

Ein schönes Beispiel, wie kreativ ErzieherInnen werden können, ist folgendes Bsp.:

weitere Themen waren unter anderem:

  • Medienbiografien
  • Medienerziehung
  • Merkmale kindgerechter Webseiten
  • Webseiten für Pädagogen und Eltern
  • Suchstrategien im Web
  • Fotoarbeiten
  • Bildbearbeitung
  • Fotoralleys erstellen
  • Fotostories
  • Trickfilmanimation
  • Hörspiele erstellen
  • Medienkompetenzbegriffe
  • Web zu Web 2.0
  • soziale Netzwerke
  • Datenschutz
  • Jugendmedienschutz
  • Cybermobbing
  • Computerspiele

Vielen lieben Dank an alle ErzieherInnen, die so kreativ und geduldig mit mir zusammen gearbeitet haben :)

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Infografik zu Bedrohung in Sozialen Netzwerken

18 Feb

INFOGRAFIK: Sicher online einkaufen

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PiratePad im Seminareinsatz

23 Jan
In meinen letzten beiden Kursen “Medienqualifizierung für Erzieherinnen und Erzieher” organisiert über Bits 21 habe ich den Versuch gestartet, PiratePads zur Seminardokumentation einzusetzen. Die TeilnehmerInnen des Seminares waren Mitte 20 und sind selbst im Web unterwegs.
Allerdings beruhen ihre Internetaktivitäten vorwiegend auf facebook (social network) und Google als Suchmaschinendienst. E-Mails werden nur auf der Arbeit eingesetzt, da sich ihre Kommunikation ansonsten über verschiedene Chat-Kanäle bewegt. (Lisa Rosa hat ihre Umfrage zur Mediennutzung bei ihren SeminarteilnehmerInnen auf ihrem Blog festgehalten.)
Daher war ich sehr gespannt, ob und wie die SeminarteilnehmerInnen auf den Einsatz des PiratePads reagieren würden. Zu meiner Freude waren sie neugierig.
Der Vorteil des PiratePads gegenüber anderen Diensten, wie bspw. Google Documents, ist, dass es keines Anmeldeprozederes bedarf. (Lernwolke: Neue Medien im Schulunterricht “Google Docs ist das bessere Etherpad – Schreibkonferenz die Vierte“)  Am PiratePad kann jeder gleichzeitig arbeiten, der die genaue Webadresse in den Browser eingibt. Daraufhin kann sich jede/r TeilnehmerIn selbst benennen und sich eine Farbe, an der er im Dokument erkannt wird, zuordnen.
In einem Editor (simpel) kann jede/r TeilnehmerIn seine Mitschriften / Gedanken / etc. gleichzeitig nieder schreiben.
Ein paralleler Chat ergänzt die kollaborative Arbeit.
Im Blog von endspurtmaster berichtet Florentina Sauerbach in dem Artikel “Unterrichtsversuch mit etherpad oder die Lernumgebung, die ich meinen Schülern gestalte“ von ihren Erfahrungen. Sie schreibt, dass die SchüerInnen auf diese Unterrichtsgestaltung mit Überforderung reagierten:
[Die SchülerInnen hatten die Gruppenarbeit], ohne dass die Gruppenmitglieder nebeneinandersitzen müssen, [...] so überfordert, das ich immer noch das ‘Häh, das geht doch nicht!’ in meinen Ohren nachklingen höre. So unruhig und aufgeregt war meine Schüler selten, sie waren zwar beim Thema, aber nicht mehr in der Lage zuzuhören.
Ich selbst finde den Schritt, den sie gegangen ist, das Etherpad im Unterricht einzusetzen, sehr mutig. Genau dahin sollten wir uns aber entwickeln, dazu den Mut zu haben, ab und zu aus dem klassischen Unterricht auszubrechen.
Vielleicht lag es am fortgeschrittenem Alter, dass meine Seminargruppen nur kurzzeitig überfordert waren. Nach ein paar Minuten hatten sie die Logik dahinter verstanden. Nach ein paar weiteren Minuten erfuhren sie auch an sich selbst, den Vorteil des kollaborativen Arbeitens, als sie mit Verwunderungsrufen sich über die Rechtschreibfehler anderer lustig machten, die sie selbst ausbessern konnten oder im Editor nach unten geschoben wurden, weil jemand anderes noch einen Kommentar weiter oben einfügen wollte.
Die Dokumentation und Kollaboration in Arbeitsgruppen und Diskussionen können mit dem Einsatz des PiratePads qualitativ hochwertig, schnell und vorteilig für jeden sein. Jede/r TeilnehmerIn profitiert von den Gedanken des/der anderen. Gemeinsam wird ein umfangreiches und qualitätsvolles Dokument erarbeitet.
Auf dem Blog von Medienpädagogik-Praxis wird in dem Artikel “Social Media im Unterricht“ genauer auf die kollaborative Zusammenarbeit, als besondere Eigenschaft von Social Media eingegangen.

In der Praxis Umsetzung haben sich aber auch bei mir ein paar Probleme herausgestellt. Beispielsweise waren die Computer nicht immer fähig einen beständigen Kontakt zum Internet zu halten. Warum weiß ich nicht! So lernten meine SeminarteilnehmerInnen gleich, dass ein Computer als Werkzeug 1. nicht immer schneller im Einsatz ist und 2. werden kollaborative Arbeiten mit zunehmenden Anforderungsvoraussetzungen komplexer, was für die Teilnehmer wiederum bedeutet, dass sie sich immer wieder mal in der Fähigkeit der Gelassenheit “üben” konnten. Wurde die Internetverbindung wieder einmal unterbrochen, konnte es vorkommen, dass der so eben geschriebene Text nicht gespeichert werden konnte. Ab und zu gingen einzelne Flüche durch den Raum ;) und die TeilnehmerInnen lernten schnell sich mit dem Computer eigenen Editor zu behelfen und den Text dann nur in das PiratePad rüber zu kopieren, bzw. lernten sie den Wert von Zwischenspeicherungen schätzen.

Ein wenig unsicher bin ich mir noch über die Abschlusshandhabung. Gerne würden sich die TeilnehmerInnen den geschriebenen Text zum Seminarende ausdrucken lassen. Das an sich ist kein Problem, da sich der geschriebene Text in verschiedenen Formaten abspeichern und später leicht weiter bearbeiten lässt. Aber ist das Sinn und Zweck der Sache so mit einem digitalen Dokument umzugehen?


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Das Spiel mit dem Tod ?

22 Jan

Es handelt sich um eine “Fake”-Doku, etwas über die Hälfte des Videos ist eine frei erfundene Dokumentation.
Das Besondere, im Rest des Videos wird ziemlich genau erklärt wie, warum und was gefälscht wurde und warum das so gut funktioniert.

Hierbei handelt es sich um ein mögliches Video zum Seminar mit dem Titel “Medienkritik”.

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