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Beteiligte: zwei Unternehmer, ein Medienwissenschaftler

Zielsetzung: Person „Unternehmer 1“ benötigt die Telefonnummer und Adresse, sowie sonstige Dinge von „Unternehmer 2“.

Handlungshergang:

1. Schritt: „Unternehmer 1“ ruft „Medienwissenschaftler“ an, mit der bitte „Unternehmer 2“ zu einem Rückruf zu „Unternehmer 1“ zu bewegen, zwecks der gewünschten und noch nicht vorliegenden Informationen.

„Medienwissenschaftler“ denkt sich, warum solche Erfindungen, wie Xing und anderen Netzwerken Leben eingehaucht wurde. „Medienwissenschaftler“ sagt dennoch freundlich zu, sich darum zu kümmern und behält seine Gedanken für sich.

2. Schritt: „Medienwissenschaftler“ kontaktiert „Unternehmer 2“ und teilt ihm die Wünsche von „Unternehmer 1“ mit. Er gibt ihm die Telefonnummer, wo „Unternehmer 2“ um einen Rückruf gebeten wurde heraus. Der „Medienwissenschaftler“ meint zu diesem Zeitpunkt seinen Auftrag erfolgreich erledigt zu haben. (Das Dumme, was beide zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, die Nummer ist falsch, da der „Medienwissenschaftler eine Zahl undeutlich am Telefon wahrgenommen hat.)

3. Schritt: „Unternehmer 2“ startet seinen Versuch, „Unternehmer 1“ anzurufen, kann ihn jedoch nicht unter der angegebenen Nummer erreichen. Eine freundliche weibliche Stimme am Telefon weist ihn daraufhin, dass diese Nummer nicht vergeben ist.

4. Schritt: „Unternehmer 2“ kontaktiert wieder den „Medienwissenschaftler“, der aufgrund seiner Ausbildung (Überspitzung!) ja weiß, dass Gespräche von fehlerhaften Interpretationen und Wahrnehmungsstörungen gekennzeichnet sind. „Medienwissenschaftler“ befragt das Internet, da die Firma von „Unternehmer 1“ garantiert eine Web-Präsenz betreibt, oder anderweitig im Web vertreten ist. Der „Medienwissenschaftler“ wird fündig, übermittelt die korrekte Telefonnummer und fragt sich ganz leise wieder, warum „Unternehmer 2“ nicht zu dieser Idee der Suche gelangt ist.

5. Schritt: Das Geschäft kommt zwischen „Unternehmer 1“ und „Unternehmer 2“ zustande. Beide profitieren von der Zusammenarbeit, während sich der „Medienwissenschaftler“ von der Freude, als Vermittler gedient zu haben, leben darf. ;)

Resultat:

Ja ja, das Web, das existiert ja auch erst seit gestern … ;)

Wieder einmal wurde bewiesen, dass Medien der Vermittlung von Informationen dienen und wer weiß das besser als der Mensch, der diese täglich methodisch untersucht ;).

Abtnaundorfer Park
Abtnaundorfer Park

Dargestellt ist ein Teil der Leipziger Parklandschaft (Abtnaundorfer Park). Eine Besonderheit Leipzigs ist, dass sich durch die Stadt verschiedenste Parkanlagen ziehen, die größtenteils miteinander verbunden sind. Aus diesem Grunde sind in den Leipziger Parks mitunter die höchsten Besucherzahlen (subjektives Empfinden) zu beobachten, die ich bisher wahrgenommen habe.

Historisches:

Der Abtnaundorfer Park wurde als Rittergutspark zwischen 1752 und 1755 angelegt. Während der Völkerschlacht wurde der Park stark verwüstet und daher ab 1833 im großen Stil wieder aufgebaut und umgestaltet.

Ab 1920 begann aufgrund häufig wechselnder Besitzer der Niedergang der Anlage durch Abholzung vieler Bäume und Begradigung des Flüsschens Parthe. Während der Naziherrschaft verwahrloste der von der NSDAP genutzte Park und in Folge des Krieges wurde er durch Bombenangriffe schwer geschädigt. Nach dem Krieg holzte man die meisten Schwarzpappeln als Feuerholz ab. Dennoch sind noch einige Elemente der ursprünglichen Parkgestaltung erhalten, wie beispielsweise der Teich mit Insel.
Bis 1945 wurde der Park vor der Öffentlichkeit verschlossen, seither ist er für die Öffentlichkeit zugänglich.


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Von dieser Sekunde an, darf ich mein neues Blog auf WordPress als das aktuelle nennen. Ich hoffe sehr, dass ich mich hier wohl fühlen werde. Bei einigen Einrichtungsvorbereitungen tat ich mich schwer, bin jedoch überzeugt, dass dies an der neuen Umgebung und den mangelnden Gewohnheiten der Erfahrung liegt. Ich wünsche meinen Lesern und mir Spaß an der Kommunikation miteinander.

Aus meinem letzten Blogeintrag auf dem alten Account:

An meine Leser (die anonymen und nicht so anonymen ;))

Der Umzug ist vollzogen. Ab sofort werde ich in diesem Blog unter „Google“ keine neuen Artikel mehr beifügen. Lange hat man auf mich eingeredet. Bis ich dann vor ein paar Tagen von selbst erkannte, welchen wesentlichen Nachteil dieses Blog hier bietet.

Erstens verschreckt es Leser, da es unter Googles Herrschaft geführt wird. Zweitens verhindert es auf einfache Art und Weise die Einbindung von Trackbacks, diese jedoch machen für mich das Vernetzungsgeflecht in der Blogosphäre erst so interessant und attraktiv.

Mein neues Blog findet sich jetzt unter: http://gophi.wordpress.com/

Ich möchte zu diesem für mich historischen Anlass allen Lesern meines Blogs für ihre Anregungen danken. Einige der Informationen, die ich durch Euch erhalten habe, haben meine Arbeit immer wieder einmal angekurbelt. Danke. Ich lade Euch gerne zu diesem Wechsel mit ein und hoffe auf weitere interessante Gespräche oder Impulse, die Gespräche anregen können.

Liebe Grüße

Jana

Angeregt von Florian Dieckmann wurde ich zu einer Reflexion von Blog und Wissenschaft. Die Frage, warum ein Wissenschaftler seinen Blog öffnen sollte, schwingt dabei gerade bei nicht etablierten Personen in dem Bereich der Wissenschaft mit. Promovenden, Studenten und andere Menschen, die ihrem Vorhaben folgen, ihren Teil an wissenschaftlichen Erkenntnissen beizutragen, werden oftmals mit den Ängsten konfrontiert, dass ihre Gedanken von anderen aufgegriffen und veröffentlicht werden können. Bloggt ein bereits etablierter Wissenschaftler freier und mit weniger Ängsten (meiner Meinung nach ist er etabliert mit dem Erhalt bzw. Anerkennung seiner Dissertation) als ein Student, der sich noch beweisen muss?

Diese Frage geht einher mit der Frage nach dem Zweck und Sinn von Werkzeugen, wie Blogs. Bei jedem Blog, das angefangen wird, muss sich der nachhaltige Nutzer irgendwann mit den Dynamiken und Auswirkungen, die so ein Blog mit sich bring, auseinandersetzen. Natürlich werden viele Blogs auch erst einmal experimentell angelegt. Wer weiß schon vor einem möglichen Prozess, was eines der möglichen Ergebnisse sein wird? Das Interessante an diesen Werkzeugen ist eben, dass vom User (Leser), wie dem Bloggenden selbst (sich selbst beobachtend), ein Prozess der Entwicklung beobachtet werden kann. Wie ist der Blogger zu jener oder dieser Erkenntnis gelangt? Mit welchen Schwierigkeiten musste er sich jahrelang (oder kürzer) auseinander setzen? Welche Einflüsse haben gewirkt, um zu jener Fragestellung oder Antwort zu gelangen?

Von daher ist Bloggen von der Selbstdarstellung geprägt. Jeder Blogger muss sich die Frage stellen, was er alles von sich preisgibt. Manchmal mag man diese Frage lieber verdrängen … Es sind ja nicht nur die offensichtlichen Nutzerdaten, die der Einzelne in das Internet überträgt und auf den verschiedensten Plattformen zu finden sind. Im Hintergrund schwirren so viele unsichtbare Daten, die im Laufe der Zeit angegeben wurden, um bestimmte Aktivitäten im Netz ausführen zu können.

Ist es dann nicht besser, dass ich über mich selbst berichte, als wenn andere unglücklich geschossene Fotos oder obskure Ideen über die eigene Person ins Netz stellen? Ein Weblog, dass von mir über einen langen Zeitraum zu einem Thema (oder mehrere) mit Aufwand und Enthusiasmus erstellt wurde, lässt den „Sucher“ erkennen, was mich wirklich bewegt und ist in jedem Falle authentischer. Durch eigene Aktivität kannst Du zudem, wie Du selbst erkannt hast in Austausch mit Gleichgesinnten gelangen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Personen, denen ich von meiner Arbeit und meinem Vorhaben (grob) berichte und worin mein Ziel liegt, dass diese immer wieder auf unterschiedlichste Wege meine Gedanken anreichern, festgefahrene Wege auflösen, bzw. mich auf Probleme aufmerksam machen. Im Gegensatz dazu erwarten sie das natürlich ebenso von mir. Diesen Menschen muss ich auch nicht haargenau mein methodisches Werkzeug und die Arbeitsschritte darlegen, die zu meinem Ziel führen. Ich finde Du hast das sehr treffend „eingefangen“, indem Du geschrieben hast, dass ein Blog (als Werkzeug) dazu gedacht werden kann, einen Prozess festzuhalten.

So genannte „Scienceblogs“ haben in meinem Verständnis eine andere Funktion, als Blogs, die im politischen Interesse betrieben werden. Blogger sind keine homogenen Wesen. Scienceblogs sollen unter anderem die wissenschaftliche Kommunikation bereichern. Scienceblogs ermöglichen es, durch kollektive / kollaborative Wissenskonstruktionen neue Ideenressourcen zu erschließen. Wegen der Öffentlichkeit eines Blogs ist ein „bloggender“ Wissenschaftler dazu aufgerufen, die Herkunft seiner Informationen bekannt zu geben. (in Form von klassischen Quellenangaben). Zudem erscheint es wichtig, bei der Fülle an Informationen im Web, die Transparenz herzustellen, woher eine Information genommen wird und welche Auswirkungen sie auf das eigene Denken hat (Selbstreflexion). Wird dieser Prozess umgangen, ist das Vertrauensverhältnis zwischen Bloggern, die sich mit ähnlichen Themen auseinandersetzen und daher auch gleichzeitig die Leser des eigenen Blogs sind, gestört. Der Ruf als ehrlicher „Hard Blogging Scientist“ ist zerstört. Zudem wird eine Vernetzung dargestellt, die das Web ausmacht. Wird jemand im Netz zitiert, erhält derjenige einen „Ping“ und wird wiederum selbst über den Trackback-Mechanismus referenziert. Web 2.0 – Netze entstehen gerade durch Referenzierung. Der Begriff, der diesen Gedanken versucht festzuhalten, nennt sich „information literacy“. Vertrauen und Ehrlichkeit werden mit dem Blogger, der diesen Anforderungen nachkommt, verbunden.
Ideen und Gedanken anderer ohne Verweis auf diese Person, zerstört den Sinn der Transparenz des neuen Webs, wozu jeder, der sich in dieser Welt bewegt aufgefordert ist und zudem das soziale Netz. Wissenschaftliches Bloggen ist in erster Linie eine bewusste Haltung, da sie einen Dialog mit der Gesellschaft ermöglicht. Der Wissenschaftler wird gleichzeitig in Kommentaren auf Fragen, die die Öffentlichkeit beschäftigen, hingewiesen.

Natürlich gehört dazu Mut. Gerade in diesen Zeiten, wo wir vielleicht an der Scheidegrenze eines Umbruchs stehen, zwischen alten Paradigma wissenschaftlicher Lehre und neuem angestrebten Paradigma wissenschaftlicher Lehre (Paradigmenwechsel). Dennoch benötigen wir nur so viel Mut, um den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Wir sind nicht die ersten, die den Weg gehen und man ist nicht allein. Die Generation an Wissenschaftlern, die sich jetzt im Netz „tummeln“ haben eine andere Aufgabe. Ihre Aufgabe besteht darin diesen eingeschlagenen Weg im Rahmen wissenschaftlicher Methoden zu festigen.

(So viel zu meiner Stellungsnahme zu Punkt 3 der „Hard Blogging Scientist“)

Der Unterschied von einem Blog und einem wissenschaftlichem Text, samt Methodik liegt auf der einen Seite in subjektiven, unvollständigen und nicht überprüften Gedanken, auf der anderen Seite ganze Beweisführungen einer These. Hierin wird meiner Meinung nach noch mehr Mut erfordert und bezieht sich auf Punkt 5 des Manifests.
Hierin finde ich auch die Antwort zu der Eingangs gestellten Frage. Niemand wird angehalten seine Ergebnisse, die er methodisch erschlossen hat, nur in seinem Blog zu veröffentlichen. Das Blog erscheint mir in dieser Frage als das falsche Medium. Blogs können einen Erkenntnisprozess wiedergeben. Sie sind prozesshaft orientiert und geben nur dann Ergebnisse wieder, wenn sie am Ende einer Veröffentlichung (im Buch bspw.) oder andere anerkannte Medien stehen. Der Abschluss eines Prozesses ist der Verweis auf die Veröffentlichung.

(@ Florian: „In Punkt 4 (” I use a blog as a research tool”) stimme ich dann wieder mit dem Manifest überein, denn ich sehe mein Weblog als Forschungsinstrument. Hier kann ich - öffentlich oder allein für mich - meine Gedanken zum Ausdruck bringen und potentiell mit anderen hierüber ins Gespräch komme, um so Feedback zu erhalten und auf neue Ideen zu kommen. Eine Skizze meines Projekts online zu bringen - daran arbeite ich noch. Aber, hat Jana eine solche Skizze auf Ihren Seiten? Ich muss nachsehen…“

Meine Antwort lautet ganz klar: Nein ;) Das liegt daran, dass ich genauso, wie Du immer wieder auf der Suche war nach der „richtigen“ Fragestellung. Im Laufe der Zeit hatte ich dementsprechend viele Arbeitstitel. Dennoch glaube ich, dass sich so langsam über die Zeit sich eine recht grobe Fragestellung herausgehoben hat. Danke für das Feedback.)

“The Bubble” Is Back

Eine kleine Parodie am Morgen.

Winner of the Webby Award for Viral Video! Full credits at http://richterscales.com/bubble_credits Web 2.0 had it coming (upload December)

Einfach die Anleitung befolgen, dann hat man die erste Millionen schnell zusammen ;)

Danke Mo

Ausgangsfrage: “Wie kann man Schüler und Studenten motivieren, auch über die anfängliche Beisterung über längere Zeit in virtuellen Projekten am Ball zu bleiben?”

Sicherlich lehre ich weder an einer Schule, noch an einer Universität momentan. Dennoch setze ich mich so gut, wie tagtäglich mit genau dieser Zielgruppe auseinander. Vielleicht kommt bei mir sogar noch erschwerend hinzu, dass ich Schüler, Studenten, Personen in der Ausbildung und zum Teil schon Berufstätige mit einem gemeinsamen Projekt identifizieren muss. Natürlich gelingt das bei mir nicht immer. Denn auch das ist eine Besonderheit meines Projekts, es beruht auf absolute Freiwilligkeit. Fühlt sich der eine oder andere ungerecht behandelt oder nicht mehr wahrgenommen, ist er schneller weg, als man hinterher sehen kann.

Meine Erfahrungen um die Motivation in virtuellen Projekten aufrecht zu erhalten, sind:

- Jeder, der an einem Projekt teilnimmt, den versuche ich, in erster Linie als einzelne Person zu betrachten. In teils langen Gesprächen versuche ich seine Motivation, die ihn zu uns geführt hat zu ergründen, in der Hoffnung, dann daraufhin anschließen zu können. Weiterhin versuche ich mit ihm zu ergründen, wie er sich vorstellen könnte, eigene Bereitschaft hinsichtlich des Zeitaufwandes und dem zur Verfügung stellen eigener Ressourcen zu dem Projekt mit einzubringen. (In Erfahrung bringen der individuellen Ressourcen.)

Das deutet drauf hin, dass man wohl ohne ein wenig Hierarchie nicht auskommen kann.

- Weiterhin suche ich den ständig wiederkehrenden Kontakt zu den Einzelnen. Permanente aktive Diskussionen sind wohl notwendig, wenn auch sehr zeitaufwändig. Den Angesprochenen selbst, vermittle ich das Gefühl in ihrer Einzigartigkeit wahrgenommen zu werden, ihre persönlichen Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen und diese speziell auf sie zugeschnitten in das Projekt zu integrieren. Wie sagt man in der Pädagogik so schön: „Man holt den Lernenden dort ab, wo er sich befindet und führt in dann weiter.“
Feedback sehe ich dabei auch als einen sehr wichtigen Punkt an. Der Gegenüber will sich schließlich ständig verbessern und dafür letztendlich auch Anerkennung (Sanktionen / Partizipation / Gratifikation) (in welcher Form die auch immer aussehen kann) erhalten. Ist diese durchgehend positiv formuliert, kann sie ebenso, wie nur negative formulierte Anerkennung schnell zu einer „Abstoßreaktion“ führen. Der User fühlt sich dann nicht wahrgenommen, sondern nur als Mittel zum Zweck eines höheren Ziels.

Hierbei handelt es sich wohl um den Prozess der Integration.

- Will sich der Andere engagierter einbringen, indem er das höhere Ziel erkennt und für dessen Umsetzung aktiv beitragen, so versuche ich diese Person zu fördern, da sie mir sonst in Langeweile, zerstörerischem Tun oder mit gänzlicher Passivität endet. Erkennen kann ich dies bspw. daran, wie Christian schon beschrieb, indem ich versuche immer mal wieder neue Impulse in die Gruppe hinein zugeben. Dabei kann ich jedoch auch noch mal zwischen den zwei Gruppen von Menschen unterscheiden. Die einen greifen die Impulse gerne auf und arbeiten sich daran ab. Andere (wenige) bringen eigene Ideen und Vorstellungen (eigene Impulse) in die Gruppe hinein. Gemeinsam versuchen wir erste Projekte (die dem größeren untergeordnet sind) zu formulieren. Meine Aufgabe ist es dabei, ständig mich als ansprechbar zu zeigen, hier – und da mal interessiert nachzufragen, zu mindestens in der Anfangsphase.

Prozess der Identifikation. (Ziel) ;)

(Ein Zeichen dafür, dass dies funktioniert ist, die Personen kommen jetzt selbst zu einem, Man selbst muss nicht mehr hingehen und das aktive Gespräch suchen, sie tun es von sich heraus.)

Anmerken möchte ich noch abschließend, dass bspw. die Gruppe NEURON anderen Motivationsperspektiven entspricht, die sich wahrscheinlich nur in ihrer Gewichtung unterscheiden? (Hypothese)

Wenn ich über Google einen Teil meiner Datenauswertung organisiere, um von jedem Ort der Welt darauf zugreifen zu können, muss ich dann dort schon die Personen anonymisieren?

Hintergrund: Google „liest mit“ und könnte die Wissenschaft für den eigenen Vorteil „missbrauchen“. Andererseits garantiert Google Datenschutz.

Mein Gefühl sagt mir, ich sollte auf Google verzichten. Eigentlich schade, muss ich wohl doch darauf achten immer die aktuellste Version auf einem USB-Stick mit mir herumzutragen.

Instrumentalisieren lasse ich mich nicht!

Hier erklärt am Beispiel Bild und Text:

Merkmal eines Textes sind neben dem Aufweisen einer Struktur von diskursiver Logik, ebenso Berechenbarkeit, Verknüpfung von Grund und Folge. Natürlich kann Wissen dieser Art nicht vollständig sein, da in einer Kausalitätskette immer der letzte Satz, bzw. der letzte Grund formuliert werden muss, um diese Kette zu schließen.
Dennoch besteht die Aufgabe von Texten in der Hervorbringung und der Überprüfung von Wahrheitsansprüchen.

Ein Bild wird von den Merkmalen der Visualität mitgestaltet. Visualität versucht das Unsichtbare sichtbar zu machen. Visualität produziert somit Evidenz.

Visualität steht, wie schon Ludwig Wittgenstein anmerkte in einem eigenen Wissensdiskurs.

„Gibt es eine bevorzugte, etwa besonders unmittelbare Art der Abbildung? Ich glaube nein! Jede Art der Abbildung ist gleichberechtigt.“

(Philosophischen Bemerkungen)

Meine Schlussfolgerung dementsprechend wäre, zwischen den Medien zu unterscheiden. Sie als etwas gänzlich anderes (nicht in hierarchischer Reihenfolge stehend) zu betrachten.
An dieser Stelle muss die Bildung mit „ins Boot“ geholt werden. Der Bildung schreibe ich eine harmonisierende Funktion zu, die die Möglichkeit bietet, Widersprüche in sich aufzulösen und somit beide Medienformen nebeneinander, sich einander ergänzend stehen zu lassen.

Aus diesem Grund kann ich mich der nachfolgenden These nicht anschließen, wie sie zum Bsp. im Weblog von Michael Kratky allgemein formuliert ist, bzw. auf der Diskussionsplattform um Plagiarismus 2.0.
Geschwindigkeit und Vernetzung sind die kennzeichnenden Merkmale von Webaktivitäten. Wobei Vernetzung mit Netzwerken in Form von Zusammenschlüssen und Zusammenarbeiten verstanden werden muss. Zitate auszuweisen ist somit vernachlässigbar, weil das zu lange dauern würde.

Weiterführende Links:

Michael Kratky’s Weblog zu Unschärfen

Unschärfen im Web, eine Zusammenfassung der Diskussion zu Plagiarismus 2.0

Chrisp’s virtual comments: Der öffentliche Wissenschaftler

Verlinkung im eigenen Blog:

Plagiarismus 2.0

In den letzten Tagen nehme ich vermehrt folgende Erscheinung auf kommunikationsgestützten Plattformen wahr.

allgemeine Hinführung zur Beobachtung:

Gemeinsames Wissen wird aus individuellem Wissen gebildet. Die Plattform, wo gemeinsames Wissen herausgebildet werden soll, wird mit individuellem Wissen der Teilnehmer gespeist. Individuelles Wissen wird an der Schnittstelle der Transformation gemeinsamer Wissensgenerierung zu einer Information, die von der Gruppe anschließend geprüft wird. Hierbei handelt es sich um einen kollaborativen Prozess. Das individuelle Wissen, das sich auf einer impliziten Ebene befindet kann auf die explizite Ebene verlagert werden. Im individuellen Wissensfundus befindet sich bereits kollektives Wissen (Bspw. Form von Gesetzen), das ebenfalls in expliziter Form vorliegt und somit bei Bedarf von der Gruppe mit anderem expliziten Wissen kombiniert werden kann.
Nonaka und Teukechi bezeichnen beide Prozesse der kollektiven Wissensentwicklung als Externalisierung und als Kombination. Die Prozesse der Sozialisation und Internalisierung vernachlässige ich in dieser Anschauung, da beide Prozesse den Kreislauf kollektiven Wissens vervollständigen, indem sie gemeinsam konstruiertes Wissen lehren. Mein Augenmerk soll an dieser Stelle auf die Generierung einer gemeinsamen Wissensbasis beruhen.

Meine These, die auf allgemeiner Beobachtung beruht lautet:

Individuelles Wissen, das von der Gruppe aufgegriffen wird, ist von der Aktivität des Teilnehmers, der Länge seiner Teilnahme an der Gruppe, seiner Zugehörigkeit zu dieser Gruppe, seiner Beliebtheit und gemeinschaftlichen Stellung in dieser Gruppe abhängig.

Die Auswirkungen auf den Wissensprozess sehen dann dementsprechend aus:

Informationen, die ein Teilnehmer in den Prozess gemeinsamer Wissensentwicklung hineinstellt, werden unterschiedlich aufgegriffen, wobei die Qualität seiner Information nicht ausschlaggebend ist. Die Reaktions- und Verarbeitungsgeschwindigkeit ist bei Personen, die aktiv sind, die eine lange Mitgliedschaft aufweisen können etc.(wie eben benannt) um ein Vielfaches höher, als bei Teilnehmern, die sich nicht in allen Merkmalen herausbilden konnten. Wobei individuelles Wissen von Teilnehmern, mit nicht so intensiv ausgeprägten Merkmalen, der Gefahr ausgesetzt ist, nicht oder nur sehr langsam aufgegriffen zu werden.

Mit Hilfe von Aktionssozigrammen (Rekonstruktion sozialer Wirklichkeit) versuche ich meine allgemeine Beobachtung wissenschaftlich zu hinterlegen. In so einem Soziogramm sollen die Beziehungen zu den anderen Teilnehmern festgehalten werden, indem sie diese zitieren oder benennen, auch indirekte Verweise, indem sie dasselbe Thema aufgreifen oder dieselben Worte offensichtlich verwenden. Das Eingeben von neuem Input in Form von Beiträge oder Verweise per Link in das World Wide Web werden in diesem Soziogramm ebenso operationalisiert. Die Basis der Operationalisierung ergibt sich somit auf das Einfügen von neuem individuellen bzw. kollektiven Wissens, sowie dem Aufgreifen dieses neuen Inputs (Kategorisierung).
(weiterführende Gedanken: Intra-Rater-Reliabilität (Heranziehen von Blog-Kommentaren; Gespräche in der Gruppe))

mögliches Problem: Instrument der teilnehmenden Beobachtung

„Unschärfe entsteht durch eine hochgradig interaktive Kommunikation im Web, speziell social networks. Dadurch kommt es während des Prozesses der Interaktion selbst schon zur Selbstreflexion.
Eine weitere Schwierigkeit sind geschlossene Netzwerke. Dynamische Interaktionen, wie sie zum Beispiel in einer Google–Anwendung zu beobachten sind, können erst durch aktive Teilnahme des Forschers beobachtet werden. Die Methode der teilnehmenden Beobachtung wird in diesem speziellen Punkt durch unmittelbare Interaktion vor einer großen Herausforderung gestellt. Aus diesem Grunde ist eine notwendige Transparenz der eigenen Perspektive und ständige Reflexion für den teilnehmenden Beobachter im Web von besonderer Wichtigkeit. „

Vorreiterposition:

Die Idee, dass der Lernende im Mittelpunkt jeglicher Organisation und Gestaltung von Lernumgebungen stehen soll, existiert schon seit etwa 30 Jahren. Wie viele Ideen, so muss auch diese auf den richtigen Zeitpunkt warten, um anerkannt zu werden. Die Entwicklung zum Web 2.0 kann diese Anerkennung bei der „breiten Masse“ noch zusätzlich beschleunigen. Das Web 2.0 hat sich zum Kulturwerkzeug entwickelt, dass den Lernenden in den Mittelpunkt stellt. Jeder User ist nun aufgefordert die Web 2.0 Werkzeuge für sich herauszufinden und zu nutzen, mit denen er sein Lernen, selbständig und effektiv, am besten noch gepaart mit Spaß, organisieren kann.
Diese Entwicklung spitzt die Aussage, dass der Lernende im Mittelpunkt steht, zusätzlich zu.

Überschneidung von Grenzen:

Individuum/Gemeinschaft:

Mit Hilfe von Web 2.0 Werkzeugen, die von jedem Einzelnen auf sich zugeschnitten werden, können gemeinsame (kollektive) Lernprozesse ausgelöst werden. Damit kommt es zu einer breiten Streuung von Informationen, die wiederum andere, die nicht der Gruppe angehören, ergänzen und korrigieren und diese dann als neue Information vom Individuum in die Gemeinschaft eingebracht werden und diese bereichert. Von der persönlichen Orientierung des Individuums profitiert die Gemeinschaft im Prozess gemeinsamen Lernens.

Realität / Virtualität
Virtuelles erfolgreiches Lernen ist an die Realität geknüpft. Erfolgreiche virtuelle Kommunikationskompetenz ist die Erweiterung der erfolgreichen realen Kommunikationskompetenz mit den entsprechenden Werkzeugen Medien. Zudem beziehen sich virtuelle Projekte und Kommunikationen auf reale Erfahrungen und Erfolge, ebenso, wie umgedreht.

Lehrer/Schüler:

In dieser Vorreiter Situation mit dem neuen (aktuellen) Kulturwerkzeug müssen alte Machtverhältnisse hinterfragt werden. Potenzielle Ressourcen (Neue, sich Interessierende) können nicht wie bisher mit der Begründung abgelehnt werden, dass diese das System nicht kennen und dessen Dynamiken sowieso nicht. Mit einer solchen negativen Situation wird „die potenzielle Ressource“ vertrieben und man hat mit dieser Einstellung der Gemeinschaft geschadet.
D.h. auch ein Lehrer kann von seinem Schüler etwas erfahren, wenn er ihm das Gefühl gibt, wahrgenommen und in seiner Art angenommen zu werden. Das Lehrer-Schüler Verhältnis wird somit neu strukturiert, ebenso wie unsere Vorstellungen über Hierarchien und Machtverhältnisse.


Weiterführender Link:

* NEURON - Profilfindung
* NEURON - Plattform

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